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 Betreff des Beitrags: MAD MAX - JENSEITS DER DONNERKUPPEL - George Miller & George Ogilvie
BeitragVerfasst: 08.04.2016 22:40 
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Produktionsland/Jahr: Australien 1985
Darsteller: Mel Gibson, Tina Turner, Bruce Spence, Angelo Rossitto, Paul Larson, Mark Kounnas, Helen Buday, Angry Anderson
Drehbuch: George Miller & Terry Hayes
Produziert von: George Miller, Doug Mitchell, Terry Hayes
Musik: Maurice Jarre

Der inzwischen ausgebrannte Max (Mel Gibson) schafft es gerade noch so durch die Wüste in das provisorische Städtchen Bartertown, der letzte Versuch von Überlebenden des atomaren Overkills sich ein bisschen Zivilisation zu erhalten. In Bartertown hat Aunt Entity (Tina Turner) das Sagen, auch wenn sie sich ihre Macht wohl oder übel mit dem kleinwüchsigen "Master" (Angelo Rossitto) und dessen tumben Schläger "Blaster" teilen muss, da der unter Bartertown die Energieversorgung in der Hand hält. Da Aunt Entity von Max' Fähigkeiten und Geschicklichkeit im Nahkampf beeindruckt ist, schlägt sie ihm einen Deal vor: Max soll dafür sorgen, dass Entity die alleinige Macht über Bartertown erhält - dafür soll er in der Donnerkuppel, einer Kampfarena, gegen Blaster antreten und Max bekommt im Gegenzug die Gelegenheit, seinen Weg motorisiert durch die unendliche Einöde fortzusetzen ... doch es kommt anders, als Entity sich erhofft hat...
(Ofdb)

Der Abschluss der originalen Mad-Max-Filme.
Der Film wird ja von vielen als der schwächste der Trilogie gesehen, aber ich muss ganz ehrlich sagen, so schlecht ist er auch wieder nicht.
Ich würde ihn in der Mitte einordnen, denn für mich war er auf jeden Fall besser als der erste Teil.
Mir hat da speziell Bartertown sehr gut gefallen.
Dieses Kleinstadtleben im Reich von Aunt Entity und überhaupt wie die Stadt aufgebaut ist, das erzeugt auch noch einmal ganz eigenartige Atmosphäre, die mit den Vorgängern zwar gar nicht richtig vergleichbar ist, aber auch ihren gewissen Reiz hat.
Tina Turner fand ich als Stadtchefin gar nicht so unpassend.
Man mag zu ihr als Person und zu ihren Schauspielversuchen stehen wie man will, aber als Aunt Entity ist sie wirklich überzeugend.
Soweit ist der Film für mich also sehr gelungen, aber er hat natürlich seine Schwächen.
Im Mittelteil (also die Zeit bei den Halbwüchsigen) zieht sich das Ganze schon sehr.
Ab dem Zeitpunkt, wo er mit der Gruppe Halbwüchsiger zurück nach Bartertown kommt, geht's dann aber wieder und steuert auf ein großartiges (wenn auch eher kurz gehaltenes) Finale zu.
Im Prinzip das gleiche wie im zweiten Teil, nur komprimiert.
Jedenfalls wieder sehr gut gemacht, stellenweise wirklich schöne Einstellungen.
Insgesamt m.E. ein gelungener Abschluss und auch wenn es vielen sicher zu hoch erscheinen mag: Von mir gibt's für den dritten MAD MAX 7,5/10.

Trailer
www.youtube.com Video From : www.youtube.com


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 Betreff des Beitrags: Re: MAD MAX - JENSEITS DER DONNERKUPPEL - George Miller & George Ogilvie
BeitragVerfasst: 22.04.2016 21:22 
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MAD MAX - JENSEITS DER DONNERKUPPEL

Originaltitel: Mad Max Beyond Thunderdome
Land / Jahr: Australien, USA / 1985
Altersfreigabe: FSK 16
Regie: George Miller, George Oglivie
Produktion: George Miller
Drehbuch: George Miller, Terry Hayes
Kamera: Dean Semler
Schnitt: Richard Francis-Bruce
Spezialeffekte: Michael Wood, Steve Courtley
Budget: ca. 12.000.000 $ (Australien)
Musik: Maurice Jarre
Länge: ca. 102 Minuten
Darsteller: Mel Gibson, Tina Turner, Bruce Spence, Adam Cockburn, Frank Thring, Angelo Rossitto, Paul Larsson, Angry Anderson, Robert Grubb, George Spartels, Edwin Hodgeman, Bob Hornery, Andrew Oh, Ollie Hall, Lee Rice


