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 Betreff des Beitrags: DER TOLLWÜTIGE - Sergio Grieco
BeitragVerfasst: 22.11.2009 20:06 
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Originaltitel: La Belva Col Mitra
Darsteller: Helmut Berger, Marisa Mell, Richard Harrison, Luigi Bonos
Jahr: 1977

Inhalt:
Der Wunsch nach Rache und Vergeltung ist für den Gefangenen (M)Nanni zum fanatischen Ziel geworden. Unaufhörlich hält er es sich in seiner Zelle vor Augen, und Tag für Tag schmiedet er neue, grausame Pläne. Mit 3 Komplitzen plant der den Ausbruch. Sie schaffen es und können flüchten. Damit ist für Nanni der Zeitpunkt gekommen, seine Wahnsinnsphantasien in die Tat umzusetzten. Er kann sich endlich an denjenigen rächen, die dafür verantwortlich sind, dass er ins Gefängniss kam.....

Quelle: ofdb.de

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Chen Kuan-Tai | David Chiang | Ti Lung
""I despise your killing, and raping. You're despicable. You should be punished. I'm going to chop off your arm, so are you ready?..."


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 Betreff des Beitrags: Re: DER TOLLWÜTIGE - Sergio Grieco
BeitragVerfasst: 27.11.2009 15:55 
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beast with a gun hat geschrieben:
manny vitale? ist der typ heimlich mantafahrer? :roll:


Das würde mich nicht wundern, so wie sich Helmi in dem Streifen aufführt! :mrgreen:

Hier ein älterer Kurzkommentar:

Der Tollwütige

Nanni Vitale (Helmut Berger) bricht mit ein paar Komplizen aus dem Knast aus. Zunächst wird mit einem armen Wicht abgerechnet, dessen Aussage vor drei Jahren zur Einlochung Vitales beitrug. Giuliana (Marisa Mell) muss dabei zusehen wie ihr Freund auf brutalste Art und Weise zu Tode kommt, zu allem Überfluss wird sie dabei auch noch von Vitale geschändet. Kommissar Santini (Richard Harrison) ist der härteste Widersacher und Jäger des üblen Schurken. Das die erniedrigte Giuliana schliesslich bei der Polizei auspackt, stellt sich zwar als hilfreich, aber nicht als endgültige Lösung des Problemes Vitale dar, der mit Geiseln aus der gestellten Falle entkommt. Doch die letzte Stufe der Eskalation ist noch längst nicht erreicht, diese wird die schlimmsten Befürchtungen des eifrigen Santini übertreffen...

Wieder ein herrliches Gangster/Polizeidrama aus dem Italien der goldenen Siebziger. 1977 bracht Regisseur Sergio Grieco diesen starken Genrebeitrag auf den Weg. Die Konsequenz und Härte des Filmes packen den Zuschauer, die erstklassige musikalische Untermalung sorgt für zufriedenes Grinsen beim Italo-Fan, die Leistungen der Schauspieler wissen ebenfalls durchweg zu gefallen. Helmut Berger spielt seinen Charakter Vitale mit unglaublicher Menschenverachtung und Boshaftigkeit, für den Erniedrigung, Vergewaltigung und Mord zum normalen Alltagsgeschäft gehören. Marisa Mell kann unter Beweis stellen, dass sie mehr als pralle Lippen und Möpse zu bieten hat. Nicht zu vergessen Richard Harrison der den harten Bullen ebenfalls überzeugend gibt.

Wenn ich an Bösewichter des italienischen Kinos der Siebziger denke, muss Helmut Berger als Nanni Vitale auf jeden Fall genannt werden. Geschlagen wird er jedoch von Tomas Milian, welcher in "Der Berserker" als völlig durchgeknallter Giulio Sacchi eine absolut göttliche Vorstellung abliefert. Jedoch ist der Vergleich unfair, da die Rollen unterschiedlich angelegt sind. Naja, vielleicht gelingt es mir auf diese Art, für einen weiteren unverzichtbaren Italo-Klassiker ein wenig Interesse zu wecken.

NEW hat "Der Tollwütige" in ungekürzter Form veröffentlicht. Verpackt in einer -für das Label üblichen- schicken Hartbox, bietet die DVD den Streifen in ordentlicher Qualität, ein paar nette und durchaus interessante Extras gibt es als kleine, feine Zugabe. Eigentlich finde ich es inzwischen sehr abgedroschen wenn für solche Filmschätze mit dem Namen Tarantino geworben wird. Wenn es jedoch hilft ein wenig Werbung für Perlen wie "Der Tollwütige" zu machen, so sei darauf hingewiesen, dass Onkel Quentin in seinem Streifen "Jackie Brown", eine kleine Huldigung des hier kurz vorgestellen "Der Tollwütige" eingebaut hat.

Sehr gut = 8/10 (Wenn ich ein paar andere Italos nicht noch mehr lieben würde, dann stünde hier mit Sicherheit eine noch höhere Hausnummer!)

