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 Betreff des Beitrags: PIZZA CONNECTION - Damiano Damiani
BeitragVerfasst: 12.09.2011 18:53 
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Italien 1985

Darsteller: Michele Placido, Luigi Maria Burruano, Piergiorgio Capone, Pierluigi Capone, Simona Cavallari, Mark Chase
Score: Carlo Savina

Mafioso Mario (Michele Placido) betreibt in Amerika eine kleine nicht sonderbar gut gehende Pizzeria, als deckmantel für kleinere Drogengeschäfte. Da es bei ihm bissher noch nie Probleme gab oder er aufgefallen ist bietet ihm die Familie einen job und höhere Stellung an. Deshalb reist Mario für einen Auftragsmord nach Italien, genauer gesagt Palermo und trifft dort seine Familie wieder, auch seinen kleinen Bruder Michele (Mark Chase). Dieser jobbt auf dem Markt, verdient sich ehrlich sein Geld, eines Tages wird sein Boss von der Mafia getötet und er hätte beinahe den Täter bei der Polizei angeschwärzt. Deswegen wird er gefeuert, denn das "Gesetz des Schweigens" auch unter der Bevölkerung ist ja in Italien heilig. ;) Er lernt ein Mädchen kennen und hat mit krummen Geschäften eigentlich nichts am Hut. Zunächst ist das Wiedersehen herzlich und Michele schaut auf zu seinem großen Bruder aus Übersee. Doch das Blatt wendet sich, als er ein Pferd erschiessen soll um zu zeigen wie weit er gehen würde. Sein Bruder hätte ihn gerne an seiner seite, doch will er sich nicht in kriminelle Machenschaften, geschweige denn einen Mord an einem Richter, hineinziehen lassen . Marios Mädchen wird von der Mutter zur Prostitution gezwungen und er würde sie gerne herrausholen. 20.000 Lire bräuchte er, sein Bruder würde sie ihn für einen gefallen geben. Doch Mario kann das nicht und meldet sogar annonym das Attentat auf den Richter. Durch tonbandaufnahmen droht die Situation zu entgleiten und alles läuft auf eine Entscheidung zwischen der "Familie" und seiner richtigen Familie hinaus...

Diesmal ist es weniger Staat versus Mafia als vielmehr der Konflikt zweier Brüder, deren Beziehung an den Grenzen der anderen, der kriminellen „Familie“, zu scheitern droht....
Dem einen ist die Ehre und der Zusammenhalt, innerhalb dieser Familie sehr wichtig. Deshalb befindet er sich in einer sehr Persöhnlichen zwickmüle als sein Bruder etwas unehrenhaftes tut. Denn der Bruder ist ein ehrlicher Mensch, der an das Recht glaubt, noch etwas jugendlich Naiv. Würde keiner Fliege was zu leide tun. Also zwei gegensätzliche Typen, aber eben Brüder. Damiano Damiani zeichnet einmal mehr ein schonungsloses Bild Italiens in der Hand der Mafia .
Etwas nervig war die Liebesstory zischen dem Jungen und dem Mädchen, da einem ihr pupertäres Getue auf dem Keks ging. Nun gut bei dem was sie durchmachen musste... Eine gute Regiearbeit, wenige aber tadellose Actionszenen mit dem Mottorad, einige Tötungen via Pistole oder gar mit der Panzerfaust, spannende Zwiespältigkeiten der Brüder und ein tolles melancholisches Ende runden das ganze ab. Das dieser Film schon aus den 80igern ist merkt man ihm gar nicht an! Seine Filme Staat versus Mafia gefallen mir aber einen Tick besser ;)

7,5/10

Von VMP auf Video erschienen als New York Connection, läuft in guter Qualli desöfteren im Pay Tv!

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Vorspann:
www.youtube.com Video From : www.youtube.com

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 Betreff des Beitrags: Re: PIZZA CONNECTION - Damiano Damiani
BeitragVerfasst: 12.09.2011 19:12 
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Oh ja, durchaus guter Streifen, zwar nicht so ganz auf der Höhe mit anderen Damiano-Meisterwerken, aber immer noch weit über dem üblichen Poliziesco-Standard.
Placido mimt gekonnt den Asi-Bruder und alle anderen füllen ebenfalls ihre Rollen gut aus. Auch der Love-Interest machte durchaus Sinn in der Geschichte, ebenso das "pubertierende", oder besser arg naive, Verhalten des Mädchens passte, fand ich.

