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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Post subject: DER UNERBITTLICHE VOLLSTRECKER - Roberto Infascelli
PostPosted: 30.01.2010 12:43 
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Orignaltitel: La Polizia Sta A Guardare
Darsteller: Enrico Maria Salerno, Jean Sorel, Lee J. Cobb, Laura Belli,...
Jahr: 1973

Inhalt:
Die neuste Masche der Gangster sind Entführungen. Die Polizei muss tatenlos zuschauen, wie ihr die Verbrecher auf der Nase herumtanzen. Das ändert sich, als ein neuer Inspektor die Regie übernimmt. Seine harte "no tolerance" Vorgehensweise zeigt erste Erfolge. Als der Sohn des Inspektors entführt wird, spitzt sich die Lage zu. Wird er weiter zu seinen Idealen stehen?

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Zensor, der - Beamter gewisser Regierungen, dessen Aufgabe es ist, geniale Werke zu unterdrücken. In Rom war der Zensor
ein Inspektor der öffentlichen Moral; die öffentliche Moral moderner Nationen verträgt jedoch keinerlei Inspektion.
(Ambrose Bierce - Des Teufels Wörterbuch, 1911)


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 Post subject: Re: DER UNERBITTLICHE VOLLSTRECKER - Roberto Infascelli
PostPosted: 31.01.2010 17:34 
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Den inoffiziellen Nachschlag vom "Syndikat" sollte ich mir auch wieder anschauen.


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 Post subject: Re: DER UNERBITTLICHE VOLLSTRECKER - Roberto Infascelli
PostPosted: 01.02.2010 09:35 
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ugo-piazza wrote:
Den inoffiziellen Nachschlag vom "Syndikat" sollte ich mir auch wieder anschauen.


Tu es, fand ich recht ansprechend und empfehlenswert.

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 Post subject: Re: DER UNERBITTLICHE VOLLSTRECKER - Roberto Infascelli
PostPosted: 04.06.2011 12:00 
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Italien 1973

R: Roberto Infascelli

D: Enrico Maria Salerno, Lee J. Cobb, Jean Sorel, Luciana Paluzzi, Laura Belli


Nach dem großen Erfolg, den “Das Syndikat”, der erste Italo-Polizeifilm, erzielte, musste ein Nachfolger her. Da Stefano Vanzina vermutlich gerade einen Steno-Kurs an der Volkshochschule belegte (sorry…), nahm Produzent Roberto Infascelli für den Nachschlag kurzerhand selbst im Regiestuhl Platz.

Kommissar Jovine (Cobb) hat den Dienst quittiert, da er die Polizei ins Hintertreffen gegenüber dem Verbrechen gekommen sieht, mit den gesetzlichen Möglichkeiten komme die Polizei nicht weiter. Insbesondere das Entführungsbusiness boomt in der Stadt.

Sein Nachfolger wird Cardone (Salerno), der sich schnell durch Unnachgiebigkeit einen Namen macht, was dem Staatsanwalt (Jean Sorel in der Adorf-Rolle) nicht gefällt.

Als der Sohn des reichen Riccardi entführt wird, sorgt Cardone für eine ungenehmigte Telefonüberwachung und unterbindet die Lösegeldübergabe. Als die Leiche von Riccardi jr. gefunden wird, ist die Empörung groß. Doch es stellt sich heraus, dass er bereits kurz nach der Entführung getötet wurde.

Darauf wird nun Cardones Sohn Massimo (gespielt vom echten Sohn Giovan Battista Salerno) entführt, ein schlappes Monatsgehalt soll er bezahlen, um seinen Sohn wieder zu bekommen, doch müsste er damit seinen Grundsatz, dass mit Entführern nicht verhandelt wird, verraten. Was wird Cardone tun?

