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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Betreff des Beitrags: Re: EISKALTE TYPEN AUF HEISSEN ÖFEN - Ruggero Deodato
BeitragVerfasst: 02.02.2012 04:40 
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Wat soll dat Geschwalle? Der Film ist die perfekte Komödie und die ultimative Persiflage auf sämtliche Italo-Bullenfilme.

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 Betreff des Beitrags: Re: EISKALTE TYPEN AUF HEISSEN ÖFEN - Ruggero Deodato
BeitragVerfasst: 02.02.2012 04:42 
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Frage mich auch wie man all das Gezeigte ernst nehmen kann? :shock: Der Film ist dermaßen drüber...

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 Betreff des Beitrags: Re: EISKALTE TYPEN AUF HEISSEN ÖFEN - Ruggero Deodato
BeitragVerfasst: 02.02.2012 04:49 
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Als erstes sollte man damit aufhören, sich selbst in irgendeiner Form ernst zu nehmen. Danach kann man damit anfangen, auch alles andere nicht mehr so ernst zu nehmen. Dann ist man auf dem richtigen Weg.

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 Betreff des Beitrags: Re: EISKALTE TYPEN AUF HEISSEN ÖFEN - Ruggero Deodato
BeitragVerfasst: 02.02.2012 08:00 
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Diabolik! hat geschrieben:
Als erstes sollte man damit aufhören, sich selbst in irgendeiner Form ernst zu nehmen. Danach kann man damit anfangen, auch alles andere nicht mehr so ernst zu nehmen. Dann ist man auf dem richtigen Weg.


Gewissermaßen.

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Der olle Deodato war schon immer ein Schlem, die "Eiskalten Bürschlein" sind eine herrliche Satire auf ein herrliches Genre. Hut ab, Ruggero.

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 Betreff des Beitrags: Re: EISKALTE TYPEN AUF HEISSEN ÖFEN - Ruggero Deodato
BeitragVerfasst: 02.02.2012 16:11 
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Ich hatte den Eindruck, dass die deutsche Synchro vieles verfälscht. Bin aber eh kein Fan von diesen 70er-Proll-Synchros à la Rainer Brandt. Der Film dürfte im Original um einiges schwärzer und zynischer sein.


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 Betreff des Beitrags: Re: EISKALTE TYPEN AUF HEISSEN ÖFEN - Ruggero Deodato
BeitragVerfasst: 02.02.2012 17:32 
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Was die Marschrichtung Satire zusätzlich unterstreicht.

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 Betreff des Beitrags: Re: EISKALTE TYPEN AUF HEISSEN ÖFEN - Ruggero Deodato
BeitragVerfasst: 02.02.2012 17:33 
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Der Hexer hat geschrieben:
Der Film dürfte im Original um einiges schwärzer und zynischer sein.


Was die Marschrichtung Satire zusätzlich unterstreicht.

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 Betreff des Beitrags: Re: EISKALTE TYPEN AUF HEISSEN ÖFEN - Ruggero Deodato
BeitragVerfasst: 02.02.2012 18:16 
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Ja, nur halt nicht so klamaukig wie mancher deutscher Dialog, sondern etwas subtiler und tiefschwarz.


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 Betreff des Beitrags: Re: EISKALTE TYPEN AUF HEISSEN ÖFEN - Ruggero Deodato
BeitragVerfasst: 02.02.2012 18:17 
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Der Hexer hat geschrieben:
Ja, nur halt nicht so klamaukig wie mancher deutscher Dialog, sondern etwas subtiler und tiefschwarz.


Vermutlich. Daher Satire und nicht "Comedy". Ok, wer kümmert sich um UT für die Originalfassung? :D

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 Betreff des Beitrags: Re: EISKALTE TYPEN AUF HEISSEN ÖFEN - Ruggero Deodato
BeitragVerfasst: 04.02.2012 05:22 
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@dottore Die restlichen Bilder wurden leider vom Uploader gelöscht.


