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 Betreff des Beitrags: FLAMMENDER STERN - Don Siegel
BeitragVerfasst: 27.03.2016 16:37 
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Flaming Star (1960)
Flammender Stern
R: Don Siegel; D: Elvis Presley, Steve Forrest, Barbara Eden, John McIntire, Dolores del Rio, Rodolfo Acosta, Karl Swenson, Richard Jaeckel;

INHALT: Die Burtons sind eine Patchwork-Familie. Vater Sam und Mutter Nellie sind weiß bzw. rot. Sohn Clint wurde von Sam in die Ehe mitgebracht, und der junge Pacer ist ein Halbblut. Alles gerät aus dem Ruder, als die Kiowas in der Umgebung unruhig werden. Die Burtons werden von den Nachbarn gemieden, aber auch die Kiowas bieten keine Heimat und keinen Schutz. Weiße bringen schließlich die Mutter um und Rote den Vater. Pacer gerät in eine Identitätskrise und weiß nicht recht, für wen er kämpfen soll. Schließlich, als die Kiowas seinen Bruder attackieren, stellt er sich allein gegen den Stamm ...

BEMERKUNGEN: Wie schon an anderer Stelle in diesem Forum erwähnt, wird der Film von Hembus geschätzt (und durch einen offensichtlichen Druckfehler nicht bewertet). Auch andere Kritiker sehen oft viel Positives. Trotzdem erlebt man, dass der Streifen nicht ernst genommen wird, weil Elvis Presley darin die Hauptrolle spielt.
Das ist schade, denn Presley fällt gegenüber echten Schauspielern kaum ab. Der Film ist bis in die Nebenrollen gut besetzt und von Actionspezialist Siegel (in einem seiner frühen Versuchen) spannend inszeniert. Die Geschichte (von Western-Ikone Clair Huffaker) in ihrer Kompromisslosigkeit und Ausweglosigkeit ist für 1960 ein Novum. Selten wird man nach einem Film so desillusioniert zurückgelassen – ich vergleich das Ende in etwa mit „Seven (Sieben)“. Nicht ein Schimmer von Hoffnung.

Wie aufmerksame Westernfans bemerken, rührt mein nickname aus diesem Film. Ich gebe also 10/10


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 Betreff des Beitrags: Re: FLAMMENDER STERN - Don Siegel
BeitragVerfasst: 27.03.2016 17:07 
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Grossartiger Genrebeitrag und die für mich mit Abstand
beste schauspielerische Leistung von Presley überhaupt.
Schade, das der Streifen bis dato nicht die Aufmerksamkeit
erhalten hat die er eigentlich verdient.


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 Betreff des Beitrags: Re: FLAMMENDER STERN - Don Siegel
BeitragVerfasst: 27.03.2016 17:33 
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Hab mich bislang, trotz Siegel, noch nicht ran getraut. Nach dem ziemlich grauenvollen Charro! wollte ich so schnell keinen weiteren Elvis-Western sehen...

Finde aber auch, dass Elvis durchaus ansprechende Schauspielleistungen vorweisen konnte, wenn Rolle und Regie es von ihm verlangten. Die Filme mit ihm sind ja teilweise extrem unterschiedlich.

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To please the majority is the requirement of the Planet Cinema. As far as I'm concerned, I don't make a concession to viewers, these victims of life, who think that a film is made only for their enjoyment, and who know nothing about their own existence.


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 Betreff des Beitrags: Re: FLAMMENDER STERN - Don Siegel
BeitragVerfasst: 27.03.2016 18:38 
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Ich bin eh Elvis-Fan und von seinen Filmen ist "Flaming Star" eindeutig mein Liebling. Ein richtig guter US-Western und Elvis macht hier einen echt guten Job!


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 Betreff des Beitrags: Re: FLAMMENDER STERN - Don Siegel
BeitragVerfasst: 27.03.2016 19:08 
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Dr. Zombi hat geschrieben:
Hab mich bislang, trotz Siegel, noch nicht ran getraut. Nach dem ziemlich grauenvollen Charro! wollte ich so schnell keinen weiteren Elvis-Western sehen...

