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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Betreff des Beitrags: Re: SPUREN AUF DEM MOND - Luigi Bazzoni
BeitragVerfasst: 18.03.2016 14:46 
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@dsease
Meine Empfehlung: Nochmal ansehen, denn eigentlich ist alles klar.

Alle schwarz weiß Szenen, bzw. die Astronauten Szenen sind ein wiederkehrender Traum. Irgendwann kann sie nicht mehr unterscheiden was real und was nicht real ist. Zuletzt driftet sie vollends ab. Sie hat eine Psychose.


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 Betreff des Beitrags: Re: SPUREN AUF DEM MOND - Luigi Bazzoni
BeitragVerfasst: 18.03.2016 19:05 
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dsease hat geschrieben:
Habe mir den Film nun endlich angesehen und finde ihn durchaus ansprechend, nur mein Problem war die sehr verwirrende Story. Was war schlussendlich jetzt wirklich passiert? Was hat es mit den Astronauten auf sich? Ist sie verrückt? Es sind so viele Fragen offen. Bitte klärt mich wer auf.


Sie ist schizophren und paranoid

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 Betreff des Beitrags: Re: SPUREN AUF DEM MOND - Luigi Bazzoni
BeitragVerfasst: 19.03.2016 11:14 
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Jetzt ist mir alles klar! [GRINNING FACE WITH SMILING EYES]
Ein perfekt inszenierter Psychothriller. Meine Bewertung 8 von 10 Punkte. Ein kleines Meisterwerk in einer tollen VÖ von Koch Media.


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 Betreff des Beitrags: Re: SPUREN AUF DEM MOND - Luigi Bazzoni
BeitragVerfasst: 19.03.2016 11:37 
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dsease hat geschrieben:
Jetzt ist mir alles klar! [GRINNING FACE WITH SMILING EYES]
Ein perfekt inszenierter Psychothriller. Meine Bewertung 8 von 10 Punkte. Ein kleines Meisterwerk in einer tollen VÖ von Koch Media.


Glaube mir, der wird dir noch besser gefallen bei der nächsten Sichtung. Tipp: Die englische Originalsprachfassung ansehen.


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 Betreff des Beitrags: Re: SPUREN AUF DEM MOND - Luigi Bazzoni
BeitragVerfasst: 19.03.2016 11:47 
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italo hat geschrieben:
dsease hat geschrieben:
Jetzt ist mir alles klar! [GRINNING FACE WITH SMILING EYES]
Ein perfekt inszenierter Psychothriller. Meine Bewertung 8 von 10 Punkte. Ein kleines Meisterwerk in einer tollen VÖ von Koch Media.


Glaube mir, der wird dir noch besser gefallen bei der nächsten Sichtung. Tipp: Die englische Originalsprachfassung ansehen.

Habe den Film schon in der englischen und deutschen Fassung gesehen. ;-)
Die englische Version ist natürlich besser mit den original Soundtrack.


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 Betreff des Beitrags: Re: SPUREN AUF DEM MOND - Luigi Bazzoni
BeitragVerfasst: 19.03.2016 11:51 
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dsease hat geschrieben:
italo hat geschrieben:
dsease hat geschrieben:
Jetzt ist mir alles klar! [GRINNING FACE WITH SMILING EYES]
Ein perfekt inszenierter Psychothriller. Meine Bewertung 8 von 10 Punkte. Ein kleines Meisterwerk in einer tollen VÖ von Koch Media.


Glaube mir, der wird dir noch besser gefallen bei der nächsten Sichtung. Tipp: Die englische Originalsprachfassung ansehen.

Habe den Film schon in der englischen und deutschen Fassung gesehen. ;-)
Die englische Version ist natürlich besser mit den original Soundtrack.



Oh dann bist Du ja bestens im Bilde. :)
Für mich ist das ein Film zum wiederholten Ansehen und nach ein paar Sichtungen verliebt man sich in den Film.


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 Betreff des Beitrags: Re: SPUREN AUF DEM MOND - Luigi Bazzoni
BeitragVerfasst: 19.03.2016 12:18 
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italo hat geschrieben:
dsease hat geschrieben:
italo hat geschrieben:
dsease hat geschrieben:
Jetzt ist mir alles klar! [GRINNING FACE WITH SMILING EYES]
Ein perfekt inszenierter Psychothriller. Meine Bewertung 8 von 10 Punkte. Ein kleines Meisterwerk in einer tollen VÖ von Koch Media.


Glaube mir, der wird dir noch besser gefallen bei der nächsten Sichtung. Tipp: Die englische Originalsprachfassung ansehen.

Habe den Film schon in der englischen und deutschen Fassung gesehen. ;-)
Die englische Version ist natürlich besser mit den original Soundtrack.



Oh dann bist Du ja bestens im Bilde. :)
Für mich ist das ein Film zum wiederholten Ansehen und nach ein paar Sichtungen verliebt man sich in den Film.

Habe mich vorher bestens informiert.
Ich habe zuerst die englische dann die deutsche Fassung gesehen. Ich würde aber allen anderen bei der Erstsichtung die deutsche Fassung empfehlen und dann die englische Originalfassung. Ich habe mir doch ein wenig bei der englischen Fassung schwer getan, der Handlung zu folgen, weil man immer auf die Untertitel achten muss.