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 Betreff des Beitrags: Re: EISKALTE TYPEN AUF HEISSEN ÖFEN - Ruggero Deodato
BeitragVerfasst: 04.02.2012 15:58 
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 Betreff des Beitrags: Re: EISKALTE TYPEN AUF HEISSEN ÖFEN - Ruggero Deodato
BeitragVerfasst: 28.04.2013 22:15 
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Alternativer Titel: Uomini si nasce, poliziotto si muore
Produktionsland: Italien
Produktion: Alberto Marras, Vincenzo Salviani
Erscheinungsjahr: 1975
Regie: Ruggero Deodato
Drehbuch: Fernando Di Leo
Kamera: Guglielmo Mancori
Schnitt: Gianfranco Simoncelli
Musik: Ubaldo Continiello
Länge: ca. 90 Min
Freigabe: Ungeprüft
Darsteller: Marc Porel, Ray Lovelock, Adolfo Celi, Franco Citti, Silvia Dionisio, Marino Masé


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Alfredo und Antonio sind Mitglieder einer Spezialeinheit der Polizei. Ihre Methoden befinden sich jenseits der Legalität und die beiden Polizisten machen das was sie für richtig halten. Ihr Vorgesetzter ist dem Verhalten nicht abgeneigt und er unterstützt das Duo so gut er kann.

Ruggero Deodato legt umgehend mit einem der liebsten Themen in einem italienischen Polizeifilm, dem Handtaschenraub- praktiziert von einem Motorradfahrer und seinem Beisitzer- los. Das Opfer ist allerdings nicht so gewillt die Handtasche zu übergeben und wird ins Schlepptau genommen. Eine Reise über den Asphalt die mit üblen Folgen endet. Die beiden Ganoven haben natürlich nichts dabei erreicht, denn die Special Forces: Alfredo und Antonio sind im Anflug und das bedeutet überhaupt nichts Gutes für die Ganoven. Unsere beiden Ordnungshüter fackeln nämlich nicht lang, also eliminiert man die Parasiten des Unrechts, denn dann ist erst einmal Ruhe im Puff.

Einige mäkelnde Filmfreaks werden wohl mit der Präsenz der beiden Schönlinge Marc Porel und Ray Lovelock nicht so ganz klar kommen und ggf. einen lauten Hilfeschrei in Richtung Maurizio Merli schallen lassen. Natürlich können die beiden Hauptakteure nicht mit Merli mithalten, trotzdem gelingt es ihnen eine durchaus interessante Präsentation der kompromisslosen Bullen zu vermitteln. Fakt ist: man muss sich auf das Spiel Porel/ Lovelock einlassen, denn dann wird dieser Film von Minute zu Minute besser. Aus meiner Sicht erinnert mich das Zusammenspiel ein wenig an das von Lewis und Shaw bei den Profis.

Die zu Beginn angesprochene Verfolgungsjagd hat es übrigens richtig in sich. Die Kamera ist in der Vogelperspektive wie auch direkt an der Basis der Situation aktiv. Dazu bekommt man einen bedeckten italienischen Himmel geboten, der jeglichen Sonnenstrahl zum Teufel schickt. Düster ist es auf Italiens Straßen, so wie sich das für einen Polizeifilm gehört.

Neben den Hauptdarstellern Porel und Lovelock bietet Deodato die ewige Bank Adolfo Celi, als deren Vorgesetzten. Alfredo ist zwar selten im Geschehen aktiv, aber wenn dann ist er zu 100% da. Eine weitere große Freude bereitet mir das Mitwirken vom Bruno Corazzari. Der von einem Audiokommentaraktivisten kürzlich, wie auch Claudio (Robert Hundar) Undari als Hackfresse bezeichnete Bruno sorgt auch hier für gute Laune.

Fazit: Ein guter und vollkommen überzogener Polizeifilm der es allerdings nicht mit den ganz Großen des Genres aufnehmen kann.