Finde aber auch, dass Elvis durchaus ansprechende Schauspielleistungen vorweisen konnte, wenn Rolle und Regie es von ihm verlangten. Die Filme mit ihm sind ja teilweise extrem unterschiedlich.


Den Streifen kann man mit "Charro!" absolut nicht vergleichen.
Ich bin alles andere als ein "Presley als Schauspieler"-Fan, aber
bei "Flammender Stern" stimmt wirlich alles.
Jedem der auf klassische Western mit Aussage steht, sei der
Film uneingeschränkt empfohlen.
Zumal es der meines Wissens nach einzige Streifen ist, in
dem mal gottlob nicht gesungen wird ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: FLAMMENDER STERN - Don Siegel
BeitragVerfasst: 27.03.2016 19:13 
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Der gelungene Film ist ein früher Beweis dafür, dass Don Siegel auch ein sehr guter Westernregisseur war.

Entwarnung kann an jene vermeldet werden - falls es sie gibt - denen der Gesang des Hauptdarstellers in dessen Filmen nicht ganz so gut gefiel: außer im Vorspann werden hier, der Ernsthaftigkeit der Geschichte angemessen, keine Elvis-Presley-Songs vorgetragen.


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 Betreff des Beitrags: Re: FLAMMENDER STERN - Don Siegel
BeitragVerfasst: 27.03.2016 20:12 
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Pacer Burton hat geschrieben:
Wie aufmerksame Westernfans bemerken, rührt mein nickname aus diesem Film. Ich gebe also 10/10

Das war mir eh bewußt, seit ich Dein Nickname zum ersten mal las.
Konnte nur aus diesem Western sein.

Aber erstmal gibt es ein würdiges anständiges schönes Querplakat aus Belgien zu diesem Western :)

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Meiner Meinung nach wird der Film auch immer unterschätzt, Don Siegels Regieleistung ebenso, wie auch Elvis als Halbblut Pacer, sowie irgendwie der ganze Film bzw. dessen ganze Geschichte. Der Konflikt zwischen Indianern und Weißen kommt hier sehr gut zur Geltung. Ist ähnlich wie im Western DENEN MAN NICHT VERGIBT. Hier, wie auch dort gerät eine ganze Familie zwischen die Fronten. Zwischen den Indianern und Weißen.

Pacer und seine indianische Mutter Neddy bekommen dies am meisten zu spüren. Sein Vater und Bruder sind Weiße. Die Familie Burton will zusammenhalten. Pacer erlebt die Spannungen zwischen Rot und Weiß mit, die sich auch innerhalb der Familie abzeichnen. Alles beginnt damit, das die Indianer vom Stamme der Kiowas eine Nachbarsfarm überfallen, alle Weißen töten und alles niederbrennen. Die Kiowas haben beschloßen die Weißen zu bekämpfen, da sie ihnen immer mehr und mehr ihr Land/ihre Jagdgründe wegnehmen und für sie nichts übrigbleibt. Die Weißen wollen Rache und wollen, das die Burtons sich entscheiden auf welcher Seite sie stehen. Ferner begegnet man Pacer und seinem Bruder in der nächstliegenden Kleinstadt nur noch mit Feindseligkeiten. Sie sind dort nicht mehr willkommen. Aber auch die Kiowas statten den Burtons Besuche ab und wollen, das Pacer sich ihnen anschließt, weil sie ihn als ihren Bruder ansehen.

Pacer meint später in einer argumentativen Auseinandersetzung innerhalb der Familie, Zitat:
Wohin gehöre ich denn überhaupt
Spätestens hier wird der innerliche Zwiespalt in dem besonders Pacer steckt sehr deutlich.

Hier sind auch einige Szenerien drin, die einen nicht kalt lassen, besonders auch was die Todesszene der Mutter (sehr eindrucksvoll Dolores Del Rio als Neddy) anbelangt. Verwundet schleppt sie sich aus dem Familienhaus, der Wind heult und sie endet draussen in der Natur.
Ich habe den flammenden Stern des Todes gesehen,... sagt sie noch und stirbt in den Armen ihres Mannes. Pacer will sich daraufhin den Indianern anschließen.