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Max durchquert weiterhin ziellos die Wüste. Sein Trip führt ihn in das Städtchen Bartertown. Hier trifft er auf die Überlebenden des atomaren Overkills. Angeführt wird der Pöbel von Aunty Entity. Doch die eigentliche Macht liegt bei einem Zwerg namens Master. Der erzeugt aus Schweinescheisse - Energie. Masters rechte Hand ist der beschmierte (viel Kraft und null Hirn) Blaster. Enity schlägt Max einen Deal vor. Wenn er Blaster beseitigt, erhält Max seinen Wagen und Sprit (aus Scheinescheisse). Um sein Ziel zu erreichen muss Max in der Donnerkuppel gegen Blaster antreten. Ein Kampf auf Leben und Tod.

Die Auftaktmusik teilt mir unmissverständlich mit, dass MAD MAX 3 noch genauso schlecht auf mich wirkt wie bei meiner Erstsichtung im Kino. Was bei MAD MAX 2 im Kultstatus endete wird bei MAD MAX 3 als massentaugliches Dreckskino weitergeführt. Es ist erschreckend was hier für ein Mist abgeht. Der Charakter Max Rockatansky verliert seinen Kultstatus. Der schweigsame, coole Antiheld wird zum Langweiler der kaum eine gute Aktion für sich verbuchen kann. Umgeben wird mein einstiger Jugendheld von einer deplatzierten Tina Turner, einem nervenden Zwerg namens Master (gespielt von Angelo Rossitto) und zahlreichen – ebenfalls nervenden – Blagen.

Das Lexikon des internationalen Films schreibt: „Technisch perfekt inszeniertes Endzeitspektakel, das weniger selbstzweckhafte Gewalttätigkeiten als die beiden ersten Teile aufweist und in der Geschichte um den Kinderstamm eine Dimension der Hoffnung aufbaut.“

Die einzige Hoffnung die mich überkam ist die, dass der Film nach ca. 100 Minuten endet. Der Weg dorthin ist nicht immer einfach, und ich spielte – wie bei meiner Zweitsichtung auf VHS – oftmals mit dem Gedanken diesem Langweiler (bereits vorher) ein Ende zu bereiten. Das Highlight ist zweifelsohne der Fight in der Donnerkuppel. Ein gut dargestelltes Ambiente das ein Teil der Inspiration für den Endzeitkracher DOOMSDAY darstellt. Ebenfalls angenehm ist das Mitwirken von Rose Tattoo-Legende Angry Anderson. Dazu kommen ein paar gute Kamerabilder (in und) aus der Wüste. Das war´s auch schon mit der Herrlichkeit. Die finale Verfolgungsjagd klaut Kameraeinstellungen und Abläufe aus MAD MAX 2 (kann man sich selbst beklauen?), und der Blagenwüstenstamm setzt dem Ganzen die Krone auf. Ein Schnarcher vor dem Herrn. Der Versuch die Figur Mad Max als Messias wirken zu lassen funktioniert ebenfalls nicht. Das Thema wurde in einigen Italo Western zigmal besser behandelt. Was MAD MAX 3 daraus macht, bereitet dem „Schnarcherstatus“ alle Ehre – mehr aber nicht.

Eine ziemlich üble Angelegenheit. Um dem Frust ein Ende zu bereiten musste ich nach der Sichtung, MAD MAX 1 einlegen. Bubba, Toecutter, Goose, Rockatansky und Labatouche (was eine geniale Knallschote) konnten die zerstörte Stimmung (natürlich) wieder aufhellen. Trotzdem: Nie wieder Donnerkuppel. Dreimal reicht!!!

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 Betreff des Beitrags: Re: MAD MAX - JENSEITS DER DONNERKUPPEL - George Miller & George Ogilvie
BeitragVerfasst: 22.04.2016 23:10 
Früher habe ich den Film gehasst, weil ich eine echte Fortsetzung erwartet habe. Heutzutage mag ich ihn, weil er so extrem 80er ist und ich mich mit verschiedenen Aspekten abgefunden habe.


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