8/10

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 Betreff des Beitrags: Re: EISKALTE TYPEN AUF HEISSEN ÖFEN - Ruggero Deodato
BeitragVerfasst: 29.04.2013 10:45 
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Schöne Filmvorstellung! :D

Denke, die Bezeichnung überzogen aus dem Review trifft den Film sehr gut.
In der Diskussion hier wurde der Film oft als Parodie oder Satire gesehen. Diese Elemente hat er sicher, besonders aus heutiger Sicht, insgesamt würde ich meinen, dass es schon ein richtiger, harter Polizeithriller werden sollte. Die überzeichneten Figuren, die Komödienmomente sowie der hemmunglose Zynismus haben hier letztlich ein krasses Genremischmasch ergeben, wie es im Italien der 70er durchaus mal vorkommen kann, das in seiner Eigenheit aber schon bemerkenswert ist.
Jedenfalls finde ich den Film und ebenso seine deutsche Synchro großartig, auch wenn der Spannungsbogen bisweilen ziemlich durchhängt (Finale?).

Ich weiß, es wurde schon oft gefordert; aber wenn noch ein Film eine fachgerechte deutschsprachige DVD benötigt, dann DIESER!
(Okay, vielleicht auch noch THRILLER - EIN UNBARMHERZIGER FILM, die beiden SLAUGHTER Blaxploiter und ein paar Dutzend andere Italos, aber Priorität hat er schon...)
:a013:

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 Betreff des Beitrags: Re: EISKALTE TYPEN AUF HEISSEN ÖFEN - Ruggero Deodato
BeitragVerfasst: 04.08.2013 17:18 
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Leider der einzige Genrebeitrag von Ruggero Deodato.
Schade, ich hätte gerne mehr von ihm in diesem Bereich gesehen.
Wir haben es hier mit einem sehr eigenwilligen Poliziottesco zu tun, denn der ist eher komödiantisch angelegt.
Aber natürlich gibt´s auch die üblichen Brutalitäten z.B. die Szene mit dem Auge.
Die Synchro ist mal wieder Oberklasse, weil auch komödiantisch und auch der Score gefällt.
Als Sahnehäubchen obendrauf gibt´s einen Gastauftritt von Alvaro Vitali.
Klare 10/10


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 Betreff des Beitrags: Re: EISKALTE TYPEN AUF HEISSEN ÖFEN - Ruggero Deodato
BeitragVerfasst: 04.08.2013 21:01 
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Und ne schöne Vergewaltigung gibts darin auch! :manpower: :lol:


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 Betreff des Beitrags: Re: EISKALTE TYPEN AUF HEISSEN ÖFEN - Ruggero Deodato
BeitragVerfasst: 05.08.2013 17:58 
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Also der Film ist pure unterhaltung... sollte man nich allzu ernst nehmen.
Aber wirklich ein gelunger Poliziotteschi

8/10 verdiente punkte

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 Betreff des Beitrags: Re: EISKALTE TYPEN AUF HEISSEN ÖFEN - Ruggero Deodato
BeitragVerfasst: 06.08.2013 21:56 
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Dr. Freudstein hat geschrieben:
Und ne schöne Vergewaltigung gibts darin auch! :manpower: :lol:


Falls du das meinst wo sie nacheinander die Dionisio gefickt haben, das war keine Vergewaltigung


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 Betreff des Beitrags: Re: EISKALTE TYPEN AUF HEISSEN ÖFEN - Ruggero Deodato
BeitragVerfasst: 07.08.2013 21:46 
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Sbirro Di Ferro hat geschrieben:
Dr. Freudstein hat geschrieben:
Und ne schöne Vergewaltigung gibts darin auch! :manpower: :lol:


Falls du das meinst wo sie nacheinander die Dionisio gefickt haben, das war keine Vergewaltigung


Hm, na gut, aber am Anfang wollte sie doch nicht wirklich, oder? Lang nich mehr geguckt...


