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 Betreff des Beitrags: ...UND MORGEN FAHRT IHR ZUR HÖLLE - Alberto De Martino
BeitragVerfasst: 13.03.2011 22:30 
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OT: Dalle Ardenne all'inferno (1967)

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Drei Amerikaner fliehen 1945 aus einem Gefangenenlager in Amsterdam und verbünden sich mit Widerstandskämpfern und der Frau eines deutschen Generals, die in Wirklichkeit Jüdin ist. Ihr Ziel: wichtige Dokumente und Diamanten aus einem Wehrmacht-Stützpunkt zu entwenden...

Handwerklich solider, glattgebügelter, vor allem aber grottenlangweiliger Caper vor Kriegshintergrund. Genau bei solchen Machwerken lernt man den sogenannten Trash erstmal wieder richtig zu schätzen. Wenn nicht gerade Leerlauf herrscht, dann nerven dick aufgetragener Pathos und Kitsch-Einlagen. Selbst Größen wie Adolfo Celi hinterlassen kaum einen Eindruck und als ich die Namen Ennio Morricone und Bruno Nicolai im Vorspann gelesen habe, hätte ich wenigstens auf musikalischer Ebene deutlich mehr erwartet.

Ich liebe das Italo-Kino und beurteile daher, ob ich nun will oder nicht, wahrscheinlich meistens sehr wohlwollend, aber bei solchen Graupen kommt jedes Schönreden zu spät.


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 Betreff des Beitrags: Re: INFERNO IN DEN ARDENNEN - Alberto De Martino
BeitragVerfasst: 14.03.2011 09:41 
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Also ich weiß nich... Von Alberto De Martino, mit Curd Jürgens, Adolfo Celi und Frederick Stafford... da muß doch noch etwas Ansehbares drinstecken...? Wenn ich den mal zu packen krieg, bekommt er von mir auf jeden Fall ne Chance.

Gruß, G.


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 Betreff des Beitrags: Re: INFERNO IN DEN ARDENNEN - Alberto De Martino
BeitragVerfasst: 14.03.2011 15:44 
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Hast recht Chet, der Mittelteil ist ziemlich langweilig geraten...

Curd Jürgens ist natürlich spitze und dieser SS Mann der ihm im nacken sitzt hat auch profil! Über Adolfo Celi braucht man auch nicht viel sagen, wie immer toll anzusehen der Mann! Aber hier bekommen die meisten nicht viel chancen ihr talent zu zeigen...
Viel Action bietet der Film nicht, einige szenen laden regelrecht zum gähnen ein!
Beim ersten mal ansehen, man kannte das ganze Szenario noch nicht , eigentlich ganz ok, aber beim zweiten mal gibts da nichts mehr was fesselt!
Schade eigentlich, die guten Schauspieler verschenkt..

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 Betreff des Beitrags: Re: INFERNO IN DEN ARDENNEN - Alberto De Martino
BeitragVerfasst: 05.07.2012 23:52 
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Die Besetzung ist natürlich ganz große Klasse. Ich habe eben die Kriegsfilmbox 2 bestellt (in der der Film enthalten ist)

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 Betreff des Beitrags: Re: INFERNO IN DEN ARDENNEN - Alberto De Martino
BeitragVerfasst: 10.07.2012 18:27 
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Alternativer Titel: Inferno in den Ardennen
Produktionsland: Italien, Frankreich, Bundesrepublik Deutschland
Produktion: Edmondo Amati
Erscheinungsjahr: 1967
Regie: Alberto De Martino
Drehbuch: Dino Verde
Kamera: Giovanni Bergamini
Schnitt: Otello Colangeli
Musik: Ennio Morricone, Bruno Nicolai
Länge: ca. 105 Minuten
Freigabe: FSK 16
Darsteller:
Frederick Stafford: Joe Mortimer
Daniela Bianchi: Kristina von Keist
Curd Jürgens: General Edwin von Keist
John Ireland: Captain O’Connor
Michel Constantin: Sgt Rudolph Petrowsky
Helmuth Schneider: SS-General Hassler
Howard Ross: Randall
Adolfo Celi: Luc Rollman
Fajda Nicol: Magda



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Die Amerikaner Joe Mortimer und Rudolph Petrowsky fliehen aus einem deutschen Gefangenenlager in Holland. Sie wollen nun die Diamanten die die Nazis in Amsterdam gelagert haben erbeuten und sich eine angenehme Zukunft zu sichern. Dieses halten sie allerdings gegenüber den Partisanen geheim, um deren Unterstützung zu bekommen.

Mit einer recht unterhaltsamen Musik laufen die Credits über den Bildschirm und enden mit dem visuellen Auftakt in Holland. Dabei geht es sehr gut zur Sache, ein Ausbruch und einige gute Dialoge lassen auf weiteres hoffen. Der erwartungsvolle Start reißt allerdings ab und es treten innerhalb Alberto De Martinos Film einige Längen auf. In diesem Fall muss man sich wirklich Gedanken machen ob ggf. etwas weniger nicht gleich mehr gewesen wäre?

„Für sie gibt es keine Zukunft, nur die Hölle!“

An den Darstellern liegt es allerdings nicht, dass der Film etwas dahingestreckt wirkt, ganz im Gegenteil. Es wäre auch schon verwunderlich, wenn dieser wirklich hervorragende Besetzungsstab nicht seinem erwartetem Wirken nachkommen würde.

