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 Betreff des Beitrags: DER LÖWE VON SAN MARCO - Luigi Capuano
BeitragVerfasst: 12.12.2014 18:55 
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"Il Leone Di San Marco"
Italien (1963)
Deutsche Erstaufführung: 7.8.1964
Darsteller:
Gordon Scott, Gianna Maria Canale, Rik Battaglia, Alberto Farnese, Franca Bettoia, Giulio Marchetti, Franco Fantasia, Mirko Ellis

Venedig um 1620: Manrico, der Sohn des Dogen, wird von seinem Vater mehr oder weniger genötigt, sich mit der Adligen Isabella zu verloben. Später soll er als Botschafter nach Paris gehen. Doch Manrico ist ein junger Mann, der das Abenteuer liebt und steht diesen Plänen eher ablehnend gegenüber. Während der Verlobungsfeier stürmt eine Piratenbande den Palast und erleichtert die Gäste um ihren kostbaren Schmuck. Überfälle dieser Art sind in der Lagunenstadt keine Seltenheit. Deshalb beschließt Manrico, den Piraten den Kampf anzusagen. Gemeinsam mit seinem Freund Giandolo und einigen unerschrockenen Venezianern gelingt es ihm in der Maske des "Löwen von San Marco" die Bande mehr und mehr in Bedrängnis zu bringen. Doch dabei verliebt er sich in die kämpferische Rossana, die zu den Piraten gehört.

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Dadurch, dass der Film überwiegend in Venedig spielt, unterscheidet er sich von den üblichen Piratenfilmen, denn es gibt kaum Szenen auf dem offenen Meer. Somit steht mehr die gewohnte Mantel- und Degen-Action im Vordergrund. Ansonsten handelt es sich um einen recht harmlosen Vertreter seiner Art, der nicht besonders spannend ist und vom Härtegrad als absolut jugendfrei (FSK: 6) einzustufen ist. Trotzdem ist er durchaus unterhaltsam. Luigi Capuano inszenierte routiniert und wurde dabei von den Darstellern tatkräftig unterstützt, die hier durchweg gute Leistungen zeigen. Hervorzuheben ist vor allem Gordon Scott, der äußerst sympathisch rüberkommt und mit und ohne Maske eine gute Figur macht.
Bei der Erstürmung der Piratenfestung kam es mir allerdings so vor, als würde ich einige Szenen bereits aus Capuanos "Tiger der Meere" (1962) kennen.

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 Betreff des Beitrags: Re: DER LÖWE VON SAN MARCO - Luigi Capuano
BeitragVerfasst: 05.03.2015 19:33 
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Alternativer Titel: The Lion of St. Mark
Produktionsland: Italien
Produktion: Ottavio Poggi
Erscheinungsjahr: 1963
Regie: Luigi Capuano
Drehbuch: Luigi Capuano, Luigi Capuano
Kamera: Alvaro Mancori
Schnitt: Antonietta Zita
Musik: Carlo Rustichelli
Länge: ca. 86 Min.
Freigabe: FSK 12
Darsteller: Gordon Scott, Gianna Maria Canale, Alberto Farnese, Giulio Marchetti, Rik Battaglia, Franca Bettoia, Feodor Chaliapin Jr., John Bartha, Mirko Ellis, Franco Fantasia, Giulio Maculani, Anna Maria Padoan





Nachdem ein Ball in Venedig von Piraten gestürmt wird, ist es für Manrico, den Sohn des Dogen, an der Zeit zurückzuschlagen. Mit einer Maske getarnt, legt er sich als „Löwe von San Marco“, mit den Seeräubern an. Doch dann verliebt er sich in die Piratenbraut Rosanna…

Italiener und Piratenfilme! dass ist immer eine Sache für sich. Letztendlich ist es bekannt, dass man im Stiefelland in Bezug auf eben solche Produktionen, weniger erfolgreich ist. Gesamt gesehen siedeln sich italienische Piratenfilme innerhalb des italienischen Filmkulturguts, im Bodensatz an. DER LÖWE VON SAN MARCO hebt sich ein klein wenig von diesem Bodensatz ab und ist einer der etwas besseren Seeräuber-Vehikel, was allerdings nicht viel zu heißen hat.

Der Auftakt gestaltet sich als recht farbenfroh, bietet ordentlich Kulissen und Kostüme, lässt allerdings die Spannung weit hinten anstehen. Mit zunehmender Laufzeit gelingt es dem Film zumindest etwas interessanter zu werden. Dazu mischt der Regisseur Luigi Capuano, die Fehde zwischen Venezianern und Piraten, mit einer Liebesgeschichte. Die Suche nach dem ominösen „Löwen von San Marco“ entfällt, da dessen wahre Identität von Anfang an bekannt ist.

Die Besetzungsliste bietet als Manrico, den Amerikaner Gordon Scott, der zwischen 1955 und 1960, als Tarzan aktiv war um anschließend im Bereich Peplum, ein neues zuhause zu finden. Eine seiner (neben der des Tarzan) bekanntesten Rollen ist die von Buffalo Bill in Mario Costas DAS WAR BUFFALO BILL. Ein weiterer bekannter Haudegen ist Rik Battaglia als Giandolo.

Die weiblichen Parts werden von Franca Bettoia und Gianna Maria Canale bekleidet. Wobei die eher unbekannte Frau Bettoia den besseren Eindruck hinterlässt. Hätte man ihr nur mehr Spielzeit gegeben und ihrer Rolle etwas Gemeinheit zugesprochen, dann wäre hier - vermutlich - einiges möglich gewesen.

DER LÖWE VON SAN MARCO kann – wie fast alle Italo-Piratenfilme – keine sonderliche Spannung vermitteln. Trotzdem wird man relativ gut unterhalten. Was innerhalb dieses Genre, schon beinahe wie ein Ritterschlag klingt.

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