Das ende des Films läßt einen immer wieder ein wenig hilflos zurück.

Elvis konnte hier mal so richtig zeigen, was in ihm steckt, aber vielleicht verstand es auch Don Siegel aus ihm mehr heraus zuholen. Elvis macht hier sogar den Einzelkämpfer, als er zwischen Felsen und Gebüschen gegen mehrere Feinde kämpft. Elvis singt hier nur zweimal. Das Titellied Flamming Star und einmal am Anfang, als die Familie einen Geburtstag feiert. Danach gibt es eh keinen Grund mehr zu singen. Auch für mich definitiv der beste Film in dem Elvis mitgewirkt hat und zugleich einer der besten Western über den Konflikt zwischen Indianern und Weißen.

Mindestens 9/10 :)

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 Betreff des Beitrags: Re: FLAMMENDER STERN - Don Siegel
BeitragVerfasst: 27.03.2016 21:17 
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trainspotting hat geschrieben:
Zumal es der meines Wissens nach einzige Streifen ist, in
dem mal gottlob nicht gesungen wird ;)


Doch einmal wird gesungen. Ein Fremdkörper in dem eher harten Western.

Starker Western und Siegels bester neben The Shootist.


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 Betreff des Beitrags: Re: FLAMMENDER STERN - Don Siegel
BeitragVerfasst: 27.03.2016 21:20 
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trainspotting hat geschrieben:
Grossartiger Genrebeitrag und die für mich mit Abstand
beste schauspielerische Leistung von Presley überhaupt.


Genau das ging mir durch den Kopf als ich die Headline gelesen habe.

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 Betreff des Beitrags: Re: FLAMMENDER STERN - Don Siegel
BeitragVerfasst: 28.03.2016 06:46 
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Stanton hat geschrieben:
trainspotting hat geschrieben:
Zumal es der meines Wissens nach einzige Streifen ist, in
dem mal gottlob nicht gesungen wird ;)


Doch einmal wird gesungen. Ein Fremdkörper in dem eher harten Western.

Starker Western und Siegels bester neben The Shootist.



Irgendwo habe ich mal zu dem Film gelesen: Was als fröhliche Geburtstagparty begann, endet in einer Tragödie.
Diese kurze Gesangseinlage bei der Feier am Anfang passt also irgendwie auch dazu. Außerdem singt Elvis ja nicht allein, sondern mit der ganzen Gesellschaft. Aber trotzdem hast du recht: Diese Minute fällt ein wenig aus dem Rahmen, weil Elvis seine Rocker-Mätzchen andeutungsweise auch hier macht. Dieses Singen in vertrauter Runde kommt aber auch in vielen anderen Western vor: Kirk Douglas, James Stewart u.a. singen auch in ihren Western.

Ich finde übrigens nicht, dass Elvis hier seine beste schauspielerische Leistung abliefert: Da gibt es vor allem noch "King Creole" mit Walter Matthau, Dean Jagger u.a. Ist aber natürlich kein Western und soll hier nur der Vollständigkeit halber erwähnt sein.


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 Betreff des Beitrags: Re: FLAMMENDER STERN - Don Siegel
BeitragVerfasst: 28.03.2016 11:45 
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Das hört sich alles sehr gut an. Kenne den Film bislang nicht. Ich muss mal nach der DVD Ausschau halten.


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 Betreff des Beitrags: Re: FLAMMENDER STERN - Don Siegel
BeitragVerfasst: 28.03.2016 12:31 
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KING CREOLE ist Elvis' bester Film, ganz klar. Zum Glück konnte er noch mit zwei, drei richtig guten Regisseuren arbeiten, bevor ihn der Colonel den MGM/Paramount Schnellschuß Handwerkern Thorpe/Taurog etc. überließ.

L.Q.Jones (der mehrmals mit Elvis & Siegel arbeitete) hat mir interessante Geschichten dazu erzählt - wenn ich mal ein ganzes PASSION & POETRY Kapitel nur mit L.Q. mache, werde ich sie verwenden.