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 Betreff des Beitrags: Re: DER TOLLWÜTIGE - Sergio Grieco
BeitragVerfasst: 27.11.2009 18:06 
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beast with a gun hat geschrieben:
moment mal, MANNY ???! WTF?! manny vitale? ist der typ heimlich mantafahrer? :roll:


Naja, irgendwie würde der Name auch gut passen. Der Film ist ne absolute Sleazegranate und ein bisschen mehr oder weniger unfreiwillige Komik macht ihn deswegen nur noch interessanter :D

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 Betreff des Beitrags: Re: DER TOLLWÜTIGE - Sergio Grieco
BeitragVerfasst: 29.11.2009 17:51 
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Ich find's lustig und wäre dafür, dass es bleibt :D

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 Betreff des Beitrags: Re: DER TOLLWÜTIGE - Sergio Grieco
BeitragVerfasst: 29.11.2009 19:44 
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beast with a gun hat geschrieben:
wasn bleibt das jetzt so so lange bis sich ugo piazza über den kapitalen fehler aufregt?! :roll: helmut berger = NANNI VITALE :!: comprende?


Man muss sich ja nicht über alles aufregen... :D

Aber es heisst natürlich NANNI VITALE.


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 Betreff des Beitrags: Re: DER TOLLWÜTIGE - Sergio Grieco
BeitragVerfasst: 29.11.2009 21:14 
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 Betreff des Beitrags: Re: DER TOLLWÜTIGE - Sergio Grieco
BeitragVerfasst: 27.06.2010 22:01 
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DER TOLLWÜTIGE („La belva col mitra“, Italien 1977) R: Sergio Grieco

Der psychotische Schwerverbrecher Nanni Vitale (Helmut Berger) flüchtet mit drei Gesinnungsgenossen aus dem Gefängnis. Auf der Flucht werden Autos geklaut und Tankwarte sinnlos verprügelt. Aber Nanni geht es nicht nur um stumpfe Gewalt, er ist ein Mann mit einem Ziel: Er will Vergeltung, und zwar möglichst blutig. Auf seiner persönlichen Shitlist ganz oben steht der Bullenspitzel Barbaresci (Ezio Marano), der ihn damals in den Knast brachte, sowie der Richter Santini (Claudio Gora), der ihn verurteilte und der Kommissar (Richard Harrison), der ihn verhaftete – welcher zufälligerweise auch der Sohn des besagten Richters ist. Ein gnadenloser Rachefeldzug nimmt seinen Lauf, während Kommissar Santini verzweifelt nach dem Gangster fahndet…


Griecos LA BELVA COL MITRA (was wortgenau übersetzt soviel heißt wie: „Das Raubtier mit dem Maschinengewehr“) eilt ein legendenreicher Ruf voraus – soll es sich dabei doch um einen der schmierigsten und asozialsten Italo-Gangsterfilme bzw. Poliziotteschi aller Zeiten handeln. Eines vorweg: Man könnte sagen, das stimmt. Hartgesottene sollten sich den Film in einem Doppelprogramm mit Andrea Bianchis RACHE DES PATEN ansehen – danach hilft auch keine Desinfektions-Dusche mehr, Schutzimpfungen müssen ran!

Erstaunlicherweise funktioniert der Film prächtig, obwohl er alles andere als virtuos in Szene gesetzt wurde. Die Kamera hält über weite Strecken einfach nur uninspiriert drauf und lichtet das Geschehen wenig ansprechend ab. Der Schnitt ist unbeholfen, teilweise sogar katastrophal amateurhaft. Der dünne Plot passt auf einen Bierdeckel, und das Drehbuch ist eine nicht sonderlich spannende und dramaturgisch fehlerhafte Aneinanderreihung episodenhafter Einzelszenen – trotzdem (oder gerade deshalb) weiß das Endergebnis zu gefallen. Gerade der etwas semiprofessionelle Erzählstil unterstützt die ungemein dreckige, sleazige und rohe Grundstimmung der Geschichte. Und trotz des rudimentären Handlungsgerüsts erzielt der Film einige beachtliche Höhepunkte, die schmerzhaft nachhallen.