So ganz sicher war man sich da im Hause EuroVideo (der Film lief nicht im Kino) auch nicht. Auf dem Cover steht „Der unerbittliche Vollstrecker“, der Tape-Aufkleber hingegen besagt „Der unbestechliche Vollstrecker“, womit schon mal geklärt ist, dass der Vollstrecker sowohl unerbittlich als auch unbestechlich ist. Wenn man jetzt noch wüsste, wer mit dem Vollstrecker gemeint sein soll…

Mit dem „Syndikat“ kann der Vollstrecker letztlich nicht mithalten, der Hintergrund für die Entführungswelle wirkt hier doch schon ziemlich aufgesetzt. Ansehen lohnt sich gleichwohl, und wer den Vollstrecker nicht ehrt, ist des Syndikats nicht wert. Die Musik stammt wieder von Stelvio Cipriani, und sein Titelthema kennt man auch dann, wenn man diesen Film nicht kennt: Es wurde in „Der Tod trägt schwarzes Leder“ wieder verwendet.


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 Post subject: Re: DER UNERBITTLICHE VOLLSTRECKER - Roberto Infascelli
PostPosted: 27.01.2012 16:57 
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Mir gefällt der Salerno im Syndicat besser! Sein Hut ist ne wucht! (Hab mir einen solchen besorgt und werde zur kommenden Fasnacht den Salerno geben ;) :) )
Hier hat er längere Haare und wurde mit grauen Kotletten auf älter getrimmt und die brille, naja.
Passt aber zu seiner Kompromisslosen Figur, die den Verbrechern nicht nachgibt und so einige erfolge verbuchen kann.
Tja dann erführen die Erpresser seinen Sohn um zu sehen ob er immer noch so Kompromisslos agiert. Tja ein Vater reagiert anders, beinahe würde Salerno auch nachgeben aber sein Sohn ist aus dem selben Holz und kann den Vater überzeugen.
Tja und dann geht der Polizei ein wichtiger Mittwisser den man ausschalten wollte in die Fänge, so geraten die Entführe in eine auswegslose situation...
Wurde sehr spannend gestalltet alles, Salerno hier auch wieder ne wucht!!!
Aber sein Figur ist eine andere als beim Syndicat finde ich...

Übrigens hat hier sein richtiger Sohn, den Filmsohn gegeben ;)
Achja und der Score, eine Wucht!!!! ;)
8,5/10 fast auf augenhöhe mit dem Syndicat! Einer der besten Poliziescos!

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 Post subject: Re: DER UNERBITTLICHE VOLLSTRECKER - Roberto Infascelli
PostPosted: 05.03.2012 21:42 
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reggie wrote:
8,5/10 fast auf augenhöhe mit dem Syndicat! Einer der besten Poliziescos!


Na das will ich doch mal gleich überprüfen ... ;)


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 Post subject: Re: DER UNERBITTLICHE VOLLSTRECKER - Roberto Infascelli
PostPosted: 05.03.2012 21:47 
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Operazione Bianchi wrote:
reggie wrote:
8,5/10 fast auf augenhöhe mit dem Syndicat! Einer der besten Poliziescos!


Na das will ich doch mal gleich überprüfen ... ;)


Na dann tu mal, ma sehen was bei deiner überprüfung so rauskommt! :)

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 Post subject: Re: DER UNERBITTLICHE VOLLSTRECKER - Roberto Infascelli
PostPosted: 05.03.2012 23:50 
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reggie wrote:
Na dann tu mal, ma sehen was bei deiner überprüfung so rauskommt! :)


Auf jeden Fall sehr gute Unterhaltung ! 8-)

Hatte erst am WE "Das Syndikat" gesehen von daher war der Vollstrecker eh mal fällig ! Salerno's "Kein Fußbreit dem Verbrechen" Mentalität ist ja auch hier vergleichbar , kommt aber Aufgrund des Kidnapping Themas wirklich fast noch kompromißloser rüber. Zwar hat sich die unangenehme Situation des Kommissars schon recht früh abgezeichnet , der Showdown hat dennoch einige schöne Überraschungen zu bieten ! Ich kann den Film ebenfalls nur weiterempfehlen ;)


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 Post subject: Re: DER UNERBITTLICHE VOLLSTRECKER - Roberto Infascelli
PostPosted: 01.04.2013 11:43 
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Hat jemand vielleicht zur italienischen DVD passende Untertitel in englisch?


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 Post subject: Re: DER UNERBITTLICHE VOLLSTRECKER - Roberto Infascelli
PostPosted: 29.05.2013 20:13 
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Kenne den Film bis jetzt nur von dieser Szene ^^
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Auf welchem Medium ist der Film raus gekommen? Was zahlt man preislich so?