Wenn man einen Top-Sänger hat, läßt man ihn natürlich auch ein Lied zum Besten geben. (Ausser man macht TWO-LANE BLACKTOP o.ä.). Im Western gehört das eh dazu. In einer Zeit vor Radio & TV war Gesang & Tanz die einzige Unterhaltung, daher ist's im US Western auch ein fester Bestandteil. Die Tanzeinlage von Russ Tamblyn in jenem GLENN FORD Western (Fastest Gun Alive ?) hab' ich nie vergessen. Ewig trauern werde ich um die geschnittene Robert Mitchum Gesangs-Szene in EL DORADO (ich hab' noch Fotos davon). Nur weil Hawks' Sohn gemeint hat "Dad, a Sheriff shouldn't sing!" hat er's rausgeschnitten. ZU blöde, das hätte dem Film sicher nicht geschadet, Ricky, Dean & Brennan sind mit ihrer kurzen Showeinlage in RIO BRAVO ja eine Highlight der Filmgeschichte.
Es kann aber auch nach hinten losgehen: Jimmy Stewart wollte ja immer auch einer dieser musizierenden Cowboys sein, das war aber nicht sein Ding. Anthony Mann hat deswegen ja auch NIGHT PASSAGE verlassen. Der neue Regisseur hat Stewart gewähren lassen und es ist sein schwächster Western der 50er Jahre geworden.

Zudem ist FLAMING STAR eines der besten Elvis Lieder überhaupt...

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 Betreff des Beitrags: Re: FLAMMENDER STERN - Don Siegel
BeitragVerfasst: 28.03.2016 13:01 
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Pacer Burton hat geschrieben:

Ich finde übrigens nicht, dass Elvis hier seine beste schauspielerische Leistung abliefert: Da gibt es vor allem noch "King Creole" mit Walter Matthau, Dean Jagger u.a. Ist aber natürlich kein Western und soll hier nur der Vollständigkeit halber erwähnt sein.


King Creole ist mein liebster Elvis Film und ganz großes Kino! Ein weiteres Highlight in der an Highlights überreichen Karriere von Michael Curtiz.

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 Betreff des Beitrags: Re: FLAMMENDER STERN - Don Siegel
BeitragVerfasst: 28.03.2016 13:25 
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mike siegel hat geschrieben:
Zudem ist FLAMING STAR eines der besten Elvis Lieder überhaupt...

Aber sowas von -

www.youtube.com Video From : www.youtube.com


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 Betreff des Beitrags: Re: FLAMMENDER STERN - Don Siegel
BeitragVerfasst: 28.03.2016 14:10 
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Pacer Burton hat geschrieben:


Irgendwo habe ich mal zu dem Film gelesen: Was als fröhliche Geburtstagparty begann, endet in einer Tragödie.
Diese kurze Gesangseinlage bei der Feier am Anfang passt also irgendwie auch dazu. Außerdem singt Elvis ja nicht allein, sondern mit der ganzen Gesellschaft. Aber trotzdem hast du recht: Diese Minute fällt ein wenig aus dem Rahmen, weil Elvis seine Rocker-Mätzchen andeutungsweise auch hier macht. Dieses Singen in vertrauter Runde kommt aber auch in vielen anderen Western vor: Kirk Douglas, James Stewart u.a. singen auch in ihren Western.


Die Szene ist nicht schlimm, aber sie fällt doch ein wenig aus dem Rahmen.

Generell mag ich Sing- und (noch stärker) Tanzszenen sehr in Filmen, aber manchmal passen sie überhaupt nicht, vor allem wenn sie zu offensichtlich reingedrückt wirken. Die angesprochene Tanzszene in The Fastest Gun Alive ist auch eher ein Fremdkörper, und dauert auch viel zu lang.

Ein Aspekt den ich schade finde ist daß der Schlußkampf nicht gezeigt wird. Ich denke Flaming Star hätte hier noch eine starke Actionszene als Abschluß gut getan.