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 Betreff des Beitrags: Re: SPUREN AUF DEM MOND - Luigi Bazzoni
BeitragVerfasst: 26.04.2016 10:41 
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Hatte gestern Abend auch meine Erst-Sichtung dieses Films. Der erste Eindruck nach dem Abspann war eher ein wenig ernüchternd: Ich wusste so gut wie nichts über den Film und hatte aufgrund der Giallo-Einordnung auch einen Giallo erwartet. Nun ja, mit dem "klassischen" Giallo hat dieser Film meiner Meinung nach eigentlich so gut wie nichts zu tun (mal abgesehen von den sehr stylischen Bildern). Das muss ja per se erstmal nichts schlechtes bedeutet (gibt ja genügend hervorragende Beispiele, z.B. "Malastrana" fällt mir da ein). Trotz des eher ernüchternden Eindrucks hat der Film bei mir eines bewirkt: Er blieb mir an dem Abend noch im Gedächtnis (das ist i.d.R. immer ein gutes Zeichen für eine deutlich bessere Wertung nach einer Zweitsichtung). Gerade als ich diese Zeilen tippe, läuft erneut der Abspann des Films, diesmal jedoch in der englischen Fassung. Wie vermutet ist der Film schon mal deutlich in der Gunst nach oben gestiegen (mit weiterer Tendenz nach oben, tatsächlich auch in die Klasse eines "Malastrana").

Jetzt kommt das ABER (für das hier im Forum bestimmt der ein oder andere Steine wirft :mrgreen:): Mir gefällt die Musik in der deutschen Fassung besser! Ja, ist so, tatsächlich! Liegt's vielleicht an der Erst-Sichtung in deutscher Fassung? Liegt's daran das ich elektronischer Musik im Stile von Tangerine Dream oder J.M.Jarre nicht abgeneigt bin? Versteht mich nicht falsch, die Original-Musik ist wirklich sehr gut (drückt eine bedrückendere Atmosphäre aus), die elektronischen Klänge jedoch (mit der Mischung der originalen Orgelpfeiffen) haben für mich etwas total surreales... was dann für mich noch einen kleinen Ticken besser zum Film passt.

Nichtsdestotrotz wird dieser Film bei mir noch weiter steigen, da bin ich mir fast sicher (in ein paar Wochen werde ich ihn mir ein drittes Mal ansehen).

Ach ja, übringes: Unbedingt auch den "La Donna Del Lago" angucken. Der ist meines Erachtens deutlich eingängiger (eher ein klassischer Krimi mit ein paar Suspense-Spritzern gemixt) und wirklich ganz hervorragend.

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 Betreff des Beitrags: Re: SPUREN AUF DEM MOND - Luigi Bazzoni
BeitragVerfasst: 26.04.2016 10:55 
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Eine Sache ist mir aus dem Film immer noch ein wenig rätselhaft:

Wie kommt das gelbe Kleid mit den Blutflecken in ihren Kleiderschrank am Anfang des Film? Wenn ich davon ausgehe, dass Alice paranoid bzw. schizophren ist und zum Schluß den Mord in diesem gelben Kleid begeht... wieso wird dieses Kleid dann bereits am Anfang des Films erwähnt bzw. gezeigt? Der Film lief doch linear ab... oder?

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 Betreff des Beitrags: Re: SPUREN AUF DEM MOND - Luigi Bazzoni
BeitragVerfasst: 26.04.2016 15:03 
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fxsavini hat geschrieben:
Jetzt kommt das ABER (für das hier im Forum bestimmt der ein oder andere Steine wirft :mrgreen:): Mir gefällt die Musik in der deutschen Fassung besser! Ja, ist so, tatsächlich! Liegt's vielleicht an der Erst-Sichtung in deutscher Fassung?


Muss nicht unbedingt sein. Meine erste Sichtung erfolgte auch mit der Originalmusik und mir gefällt die deutsche Synchro-Mucke trotzdem viel besser. Über Geschmack lässt sich nun mal nicht streiten und ein falsch oder richtig gibt es da schon gar nicht. :)


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 Betreff des Beitrags: Re: SPUREN AUF DEM MOND - Luigi Bazzoni
BeitragVerfasst: 26.04.2016 15:04 
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Meine Welt bricht gerade zusammen. :(


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 Betreff des Beitrags: Re: SPUREN AUF DEM MOND - Luigi Bazzoni
BeitragVerfasst: 26.04.2016 15:10 
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italo hat geschrieben:
Meine Welt bricht gerade zusammen. :(


Ganz ruhig, italo. :mrgreen: Ist wie alles nur eine Geschmackssache. :)


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 Betreff des Beitrags: Re: SPUREN AUF DEM MOND - Luigi Bazzoni
BeitragVerfasst: 07.03.2017 19:30 
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Florinda Bolkan   in

SPUREN AUF DEM MOND

● LE ORME / SPUREN AUF DEM MOND (I|1975)
mit Peter McEnery, Ida Galli, Nicoletta Elmi, Caterina Boratto, John Karlsen, Rosita Torosh, Miriam Acevedo
Luigi Antonio Guerra, Feridun Çölgeçen, Franco Mango, Esmeralda Ruspoli sowie Klaus Kinski und Lila Kedrova
eine Produktion der Cinemarte
ein Film von Luigi Bazzoni


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»Ich bin noch niemals hier gewesen. Niemals!«