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 Post subject: Re: DER UNERBITTLICHE VOLLSTRECKER - Roberto Infascelli
PostPosted: 01.09.2013 22:08 
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Wo gab es den Soundtrack denn schonmal?? Der kam doch auch in einem anderen Film vor, oder?


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 Post subject: Re: DER UNERBITTLICHE VOLLSTRECKER - Roberto Infascelli
PostPosted: 02.09.2013 13:02 
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Steht einige Beiträge über Deinem .

Gruss, horrorelvis


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 Post subject: Re: DER UNERBITTLICHE VOLLSTRECKER - Roberto Infascelli
PostPosted: 04.09.2013 21:31 
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:oops:

Das Alter und der Suff....Danke!!!


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 Post subject: Re: DER UNERBITTLICHE VOLLSTRECKER - Roberto Infascelli
PostPosted: 30.05.2014 12:34 
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Französiches Filmplakat :good:

Der unerbittliche Vollstrecker (D)
La polizia sta a guardare (IT)
The Great Kidnapping (UK)
Ransom! Police Is Watching (US)
Le grand kidnapping (F)

IT/F 1972

R: Roberto Infascelli
D: Enrico Maria Salerno, Lee J. Cobb, Jean Sorel, Claudio Gora, Luciana Paluzzi, Laura Belli u.a.

Score: Stelvio Cipriani

OFDb



"Sie haben das Geld mitgebracht?"

Eine Entführungswelle erschüttert Mailand, in deren Verlauf bisher 3 mal den Forderungen der Entführer (Lösegeld) nachgegeben wurde und die Geiseln bisher jedes mal "unbeschadet" befreit werden konnten. Diese Vorgehensweise hatte aber auch in der Annahme zur Folge, dass die Entführungswelle weiterhin ansteigt, da die Entführer problemfrei ihr Ziel (Lösegeldzahlung) erreichten und bisher keinerlei Repressalien von Staatsseite verhängt wurden. Gefrustet von dieser Entwicklung tritt Polizeichef Jovine (Lee J. Cobb) von seinem Posten zurück und Kommissar Cardone (Enrico Maria Salerno) wird als sein Nachfolger aus Rom eingeflogen. Als erstes trifft er auf den zuständigen Staatsanwalt Aloisi (Jean Sorel), der den bisherigen Kurs im Sinne der Geiseln verteidigt.

"Von jetzt an wird alles anders"

Kurz danach wird Cardone auch gleich zu seinem ersten Einsatz beordert, einem Banküberfall mit Geiselnahme. Die Forderung der Geiselnehmer lautet, "ein Fluchtwagen, freies Geleit und Mitnahme der Beute", dann würden die Geiseln unversehrt frei gelassen. Die entsprechende Antwort Cardones per Megaphon lautet:

"Hören Sie, ich bin hier der Chef, man hat mir alle Ihre Forderungen mitgeteilt. Ich habe nicht die Absicht diese zu akzeptieren, diese nicht und keine anderen. Theoretisch sind Sie schon im Gefängnis, also lassen Sie die Geiseln frei und kommen Sie ohne Waffen mit den Händen über dem Kopf heraus. Ende!"

Im Anschluss gibt Cardone vor der Presse den "einsamen Hardliner" (Reaktion: "der ist noch von der alten Schule"), was Staatsanwalt Aloisi schwer missfällt:

"Ich möchte eine menschliche Polizei, und keine die das Gesetz in die eigene Hand nimmt, mit Gewalt ohne jegliche Kontrolle, verstehen Sie mich? Und damit bin ich im Recht!"

Cardone setzt aber ungehindert der Meinung des Staatsanwalts die Ermittlungen nach seinen Vorstellungen fort. Er vermutet, dass hinter der bisherigen Entführungswelle ein sich gerade aufbauendes Netzwerk der organisierten Verbrechens steht und kann aufgrund "unlauterer" Ermittlungsmethoden schnell den nächsten, bereits laufenden Entführungsfall aufspüren.
Gegen den Willen des erpressten Vaters, dem sein einziges Ansinnen darin besteht, dass sein Sohn unbeschadet wieder frei gelassen wird und somit bereits der Lösegeldzahlung telefonisch zugesagt hatte, mischt sich Caldrone ungeachtet dessen ein und reißt den Fall mit den folgenden Worten an sich:

"Und ich sage Ihnen, es geht die Polizei etwas an, wenn vor deren Augen ein Verbrechen geschieht. Wenn Sie unbedingt Geld verlieren wollen, dann ist das Ihre Sache, aber die Polizei ist dafür da, mit 'ihren' Gesetzen die Bürger zu schützen. Wir können nicht ruhig zusehen, wie eine Gangsterbande ein Verbrechen nach dem anderen begeht.... es tut mir Leid für Ihren Sohn, aber glauben Sie mir, ich werde jede Verhandlung mit den Kidnappern verhindern, ebenso die Lösegeldübergabe, ob Sie wollen oder nicht, das garantiere ich Ihnen!"

Auf die anschließende Beschwerde durch Aloisi und den Rechtsanwalts des Geschädigten, wie er denn den evt. Tod eines unschuldigen Opfers verantworten würde, entgegnet Cardone lapidar: "Das ist eben das große Risiko"

Die Gesamtsituation entwickelt sich mittlerweile zu einem explosiven Pulverfass, da erhält Cardone noch eine weitere, viel schwerwiegendere Antwort von Seiten des Entführungsnetzwerks: Da er gerade dabei war, deren lukrative Geldquelle mit aller Gewalt niederzuschlagen, entführten diese eben mal gerade seinen Sohn und fordern (lediglich um ein Zeichen der tatsächlichen Macht zu setzen) einen Monatslohn gegen die unbeschadete Freilassung des Polizeisohns. Weiterhin soll jeglicher weiterer Kontakt über die Presse verlaufen, damit die Öffentlichkeit auch die letztendliche Haltung Cordones mitverfolgen kann. Wird Cardone angesichts dieser Situation seiner harten Linie treu bleiben?

Wow, dieser it. Polizei-Reißer hat mich voll begeistert. Der würdige Nachfolger des von meiner Seite gleichfalls sehr hoch geachteten Das Syndikat treibt das Spiel des Zweikampfs zwischen den jeweiligen Gesetzesauslegungen der Justiz und la Polizia auf die Spitze. Dieser Film entstand in der Hochzeit der tatsächlichen Gewaltwelle in Italien und dürfte somit voll den Nerv der Zeit getroffen haben.
Der deutsche Titel "Der unerbittliche Vollstrecker" wirkt in diesem Zusammenhang etwas überzogen, da dieser eher einen Kommissar a la Merli's Ferro suggeriert, aber Salerno geht hier nicht vordergründig mit seiner Faust in den direkten Nahkampf, sondern übt seine "unerbittliche" Vorgehensweise gegenüber dem Verbrechen als oberer Befehlsgeber des Polzeiapparats im Hintergrund aus. Angesichts der zugrunde liegenden Entwicklung im Film wäre die eigentlich direkte Übersetzung des it. Originaltitels - La polizia sta a guardare - "Die Polizei kann nur zusehen" der passendere gewesen (zusätzliche Verwirrung dürfte der ein Jahr spätere erschienene Sonny Chiba Film mit gleichem Titel gestiftet haben) :unknown: Aber so ist sie halt, unsere gute dt. Filmkultur ;)

Im Vergleich zu den Merli Filmen kommt dieser hinsichtlich der Thematik "Selbstjustiz durch Polizei" viel ernster, etwas düsterer und intensiver daher. Das kritische Thema wird recht gut beleuchtet und das Filmende ist in diesem Kontext absolut stimmig gehalten. Auffallend ist auch die sehr gute Kameraarbeit und es gibt überwiegend sehr schöne Bildeinstellungen zu bestaunen.
Die Schauspieler legen durchweg eine sehr gute Performance an den Tag, vorne Weg Herr Salerno. Dessen dt. Synchronstimme stammt von Norbert Gastell. Insgesamt ist die dt. Synchro recht gut in Anbetracht dessen ausgefallen, dass der Film erst im Dezember 1983 seine dt. Premierenveröffentlichung auf VHS erfahren durfte.