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 Betreff des Beitrags: Re: FLAMMENDER STERN - Don Siegel
BeitragVerfasst: 28.03.2016 15:55 
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Freut mich als Elvis-Fan, das dieser Film offensichtlich auch bei Nicht-Elvis-Fans gut ankommt. Einer seiner 3 besten, auf jeden Fall! Neben King Creole und Viva Las Vegas. Gedreht von Siegel, Curtiz, und George Sidney, 3 Könnern. Leider wurde er dann aber zumeist in Norman Taurog Streifen verheizt, schade eigentlich.

Zu Flaming Star wäre vielleicht noch zu sagen, dass man hier (ausnahmsweise) mal dankbar für ein paar Schnitte sein muss. Vor der Premiere im Dezember 1960, wurde am 25.11.60 nämlich noch eine Previewfassung mit 4 Songs gezeigt, zusätzlich zu den heute noch enthaltenen "Flaming Star" und "A Cane And A High Starched Collar" noch die 2 Titel "Britches" und "Summer Kisses, Winter Tears". Letzteres sang er wohl zu seinen indianischen Brüdern am Lagerfeuer, was dann wohl zu Gelächter im Testpublikum führte. Dankenswerterweise ist uns das erspart geblieben...
Wäre natürlich trotzdem mal was feines für eine kommende Blu-veröffentlichung, so ein paar kuriose Geschnittene Szenen. Auf der deutschen Soundtrack-CD (Elvis Double Features) kann man diese Filmversion, inkl. indianischer Trommeln, immerhin noch hören.


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 Betreff des Beitrags: Re: FLAMMENDER STERN - Don Siegel
BeitragVerfasst: 28.03.2016 16:06 
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Zu zeiten als kabel1 noch gut war und dieser film mal um 20:15 gezeigt wurde hab ich ihn mal gesehen.
Das einzige an das ich mich noch erinnern kann ist als elvis' "flaming star" singt....
Möcht ich mal wieder sehen

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 Betreff des Beitrags: Re: FLAMMENDER STERN - Don Siegel
BeitragVerfasst: 28.03.2016 18:46 
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Hab mal recherchiert. Die DVD ist inakzeptabel teuer. War früher ganz billig.

Aber es gibt ein interessantes Angebot um ca. 20 Euro. Da sind 7 Filme drauf, darunter "Flammender Stern" - und "Love me tender" ein B-Western, der ebenfalls sehr unterschätzt wird, und in dem auch der großartige Richard Egan mitmacht. Weiters Genregrößen wie Neville Brand, Robert Middleton, William Campelll, James Drury ...
Da gäbe es die zwei besseren Elvis-Western zu einem akzeptablen Preis.

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BeitragVerfasst: 28.03.2016 19:23 
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Die heute hochpreisige DVD im Schuber von 20th Century Fox gab es damals im großen Stil jahrelang kostenlos gegen Einlösung von nur 3 Gutscheincodes einer Sammelaktion.

RIO BRAVO ist das beste Beispiel dafür, dass sich Gesangeseinlagen in einem Film nicht störend auswirken müssen. In diesem Fall handelte es sich um ein wiederholt eingesetztes Stilmittel des Regisseurs Howard Hawks. Nur in einem seiner Filme, RED LINE 7000 (1965), klang es in meinen Ohren zu sehr nach "Katzenmusik".
Kirk Douglas ist ein Darsteller, welcher Filme gelegentlich mit Gesang und sogar Musik (Banjo u.a.) bereichern konnte.
Neben 20.000 LEAGUES UNDER THE SEA (1954) fallen mir auch die Western THE BIG SKY (1952) und MAN WITHOUT A STAR (1954) ein.


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 Betreff des Beitrags: Re: FLAMMENDER STERN - Don Siegel
BeitragVerfasst: 28.03.2016 22:01 
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Wobei ich finde, dass die Gesangseinlagen dort schon stören. Aber das war Hawks wohl auch egal.