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 Betreff des Beitrags: Re: EISKALTE TYPEN AUF HEISSEN ÖFEN - Ruggero Deodato
BeitragVerfasst: 18.10.2013 10:20 
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Ich warte ja immer noch auf eine queere/schwule Interpretation des Films. Ich meine : zwei sexy Boys , die sich schon in der Startsequenz geschmeidig aneinandergekuschelt auf einem Motorrad den Wind durch die Haare wehen lassen, dazu auch noch trotz des erwachsenen Alters im gleichen Zimmer schlafen (der eine pennt sogar in einem apfelpinken Schlüpfer!) und total auf flotte Dreier stehen (damit es nicht so auffällt, wenn sie mal zusammen in die Kiste gehen!) : das hat doch schon mal ein herrlich queeres "Geschmäckle" :-) Und dann auch noch die Schuss-Übungs-Szene, in dem die beiden sich jeweils so leidenschaftlich und lasziv durch den Schlamm wälzen (als ob sie sich einfach nur wünschten, dies auch mal gemeinsam und engumschlungen tun zu dürfen) und sich dabei auch noch ständig gegenseitig "beschießen" - also ich finde, dieser Filme hätte eine "campe" oder schwule Aneignung definitiv verdient ! Diese müsste dann natürlich noch das tumb-homophobe Chauvi-Gelaber als einem traditionellen Männer- und Polizistenbild geschuldete Camouflage tief sitzender, heimlicher Bedürfnisse entlarven und fertig wären die "Heißen Öfen" in schwuler Lesart ... ich fänd's klasse :-) <3

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Jeder Mensch braucht mehr Liebe als er verdient.


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 Betreff des Beitrags: Re: EISKALTE TYPEN AUF HEISSEN ÖFEN - Ruggero Deodato
BeitragVerfasst: 18.10.2013 17:50 
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Ich finde es eigentlich sehr befremdlich, wenn Männer untereinander Gefühle zeigen und körperlich werden, dass sie dann direkt als schwul abgestempelt werden.
Imho ist gerade das sehr fruchtbarer Nährboden für homophobes Verhalten bei Männern, damit sie auch ja nicht wie verkappte Homos rüberkommen.

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 Betreff des Beitrags: Re: EISKALTE TYPEN AUF HEISSEN ÖFEN - Ruggero Deodato
BeitragVerfasst: 18.10.2013 18:08 
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TRAXX hat geschrieben:
Ich finde es eigentlich sehr befremdlich, wenn Männer untereinander Gefühle zeigen und körperlich werden, dass sie dann direkt als schwul abgestempelt werden.
Imho ist gerade das sehr fruchtbarer Nährboden für homophobes Verhalten bei Männern, damit sie auch ja nicht wie verkappte Homos rüberkommen.


Naja, wieso "abgestempelt"? Aber deine Anmerkung ist durchaus nachvollziehbar.

Ich finde es eher befremdlich, dass sexuelle Vorlieben noch immer Aufregung sorgen. Hallo? Wir leben im 21. Jahrhundert, waren vor über 40 Jahren auf dem Mond, finden aber sexuelle Vorlieben diskussionswürdig!? Falsch, die Diskussion über Vorlieben ist nicht problematisch, mehr der Umgang einiger Menschen damit (bezieht sich nicht auf die vorherigen Beiträge). Jeder soll saugen und einlochen wo er möchte, egal in welcher Kon­s­tel­la­ti­on.

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 Betreff des Beitrags: Re: EISKALTE TYPEN AUF HEISSEN ÖFEN - Ruggero Deodato
BeitragVerfasst: 18.10.2013 18:13 
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Blap hat geschrieben:
Ich finde es eher befremdlich, dass sexuelle Vorlieben noch immer Aufregung sorgen. Hallo? Wir leben im 21. Jahrhundert, waren vor über 40 Jahren auf dem Mond, finden aber sexuelle Vorlieben diskussionswürdig!? Falsch, die Diskussion über Vorlieben ist nicht problematisch, mehr der Umgang einiger Menschen damit (bezieht sich nicht auf die vorherigen Beiträge). Jeder soll saugen und einlochen wo er möchte, egal in welcher Kon­s­tel­la­ti­on.


Allerdings muss man da schon mal drüber reden, den gerade damals wurde homosexuelle Menschen in Filmen sehr oft als etwas blöde und mit Nasaler- oder Fistelstimme angezeigt. Als schrullig oder befremdlich dargestellt, was bei EISKALTE TYPEN ja was ganz anderes wäre im Falle der zwei Amigos.