Der Soundtrack von Stelvio Cipriani gehört wohl mit zu den bekanntesten des Genres und ist einfach großartig. Dieser wurde bisher in Form einer 7" Inch und als CD (inkl. der Scores von "Der Tod trägt schwarzes Leder & Killer Cop - Kauf Empfehlung! :jc_doubleup: ) veröffentlicht.

Fazit: ein absoluter und unverzichtbarer Klassiker des Polizeifilmgenres für den eine adäquate Veröffentlichung mehr als wünschenswert wäre (eigentlich eine Pflichtveröffentlichung) ;)



8,75 Pkt. / 10,00 Pkt. :231:



it. Vorspann:

www.youtube.com Video from : www.youtube.com


Verfolgungsjagd inkl. Titeltrack:

www.youtube.com Video from : www.youtube.com



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 Post subject: Re: DER UNERBITTLICHE VOLLSTRECKER - Roberto Infascelli
PostPosted: 31.05.2014 10:26 
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Richie Pistilli wrote:
Fazit: ein absoluter und unverzichtbarer Klassiker des Polizeifilmgenres für den eine adäquate Veröffentlichung mehr als wünschenswert wäre (eigentlich eine Pflichtveröffentlichung) ;)


Stimmt, vor lauter "Fango Bollente" - Gebettel habe ich diesen Film schon fast vergessen. Wäre wirklich eine VÖ wert. Er kommt zwar nicht ganz an die Qualität und Intensität von "Das Syndikat" ran, aber relativ nahe.
Salerno ist in seiner Rolle wieder mal grandios und spielt sogar Jean Sorel und Co. an die Wand. Er lieferte hier sozusagen eine "One-Man-Show" ab, die es in sich hat.
Und der Soundtrack ist in der Tat genial. Wurde bekanntlich auch von anderen Regisseuren so gesehen... :)

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 Post subject: Re: DER UNERBITTLICHE VOLLSTRECKER - Roberto Infascelli
PostPosted: 25.02.2018 19:34 
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Bis jetzt sind ja hier überwiegend sehr positive Kommentare und Reviews zu lesen, dann werde ich jetzt einmal ein wenig gegenhalten und darlegen, warum ich nicht ganz so begeistert bin.
Zuerst aber das Positive.
Enrico Maria Salerno zieht hier wieder eine herrliche Show ab, ist einsame Spitze.
Dann kommen wir in den musikalischen Bereich.
Der Score von Stelvio Cipriani ist hervorragend, kann mich auch gar nicht entscheiden in welchem Film ihn passender finde, wurde ja später noch oft genug wiederverwendet.
Zuletzt möchte ich dem Film noch zugute halten, dass er mich nicht langweilt, das war's aber auch schon wieder mit dem Positiven.
Und das Negative, wo soll ich denn da anfangen...?
Zunächst wären da wieder die Schauspieler.
Viele bekannte Gesichter, ausnahmslos sehr namhafte Besetzung, aber gegen das Original (falls es dort eine solche Rolle gab) hat hier keiner eine Chance.
Jean Sorel ist kein Mario Adorf, obwohl normalerweise sonst nicht schlecht, ist er nicht annähernd so überzeugend wie sein "Vorgänger".
Laura Belli hat man einfach umbesetzt in eine neue Rolle, Ezio Sancrotti ist kein Gianfranco Barra und Enrico Ostermann kein Franco Fabrizi, denen fehlt einfach das Charisma.
Lee J. Cobb dagegen ist eigentlich nicht schlecht, aber schlicht und einfach verschenkt.
Hinzukommt die tatsächlich ein bisschen aufgesetzt wirkende Geschichte um die Entführungen und in der Umsetzung fehlt dann auch der "Drive" oder wie auch immer man sagen will.
Auch das Ende finde ich, im Vergleich zum Original, viel zu lasch, da hat Vanzina seinen Film viel wirkungsvoller zu Ende gebracht, in der Version von Infascelli verpufft es hingegen beinahe komplett wirkungslos.
Und: Bin ich denn der einzige, der die deutsche Synchro auch noch überraschend schwach findet?
Also da habe ich mir insgesamt doch deutlich mehr erwartet, während DAS SYNDIKAT mich oft begeistert hat, ist beim unerbittlichen Vollstrecker davon gar nichts zu spüren.
Ich gebe ihm mit viel Wohlwollen 7/10.


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