Vor allem aber ist DER TOLLWÜTIGE eine exzessive Ein-Mann-Show für Helmut Berger. Der hochtalentierte aber leider unterschätzte Österreicher, der sich damals nach den großen Erfolgen mit Visconti (DIE VERDAMMTEN, LUDWIG II.) auf dem Höhepunkt seiner Schmuddelfilm-Phase befand (die in Tinto Brass` SALON KITTY gipfelte) gibt in DER TOLLWÜTIGE auf derart hemmungslose und losgelöste Weise Knallgas, dass man ihm den skrupel- und mitleidslosen Psychopathen mit Kusshand abnimmt. Ich weiß nicht, ob der exzessive Konsum von Kokain bei der Entstehung des Films eine Rolle spielte, der Verdacht liegt jedoch nahe. Die schiere Zügellosigkeit der Figur des Nanni („Du weißt, ich töte gern!“) Vitale lässt alle anderen Darsteller etwas blass aussehen – obwohl vor allem Marisa Mell ihre Rolle hervorragend spielt. Berger tobt wie ein Berserker durch die Kulissen, verteilt Watschen und Tritte, schießt um sich, spuckt, faucht und zischt wie ein Sack voller Vipern.
Besonders ins Gedächtnis frisst sich die Szene, als Nanni und seine Kumpanen den Spitzel Barbaresci und dessen Freundin Giuliana (Marisa Mell) in einem verlassenen Steinbruch durch die Mangel drehen: Vitale vergewaltigt Giuliana brutal, während Barbesci im Hintergrund zusammengekloppt wird. Berger, von der lustlosen Nagelei angeödet, nimmt die Sache selber in die Hand und streift sich eiskalt den Schlagring über. Nachdem er Barbesci halbtot geprügelt hat, heißt er seine Spießgesellen flugs eine Grube ausheben, schleift den Unglücklichen hinein und lässt ihm eine „Sonderbehandlung“ zukommen, die den armen Schauspieler Ezio Marano in seine ganz persönliche GEISTERSTADT DER ZOMBIES schickt, sechs Jahre bevor deren Tore von Lucio Fucli aufgestoßen wurden… Krass!
Trotz allem gelingt es Grieco zwischendurch, Berger zu entdämonisieren und ihn als schwaches menschliches Wesen zu portraitieren, etwa wenn er sich von seiner Schwester Geld pumpt oder mit einem jüngeren Kriminellen, der ihn anhimmelt, auf fast schon homoerotische Weise umspringt. Auch diese Feinheiten gehen aber weniger auf das Konto des Skripts, als auf Bergers formidable Leistung.
Die Darstellung der Gewalt ist auf unangenehme Art ungeschminkt und abstoßend, inklusive einer geschmacksunsicheren Rasierklingenfolter der nackten, minderjährigen Tochter (Marina Giordana) von Richter Santini. Besonders beim Showdown, wo es endgültig ans Eingemachte geht, durchstößt der Film alle Grenzen – angemessen unterstützt durch visuelle Spielereien, wie dem Einsatz von wackeligen Handkameraaufnahmen und der etwas inflationären Verwendung von Zeitlupe.
Zugutehalten muss man dem Machwerk übrigens, dass es am Ende weniger reaktionär und vorhersehbar daherkommt, als etliche seiner artverwandten Genrenachbarn. Rache ist zwar immer Blutwurst, muss aber manchmal kalt serviert werden.
Alles in allem funktioniert DER TOLLWÜTIGE denn auch eher als Terrorfilm im Stil von LAST HOUSE ON THE LEFT oder Bavas WILD DOGS, denn als handelsüblicher Poliziottescho.

Unter den Schauspielern strahlt neben dem bravourösen Berger vor allem die schöne Marisa Mell (GEFAHR: DIABOLIK!) in hellem Glanze – Bergers Landsmännin spielt die Giuliana, die zunächst gegen ihren Willen von Nanni missbraucht wird und hinterher in einem angeekelt-faszinierten Abhängigkeitsverhältnis zu ihm steht, mit überzeugender Zerrissenheit.
Richard Harrison (PROVINZ OHNE GESETZ) präsentiert sich hier als Maurizio Merli-Klon, nur komplett mit echtem Porno-Schnäuzer. Er legt eine solide aber wenig beeindruckende Vorstellung hin. In jüngeren Lebensjahren trat Harrison in etlichen Sandalenfilmen und Italowestern auf, später erlangte er als Darsteller in zahlreichen drittklassigen US-Ninja-Streifen einen zweifelhaften Ruf.
Nello Pazzafini, der mich immer ein wenig an Danny Trejo erinnert, spielt einen von Nannis prügelnden Knastbrüdern. Maria Pascucci absolviert einen Kurzauftritt als Nannis Schwester und steuert immerhin eine der denkwürdigsten Dialogzeilen des Films hinzu: „Er war schon als kleiner Junge nicht ganz richtig im Kopf. (…) Er war ein schreckliches Kind!“
Berger, Berger, noch einmal… Neben dem seligen Klaus Kinski gibt es wohl keinen Euro-Star, der eine derart komplexe, intensive und (vor allem für Talkshow-Master) unberechenbare Persönlichkeit aufweist. Immer gut für einen schnellen Skandal, fleischlichen Exzessen und harten Drogen nicht abgeneigt, bei öffentlichen Auftritten eine Mischung aus überdrehter Tunte und gefährlichem Soziopathen. Neben seiner unvergesslichen Darstellung in DAS BILDNIS DES DORIAN GRAY, blieb er mir als mörderischer, unterkühlter Arzt in Jess Francos FACELESS in guter Erinnerung. Seine beeindruckende Performance in DER TOLLWÜTIGE gehört sicherlich zu den Höhepunkten seiner vielseitigen Karriere. Bei allen Diva-Allüren ist Berger trotzdem immer Mensch geblieben und wirkte u.a. in Schlingensiefs DIE 120 TAGE VON BOTTROP oder einem Videoclip der „Hamburger Schule“-Band BLUMFELD mit.

Dem Minimalismus des Gesamtbildes passt sich auch der vorzügliche Keyboard-Score von Umberto Smaila meisterlich an: Das eingängige und sehr simpel-effektive Titelthema fräst sich in die Gehörgänge und bleibt noch Stunden nach Filmgenuss im Gedächtnis haften. Ein gutes Beispiel dafür, dass weniger oft mehr ist.

