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 Betreff des Beitrags: BLEIB WIE DU BIST - Alberto Lattuada
BeitragVerfasst: 02.02.2015 21:12 
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Bleib wie du bist (OT: Cosi come sei; Italien/Spanien; 1978; Alberto Lattuada)

Der auf die 50 zugehende Landschaftsarchitekt Giulio (Marcello Mastroianni) lernt eines Tages die Studentin Francesca (Nastassja Kinski) kennen. Trotz des Altersunterschiedes funkt es schnell zwischen den beiden. Das Verzwickte daran: ungefähr 20 Jahre früher hatte Giulio eine Affäre mit Francescas Mutter und nun quält ihn immer wieder die Frage, ob Francesca seine Tochter sein könnte. Mal ist er vom Gegenteil überzeugt, dann kommen ihm doch wieder Zweifel... - wird er die Wahrheit ans Licht bringen?

Tja, Tochter oder nicht - auf dieser Frage baut praktisch die ganze Handlung des Filmes auf und aus diesem Thema zieht er auch eine gewisse Brisanz, auch wenn sich diese in Grenzen hält. Ansonsten handelt es sich um ein Liebesdrama ganz nach italienischer Machart: über weite Strecken sieht man einfach nur die Turteleien von Giulio und Francesca, ein paar urige Nebencharaktere werden eingeführt und wenn sich doch mal ein paar Längen einschleichen sollten, dann rettet der mal wieder überaus schöne Morricone-Score noch einiges. Dieser wartet mit einem stilechten Thema aus Streichern und Klavier auf und hat mit "Dance On" auch einen echten Disco-Ohrwurm zu bieten - Morricone kann eben alles! Mit seinen 100 Minuten könnte man meinen, der Film ist vielleicht ein bisschen zu lang, gerade weil er in Punkto Handlung nicht so viel Abwechslung bietet, aber da man doch wissen will, wie es ausgeht (was hier natürlich nicht verraten wird), wird das Interesse an der Geschichte doch halbwegs aufrecht erhalten.

Also, wie schon gesagt, ein Liebesfilm ganz in Italo-Manier inszeniert. Kann man sich ruhig mal anschauen, wenn einem der Sinn nach sowas steht. Gerade in Zeiten von hektischen Effekt-Orgien tun solche entschleunigten Filme hin und wieder ganz gut.

Die VZ-Scheibe ist ganz brauchbar.


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Score:

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 Betreff des Beitrags: Re: BLEIB WIE DU BIST - Alberto Lattuada
BeitragVerfasst: 24.06.2016 13:00 
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BLEIB WIE DU BIST

Produktionsland: Italien, Spanien
Produktion: Giovanni Bertolucci
Erscheinungsjahr: 1978
Regie: Alberto Lattuada
Drehbuch: Alberto Lattuada
Kamera: José Luis Alcaine
Schnitt: Sergio Montanari
Musik: Ennio Morricone
Länge: ca. 101 Min.
Freigabe: FSK 16
Darsteller: Marcello Mastroianni, Nastassja Kinski, Francisco Rabal, Mónica Randall, Ania Pieroni, Barbara De Rossi, José María Caffarel, Giuliana Calandra, Maria Pia Attanasio, Raimondo Penne, Claudio Aliotti, Massimo Bonetti


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Der Landschaftsarchitekt Giulio Marengo lernt in Florenz die wesentlich jüngere Francesca kennen und verliebt sich in sie. Von seiner Ehefrau und seiner schwangeren Tochter genervt, verbringt Giulio immer mehr Zeit mit der jungen Frau. Dabei stellt sich heraus, dass Francesca aller Wahrscheinlichkeit seine Tochter ist.

„Die Toskana ist dabei ihren Zauber zu verlieren.“

Die Toskana vielleicht, aber nicht Nastassia Kinski. In der Rolle der Francesca zeigt sich Frau Kinski einmal mehr als bezaubernde Nymphe, die jungen wie alten Kerlen die Köpfe verdreht. Eine unbekümmerte und sympathische Darbietung. Die Nacktszenen wurden einst ausgiebig in der Zeitschrift „Cinema“ abgebildet. Ob die Rede vom gern zitierten Skandal war ist mir allerdings entfallen.

Die Liebesgeschichte zwischen einer 17jährigen und einem 54jährigen Familienvater wurde von Alberto Lattuada recht unterhaltsam umgesetzt. Still, melancholisch und mit etwas Humor gewürzt. Neben den Serienmördern, Pistoleros, Yakuza und Handkantenschlägern die mir sonst den Abend versüßen, eine willkommene Abwechslung.

„Das ist die Philosophie eines Halbidioten… nein, die eines Arschlochs!“

Die Hauptprotagonisten Nastassja Kinski und Marcello Mastroianni ergänzen sich gut. Zwei unterschiedliche Charaktere die trotzdem zueinander finden. Auch wenn die Beziehung unter keinem guten Stern steht, so werden Giulio Marengo einige Dinge in seinem „Familienleben“ klar. Er lernt seine Tochter zu verstehen und seine Tochter versteht ihn. Na also, geht doch.

Unter dem Strich ein ordentlich inszeniertes Liebesdrama.

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 Betreff des Beitrags: Re: BLEIB WIE DU BIST - Alberto Lattuada
BeitragVerfasst: 13.02.2017 19:14 
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Wie seht ihr eigentlich die Story des Filmes?

Diese legitimiert ja dem mann wenn er im alter seiner Frau überdrüssig ist, sich was neues jüngeres zu suchen.
Ist doch blöde oder? Welcher ansicht seit ihr?

Und dann könnte sie ja seine Tochter sein, aber egal, hauptsache Spaß für den Augenblick....

"Die Zeiten von Im Winde verweht sind vorbei. Du bist 49 und sie so alt wie ich "

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