Die Übersetzerin Alice (Florinda Bolkan) wacht eines Morgens auf und beginnt ihren Tag ganz normal mit der Arbeit. Wenig später stellt sich jedoch heraus, dass sie einen Abgabetermin versäumt und sich vor Tagen unentschuldigt vom Arbeitsplatz entfernt hat. Alice ist vollkommen verwirrt, aber es scheinen tatsächlich 72 Stunden aus ihrem Gedächtnis gelöscht zu sein. Das einzige, woran sie sich erinnern kann, ist ein bizarrer Traum über einen zurückgelassenen Mann in einer Raumstation auf dem Mond. Merkwürdige Anhaltspunkte zeigen sich im Tagesverlauf, so auch eine Postkarte eines Hotels auf Garma, wo sie schließlich kurzentschlossen hinreist. Zu ihrer Verwirrung wird sie dort von mehreren ihr unbekannten Personen als eine Frau namens Nicole identifiziert, die angeblich vor mehreren Tagen dort gewesen sei...

»Das Experiment hat begonnen!« Als dieser frühe Satz fällt, hört es sich zunächst so an, als sei er lediglich auf die Handlung und die damit verbundenen Personen in "Spuren auf dem Mond" bezogen. Interessanterweise stellt sich im weiteren Verlauf jedoch heraus, dass es sich um eine ultimative Ankündigung, vielleicht sogar eine regelrechte Kampfansage für den Zuschauer handelt. Luigi Bazzoni macht alles, was zu seinem Film gehört, zum Gegenstand eines Experiments, was sich zweifellos auch auf diejenigen übertragen lässt, die damit beschäftigt sind, diesen komplexen, verwirrenden, aber gleichermaßen hoch interessanten Beitrag zu ordnen. Die Frage nach Ursache und Wirkung dominiert das Geschehen, auch der ständige Impuls, entschlüsseln, verstehen und deuten zu wollen, erweist sich als Basis für dieses so unerhört elegant wirkende Mosaik, dessen Zusammensetzung dem Empfinden nach manchmal fast über die Grenzen des Machbaren hinausgeht. Die zentrale Figur des Geschehens ist die Simultandolmetscherin Alice Cespi, die den Verlauf unausweichlich dominieren wird. Als sie eines Morgens aufwacht, stellt sich nach und nach heraus, dass ihr unerklärlicherweise drei komplette Tage in der Erinnerung fehlen, die plötzlich aus ihrem Gedächtnis gelöscht sind. Vom Eindruck her hat man es mit einer gefasst wirkenden, pragmatisch veranlagten Frau zu tun, doch es werden Personen ihres Umfeldes sein, die andere Facetten reflektieren. Ob Arbeitskollegin, Vorgesetzte oder eine Freundin - das Bild fängt an zu bröckeln. So soll Alice während einer Übersetzung ohne Angabe von Gründen fluchtartig den Arbeitsplatz verlassen haben. Auch ihre eigenen Aussagen zeichnen eine Person mit massiven Versagensängsten, die sich in erster Linie mit ihrer Tätigkeit als Kabinendolmetscherin in Verbindung bringen lässt, die eine hohe physische und psychische Belastung darstellt.

Der Fachterminus Décalage, der aus dem Bereich des Simultandolmetschens stammt, lässt sich spielend auf ihren Alltag und die jetzige Situation übertragen. Gemeint sind die Verschiebungen in ihrer eigenen Realität, die Diskrepanz zwischen Illusion und Wirklichkeit, die Unterschiede in der Eigen- und Fremdwahrnehmung, sowie die Differenzen im Rahmen ihrer mentalen Verfassung. Es fällt schließlich der Begriff »Perfektionsbesessenheit«, der bei dem Blick auf diese Frau möglicherweise einen bevorstehenden Kollaps impliziert. Oder ist es längst schon so weit gewesen? Kippt Alice schlicht und einfach unter den hohen Anforderungen einer unerbittlichen Gesellschaft um? Ist sie möglicherweise ein Opfer ihrer selbst? Die Geschichte verweigert hierzu sämtliche Erklärungen und ein ausladender Verlauf schildert den mühsamen Aufschluss dieser rätselhaften Angelegenheit, der dem Zusammentragen eines Scherbenhaufens gleichkommt. Beim Ordnen der Lage bleibt die Erinnerung an die im Vorspann gezeigten Bilder vom Mond, die so vollkommen konträr zur sich aufbauenden Handlung stehen. Als die Protagonistin im Gespräch mit einer Kollegin selbst die gedankliche Brücke zu diesen Eindrücken und dem Titel von Luigi Bazzonis Film schlägt, wird man hellhörig und ist an jeder kleinsten Information interessiert. Irritiert nimmt man die Erklärungen über einen Film zur Kenntnis, den Alice vor vielen Jahren gesehen hatte und der den Titel "Spuren auf dem Mond" trug. Dieser soll nach eigenen Angaben so strapaziös und beängstigend gewesen sein, dass sie ihn seinerzeit nicht durchstehen konnte, doch mittlerweile sind diese Bruchstücke der Erinnerung wieder Gegenstand ihrer Träume. Für den Moment sind die außerirdischen Szenen damit zwar noch nicht erklärt, aber zumindest gerechtfertigt und es baut sich eine massive Getriebenheit von Alice auf, die die aufklärende Funktion selbst in die Hand nehmen wird.