Auch Quentin Tarantino hält große Stücke auf dieses obskure Kleinod, das Exploitation in seiner lupenreinsten Ausprägung bietet. Nicht nur lässt er Bridget Fonda und Robert de Niro in einer Szene von JACKIE BROWN den Film im Fernsehen anschauen („Ist das Rutger Hauer?“ „Nein, das ist Helmut Berger!“), der berüchtigten Rasiermesser-Szene im Finale setzte er auch in seinem Skript zu NATURAL BORN KILLERS ein Denkmal („I cut her fuckin´ tits off!“). Obendrein dankt er Berger in den Credits zu JACKIE BROWN.

Ein schmutziger kleiner Italo-Reißer und eine zu Unrecht in Vergessenheit geratene Perle des Schundkinos. Genrefans sollten allemal zugreifen, Einsteigern sei der Genuss dieser verkommenen Südfrucht nur mit Einschränkung zu empfehlen – die sollten vielleicht mit Lenzis BERSERKER und Bianchis DIE RACHE DES PATEN anfangen, bevor sie sich mit LA BELVA COL MITRA endgültig Herpes und Schanker einfangen…

Lieblingszitat:
„Los, Bruno! Hol jetzt den Kalk!“

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 Betreff des Beitrags: Re: DER TOLLWÜTIGE - Sergio Grieco
BeitragVerfasst: 27.06.2010 22:22 
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Diabolik! hat geschrieben:

Unter den Schauspielern strahlt neben dem bravourösen Berger vor allem die schöne Marisa Mell (GEFAHR: DIABOLIK!) in hellem Glanze – Bergers Landsmännin spielt die Giuliana, die zunächst gegen ihren Willen von Nanni missbraucht wird und hinterher in einem angeekelt-faszinierten Abhängigkeitsverhältnis zu ihm steht, mit überzeugender Zerrissenheit.
(In irgendeinem alten Interview mit Marisa konnte man nachlesen, dass ihre Darstellung nur zur Hälfte gespielt war, denn sie und Berger standen sich während der Dreharbeiten nicht unbedingt in liebevoller Freundschaft nahe – die Abscheu der Dame war halbwegs echt.)


Wo kann man das Interview nachlesen? Ich meine nämlich, (beim Keßler?) mal gelesen zu haben, dass Marisa den Film gemacht habe, um Berger aus dem Tief nach Viscontis Tod herauszuholen.


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 Betreff des Beitrags: Re: DER TOLLWÜTIGE - Sergio Grieco
BeitragVerfasst: 27.06.2010 22:29 
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ugo-piazza hat geschrieben:
Wo kann man das Interview nachlesen? Ich meine nämlich, (beim Keßler?) mal gelesen zu haben, dass Marisa den Film gemacht habe, um Berger aus dem Tief nach Viscontis Tod herauszuholen.


Wenn ich das noch wüsste. Ich weiß nicht mehr wo ich´s gelesen hab, noch von wem es war. Aber an das vom Kessler kann ich mich auch nicht entsinnen. Ich habe aber gerade auf einer anderen Netzseite nachgelesen, daß Mell und Berger zwischen 1976 und `78 sogar ein Liebespaar waren... Ich denke, man sollte diese Aussage daher mit Skepsis aufnehmen. Andererseits: Schauspielerbeziehungen sind meistens die turbulentesten... ;)

Edith:
Marisa Mell and Helmut Berger, both from Austria, knew each other several years, before they became lovers between 1976 and 1978. Before that Helmut Berger had a long term almost marriage like gay relationship with the world famous Italian director Luchino Visconte (1906-1976) which ended with the sudden death of the director. After his death Helmut Berger became desperate not knowing what to do with his professional and personal life. This was also made worst by the fact that Visconte did not made a testament during his life so Helmut Berger did not inherit anything from the Visconte estate and the Visconte family dropped him after the funeral. During this difficult period he was helped by mostly Ursula Andress, Romy Schneider and... Marisa Mell. They were his closest friends. It was during this time of intimacy that they probably became lovers. Helmut Berger had always been very open about his sexuality and his equal preferance for women and... men. The affair was very prominent in the yellow press at that time. In 1977 they both starred in the Italian action movie "La Belva col mitra", famous for the rape scene of Marisa Mell by Helmut Berger. To promote the movie the couple made an even more notorious photo shoot for Italian Playboy as lovers in the same bed room at the Moderno Hotel in Ancona where the sex scenes for the movie were filmed. This photo shoot went around the world and made headline's everywhere. The Belgian movie magazine Cine Revue picked the photos up for its July 7th 1977 cover and issue. It was one of it's biggest selling issues to that date.

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Ich denke, ich sollte den Satz aus der Rezi löschen......

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 Betreff des Beitrags: Re: DER TOLLWÜTIGE - Sergio Grieco
BeitragVerfasst: 28.06.2010 15:55 
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beast with a gun hat geschrieben:
treffendes review, diabolik! solltest du unbedingt bei der ofdb reinstellen, auch und gerade wegen den zwei verwirrten klosterschülern die mit ihren verschnarchten reviews den punkteschnitt drücken! :mrgreen:


Das ging wohl an mich... Danke ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: DER TOLLWÜTIGE - Sergio Grieco
BeitragVerfasst: 28.06.2010 17:36 
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beast with a gun hat geschrieben:
treffendes review, diabolik! solltest du unbedingt bei der ofdb reinstellen


Demnächst werden die ganzen Rezis in eine Extra-Rubrik beim Filmclub BALI eingestellt und dann auch mit OFDb verlinkt. Arbeite ich gerade dran.