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 Betreff des Beitrags: Re: FLAMMENDER STERN - Don Siegel
BeitragVerfasst: 16.04.2016 07:48 
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Weil einige geschrieben haben, sie würden den Film gern sehen:

Flammender Stern - heute, 22:00 Uhr auf BR


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 Betreff des Beitrags: Re: FLAMMENDER STERN - Don Siegel
BeitragVerfasst: 14.08.2016 11:15 
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Vor vier Jahren habe ich mir CHARRO angesehen. Es war mein erster Elvis Western und war ziemlich enttäuscht. CHARRO konnte mich einfach nicht überzeugen, wobei ich da eher die Schuld an dem Regisseur gebe. Von da an war ich skeptisch mir einen weiteren Elvis Western anzusehen. Doch nachdem ich hier
im Thread positive Rückmeldungen über dem Filme gelesen habe, habe ich mich jetzt auch an diesem Film rangetraut. Gestern war es dann endlich soweit.

Ich muss sagen ich war positiv überrascht von diesem Film. Der Titelsong "Flamming Star", gesungen von Elvis Presley, hat ziemlich gerockt und ist auch ein richtiger Ohrwurm. Die ersten acht Minuten des Films lassen den Anschein erwecken, hier handelt es sich um eine heile Welt. Alle verstehen sich, es wird gesungen und getanzt. Doch noch acht Minuten ändert sich die Stimmung radikal. Ein ziemlich harter Kontrast, was durch die erste harte Szene -jemand bekommt einen Tomahawk in den Kopf- unterstrichen wird. Diese Szene finde ich für die damalige Zeit ,für US Western Verhältnisse, ziemlich hart. Es entsteht ein Konflikt zwischen den Indianern und den Weißen. Dieser Konflikt finde ich hervorragend dargestellt.

Auch Elvis Presley hat mir in der Rolle des Pacer Burton sehr gefallen. Sein Schauspiel, seine Mimik und Gestik war sehr überzeugend. Was man von manchen Sängern, die sich in der Schauspielerei versucht hatten, nicht behaupten kann. Was soll man noch sagen: Leute schaut euch diesen Western an, er ist einfach grandios. Sehr gute Handlung, tolle Aussage, sehr sehr spannend und gute bis sehr gute Darsteller. Ich fand den Film von der ersten bis zur letzten Minute sehr fesselnd und habe mit der Familie Burton ziemlich mitgefühlt und mitgelitten. Das Ende des Films fand ich auch sehr gut, wenn auch sehr traurig :roll: . Aber das Ende passt einfach zum Gesamtbild des Films. Wie schon weiter oben jemand geschrieben hat: "Keine Hoffnung".

Don Siegel hat es einfach drauf Western zu inszenieren. Es war jetzt mein vierter Don Siegel Western, neben SHOOTIST; EIN FREMDER AUF DER FLUCHT und SCHÜSSE IN NEW MEXICO.

Noch ein Wort zu Elvis: Ich finde ihn in diesem Film ziemlich cool. Sein entschlossener Blick als er auf Rache sinnt, seine Kampfszenen/Messerszenen als er sich mit den beiden Trappern prügelt, seine Wut und Verzweiflung gegen den Doktor -der seine Mutter sterben ließ-. Auch seine Synchronstimme passt hervorragend (Sprecher: Rainer Brandt) Und das sage ich jetzt obwohl ich jetzt kein Elvis Fan bin -(vielleicht bin ich es jetzt erst durch diesen Film :mrgreen: )

Auch wenn Elvis ein sehr guter Sänger ist bin ich ebenfalls froh, dass in der zweiten Version die oben genannten Gesangsszenen, wie schon Loco Burro erzählt hat, rausgeschnitten wurden. Ohne den Elvis Fans zu nahe zu treten, es hätte den Erzählfluss und die Stimmung etwas beeinträchtigt.

Ich kann nur sagen: WOW ..... Hier war der richtige Regisseur am Werk und hat Elvis richtig eingesetzt.
Der Film bekommt von mir eine 10/10.


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 Betreff des Beitrags: Re: FLAMMENDER STERN - Don Siegel
BeitragVerfasst: 14.08.2016 15:42 
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Sehr schönes Review, trifft es ziemlich genau auf den
Punkt ;)


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