Das Szenario geht ein interessantes Wechselspiel mit Florinda Bolkan ein. Einerseits dominiert die Brasilianerin das Geschehen sehr intensiv, um im Wechsel jedoch von den Rahmenbedingungen dominiert zu werden. Diese Maßnahme erweist sich immer mehr als treibende Kraft, denn Zweifel werden geschürt, um sie unmittelbar im Anschluss wieder zu verwerfen, bis sie in mehrfacher Potenz wieder auftauchen können. Dem Zuschauer ist unklar, ob man den Augen von Alice trauen kann, ob man ihre Gedanken und Recherchen für bare Münze nehmen sollte, ob sie Opfer eines doppelten Spiels wurde, oder ob sie einfach nur Schimären nachjagt. Je konsequenter die verwirrenden Elemente aufgebäumt werden, desto fraglicher wird die Plausibilität des Ganzen. Betrachtet man die Mitte 30jährige Frau, liegt der Verdacht nahe, dass es sich um Folgen ihres unzumutbaren Lebenswandels handelt. Dies bedeutet jedoch nicht, dass es sich um einen klassischen Fall eines ausschweifenden Lebens handelt; eher das Gegenteil ist der Fall. Die Aufopferung für den Beruf brennt die ohnehin angeschlagene Frau aus. Kontakte, Gespräche und Alltag scheinen ausschließlich nur noch mit der Arbeit zu tun zu haben. Schlafstörungen und Erschöpfungszustände lassen Tablettenkonsum folgen, der allerdings nur darauf angelegt ist, die temporären Symptome zu kaschieren. Alice ist einsam und wirkt dementsprechend isoliert. In jeder Szene, in der sie vor einem Spiegel steht, kommt es zu deutlichen Gewissheiten. Sie schaut sich nicht an, sondern sieht durch sich durch und nicht das, was mit ihr passiert. Immer wieder schießen die Fragmente ihres Alptraums ein, die eine Art Kontrollzentrum und die mysteriösen Szenen vom Mond zeigen. Nach dieser auffällig intensiven Vorstellung der Hauptperson werden weitere Schritte von der Regie eingeleitet, die die Geschichte beinahe behutsam vorantreiben.

Eher beiläufig tauchen mehrere Indizien für die Eigenartigkeit der Situation auf, die allerdings nur aufgrund der Verwunderung von Alice ins Gewicht fallen. Ein verschwundener Ohrring, die zerrissene Postkarte eines Hotels, ein nicht zu identifizierendes gelbes Kleid mit Blutflecken darauf oder anonyme Anrufe, bis hin zu der unerklärlichen Tatsache, dass sie das Datum nicht weiß und ihr ganz offensichtlich 72 Stunden im Gedächtnis fehlen. Ein oberflächlicher Blick durch Alices Wohnung zeigt, dass sie offenbar recht gut situiert ist, dass es ihr materiell an nichts zu fehlen scheint. Dennoch wirkt die mittlerweile beunruhigte Frau unglücklich und mental ausgebrannt. Florinda Bolkan hat in Luigi Bazzonis Film sozusagen die darstellerischen Hoheitsrechte, denn keine Rolle kann ihr vom Umfang, aber auch von der präzisen Zeichnung her das Wasser reichen. Sie verbindet eine eigenartige Ruhe mit verborgener Hysterie, die ihre greifbaren Spitzen immer nur in Momenten der absoluten Verwirrung oder Verzweiflung erfährt. Ihr subtiles, abwartendes, beinahe hinhaltendes Schauspiel tut höchsten Ansprüchen Genüge, eben genau denjenigen, die der Film sich offenbar selbst gesetzt hat. Bolkan gewährt wenige Momente der Transparenz. Obwohl man als Zuschauer ihre zeitlich sehr begrenzte Amnesie teilen muss, fällt es aufgrund des hohen Distanzaufbaus ihrerseits entsprechend schwer, sich mit dieser Dame zu solidarisieren, auch wenn man in vielerlei Hinsicht dazu gezwungen wird. Florinda Bolkans hochklassige Leistung veredelt den Film in einer Weise, die absolut notwendig für das Funktionieren dieser Geschichte ist. Man folgt ihr zwar, aber nur unter Vorbehalten, man möchte ihr glauben, doch es ist kaum zu ignorieren, dass diffuse Zweifel an ihrer dramaturgischen Integrität bestehen. Eine hoch komplexe Anlegung der Rolle und die hervorragende Lösung dieser schwierigen Anforderung lassen einen jedoch buchstäblich den Hut vor ihr ziehen.