Diabolik! hat geschrieben:
später hat er sich dafür bei harrison entschuldigt und als grund eben diese erklärung: "marisa mell-drogen-schlechter einfluss" angegeben.


Interessante Info! Das erklärt ja so einiges... :mrgreen:

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 Betreff des Beitrags: Re: DER TOLLWÜTIGE - Sergio Grieco
BeitragVerfasst: 02.07.2010 15:12 
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Die Meinung hab ich ja schon mal geäußert, mir gefällt die kürzere Video-Version besser als die DVD Version. Die Kürze macht in diesem Film wirklich die Würze!! :twisted:


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 Betreff des Beitrags: Re: DER TOLLWÜTIGE - Sergio Grieco
BeitragVerfasst: 13.07.2011 18:53 
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Extrem brutales Stück Film, hat mir gut gefallen, ein paar Gewaltszenen waren aber zu sehr ausgespielt. Witzig war die Szene mit Harrison als Taxifahrer. Ansonsten gibts natürlich wenig zu lachen. Außer: die zeitlupen-Szene mit den Verkehrsbullen, die Nanni vor die Flinte rennen. Ähnlich trashig wie die enstprechenden Szenen in Girolamis Gewalt rast durch die Stadt.

Schöne Musik und ein Helmut Berger gegen den sogar Tomas Millian wie ein unartiger Schuljunge wirkt, verleiten mich dennoch zu einer 7,5er Wertung. Die New-Scheibe war leider mäßig und hatte ein extrem hässliches Covermotiv.

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 Betreff des Beitrags: Re: DER TOLLWÜTIGE - Sergio Grieco
BeitragVerfasst: 24.07.2011 21:15 
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Originaltitel: La Belva col mitra
Produktionsland: Italien
Produktion: Armando Bertuccioli, Silvano Zignani
Erscheinungsjahr: 1977
Regie: Sergio Grieco
Drehbuch: Sergio Grieco
Kamera: Vittorio Bernini
Schnitt: Francesco Bertuccioli, Adalberto Ceccarelli
Spezialeffekte: Aldo Gasparri
Musik: Umberto Smaila
Länge: ca. 91 Minuten
Freigabe: ungeprüft
Darsteller: Helmut Berger, Marisa Mell, Richard Harrison, Marina Giordana, Luigi Bonos, Vittorio Duse, Ezio Marano, Claudio Gora, Alberto Squillante, Maria Pascucci, Nello Pazzafini, Antonio Basile



Nanni Vitali flieht zusammen mit 3 weiteren Insassen aus dem Gefängnis. Er will sich nun an den Leuten rächen, die ihn ins Gefängnis gebracht haben und dabei ist Nanni jedes Mittel recht…

Der 1977 entstandene Poliziesco von Sergio Grieco ist in keiner Weise zimperlich und geht mit aller Härte und Gewalt zur Sache. Der zentrale Punkt für diese rasante und sleazige Achterbahnfahrt ist zweifelsohne ein schauspielerisch brillanter Helmut Berger. Wie auch Tomas Milian als Guilio Sacchi in „Der Berserker“, versteht es auch Helmut Berger, die Rolle des Psychopathen Nanni Vitali absolut überzeugend zu verkörpern. Sein Spiel ist irgendwo zwischen Tomas Milian und David Hess angesiedelt, dazu kommt eine unnachahmliche und diabolische Mimik, die seines Gleichen sucht.

Der Film an sich liefert zwar keine große Story, präsentiert allerdings das was dieser zu bieten hat in einer absolut dramatischen und kurzweiligen Art. Dazu kommt, die wirklich gut gewählte Filmmusik zum Tragen. Diese ist zwar minimalistisch angelegt, passt allerdings zum Film wie die Faust aufs Auge und hilft dem Zuschauer sich noch mehr in den Film zu vertiefen.

Neben der angesprochenen Kurzweiligkeit, bietet „Der Tollwütige“ einiges an Brutalität und Gewalt. Diese wird in realistischer Weise an das Publikum vermittelt und trifft dieses dort, wo es weh tut.

Als Darsteller sind neben Helmut Berger auch Marisa Mell und Richard Harrison positiv zu erwähnen, da auch sie ihren Parts sehr gut rüberbringen.

Fazit: „Der Tollwütige“ ist eine rasante Mischung aus Poliziesco und Terrorfilm, der dem Zuschauer kaum Zeit zum Luftholen lässt und das mit einem Helmut Berger in Höchstform. Sleazig, brutal, fies und gemein.