Nee, kann man sich durchaus geben das Teil, trotz des eher abschreckenden Entstehungsjahr (denn ab da ging's ja steil bergab mit dem italienischen Kino).

8 / 12

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 Betreff des Beitrags: Re: PIZZA CONNECTION - Damiano Damiani
BeitragVerfasst: 20.08.2013 17:25 
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Für mich einer der letzten guten Damiani Filme. Optisch nicht mehr auf der Höhe seines Schaffens (das mag an diesem 80iger Jahre Vido Look liegen...) aber die Story zieht genau so gut, wie bei seinen Filmen mit Nero. 8/10


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 Betreff des Beitrags: Re: PIZZA CONNECTION - Damiano Damiani
BeitragVerfasst: 29.05.2014 12:43 
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Pizza Connection (int.)
New York Connection (int.)
The Sicilian Connection (US)

IT 1985

R: Damiano Damiani
D: Michele Placido, Mark Chase, Simona Cavallari, Massimo De Francovich u.a.

Score: Carlo Savina

OFDb



Mario Aloia (Michele Placido), ein Mitglied der sizilianischen Mafia mit Lebensmittelpunkt in New York, erhält von der Familie den Auftrag (nachdem er aber zunächst den eigentlichen von der Mafia auserkorenen Killer beseitigte), in Palermo ein "hohes Tier" loszuwerden, dass der Organisation in einem erheblichen Maße schadet.

Kaum in Palermo angekommen, besucht Mario seinen 19 jährigen Bruder Michele Aloia (Mark Chase) und seine Familie, die er wohl Jahre lang nicht mehr gesehen hat.
Michele führt ein solides und "sauberes" Leben und verdient seinen Lebensunterhalt als angestellter Marktverkäufer. Als er zufällig Zeuge eines Auftragsmord inmitten des Wochenmarkts wird, möchte er selbstverständlich beim anschließenden Verhör durch die Polizei seine Beobachtungen mitteilen und verstößt somit gegen das oberste Drei-Affen Gebot: Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen.
In Folge dessen verliert er seinen Job und hat es auch im weiteren Verlauf sehr schwer, einen neue Tätigkeit zu finden, da niemand gerne einen Verräter einstellt. Parallel zu diesen Ereignissen verliebt sich Michele in die erst 14 jährige Cecilia und beim ersten Treffen nach sehr langer Zeit mit seinem Bruder Mario kommt dieser sehr schnell auf den Punkt seiner eigentlichen Absichten: Er möchte Michele in das Tätigkeitsfeld der Mafia einführen. Dieser riecht aber ziemlich schnell den Braten und konfrontiert seinen Bruder voller Entsetzen mit der Frage: "Möchtest Du herausfinden, ob ich töten könnte?"

"Ich will herausfinden, ob Du noch eine Rotznase bist, die sich von jedem Idiot wie ein Clown herumschupsen lässt oder ob Du zu diesen gehörst, die ihre Rechte mit der Waffe verteidigen, wie ein Mann.... Drüben in Amerika hatte ich einen wichtigen Job, ich war jemand und wenn mir irgend jemand auf die Füße getreten ist, dann hat er dafür bezahlt, schau mich nicht so an. Was ist mit Dir los? Wer glaubst Du hat in den letzten Jahren die Familie unterstützt, Dein verrückter Vater? Ich habe das Geld herbeigeschafft und jetzt brauche ich einen Mann, dem ich vertrauen kann und ich möchte meinem Bruder vertrauen. Du und ich könnten das Geld verdienen, das unser Leben verändert, ich rede vom Geld, vom richtig großen Geld und wir beide haben die Chance es zu machen, denk' darüber nach."


Schnell wird klar, dass die beiden Brüder total unterschiedliche Lebensauffassungen besitzen und das jeweilige Rechtsverständnis der beiden total auseinander driftet. Auch die beiden Persönlichkeiten der Brüder wirken komplett gegensätzlich.