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Die Filme gehen vor, denn sie haben sich ihr Schicksal im 21. Jahrhundert nicht ausgesucht und wollen gesehen, genossen und geliebt werden, denn dafür sind sie da. - McKenzie
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 Betreff des Beitrags: Re: EISKALTE TYPEN AUF HEISSEN ÖFEN - Ruggero Deodato
BeitragVerfasst: 18.10.2013 18:26 
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Blap hat geschrieben:
TRAXX hat geschrieben:
Ich finde es eigentlich sehr befremdlich, wenn Männer untereinander Gefühle zeigen und körperlich werden, dass sie dann direkt als schwul abgestempelt werden.
Imho ist gerade das sehr fruchtbarer Nährboden für homophobes Verhalten bei Männern, damit sie auch ja nicht wie verkappte Homos rüberkommen.


Naja, wieso "abgestempelt"? Aber deine Anmerkung ist durchaus nachvollziehbar.

Ich finde es eher befremdlich, dass sexuelle Vorlieben noch immer Aufregung sorgen. Hallo? Wir leben im 21. Jahrhundert, waren vor über 40 Jahren auf dem Mond, finden aber sexuelle Vorlieben diskussionswürdig!? Falsch, die Diskussion über Vorlieben ist nicht problematisch, mehr der Umgang einiger Menschen damit (bezieht sich nicht auf die vorherigen Beiträge). Jeder soll saugen und einlochen wo er möchte, egal in welcher Kon­s­tel­la­ti­on.

Warum hab ich's denn kursiv geschrieben, du Pfeife! :o
Ich wollte dieses kindergartenpädagogische "Natürlich ist es voll okay und unschlimm, wenn man schwul ist!" vermeiden, weil ich bei dem Gros der Mitlesenden einfach voraussetze, dass sie solche Belehrungen nicht nötig haben und dass die meisten auch von mir wissen, dass ich Homophobie genauso verabscheuungswürdig finde wie Rassismus, Antisemitismus und all den anderen abgesonderten Hirnrotz auf dieser Welt!

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 Betreff des Beitrags: Re: EISKALTE TYPEN AUF HEISSEN ÖFEN - Ruggero Deodato
BeitragVerfasst: 18.10.2013 19:25 
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Die Darstellung der Schwulen in den Filmen entspringt halt immer der jeweiligen Zeit. In den sechziger Jahren wurde Schwulsein fast gar nicht in Filmen thematisiert und in den sexuell freien 70er Jahren wurden sie dann als Paradiesvögel und meist sehr schleimig und negativ behaftet dargestellt. Das hat sich aber alles in den weiteren Jahrzehnten relativiert. Andererseits muß man aber auch ehrlich zugeben, dass es so viele verschiedene Richtungen an Schwulen gibt, man aber nur die Tuntigeren als heterosexueller Mensch erkennt.
Desweiteren ist ein sehr großer Teil der Schwulen meist ganz bewusst tuntig um sich selbst auf die Schippe zu nehmen. Die wenigsten nehmen sich in dieser Art wirklich ernst.
Ich finde das alles gut! Es lebe die Vielfalt! :)

Übrigens fände ich mal einen Thread gut, in dem Homosexuallität im Eurokult thematisiert wird. Ein Großteil der Eurokult Filme ist vordergründig ziemlich Heterosexuell aber beim zweiten Blick oft Mega Homo. Da ist EISKALTE TYPEN ein schönes Beispiel.
Übrigens finde ich die Darstellung und Thematisierung von Schwulen in den ersten 8 Kinofilmen von Dario Argento mehr als interessant. Er zeigt zwar streckenweise skurille Gestalten aber niemals negativ behaftet, in keinem Film.

Das war jetzt etwas Offtopic.
Dann wieder zurück zu den beiden warmen Brüdern aus EISKALTE TYPEN. :mrgreen:


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 Betreff des Beitrags: Re: EISKALTE TYPEN AUF HEISSEN ÖFEN - Ruggero Deodato
BeitragVerfasst: 18.10.2013 20:37 
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Ich habe den Streifen gerade gestern noch einmal in Form einer 35mm-Kopie in der Giallo/Poliziesco-Reihe des Filmclub813 genießen dürfen. Bei der ersten Sichtung (auf DVD) mit einem Kumpel war ich leicht enttäuscht, weil der Film irgendwie zu diesem Zeitpunkt als Satire noch nicht so sehr bei mir zündete und mein Kumpel störte sich massiv an den beiden Hauptfiguren, die er als homosexuell interpretierte, eine Leseart, die ja nun auch hier wieder auftaucht.
Im Rahmen der Polizeifilm-Reihe und vor allem im Rahmen "Gemeinschaftserlebnis" im Kino, also dem Ort, für den der Film geschaffen wurde, funktionierte das Ganze plötzlich wesentlich besser - nicht zuletzt die tolle Kopie ist zu loben!
Das kann jetzt Spoiler enthalten:
Während zu Beginn die beiden Handtaschendiebe dermaßen brutal zu Werke gehen, dass die Protagonisten danach sicherlich noch zur Zufriedenheit des Publikums übereifrig hinterdreinrauschen, werden die Selbstjustiz-Gelüste des (damaligen) Publikums - dass gerade Merli-Filme und die scheinbare Rechtmäßigkeit seines Handelns gewöhnt war - zunehmend pervertiert und der Applaus fällt irgendwann auffällig dezenter aus, wenn schließlich Bankräuber noch bevor sie straffällig geworden sind umgenietet werden. Die beiden Protagonisten gehen mindestens ebenso hemmungslos zu Werke, wie ihre Gegner, bei denen bezeichnenderweise oft gar nicht weiter ausgeführt wird, woraus ihre Verbrechensliste eigentlich exakt besteht. Als Identifikationsfiguren taugen die beiden an sich also schon überhaupt nicht. Dass die beiden zusammen leben hat meiner Meinung nach nichts mit möglichen homosexuellen Neigungen zu tun, sondern soll viel mehr auch einen Fingerzeig in Richtung des oft jungen Publikums darstellen. Die beiden kommen oft genug wie zwei notgeile Studenten rüber, die quasi direkt von der Polizeischule als beste Kumpels in den Polizeidienst gewechselt, die WG einfach beibehalten haben und nach wievor tun und lassen wozu sie Lust haben und noch dazu durch das Zusammenleben/Zusammenarbeiten gar keine Grenze mehr zwischen Beruf und Privatleben ziehen. Deswegen dienen in ihrer WG, ergo im eigentlichen Privatraum, ja auch Fotos des Oberfieslings als Dartscheiben und bei einer Hausdurchsuchung (=Arbeit) wird direkt noch zum Privatvergnügen die Befragte gebügelt. In anderen Filmen erfüllt neben dem „Bad Cop“ der Partner fast immer die ausgleichende Rolle des „Good Cop“, der ihn bei zu asozialem Verhalten zurückhält - die beiden hier ticken aber gleich, sprich gleich ungehemmt asozial und schaukeln sich so noch zusätzlich gegenseitig hoch. Nur aufgrund dessen auf Homosexualität zu schließen finde ich etwas abstrus. Vorwürfe in diese Richtung mussten Winnetou und Old Shatterhand in den 60s glaube ich noch nicht hören – das kam auch dort erst später mit flachen Bully Herbig-Komödien, dessen Repertoire nun einmal nur aus bereits in den Zucker-Brüder- oder „Austin Powers“-Filmen erprobten Gags und der Vorliebe, bekannte Figuren wie eben Winnetou oder die Star Trek-Crew tuntig darzustellen, bestand. Auch bei Crockett und Tubbs in „Miami Vice“ höre ich da mittlerweile des Öfteren in meinem Umfeld entsprechende Interpretationen – anscheinend genügen „oberflächliche Reize“ wie modische Kleidung, Eitelkeit und stets zu zweit aufzutauchen heutzutage schon. Deswegen wohl müssen männliche Partner in Filmen seit den 80s immer als anfängliche Gegensätze (US-Buddy-Komödien) oder sogar als „keifendes älteres Ehepaar“ (beispielsweise Münster-Tatorte) inszeniert werden, damit man solchen „Vorwürfen“ aus dem Weg geht. Die Frage ist dann nur, ob schon die Angst davor "als schwul zu interpretierende Protagonisten" zu zeigen homophob ist oder nur das Publikum, auf das man mit dieser Figurengestaltung anscheinend reagiert?
Trotz gewisser Gerüchte, dass in Fernando di Leos ursprünglichem Drehbuch die beiden Figuren noch deutlich homosexuelle Züge trugen, kann ich jedenfalls diesen homosexuellen Aspekt in diesem Film nicht wirklich sehen – modisch fragwürdige Elemente wie Porels Halstuch oder die Tatsache, dass die beiden zusammen auf einem Motorrad Streife schieben genügen mir einfach nicht. De fakto gibt es keine andere Möglichkeit als Beifahrer auf einem Motorrad zu sitzen als sich beim Fahrer festzuhalten - warum auch immer die beiden mit nur einem Motorrad unterwegs sind. Und vieles in den 70s war modisch fragwürdig – was heute sogar Homosexuelle als „zu tuntig“ bezeichnen würden, galt an Typen wie Jason King in den 70s noch als männlich. Da durfte Fabio Testi ja auch noch im pinken Shirt durch die Walachei jagen. Und immerhin teilen die beiden sich hier ja auch kein (Doppel-)Bett und dieses öfter angesprochene „Tag-Team-Ding“ würde ich eher als permanenten Schwanzvergleich der beiden untereinander werten, schließlich nutzen die beiden die Chance auf einen Dreier ja auch gar nicht, als sie sich bei Oberfieslings Schwester bietet... :lol:


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 Betreff des Beitrags: Re: EISKALTE TYPEN AUF HEISSEN ÖFEN - Ruggero Deodato
BeitragVerfasst: 19.10.2013 13:19 
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Ich wollte übrigens, da muss man schon unterscheiden, nicht damit ausdrücken, dass die beiden irgendwie drehbuch- oder regiemäßig als schwul angelegt waren, das glaube ich nicht. Und selbst wenn es so gewesen sein sollte, ist es letztendlich auch egal. Ich interessiere mich vielmehr immer sehr für queere Lesarten oder Aneignungen von Kunstwerken, mitunter auch in einem "campen" Kontext oder was auch immer. Das heißt, dass es im Grunde nicht so wichtig ist, wie es ursprünglich "gemeint" war und dass es vielmehr darum geht, ob bzw. wie ein schwuler Blick auf das Werk funktionieren kann. Ich bin ein großer Fan von Queer Culture und finde es häufig total faszinierend, wie gerade ein aus diesem Zusammenhang kommender Ansatz einen Film, einen Text, eine Person usw. immer nochmal in einem ganz neuen und total produktiven Kontext beleuchten kann. Bei den "heißen Öfen" klappt das amüsanterweise meines Erachtens total gut.

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 Betreff des Beitrags: Re: EISKALTE TYPEN AUF HEISSEN ÖFEN - Ruggero Deodato
BeitragVerfasst: 19.10.2013 16:57 
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Thomas Morus hat geschrieben:
Bei den "heißen Öfen" klappt das amüsanterweise meines Erachtens total gut.

Ja, der eignet sich besonders gut für n "Schwulen-Witz". So wie du schon geschrieben hast: kuschelnd aufm Moped, teilen sich ne Butze, laufen im Schlüpper rum etc. Ja ja "Hihi, das ist ja irgendwie voll schwul". Okay, du als Studiot verpackst das natürlich eleganter, von wegen queer studies un so, aber im Endeffekt läuft's auf Gleiche hinaus.
Und nur für die Akten: Ich unterstell niemandem für solche Lesarten Homophobie, weder latente noch offene, finde sowas ggf. auch interessant, aber mich stört es auch, dass scheinbar kaum noch akzeptiert werden kann, dass Männer ihre Freundschaft untereinander auch emotional, von mir aus kuschelnd aufm Motorrad, ausleben können. Bei Frauen hingegen ist das überhaupt kein Problem! Aber wir Männer müssen ja scheinbar immer noch die harten gefühlskalten Knochen sein.