8,5/10

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 Betreff des Beitrags: Re: DER TOLLWÜTIGE - Sergio Grieco
BeitragVerfasst: 05.11.2012 18:55 
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Falls wer seine deutschsprachige DVD verkaufen möchte, bitte melden :)

Im Übrigen: Ein toller Film, der sich mit "Die Rache des Paten" in die Liste meiner absoluten Favoriten einreiht. Berger ist eine Urgewalt und zeigt einmal mehr eindrucksvoll, wie vielseitig sein Spiel sein kann. Es kommt nie langeweile auf und auch die Gewaltspitzen sind effektiv eingesetzt. Ein Rundumsorglospaket für echte Liebhaber, wenn man so will.

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Suche:

DER NAME DER ROSE (ARD-HDTV-Fassung), FASSBINDER COLLECTION (Limited Edition/Arrow),

EIN LEBEN FÜR DEN TOD, DIE SUPERSCHNÜFFLER, HOOVER-ICH BIN DER BOSS, EIN DRECKIGER HAUFEN,

BATTLES WITHOUT HONOR AND HUMANITY (The Complete Collection/Arrow), DEEP SPACE (F. O. Ray),

DIE HÖLLENHUNDE (1970) , UNTERNEHMEN STAATSGEWALT, QUEIMADA (TV-Fassung),

IN DIE ENGE GETRIEBEN, OUT OF THE BLUE, JOHNNY MNEMONIC (Turbine).


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 Betreff des Beitrags: Re: DER TOLLWÜTIGE - Sergio Grieco
BeitragVerfasst: 06.11.2012 11:09 
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Oh Mann, das ärgert mich heute noch dass ich an der DVD monatelang vorbei gegangen bin ohne sie mitgenommen zu haben. Tja, irgendwann wars dann halt zu spät, verdammt! :(


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 Betreff des Beitrags: Re: DER TOLLWÜTIGE - Sergio Grieco
BeitragVerfasst: 06.11.2012 11:14 
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Klick mich... Geht doch! ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: DER TOLLWÜTIGE - Sergio Grieco
BeitragVerfasst: 06.11.2012 11:33 
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Danke für den Tipp, dachte schon den gibts nicht mehr. Das nächste mal muss ich wohl genauer schaun ;) , bei Beyond-Media bestell ich nämlich öfter was.


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 Betreff des Beitrags: Re: DER TOLLWÜTIGE - Sergio Grieco
BeitragVerfasst: 04.12.2012 19:11 
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War von dem Streifen ehrlich gesagt dann doch etwas enttäuscht!
Klar, der Berger zieht eine unglaubliche Show ab und Mell ist gut wie immer, aber die (wahrscheinlich bereits damals) angestaubte 60s-Inszenierung von Sergio Grieco inklusive Zeitraffer bei Verfolgungsjagden stellt dem Ganzen leider ein Bein. Glaube nicht, dass ich den irgendwann nochmal in den Player schmeißen werde... :|


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 Betreff des Beitrags: Re: DER TOLLWÜTIGE - Sergio Grieco
BeitragVerfasst: 04.12.2012 19:48 
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Fabi88 hat geschrieben:
War von dem Streifen ehrlich gesagt dann doch etwas enttäuscht!
Klar, der Berger zieht eine unglaubliche Show ab und Mell ist gut wie immer, aber die (wahrscheinlich bereits damals) angestaubte 60s-Inszenierung von Sergio Grieco inklusive Zeitraffer bei Verfolgungsjagden stellt dem Ganzen leider ein Bein. Glaube nicht, dass ich den irgendwann nochmal in den Player schmeißen werde... :|



Der Film ist wahrhaftig nix besonderes aber im Italo Bereich ist so verdammt viel nichts besonders und trotzdem stehe ich drauf.


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 Betreff des Beitrags: Re: DER TOLLWÜTIGE - Sergio Grieco
BeitragVerfasst: 19.04.2013 18:38 
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Der Tollwütige ist ein Film auf den ich mich, auch auf Grund der guten Rezensionen, sehr gefreut habe. Der Anfang gefiel mir auch recht gut. Einschlägiger aber passender Soundtrack und eine Story die interessant zu werden verspricht. Jedoch gefiel mir der Film, nach der Szene an der Tankstelle zunehmend schlechter. Helmut Berger hat seine Rolle völlig überdreht dargestellt und gefällt mir nicht annähernd so gut wie beschrieben. Auch Marisa Mell als heulende Trauerweide wird auch nach den ersten 15 Minuten nervig. Der Kommissar wirkt irgendwie sympathisch aber seine Rolle wird im Verlauf des Films zu sehr zu einer Merli Kopie. Die erste Hälfte des Filmes fand ich sensationell schlecht, so eine schwache Leistung habe ich bisher noch in keinem Poliziesco gesehen.
Ab dem Kassenraub und dem Seitenwechsel von Marisa Mell gewinnt der Film dann endlich an Zugkraft und an Spannung. Er wird sogar bis zum Ende noch recht gut, das Finale fand ich klasse. Actionreich und spannend. Die beste Szene war das Attentat auf Marisa Mell per Fernschuß.
Leider macht die starke zweite Hälfte die schlechte erste nicht wieder gut. So kann sich der Film nicht besonders (positiv) hervorheben und bleibt im unteren Mittelmaß hängen, was auch an einer schlampigen Erzählweise in der ersten Hälfte liegt.

Ich gebe 5/10 Punkten für einen Film der deutlich mehr Potenzial gehabt hätte, wenn die erste Hälfte genauso gut gewesen wäre wie die Zweite.