"Mario, als Du kamst, hast Du mein Leben verändert. Du bist mein Bruder und jetzt kommst Du mir wie ein Fremder vor, ich habe keine Ahnung wer Du bist?"

Michele wirkt hinsichtlich der Lebensauffassung seines Bruders wie geschockt und als er dann auch noch dahinter kommt, dass seine frische und sehr junge Liebe Cecilia von ihrer Familie zwangsprostituiert wird, fängt sein bis dato geradlinig-verlaufendes Leben aus den Fugen zu geraten.

"Weil es meine Mutter macht, muss ich es auch machen... weißt Du, wenn ich es nicht tue, schütten sie Benzin über mich und zünden mich an und dann verbrenne ich.... der Benzinkanister steht in der Küche. Sie wollen mich anzünden und vielleicht ist es auch gut, wozu soll ich denn noch leben?"

Diese Worte reißen fast Michele's Herz aus seiner Brust und für ihn ist nur eins ganz klar: Er muss Cecilia - unter Einsatz aller Mittel - aus den Fängen ihrer grausamen Familie befreien. Der erste Befreiungsversuch scheitert und Michele wird hierbei von der Polizei fest genommen. Mario sieht jetzt seine Chance gekommen, da er die Möglichkeit des "Freikaufs" Cecilia mit ihrer Familie aushandelt und seinem Bruder im Anschluss die mögliche Lösung präsentiert: Michele soll der zuvor unterbreiteten Mitarbeit zustimmen, um sich somit die benötigten 20 Mill. Lire zum Freikauf seiner Liebe zu verdienen.

Ab diesem Zeitpunkt macht sich in Michele das Gefühl der Zerrissenheit breit, da er eigentlich ein unbeschwertes und glückliches Leben mit Cecilia und seiner Familie führen möchte, aber um dies zu erreichen, ist er nun gezwungen Handlungen gegen sein bisheriges Rechtsverständnis auszuführen. Dies führt bei Michele zu einem unkontrollierten Gefühlschaos, einer Mixtur aus Wut, Schmerz und Ohnmachtsgefühl. Wird Michele über seinen Schatten springen können und den unterbreiteten Auftrag seines Bruders ausführen können? Wir er es schaffen, Cecilia unbeschadet aus ihrem Martyrium zu befreien? Wird das überhaupt alles gut gehen?

"Dieser Mann ist erledigt, der liegt schon so gut wie im Leichenschauhaus, weil es von denen schon so entschieden wurde und wenn Du es nicht machst, dann legt ihn halt ein anderer um, auch wenn Du zu feige dazu bist, wird der Typ Morgen tot sein und niemand kann ihn retten. Es wäre dumm einem Anderen das Geld zu überlassen wenn Du es kriegen kannst. Du wolltest doch Cecilia frei kaufen, oder? Michele, das ist Deine Chance an das Geld heranzukommen, Du kannst ganz schnell reich werden, aber Du solltest Dein Versprechen einhalten, eine zweite Chance bekommst Du nicht. Es ist Deine Entscheidung, ja oder nein"

Damiano Damiani legt in diesem Werk nicht wie gewohnt den Story-Fokus auf die Verzahnung zwischen organisierter Kriminalität und dem Staatsapparat, sondern dieses mal auf das Beziehungskonstrukt der beiden Brüder.
Michele wird plötzlich aus seiner "heilen" Weltanschauung herausgerissen und müsste eigentlich gegen sein bisheriges Rechtsverständnis verstoßen, um die "alte Ordnung" in seinem Leben wieder herstellen zu können. Im Mittelpunkt steht hier sein Gefühlschaos, der Schmerz, die Wut und die Zerrissenheit hinsichtlich Cecilia und seinem Bruder, dessen Lebenswandel er einfach nicht begreifen kann. Michele Placido spielt seine Rolle als gegensätzliches Geschwisterteil mit Bravour.

"Du bist nichts, Du denkst Du bist wer Mario, aber Du bist gar nichts. Du bist ein Handlanger, der die Befehle seines Bosses befolgt und ihm dann in den Arsch kriechst. Du tötest nur, weil Du keine Ahnung vom Leben hast. Es ist mutig in Not zu leben wie es unser Vater tat. Du bist nicht mein Bruder...."