Da immer mehr Bruchstücke der Erinnerung auftauchen, begibt sich Alice auf eine Reise nach Garma und dies geschieht mit einer Zielstrebigkeit, die etwa vergleichbar mit der Anziehungskraft des Erdtrabanten auf Mondsüchtige ist. Dem Zuschauer und der Protagonistin ist klar, dass es sich um keinen Erholungsurlaub handeln wird. Zur allgemeinen Verwunderung scheint man die Frau dort tatsächlich zu kennen, doch eigenartigerweise wird sie von allen als Nicole identifiziert. Der Startschuss ist gegeben; immer mehr Bruchstücke der Erinnerung kehren zurück und die Aufarbeitung des unbekannten Elements, das auch gleichzeitig für Unbehagen, Gefahr und Angst steht, nimmt unberechenbare Züge an. Alices Albtraum reist in Form des Prototypen für beängstigende Eindrücke in persona von Klaus Kinski als Professor Blackmann mit, der die Intensität seines Auftritts im Rahmen kurzer Szenen bis ins Unerträgliche bündeln kann. Diese einschießenden Bilder in Schwarzweiß zeigen das Phantom mit Gesicht in demonstrativer Bedrohlichkeit. Er gibt stakkatoartige Anweisungen und Kinski delegiert ein im Dunkeln liegendes Element äußerst eindringlich, sodass ein großartiger Gesamteindruck zurückbleibt und er folglich permanent wie ein stahlblauer Schatten über der Protagonistin schwebt. Ohnehin tauchen fast ausschließlich Charaktere auf, deren Verhalten und Beweggründe nicht zu ordnen sind. Die Hauptattraktion in diesem Zusammenhang ist Kinderstar Nicoletta Elmi, deren Aura in gewissen Szenen kaum zu ertragen ist. Auch sie spricht Alice mit dem Namen Nicole an und behauptet, dass sie bereits vor Tagen vor Ort gewesen sei, wie es etliche andere Personen übrigens auch tun. Dem Mädchen wird allerdings nachgesagt, dass sie eine Neigung für Fantasiegeschichten habe, was die Verwirrung wie eine Platte wirken lässt, die einen Sprung hat, da sie immer und immer wiederkehrt.

Auf Alice bezogen, baut sich dem Empfinden nach eine Doppelrolle auf, die allerdings jeweils keine wirkliche Identität herzugeben weiß. Zusätzlich wird eine Art Plausibilitätsprinzip permanent hergestellt, um es im selben Moment wieder zu unterwandern. Dieses Hin und her wirkt überaus zermürbend und stellt den Optimismus auf eine harte Probe, denn ein Zweifel wird ausgeräumt, damit der nächste wie ein giftiger Pilz aus dem Boden schießen kann. Die Geschichte beschäftigt den Zuschauer mit einer strapaziösen Mehrfachanforderung, die ihn im übertragenen Sinne mit Alice auf eine Stufe stellt. Auch sie ist momentan, aber vor allem angesichts der hohen Erwartungen ihres Berufs, permanent mit einer Vielzahl an unterschiedlichen und schnell hintereinander einschießenden Reizen konfrontiert, die ab einem gewissen Zeitpunkt in keine Struktur mehr zu bringen sind. Vollkommen konträr dazu steht jedoch die Inszenierung, die trotz allem linear, geordnet und strukturiert wirkt. Zudem irritiert sie mit einer unerklärlichen Ruhe, die dem Gesamtbild kaum entsprechen möchte. Versehen mit vielen, im Verborgenen liegenden Botschaften, bietet Luigi Bazzoni insgesamt Kognitionskino auf allerhöchstem Niveau an. Ein gutes, aber auch eines der vielen Beispiele ist das Bild eines Pfaus, den man in mehreren Einstellungen auf einem großen Bleiglasfenster zu sehen bekommt. Aufgrund der Symbolik Unsterblichkeit und Stolz, wartet man in diesem Setting förmlich auf des Rätsels Lösung oder sogar auf einen Showdown, der jedoch in weiser Voraussicht in erschreckender Fa­çon bis zum beeindruckenden Finale aufgespart wurde. "Spuren auf dem Mond" präsentiert sich insgesamt als formvollendetes Gesamtpaket, bei dem höchstens seine zu ausladende Strategie zu bemängeln wäre. Einen solch minutiös geplanten und durchgeführten Aufbau bekommt man sicherlich nicht alle Tage zu sehen.

Im Szenario kann es effektiv oder eher naturgemäß niemand anderen geben als Florinda Bolkan. Dennoch runden sehr gelungene Auftritte von Peter McEnery, mit dem man gleichermaßen Rätsel und Lösungen erleben wird; Ida Galli, die entsprechend ihres reservierten Profils agiert und Lila Kedrova in einer darstellerischen und hoch wirkungsvollen Präzisionsleistung, das Geschehen bemerkenswert professionell ab. Zwischen all dem sich aufbäumenden, leisen Chaos, schmeichelt die Kamera mit unheimlich schönen Bildkompositionen, stilechten Schauplätzen, begleitenden Details und hochwertigen Sets, die im Ganzen eine beeindruckende Eleganz verleihen. In diesem Zusammenhang fällt die besondere Struktur des Gezeigten auf, die sich auch durch hartnäckige Antagonisten wie beispielsweise psychologische Unruhe, den Rand der Verzweiflung oder getriebene Hektik nicht aufheben lässt. Bei Luigi Bazzonis "Spuren auf dem Mond" bleiben erlesene Eindrücke zurück, die den Zuschauer beschäftigen, in ihm nachwirken und ihn fordern, aber auch die Frage nach der eigentlichen Botschaft. Der Verlauf offeriert eine Vielzahl von Interpretationsmöglichkeiten, die das breite Spektrum der menschlichen Psyche hergibt. Traum und Trauma, Wahn und Realität, Sehnsucht und Abwehrmechanismen, Ursache und Wirkung, Beklemmung und Befreiung; die Liste ist lang. Da der Film sich auf alternativ angelegten und eher ungewöhnlichen Ebenen anbietet und so gut wie ganz auf zeitgemäßes Spektakel oder plakative Inhalte verzichtet, ist es wahrscheinlich, dass die über weite Strecken ruhige Gangart nicht jeden begeistern dürfte. Das Geheimnis des Erfolges liegt jedoch genau in dieser himmelschreienden Ruhe, unruhig machenden Diskretion und herauszögernden Strategie. Alles in Allem konnte "Le orme" einen exzellenten Eindruck hinterlassen; nicht zuletzt, weil ein Mysterium aufrecht erhalten wird.


