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 Betreff des Beitrags: DAS EINHORN - Peter Patzak
BeitragVerfasst: 15.02.2017 19:44 
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Produktionsland/Jahr: Deutschland 1977
Darsteller: Peter Vogel, Gila von Weitershausen, Miriam Spoerri, Christiane Rücker, Lucie Visser, Anton Diffring, Lilian Rack, Isolde Barth, Harald von Koeppelle
Drehbuch: Dorothee Dhan & Martin Walser
Produziert von: Günther Malzacher
Musik: Peter Zwetkoff

Auf einer Faschingsveranstaltung lernt der Schriftsteller Anselm Kristlein (Peter Vogel) die Schweizer Verlegerin Melanie Sugg (Miriam Spoerri) kennen. Diese beauftragt ihn, ein Buch über die Liebe zu schreiben: "Eppes G'naues", wie sie sagt - eine Art Sachbuch also, meint Kristlein. Er recherchiert ausgiebig und macht Erfahrungen, die ihn veranlassen, sein Werk umzubenennen: "Anstatt Liebe" soll es nun heißen. Damit gibt sich Melanie nicht zufrieden. Sie will Kristlein von seiner heimischen Umgebung und von seiner Frau weglocken und lädt ihn an den Bodensee ein, als Gast eines reichen Marzipanfabrikanten. In einem nahegelegenen Zeltlager begegnet Kristlein der Holländerin Orli (Lucie Visser) - und damit endlich der wirklichen Liebe. Doch Orli verlässt ihn.
(Moviepilot)

Eine Erotikkomödie soll das angeblich sein...
Von beidem ist aber nicht viel zu sehen bzw. zu merken.
Ab und zu gibt's zwischendurch einen blanken Busen zu sehen, aber das ist eben insgesamt nicht viel und Humor fehlt dem Film gänzlich (oder zumindest hat man meinen damit nicht getroffen).
Viel eher kommt mir das wie eine Art pseudo-intelektuelle Charakterstudie vor, ein Film der sich oftmals über einen Off-Kommentar in der Gedankenwiedergabe seines Protagonisten ergeht.
So etwas kann funktionieren, muss aber nicht und in dem Fall - naja...
Eine Zeit lang geht's gut, aber irgendwann wird es (auch aufgrund der stellenweise doch eher gehobenen Sprache) anstregend.
Ich weiß nicht, ob der Roman von Martin Walser, der dem Film zugrunde liegt, schon so geschrieben wurde, aber der Film bekommt dadurch einen irgendwie schon aufgesetzt wirkenden intellektuellen Anstrich.
Also eine Meisterleistung ist das nicht gerade und zwar von niemandem.
Es ist alles ganz brauchbar, langweilt nicht, aber sonderlich verausgabt hat sich niemand - nicht die Drehbuchautoren und auch nicht der Regisseur.
Auch finde ich, dass hier einige Schauspieler in Kleinstrollen verschenkt werden, die ihnen nicht ansatzweise Gelegenheit geben, ihr Können zu zeigen.
Das wären z.B. Harald von Koeppelle, der hier genau eine Szene bekommt, obwohl er schon Jahre zuvor in KOTTAN ERMITTELT unter Beweis gestellt hat, dass er durchaus was könnte als Komödiant.
Des Weiteren leider auch Christiane Rücker, die ebenfalls sowohl vor als auch nach diesem Film in KOTTAN ERMITTELT zu sehen war.
Sie bekommt zwar mehr als eine Szene, aber mehr als eine Gastrolle oder höchstens kleine Nebenrolle ist das auch nicht (5-10 Min. ungefähr).
Damit aber genug negatives, es gibt ja auch noch das Positive.
Bezüglich Peter Vogel (dessen letzte Rolle in einem Kinofilm dies ist) sollte sowieso klar sein, dass er seine Sache gut macht.
Ansonsten sticht die Musik von Peter Zwetkoff hervor.
Somit ist der Film letzten Endes gewiss keine Zeitverschwendung, aber meines war es nicht 100-prozentig.
6,5/10

Ausschnitte:
www.youtube.com Video From : www.youtube.com

www.youtube.com Video From : www.youtube.com


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 Betreff des Beitrags: Re: DAS EINHORN - Peter Patzak
BeitragVerfasst: 16.02.2017 12:24 
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Sbirro Di Ferro hat geschrieben:

Eine Erotikkomödie soll das angeblich sein...
Von beidem ist aber nicht viel zu sehen bzw. zu merken.
Ab und zu gibt's zwischendurch einen blanken Busen zu sehen, aber das ist eben insgesamt nicht viel und Humor fehlt dem Film gänzlich (oder zumindest hat man meinen damit nicht getroffen).
Viel eher kommt mir das wie eine Art pseudo-intelektuelle Charakterstudie vor, ein Film der sich oftmals über einen Off-Kommentar in der Gedankenwiedergabe seines Protagonisten ergeht.
So etwas kann funktionieren, muss aber nicht und in dem Fall - naja...
Eine Zeit lang geht's gut, aber irgendwann wird es (auch aufgrund der stellenweise doch eher gehobenen Sprache) anstregend.
Ich weiß nicht, ob der Roman von Martin Walser, der dem Film zugrunde liegt, schon so geschrieben wurde, aber der Film bekommt dadurch einen irgendwie schon aufgesetzt wirkenden intellektuellen Anstrich.



Der Roman ist da noch viel, viel "intellektueller", sozusagen. Und den Film habe ich in der Hinsicht auch nicht als Pseudo empfunden. Ich fand den damals ganz amüsant.


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