Wird die Familienbande letztendlich stärker als die bestehenden Differenzen zwischen den beiden ungleichen Brüdern sein?

Fazit: Ein weiteres großes Werk Damianis bei dem der Fokus dieses mal auf eine anderen Storyebene gerichtet ist, aber man trotzdem den ganzen Film über Damianis Handschrift erkennen kann. Ein spannendes und mitreißendes Familiendrama :good:

8,00 Pkt. / 10,00 Pkt.


Synchronsprecher (BRD)

Synchronsprecher (DDR)

Seine Deutschlandpremiere feierte der Film im Februar 1985 auf dem internationalen Berliner Filmfestival.

US Trailer:

www.youtube.com Video From : www.youtube.com



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 Betreff des Beitrags: Re: PIZZA CONNECTION - Damiano Damiani
BeitragVerfasst: 29.05.2014 15:04 
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@Richie Pistilli
Tolle Review. Danke dafür.:)

Finde es sehr interessant, dass es zwei verschiedene Synchros gibt. Wäre klasse, wenn der mal mit beiden Synchros auf Dvd rauskommen würde.
Ich mag das richtig Filme mit versch. Synchros anzuschauen und v.a. wie verschieden sie dadurch wirken (z.B. die Dollarfilme oder Schwanz des Skorpions).


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 Betreff des Beitrags: Re: PIZZA CONNECTION - Damiano Damiani
BeitragVerfasst: 30.05.2014 09:31 
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Danke für die netten Worte :hutheben: Falls dieser Film irgendwann mal veröffentlicht werden sollte, stehen die Chancen angesichts der aktuellen (Top) Labellandschaft bestimmt nicht schlecht, dass dann auch beide Synchros drauf sein werden (soweit die Verfügbarkeit gegeben ist...) Mal schauen was die nächsten Jahre noch so alles an Überraschungen mit sich bringen werden.... :)


Zuletzt geändert von Richie Pistilli am 30.05.2014 09:35, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: PIZZA CONNECTION - Damiano Damiani
BeitragVerfasst: 30.05.2014 09:33 
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Den würde ich auch sehr gerne mal sehen... :|

Bei kaum einem anderen Regisseur kann man so blind auf Qualität vertrauen, wenn es um das Genre geht.

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 Betreff des Beitrags: Re: PIZZA CONNECTION - Damiano Damiani
BeitragVerfasst: 26.02.2015 20:29 
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Der erste Damiani von dem ich ehrlich gesagt, doch eher enttäuscht war, angesichts seines sonstigen Schaffens.
Die Geschichte fand ich nicht mehr besonders mitreißend, dazu noch schwache Actionszenen, das heißt, nicht sehr blutig, außerdem sind die meisten (der wenigen) Morde Off-Screen.
Dazu noch ein grauenhafter 80er US-Look und einfach insgesamt nur noch minimal italienisch.
Wir haben zwar Michele Placido, der seine Sache gewohnt gut macht, aber das war auch schon so ziemlich das einzig positive an dem Film.
Die Musik von Carlo Savina wird nur selten eingesetzt, wobei zumindest die Titelmelodie gar nicht so schlecht wäre.
Die ultimative Enttäuschung war aber dann das (in diesem Fall leider sehr vorhersehbare) Ende, das hier, obwohl eigentlich nicht ungewöhnlich für Damiani, ganz und gar nicht überraschend kommt.

Mehr fällt mir dazu leider nicht ein, in mir sitzt die Enttäuschung noch zu tief.
Eines ist aber klar: Wenn man an diesen Film als Damiani-Fan mit den üblichen Erwartungen herangeht, macht man einen großen Fehler.
Man sollte seine Erwartungen hier sehr niedrig ansetzen.
Ich möchte aber Gnade walten lassen und so bekommt die PIZZA CONNECTION von mir 7/10.
Für einen Damiani sind 7/10 aber m.E. unterdurchschnittlich.