— ITALO-CINEMA —


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 Betreff des Beitrags: Re: SPUREN AUF DEM MOND - Luigi Bazzoni
BeitragVerfasst: 07.03.2017 20:19 
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@Prisma

Sehr schöne Review. Aber ich hoffe dass Du Dir den Film in Englisch oder Italienisch angesehen hast, weil die Wirkung der original Filmmusik den Film noch um ein paar Nummern steigert. Zusätzlich hat man in Englisch noch die originalen Stimmen aller Darsteller.


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 Betreff des Beitrags: Re: SPUREN AUF DEM MOND - Luigi Bazzoni
BeitragVerfasst: 07.03.2017 21:53 
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Danke! :)

italo hat geschrieben:
Aber ich hoffe dass Du Dir den Film in Englisch oder Italienisch angesehen hast

Ja, das habe ich natürlich gemacht, schon alleine wegen des musikalischen Vergleichs und der Originalstimmen.
Allerdings finde ich die deutsche Fassung insbesondere in diesen zwei Bereichen tadellos, habe da echt nichts auszusetzen.
Im Gegenteil; ich sehe für dort sogar die Steigerung für mich persönlich, zumal mir die Musik sehr gut, beziehungsweise besser gefällt.


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 Betreff des Beitrags: Re: SPUREN AUF DEM MOND - Luigi Bazzoni
BeitragVerfasst: 07.03.2017 23:27 
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Seh ich auch so. An der deutschen Version hab ich nichts auszusetzen. Und die Musik dieser Version, empfinde ich auch als passender, obwohl es nicht die originale Musik ist.

Und bei dem Koch Media Set gefällt mir der "Bonusfilm" "Lady Of The Lake" sogar besser.

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Zensor, der - Beamter gewisser Regierungen, dessen Aufgabe es ist, geniale Werke zu unterdrücken. In Rom war der Zensor
ein Inspektor der öffentlichen Moral; die öffentliche Moral moderner Nationen verträgt jedoch keinerlei Inspektion.
(Ambrose Bierce - Des Teufels Wörterbuch, 1911)


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 Betreff des Beitrags: Re: SPUREN AUF DEM MOND - Luigi Bazzoni
BeitragVerfasst: 07.03.2017 23:41 
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Malastrana hat geschrieben:
Und bei dem Koch Media Set gefällt mir der "Bonusfilm" "Lady Of The Lake" sogar besser.


Mir auch!
Der Film ist wirklich ganz großes Tennis!


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 Betreff des Beitrags: Re: SPUREN AUF DEM MOND - Luigi Bazzoni
BeitragVerfasst: 07.03.2017 23:45 
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Malastrana hat geschrieben:
Und bei dem Koch Media Set gefällt mir der "Bonusfilm" "Lady Of The Lake" sogar besser.

Das hört sich ja wirklich vielversprechend an.
Da mir "Spuren auf dem Mond" schon außerordentlich gut gefallen hat, bin ich jetzt richtig gespannt, da ich mir "Lady of the Lake" bisher noch gar nicht angeschaut habe.
Kein Mensch weiß eigentlich warum? :lol:


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 Betreff des Beitrags: Re: SPUREN AUF DEM MOND - Luigi Bazzoni
BeitragVerfasst: 08.03.2017 02:02 
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Also ich kann es nicht verstehen wie man das billige Gedudel der deutschen Fassung besser finden kann als den unglaublich atmosphärischen Originalsoundtrack. Rein qualitativ betrachtet ist das doch schon eine ganz ganz andere Liga als die deutschen 80er TV Musik Klänge. Na ja, wer auf Trash steht.


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 Betreff des Beitrags: Re: SPUREN AUF DEM MOND - Luigi Bazzoni
BeitragVerfasst: 08.03.2017 02:05 
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Prisma hat geschrieben:
Malastrana hat geschrieben:
Und bei dem Koch Media Set gefällt mir der "Bonusfilm" "Lady Of The Lake" sogar besser.

Das hört sich ja wirklich vielversprechend an.
Da mir "Spuren auf dem Mond" schon außerordentlich gut gefallen hat, bin ich jetzt richtig gespannt, da ich mir "Lady of the Lake" bisher noch gar nicht angeschaut habe.
Kein Mensch weiß eigentlich warum? :lol:



LADY OF THE LAKE ist unglaublich atmosphärisch und hat eine sehr schöne schwarz weiß Optik. FOOTPRINTS halte ich aber für um Längen besser.
Rein theoretisch dürfte speziell Dir FOOTPRINTS besser gefallen, auch wenn Du LADY sicherlich gut finden wirst. Ich denke dass die starke Frauenfigur Florinda Bolkan besser in Dein Raster passt. Ob ich richtig liege weiß ich natürlich nicht aber ich würde es zumindest anhand dessen was ich von dir kenne so einschätzen. Bin gespannt ob ich richtig oder falsch liege.