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BeitragVerfasst: 21.10.2013 09:57 
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Muss mich entschieden gegen die NICHT unterstellte latente Homophobie wehren. Ich meinte alles, was ich geschrieben habe, sehr affirmativ und freue mich auch eigentlich immer sehr, mit schwulen Kumpels von mir solche kleinen Schätze wie diesen Film aufzudecken und dann gemeinsam - halb augenzwinkernd , halb ernst - über die einschlägigen Szenen zu diskutieren. Durch die Beschäftigung mit der Materie habe ich so ein bisschen gelernt, selbst ab und zu den "schwulen" Blick auf Dinge einzunehmen und möchte aus diesem Grund betonen, dass es eben kein "Schwulenwitz" ist, den ich da erzähle, sondern eine aus der Erfahrung mit der queeren Aneignung von Kunst gewonnene neue Herangehensweise aus schwuler Perspektive. Sehe es jedoch nicht ein , warum diese Herangehensweise auf einmal so bierernst und bitte total politisch korrekt ablaufen muss . Es ist doch lustig, so ein machistisch-heteronormatives Machwerk wie diesen Film durch so eine Herangehensweise zu verballhornen und zu dekonstruieren. Wenn man es so betrachten will: Man macht sich ja nicht über das "Schwule" im Film lustig, sondern über das Reaktionäre bzw. Kitschige, was , durch die "schwule Brille" betrachtet, natürlich noch peinlicher wird.

Umgekehrt finde ich Deine Beschwerde etwas fragwürdig, dass untereinander zärtliche Heteromänner automatisch als "schwul" abgestempelt werden. Wenn Homosexualität für Dich doch überhaupt kein Problem ist, dann dürfte es für Dich ja auch keine Beleidugung darstellen, als "schwul" bezeichnet zu werden. Ich empfinde das eigentlich häufig sogar als Kompliment.

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 Betreff des Beitrags: Re: EISKALTE TYPEN AUF HEISSEN ÖFEN - Ruggero Deodato
BeitragVerfasst: 21.10.2013 12:50 
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Thomas Morus hat geschrieben:
Muss mich entschieden gegen die NICHT unterstellte latente Homophobie wehren. Ich meinte alles, was ich geschrieben habe, sehr affirmativ und freue mich auch eigentlich immer sehr, mit schwulen Kumpels von mir solche kleinen Schätze wie diesen Film aufzudecken und dann gemeinsam - halb augenzwinkernd , halb ernst - über die einschlägigen Szenen zu diskutieren. Durch die Beschäftigung mit der Materie habe ich so ein bisschen gelernt, selbst ab und zu den "schwulen" Blick auf Dinge einzunehmen und möchte aus diesem Grund betonen, dass es eben kein "Schwulenwitz" ist, den ich da erzähle, sondern eine aus der Erfahrung mit der queeren Aneignung von Kunst gewonnene neue Herangehensweise aus schwuler Perspektive. Sehe es jedoch nicht ein , warum diese Herangehensweise auf einmal so bierernst und bitte total politisch korrekt ablaufen muss . Es ist doch lustig, so ein machistisch-heteronormatives Machwerk wie diesen Film durch so eine Herangehensweise zu verballhornen und zu dekonstruieren. Wenn man es so betrachten will: Man macht sich ja nicht über das "Schwule" im Film lustig, sondern über das Reaktionäre bzw. Kitschige, was , durch die "schwule Brille" betrachtet, natürlich noch peinlicher wird.

Umgekehrt finde ich Deine Beschwerde etwas fragwürdig, dass untereinander zärtliche Heteromänner automatisch als "schwul" abgestempelt werden. Wenn Homosexualität für Dich doch überhaupt kein Problem ist, dann dürfte es für Dich ja auch keine Beleidugung darstellen, als "schwul" bezeichnet zu werden. Ich empfinde das eigentlich häufig sogar als Kompliment.



Ich wüsste nicht, welches Posting man von Dir falsch aufgefasst haben könnte.
Ich glaube der Traxx hat auch kein Problem damit für schwul gehalten zu werden. Das ist dem scheißegal.
Homophobie ist meist ein untrügliches Zeichen für Heteros, die verkappte schwule Neigungen haben.


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 Betreff des Beitrags: Re: EISKALTE TYPEN AUF HEISSEN ÖFEN - Ruggero Deodato
BeitragVerfasst: 21.10.2013 13:10 
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Oh stimmt, es könnte tatsächlich sein, dass ich den Traxxxxx da etwas falsch verstanden habe. Sollte dem so sein, tut es mir Leid ! :oops:

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