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 Betreff des Beitrags: Re: PIZZA CONNECTION - Damiano Damiani
BeitragVerfasst: 26.02.2015 21:08 
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Zuletzt geändert von Mater Videorum am 07.12.2015 17:33, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: PIZZA CONNECTION - Damiano Damiani
BeitragVerfasst: 26.02.2015 21:58 
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Mir hat er gut gefallen. Auf blutige Erschießungsszenen warte ich bei Damiani auch nicht. Die US-Optik gibt es ja nur in ein paar Szenen am Anfang und Ende. Ansonsten sieht er doch ganz gut aus, besonders die Szene mit dem Pferd im Gebirge fand ich sehr schön.

Ich konnte mit dem jungen Hauptdarsteller nicht so ganz viel anfangen, Placido als schmieriger Bruder war dagegen toll. Besonders diese Kinderprostitutionsnebenhandlung ging mir sehr unter die Haut.

Ich würde 7,5/10 geben, wobei ich dir früheren von DD natürlich noch höher einschätze.


In einem stimme ich Ferro zu: Das Ende war natürlich vorhersehbar :D

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 Betreff des Beitrags: Re: PIZZA CONNECTION - Damiano Damiani
BeitragVerfasst: 27.02.2015 11:51 
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Mater Videorum hat geschrieben:
Lieber Sbirro,
manchmal verstehe ich Deine Bewertunskriterien überhaupt nicht! Aus Deinem Post ist herauszulesen, das Dir der Film eigentlich nicht gefallen hat :arrow: aber dann eine (doch relativ gute) Wertung von 7/10 abdrücken?


Überleg mal, was Damiani durchschnittlich abgeliefert hat. Das waren immer mindestens 8,5er, meistens aber noch bessere.
Da ist ein 7er doch deutlich unterdurchschnittlich, auch wenn 7 normalerweise relativ gut ist.


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 Betreff des Beitrags: Re: PIZZA CONNECTION - Damiano Damiani
BeitragVerfasst: 27.02.2015 11:55 
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Anti-Hero hat geschrieben:
Auf blutige Erschießungsszenen warte ich bei Damiani auch nicht.


Solche Szenen gehören aber bei Damiani dazu (müssen nicht unbedingt Erschießungen sein), aber blutige Szenen sind schon Standard bei Damiani und hier eben im Gegensatz zu anderen Filmen nicht sehr blutig, sehen nicht so schockierend aus, wie sonst und haben daher auch nicht so eine Wirkung, wie üblich.


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 Betreff des Beitrags: Re: PIZZA CONNECTION - Damiano Damiani
BeitragVerfasst: 27.02.2015 11:58 
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Hier noch ein Interview mit Damiano Damiani zu PIZZA CONNECTION (Una Sicilia da amare).

www.youtube.com Video From : www.youtube.com


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 Betreff des Beitrags: Re: PIZZA CONNECTION - Damiano Damiani
BeitragVerfasst: 27.02.2015 13:37 
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Sbirro Di Ferro hat geschrieben:
Anti-Hero hat geschrieben:
Auf blutige Erschießungsszenen warte ich bei Damiani auch nicht.


Solche Szenen gehören aber bei Damiani dazu (müssen nicht unbedingt Erschießungen sein), aber blutige Szenen sind schon Standard bei Damiani und hier eben im Gegensatz zu anderen Filmen nicht sehr blutig, sehen nicht so schockierend aus, wie sonst und haben daher auch nicht so eine Wirkung, wie üblich.



Placidos Tod fand ich schon recht blutig

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 Betreff des Beitrags: Re: PIZZA CONNECTION - Damiano Damiani
BeitragVerfasst: 27.02.2015 14:22 
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Anti-Hero hat geschrieben:
Sbirro Di Ferro hat geschrieben:
Anti-Hero hat geschrieben:
Auf blutige Erschießungsszenen warte ich bei Damiani auch nicht.


Solche Szenen gehören aber bei Damiani dazu (müssen nicht unbedingt Erschießungen sein), aber blutige Szenen sind schon Standard bei Damiani und hier eben im Gegensatz zu anderen Filmen nicht sehr blutig, sehen nicht so schockierend aus, wie sonst und haben daher auch nicht so eine Wirkung, wie üblich.



Placidos Tod fand ich schon recht blutig

Das war aber auch die einzige wirklich blutige Szene, wobei aber auch die m.E. keine richtige Wirkung auf den Zuschauer entfalten kann, weil sie eben allzu vorhersehbar ist.