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 Betreff des Beitrags: Re: SPUREN AUF DEM MOND - Luigi Bazzoni
BeitragVerfasst: 08.03.2017 12:28 
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italo hat geschrieben:
Na ja, wer auf Trash steht.


...sagt Mr. "Dario Argentos Dracula - 10/10" italo

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Zensor, der - Beamter gewisser Regierungen, dessen Aufgabe es ist, geniale Werke zu unterdrücken. In Rom war der Zensor
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 Betreff des Beitrags: Re: SPUREN AUF DEM MOND - Luigi Bazzoni
BeitragVerfasst: 08.03.2017 12:50 
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Verstehe ich auch nicht, dass hier plötzlich der Begriff Trash eingeworfen wird.
Diejenigen, die beide Versionen gut finden und die Alternative halt besser, haben doch eindeutig mehr gewonnen.


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 Betreff des Beitrags: Re: SPUREN AUF DEM MOND - Luigi Bazzoni
BeitragVerfasst: 08.03.2017 13:35 
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Nein, bitte diese Diskussion nicht noch einmal!!!!! Wir wissen alle, das Italo mit der deutschen Musik von SPUREN AUF DEM MOND ein Problem hat, und wir wissen auch dass da keinerlei Verständnis zu bekommen ist wenn man die Mukke auch nur halbwegs erträglich findet. Geschweige denn gut. Wurde alles tausendmal durchgekaut und ist NICHT MEHR LUSTIG!

Viel mehr würde mich ebenfalls interessieren, wie Prisma die DAME AUS DEM SEE findet. Ich glaube nämlich auch, dass der Film genau in sein Beuteschema passt, und möchte ihn jetzt noch ein wenig anspitzen damit er sich den Film recht bald mal anschaut ;)

Und ebenfalls würde mich interessieren wann der schmerzlich vermisste Malastrana sich mal wieder häufiger blicken lässt. :a013:

_________________
Die Umschreibung Neuentdeckung [...] ist natürlich nur eine äußerst persönliche Färbung, denn es handelt sich um ein Spektakel innerhalb der ganz eigenen Filmwelt. Die Suche nach Input, nach Neuem, und die Offenherzigkeit gegenüber Genres und Filmen jeder Art, führen mich immer wieder zu solchen Etappen, und auch wenn sich dieser Kreis niemals schließen wird, er erfährt mitunter durchaus erfreuliche Erweiterungen. (Prisma)


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 Betreff des Beitrags: Re: SPUREN AUF DEM MOND - Luigi Bazzoni
BeitragVerfasst: 08.03.2017 14:09 
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Schmutziger_Maulwurf hat geschrieben:
Ich glaube nämlich auch, dass der Film genau in sein Beuteschema passt, und möchte ihn jetzt noch ein wenig anspitzen damit er sich den Film recht bald mal anschaut

Ist bereits geschehen. Ich werde mich demnächst dann gierig auf die Beute stürzen! :D


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 Betreff des Beitrags: Re: SPUREN AUF DEM MOND - Luigi Bazzoni
BeitragVerfasst: 08.03.2017 14:15 
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Schmutziger_Maulwurf hat geschrieben:
und wir wissen auch dass da keinerlei Verständnis zu bekommen ist wenn man die Mukke auch nur halbwegs erträglich findet.



Ganz genau richtig! :jc_goodpost:


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 Betreff des Beitrags: Re: SPUREN AUF DEM MOND - Luigi Bazzoni
BeitragVerfasst: 08.03.2017 19:26 
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Prisma hat geschrieben:
Verstehe ich auch nicht, dass hier plötzlich der Begriff Trash eingeworfen wird.
Diejenigen, die beide Versionen gut finden und die Alternative halt besser, haben doch eindeutig mehr gewonnen.

Genau so sehe ich die Sachlage auch :dh:
Mag in diesem Fall übrigens beide Fassungen sehr...


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 Betreff des Beitrags: Re: SPUREN AUF DEM MOND - Luigi Bazzoni
BeitragVerfasst: 09.03.2017 13:40 
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Richie Pistilli hat geschrieben:
Prisma hat geschrieben:
Verstehe ich auch nicht, dass hier plötzlich der Begriff Trash eingeworfen wird.
Diejenigen, die beide Versionen gut finden und die Alternative halt besser, haben doch eindeutig mehr gewonnen.

Genau so sehe ich die Sachlage auch :dh:
Mag in diesem Fall übrigens beide Fassungen sehr...


Ich würde zwar nicht sagen, dass mir eine der beiden Versionen besser gefällt, aber es verhält sich bei mir dergestalt, dass ich sie beide sehr schätze.

Mir gefällt eine Diskussionskultur einfach nicht, die auf eine solche Weise, wie von italo geschehen, die Meinung des Gegenübers entwertet.

Doch genau das tut man, wenn man sagt, dass die Ansicht eines Menschen der X statt Y lieber hat, nur(!) damit zu erklären sei, dass er "auf Trash steht". Dergleichen ist nicht nur unredlich, sondern auch in höchstem Maße unhöflich und auch respektlos.

Ich hoffe sehr italo, dass du diese Kritik nicht wieder versuchst dadurch zu entwerten, dass du sagst, ich hätte mich auf dich "eingeschossen" und wolle dir nur grundlos eins auswischen. Diese Chose haben wir hinter uns und dsbzgl. alles, so meine ich zumindest, aus dem Weg geräumt.