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 Betreff des Beitrags: Re: DER TOLLWÜTIGE - Sergio Grieco
BeitragVerfasst: 22.04.2013 19:40 
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@Edgar:
Der Tollwütige ist der einzige Film der in der gekürzten VHS Version wesentlich mehr rockt als in der ungekürzten DVD Verson.
Es wurden bei der VHS 15 Minuten herausgeschnitten und das hat dem Film richtig gut getan.
So ist die VHS Version ein echter Tornado. Die DVD Version ist durch die unzählichen Laber und Füllszenen einfach kein Ereignis.
Die VHS entwickelt bei mir jedesmal eine unglaubliche Sogwirkung.
Ich kann dir nur raten, sich den Film noch mal auf VHS anzugucken. Der Film ist da echt 2 Klassen mindestens besser.


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 Betreff des Beitrags: Re: DER TOLLWÜTIGE - Sergio Grieco
BeitragVerfasst: 22.04.2013 20:14 
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Das kann ich nur unterschreiben !


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 Betreff des Beitrags: Re: DER TOLLWÜTIGE - Sergio Grieco
BeitragVerfasst: 23.04.2013 12:20 
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Hab den Film ebenfalls als nur mittelmäßig in Erinnerung.


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 Betreff des Beitrags: Re: DER TOLLWÜTIGE - Sergio Grieco
BeitragVerfasst: 23.04.2013 12:28 
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Kent hat geschrieben:
... ist durch die unzählichen Laber und Füllszenen einfach kein Ereignis.


Kürz das das Teil doch gleich auf Gewalt und Gepöbel zusammen, dann ist der Film Akopalüze! :lol:

---

Hm, aus meiner Sicht ist die ungekürzte Fassung sehr stimmungsvoll und frei von Füllmaterial. Dennoch wäre eine liebevollere Auswertung angemessen, die kurze Fassung könnte ihren Platz im Bonusbereich finden.

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 Betreff des Beitrags: Re: DER TOLLWÜTIGE - Sergio Grieco
BeitragVerfasst: 12.06.2013 18:29 
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Ich fand jedenfalls einige Di Leos und Lenzis besser als den Tollwütigen, die haben etwas bessere Action und ne deutlich bessere Story. Aber ist eben Geschmackssache.


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 Betreff des Beitrags: Re: DER TOLLWÜTIGE - Sergio Grieco
BeitragVerfasst: 29.11.2013 15:26 
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Genialer Streifen, der mich aufgrund der überraschenden Härte, der Darstellung von Helmut Berger und der genial eingesetzten Musik vollkommen in seinen Bann gezogen hat. Die Handlung ist zwar weniger umfangreich, aber wer braucht so was schon :lol: von mir ganz klar 8/10 Punkten


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 Betreff des Beitrags: Re: DER TOLLWÜTIGE - Sergio Grieco
BeitragVerfasst: 14.06.2014 22:12 
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Der Streifen ist genial!
Die Geschichte ist hier nicht so wichtig, denn es gibt pausenlos Action und zwar im wahrsten Sinne des Wortes von Anfang an.
Langeweile kommt dabei selbstverständlich keine auf.
Was die Gewalt betrifft, ist DER TOLLWÜTIGE im Vergleich zum BERSERKER zwar nicht unbedingt extremer, aber ideenreicher.
Die Szene mit dem Kalk, die Szene als Vitale die Schwester von Santini mit der Rasierklinge bearbeitet,...
Desweiteren finde ich das Finale hier besser, als beim BERSERKER.
Was die Zeitlupen betrifft, die finde ich gut gemacht und auch passend eingesetzt.
Vom schauspielerischen her, würde ich sagen, sind die Hauptdarsteller (Berger/Mell) über jede Kritik erhaben und auch alle anderen spielen überzeugend, auch wenn ich sagen muss, dass Richard Harrison auf mich wie ein "Merli für Arme" wirkte und er m.E. nur als Merli-Ersatz besetzt wurde.
Die Musik dazu liefert der eher unbekannte Umberto Smaila ab, allerdings ist diese als gelungen zu bezeichnen.
Das einzige, was mich gestört hat, ist, dass der Handlungsstrang mit Marisa Mell nach einiger Zeit einfach fallengelassen wird, ohne dass der Zuschauer erfährt, wie es mit ihr weitergeht.
Meiner Meinung nach wäre es passender gewesen, wenn Vitale sie erschossen hätte, das hätte seine Verrücktheit noch unterstrichen.
Ansonsten aber ein durchweg überzeugender, nicht ganz alltäglicher Poliziottesco, der Genrefans gut unterhalten sollte.

Fazit: DER TOLLWÜTIGE ist zwar in einigen Belangen ein bisschen besser, als DER BERSERKER, aber insgesamt einen Tick schwächer.
8,5/10


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 Betreff des Beitrags: Re: DER TOLLWÜTIGE - Sergio Grieco
BeitragVerfasst: 30.11.2014 13:56 
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Der Tollwütige (D)
Mad Dog (D - VHS)
Du brutales Schwein! (D - Alternativ)
Der Wilde (DDR - TV)
La belva col mitra (IT)
Ultime violence (F)
La loba con la ametralladora (ES)
Ferocious (USA)
Street Killers (USA)
The Mad Dog Killer (USA)
Beast with a Gun (Int.)