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 Betreff des Beitrags: Re: PIZZA CONNECTION - Damiano Damiani
BeitragVerfasst: 27.02.2015 15:33 
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Sbirro Di Ferro hat geschrieben:
Anti-Hero hat geschrieben:
Auf blutige Erschießungsszenen warte ich bei Damiani auch nicht.


Solche Szenen gehören aber bei Damiani dazu (müssen nicht unbedingt Erschießungen sein), aber blutige Szenen sind schon Standard bei Damiani und hier eben im Gegensatz zu anderen Filmen nicht sehr blutig, sehen nicht so schockierend aus, wie sonst und haben daher auch nicht so eine Wirkung, wie üblich.


Das ist doch Unsinn. Das Damiani in seinen großen Filmen Gewalt sehr realistisch zeigt, macht das noch nicht zu einem Standard. Wenn er sie zeigt, dann weil die Szene es ermöglicht, nicht um der Gewalt willen. Er baut solche Szenen nicht ein, um Blut fließen zu lassen.


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 Betreff des Beitrags: Re: PIZZA CONNECTION - Damiano Damiani
BeitragVerfasst: 27.02.2015 17:00 
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Sbirro Di Ferro hat geschrieben:
Solche Szenen gehören aber bei Damiani dazu (müssen nicht unbedingt Erschießungen sein), aber blutige Szenen sind schon Standard bei Damiani und hier eben im Gegensatz zu anderen Filmen nicht sehr blutig, sehen nicht so schockierend aus, wie sonst und haben daher auch nicht so eine Wirkung, wie üblich.


Das ist doch Unsinn. Das Damiani in seinen großen Filmen Gewalt sehr realistisch zeigt, macht das noch nicht zu einem Standard. Wenn er sie zeigt, dann weil die Szene es ermöglicht, nicht um der Gewalt willen. Er baut solche Szenen nicht ein, um Blut fließen zu lassen.


Es geht mir ja hierbei nicht darum, festzustellen, ob seine Gewaltdarstellungen realistisch oder unrealistisch sind, sondern darum, dass Gewalt nach einem gewissen Schema, in den meisten seiner Filme, immer wiederkehrt, womit es dann doch zu einem gewissen Standard wird.
Dass er Gewalt nicht selbstzweckhaft einsetzt, sondern immer nur dann, wenn es notwendig ist, ist klar und auch gut so.


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BeitragVerfasst: 27.02.2015 17:01 
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Ja, aber genau deswegen ist es eben kein Standard, sondern abhängig vom Stoff, dem er sich widmet.


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BeitragVerfasst: 27.02.2015 17:02 
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Selbstzweckhafte Gewalt = verdammenswert und pöööhse! ;) :twisted:

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BeitragVerfasst: 27.02.2015 17:16 
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abhängig vom Stoff, dem er sich widmet.


Würde ich nicht so sagen, denn in den Filmen, in denen es weniger körperliche, offensichtliche Gewalt gibt, gibt's dafür mehr psychische Gewalt, die dann irgendwie auch auf den Zuschauer übergeht, wenn er sich mit einem heiklen Thema beschäftigt.
Beste Beispiele: Die Mordserie an Kindern in GIROLIMONI und die (im weiteren Verlauf des Films) vollkommene machtlose Hauptperson, die allmählich zum Spielball der Mafia wird, in DAS VERFAHREN IST EINGESTELLT: VERGESSEN SIE'S.


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 Betreff des Beitrags: Re: PIZZA CONNECTION - Damiano Damiani
BeitragVerfasst: 27.02.2015 20:15 
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Du widersprichst dir gerade selbst.


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 Betreff des Beitrags: Re: PIZZA CONNECTION - Damiano Damiani
BeitragVerfasst: 27.02.2015 20:39 
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Oh man , Damiani geht es doch gar nicht um Gore!!!!!!!!!! Ihm geht es eher um Realismus und da gehört halt mal mehr mal weniger dessen dazu...