Du hast dich hier auf eine Weise verhalten, die meiner Ansicht nach Kritik verlangt. Mehr nicht. Nicht falsch verstehen: Es geht mir nicht darum, ein Politikum aus der Sache zu machen und sie größer zu machen als sie ist. Aber diese Art der an den Tag gelegten Diskussionskultur ist nun einmal eine, die mir nicht gefällt. Und dies verschweige ich nicht. Um nicht mehr, aber auch nicht weniger geht es mir mit diesem Beitrag.

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 Betreff des Beitrags: Re: SPUREN AUF DEM MOND - Luigi Bazzoni
BeitragVerfasst: 09.03.2017 14:04 
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Don Ricuzzo hat geschrieben:
Ich würde zwar nicht sagen, dass mir eine der beiden Versionen besser gefällt, aber es verhält sich bei mir dergestalt, dass ich sie beide sehr schätze.






Selbstverständlich kann jeder gut finden was er möchte aber sicherlich kann man die "Wertigkeit" der beiden Musiken ganz klar an der Machart unterscheiden.
In der englischen und italienischen Version hat der Film eine hochwertige Filmmusik und dies stellen die 80er Jahre Synthie Einspielungen keinesfalls dar.
Das hat dann auch nichts mehr mit dem Geschmack sondern mit der "Wertigkeit" zu tun.
Es gibt Leute, denen schmeckt ein Cheeseburger bei McDonalds genauso gut wie ein Filet Steak in einem hochwertigen Steakhouse, das muß ich akzeptieren aber trotzdem muß ich kein Verständnis dafür haben.
Zusätzlich schwingt natürlich eine gewisse Emotion mit weil der Film einer meiner Lieblinge ist aber andererseits stellen sich mir die Nackenhaare zu Berge, wenn ein "nachweislich billiger Soundtrack" über eine Filmmusik von einem Oscarpreisträger (Nicola Piovani / Das Leben ist schön) gestellt wird. Horrible.
Ihr könnt gerne McDonalds über ein hochwertiges Steakhouse stellen aber über die Qualität lässt sich einfach nicht streiten.


Lieber Don, ich habe überhaupt kein Problem mit Dir. Im Gegenteil. Ehrlich! :)





Übrigens stehe ich bei JUNGFRAU IN DEN KRALLEN VON ZOMBIES auch auf den saubilligen Synthie Soundtrack und ziehe sie der originalen Filmmusik von Bruno Nicolai vor. Ich bin mir aber trotzdem bewusst, dass der Synthie Soundtrack eigentlich sauschlecht ist und bei mir nur wegen den verwendeten Harmonien und der flächigen Umsetzung reinhaut. Trotzdem würde ich niemals auf die Idee kommen, den Soundtrack als besser zu bezeichnen, auch wenn er mir besser gefällt.


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 Betreff des Beitrags: Re: SPUREN AUF DEM MOND - Luigi Bazzoni
BeitragVerfasst: 09.03.2017 14:39 
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Auch, wenn es natürlich auf eine Hand liegt, dass eine Wertigkeitsdebatte im Kosmos Kunst schwierig ist, verstehe ich, was dein Punkt ist.

Wenn mir jemand erzählte, dass Tom Clancy ein besserer Autor als Thomas Mann wäre, würde ich auch verwundert dreinblicken.

Erzählte mir diese Person allerdings, dass sie Clancy schlicht spannender fände und sie ihn daher lieber mögen würde, dann wäre das eben einfach so. Oder, wenn sie sagte, dass Clancys Stil sie eben mehr anspräche.
Problematisch wäre es allerdings, wenn ich dann erwidern würde, dass man dies ja nur so sehen kann, wenn man auf miserable Literatur steht. Nur darum ging es mir eben, italo.

Hättest du es gleich so formuliert, wie in deinem aktuellen Beitrag, hätte ich mich gar nicht eingemischt, da ich dann deinen Punkt verstanden hätte.

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 Betreff des Beitrags: Re: SPUREN AUF DEM MOND - Luigi Bazzoni
BeitragVerfasst: 09.03.2017 14:52 
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Don Ricuzzo hat geschrieben:
Auch, wenn es natürlich auf eine Hand liegt, dass eine Wertigkeitsdebatte im Kosmos Kunst schwierig ist, verstehe ich, was dein Punkt ist.

Wenn mir jemand erzählte, dass Tom Clancy ein besserer Autor als Thomas Mann wäre, würde ich auch verwundert dreinblicken.

Erzählte mir diese Person allerdings, dass sie Clancy schlicht spannender fände und sie ihn daher lieber mögen würde, dann wäre das eben einfach so. Oder, wenn sie sagte, dass Clancys Stil sie eben mehr anspräche.
Problematisch wäre es allerdings, wenn ich dann erwidern würde, dass man dies ja nur so sehen kann, wenn man auf miserable Literatur steht. Nur darum ging es mir eben, italo.

Hättest du es gleich so formuliert, wie in deinem aktuellen Beitrag, hätte ich mich gar nicht eingemischt, da ich dann deinen Punkt verstanden hätte.



Wenn mir jemand erzählt dass der Cheeseburger, der ja auch Trashfood ist, besser schmeckt als das Filet Steak, dann schüttele ich halt mit dem Kopf. Natürlich können die Leute ins McDonald gehen aber wenn Sie dann noch sagen es sei besser als das Steakhaus muß ich halt was dazu sagen. :mrgreen:


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