IT 1977

R: Sergio Grieco
D: Helmut Berger, Marisa Mell, Richard Harrison, Marina Giordana, Claudio Gora, Nello Pazzafini u.a.

dt. Synchronsprecher

Score: Umberto Smaila

OFDb



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Nach einem gelungenen Ausbruch aus dem Gefängnis flüchtet der psychopatische Mörder Nanni Vitale (Helmut Berger) mit zunächst 4 Mithäftlingen vor Kommissar Giulio Santini (Richard Harrison), der den Knastflüchtigen fürs Erste auch dicht auf den Versen bleiben kann. Aber nach einer blutigen Verfolgungsjagd können die flüchtenden Häftlinge den Kommissar abhängen und Nanni kann mit seinen 3 verbliebenen Helfershelfern Piedro Caporali (Nello Pazzafini), Bruno Esposito (Sergio Smacchi) und Mario Cortese (Antonio Basile) entkommen.

Nachdem von der wilden Horde zunächst ein neuer Fluchtwagen gewaltsam in ihren Besitz genommen wurde, wird im Anschluss auch schon ein Tankstellenbesitzer überfallen und gemeinsam mit seinem Sohn auf brutalste Art und Weise gepeinigt.
Als nächste Amtshandlung vollzieht Nanni in einem verlassenen Steinbruch seine erbarmungslose Rache an dem Polizei-Spitzel Barbesci, wegen dessen Aussage er zuvor in den Knast einfahren musste. Zunächst vergewaltigt er dessen Freundin Giuliana (Marisa Mell), aber kurz vor dem Höhepunkt entschließt er sich dann doch spontan um und übernimmt selbst die sehr brutale Sonder-Behandlung Barbarescis mit einem Schlagring ("Halt, nein warte, ich bringe ihn um!"). Nach einer standesgemäßen Behandlung durch den Psychopathen Vitale wird Barbaresci nach einer abschließenden Kalk-Therapie ("Los Bruno, hol jetzt den Kalk!") von den 3 Schergen bei lebendigen Leib im Steinbruch begraben.
Mit Giuliana als unfreiwillige Geißel im Gepäck (die im Folgenden von Nanni zu seiner privaten Sexsklavin ernannt wird und so einige Martyrien über sich ergehen lassen muss) setzt der Trupp der Wahnsinnigen ihre Flucht fort und hinterlässt auch fortan eine blutige Spur des Grauens.

Kommissar Santini setzt seine erbarmungslose Jagd nach dem Psychopathen ungehindert fort bis auch plötzlich seine Angehörigen in höchster Lebensgefahr schweben. Kann er die gewissenlose und tickende Tötungszeitbombe Vitale rechtzeitig stoppen und Giuliana von ihrer Qual befreien?


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Großartiger Sleaze Streifen mit einem Helmut Berger als Psychopath in Reinkultur.
Schon gleich in der Eröffnungsszene geht es im Rahmen des gewaltsamen Gefängnisausbruchs äußerst brutal zur Sache und Berger wird das Level den ganzen Film über mit Leichtigkeit durchhalten. Die Figur Nanni Vitali gehört somit zu Bergers Parade-Rollen und bleibt einfach unvergessen.
Die bezaubernde Marisa Mell und Unterhaltungsgarant Richard Harrison liefern natürlich auch eine gewohnt-solide Darbietung ab. Der dt. Synchro ist einfach nur Spitze und der Score von Umberto Smaila besitzt absolute Ohrwurmqualitäten :good:
Außerdem schafft es diese Filmperle auch weiterhin, mich bei der Skalpellbearbeitungsszene jedes mal zum Zucken zu bringen :aaaah:



Ein grandioser Genrebeitrag mit einem psychopatischen Rutger Hauer... ähm, natürlich Helmut Berger in Höchstform ;) "Hier kommt der wahre Berserker!"


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Trailer:

www.youtube.com Video From : www.youtube.com


www.youtube.com Video From : www.youtube.com


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 Betreff des Beitrags: Re: DER TOLLWÜTIGE - Sergio Grieco
BeitragVerfasst: 30.11.2014 14:10 
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Ja, der Film ist schon ein Kracher! Ich weiß noch, wie der mich damals irgendwie kalt erwischt hatte und ich ihn lange Zeit nicht besonders mochte. Lag möglicherweise an den Inszenierungen der Hauptdarsteller, denn Helmut Berger kannte ich nur als Dorian Gray und dass die arme Marisa Mell hier so hart rangenommen wird, war glaube ich auch nichts für meine entzündeten Augen, schließlich kannte ich zu dieser Zeit eher ihre ruhigeren und belanglosen Darbietungen.

Heute denke ich, dass ich mir durchaus weitere derartige Kollaborationen zwischen Helmut Berger und Marisa Mell im Film gewünscht hätte und nicht nur diverse Fotostrecken in Muschi-Heften Herren-Magazinen. :lol:
Sollte ich mir demnächst auch dringend nochmal anschauen!


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