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 Betreff des Beitrags: Re: PIZZA CONNECTION - Damiano Damiani
BeitragVerfasst: 27.02.2015 20:59 
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Das ist mir schon klar, dass das nicht sein Gebiet ist, ich habe auch nicht behauptet, dass es Damiani um Gore gehe.
Dass es ihm um Realismus geht, ist in den meisten Fällen offensichtlich und darin ist er auch sehr gut, einer der besten sogar.


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 Betreff des Beitrags: Re: PIZZA CONNECTION - Damiano Damiani
BeitragVerfasst: 28.02.2015 10:22 
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Asa Vajda hat geschrieben:
Selbstzweckhafte Gewalt = verdammenswert und pöööhse! ;) :twisted:


Um Himmels Willen nein. Nur nicht unbedingt Damianis Sache.


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 Betreff des Beitrags: Re: PIZZA CONNECTION - Damiano Damiani
BeitragVerfasst: 28.02.2015 10:39 
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Nobody hat geschrieben:
Asa Vajda hat geschrieben:
Selbstzweckhafte Gewalt = verdammenswert und pöööhse! ;) :twisted:

Um Himmels Willen nein. Nur nicht unbedingt Damianis Sache.


Sehe ich auch so. Es ging mir nur um die Formulierung. Ich finde diese viel zitierte bzw. oft bemühte Phrase immer ein wenig befremdlich, weil es für mich so in den FSK-Jargon fällt oder an den katholischen Filmdienst erinnert... ;)

Habe mich damit eigentlich auf diesen Satz bezogen:

Sbirro Di Ferro hat geschrieben:
Dass er Gewalt nicht selbstzweckhaft einsetzt, sondern immer nur dann, wenn es notwendig ist, ist klar und auch gut so.

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 Betreff des Beitrags: Re: PIZZA CONNECTION - Damiano Damiani
BeitragVerfasst: 28.02.2015 12:19 
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Die Umschreibung Neuentdeckung [...] ist natürlich nur eine äußerst persönliche Färbung, denn es handelt sich um ein Spektakel innerhalb der ganz eigenen Filmwelt. Die Suche nach Input, nach Neuem, und die Offenherzigkeit gegenüber Genres und Filmen jeder Art, führen mich immer wieder zu solchen Etappen, und auch wenn sich dieser Kreis niemals schließen wird, er erfährt mitunter durchaus erfreuliche Erweiterungen. (Prisma)


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 Betreff des Beitrags: Re: PIZZA CONNECTION - Damiano Damiani
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Anti-Hero hat geschrieben:
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:lol:


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Asa Vajda hat geschrieben:
Selbstzweckhafte Gewalt = verdammenswert und pöööhse! ;) :twisted:


Um Himmels Willen nein. Nur nicht unbedingt Damianis Sache.


Um das jetzt ein für allemal zu klären: Genau das, dass Gewalt nicht unbedingt seine Sache ist, habe ich mit "ist klar und auch gut so" sagen wollen.
Wenn er nämlich mehr Gewalt oder Action einsetzt, passiert genau das, was in TÖTE AMIGO der Fall ist.
Es wird inszenatorisch immer schwächer :arrow: wenn die Actionszenen häufiger und größer wären (egal in welchem Film), dann wäre Damiani heute unter Fans als "Fidani des Politthrilers" bekannt.


Der Comic vom Anti-Hero ist aber zugegebenermaßen wirklich nicht schlecht!


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BeitragVerfasst: 28.02.2015 16:50 
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Sbirro Di Ferro hat geschrieben:
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Asa Vajda hat geschrieben:
Selbstzweckhafte Gewalt = verdammenswert und pöööhse! ;) :twisted:


Um Himmels Willen nein. Nur nicht unbedingt Damianis Sache.


Um das jetzt ein für allemal zu klären: Genau das, dass Gewalt nicht unbedingt seine Sache ist, habe ich mit "ist klar und auch gut so" sagen wollen.
Wenn er nämlich mehr Gewalt oder Action einsetzt, passiert genau das, was in TÖTE AMIGO der Fall ist.
Es wird inszenatorisch immer schwächer :arrow: wenn die Actionszenen häufiger und größer wären (egal in welchem Film), dann wäre Damiani heute unter Fans als "Fidani des Politthrilers" bekannt.




:o Wie kann man Damiani und Fidani in einen Satz packen?


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