Als da wären Curd Jürgens in der Rolle des General Edwin von Keist. Ein Soldat der des Kämpfens müde ist und der die Menschlichkeit in sich verankert hat. Der sympathische Swastika-tragende General einer Armee die dem Untergang nahe ist.

Doch was wäre ein Film aus den letzen deutschen Kriegstagen ohne einen richtigen Fiesling? Nichts! Aus diesem Grunde darf man sich immer wieder freuen wenn Helmuth Schneider in der Rolle des SS-General Hassler ins Bild kommt. Hassler hasst (wie der name schon sagt) die gesamte Menschheit und ist den Worten des Führers hörig. Eine Drecksau wie sie im Buche steht. Der Helmuth ist übrigens aus zahlreichen deutschen Heimatfilmen wie „Der Fischer vom Heiligensee“ „Drei Birken auf der Heide“, „Drei weiße Birken“ und und und bekannt. 1970 wirkte er in Barbonis „Django - Die Nacht der langen Messer“ mit.

Die Rolle unserer Hauptfigur Joe Mortimer oder Sesam wie er sich selbst gern nennt, wird von niemand Geringerem als (OSS 117) Frederick Stafford gespielt. Stafford macht seine Sache als scheinbarer Partisane und geldgieriges Schlitzohr recht ordentlich.

Adolfo Celi ist als Luc Rollman erwartungsgemäß eine Bank. Die weiblichen Parts werden von Daniela Bianchi (die stets jammernde Tatiana Romanova aus „From Russia with Love“) und Fajda Nicol dargeboten. Beide machen ihre Sache gut und wirken überzeugend ihn ihren Rollen

Das Finale birgt noch das ein oder andere Highlight, allerdings wird dieses auch zu lang dahin gezogen, so dass wir uns fast schon innerhalb der Anklänge einer Komödie verlaufen. Dieses hätte man sich sparen und innerhalb des Films die nötige Ernsthaftigkeit beibehalten sollen.

Fazit: Ein unterhaltsamer Film, der weniger von seinem Ablauf als von seinen guten Hautdarstellern leben kann. Gut gespielt, aber manchmal zu gestreckt.


6/10

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 Betreff des Beitrags: ...UND MORGEN FAHRT IHR ZUR HÖLLE - Alberto De Martino
BeitragVerfasst: 27.03.2017 18:47 
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Frederick Stafford   Daniela Bianchi   Curd Jürgens   John Ireland   in

...UND MORGEN FAHRT IHR ZUR HÖLLE

DALLE ARDENNE ALL'INFERNO / DE LA GLOIRE À L'ENFER / ...UND MORGEN FAHRT IHR ZUR HÖLLE (I|F|D|1967)
mit Michel Constantin, Helmuth Schneider, Howard Ross, Fajda Nicol, Anthony Dawson und Adolfo Celi
eine Produktion der Fida Cinematografica | Les Productions Jacques Roitfeld | Gloria | im Gloria Filmverleih
ein Film von Alberto De Martino


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»Für Sie gibt es keine Zukunft. Nur noch die Hölle!«

Den Soldaten der US-Army, Mortimer (Frederick Stafford) und Randall (Howard Ross), gelingt die Flucht aus einem deutschen Strafgefangenenlager in den besetzten Niederlanden. In Amsterdam wollen sie Mikrofilme und Diamanten in Millionenhöhe stehen, doch die Zeit drängt, da man sich kurz vor Ende des Krieges befindet und bereits alles vorbereitet wird, um das sinkende Schiff zu verlassen. Auf dem Weg zu den Zielobjekten paktieren sie mit dem einheimischen Widerstand, der unter der Führung des Partisanen Luc Rollman (Adolfo Celi) steht. Aufgrund eines dunklen Geheimnisses in der Vergangenheit von Kristina von Keist (Daniela Bianchi), deren Mann Edwin (Curd Jürgens) General bei der Wehrmacht ist, kann sie dazu bewegt werden, den Partisanen geheime Informationen über den Aufbewahrungsort der Diamanten zu beschaffen. Doch es wird auch an anderen Fronten gekämpft. SS-General Hassler (Helmuth Schneider) und General von Keist führen einen unerbittlichen, internen Machtkampf aus, der eine Katastrophe heraufzubeschwören droht...

Alberto De Martino kann als einer der Regisseure angesehen werden, die sich nahezu jedem Genre verpflichteten und mitunter beachtliche Arbeiten für das Gros des Unterhaltungskinos zustande brachten. Mit seinem starbesetzten Kriegsfilm "...und morgen fahrt ihr zur Hölle" aus dem Jahr 1967, blickt man auf einen spannenden und atmosphärisch dicht gestalteten Ausstattungsfilm, der neben dem Hauptthema viele unterschiedliche Inhalte aufgreift, somit einen breit gefächerten Abwechslungsreichtum innerhalb des naturgemäß bestehenden Kriegskorsetts anbietet. Der schnelle Einstieg schildert die gefährliche Flucht aus einem deutschen Kriegsgefangenenlager in den Niederlanden sehr eindringlich und legt den Grundstein für Spannung, Action und Tempo, was den kompletten Verlauf bestimmen wird. In den gleichen Momenten stellen sich die Hauptpersonen jeder Seite praktischerweise selbst vor und gleichzeitig werden die unbequemsten Gegenspieler und rücksichtslosen Vertreter der Kriegsmaschinerie gebrandmarkt . De Martino legt im Rahmen der Konstellationen jedoch wert auf Differenzierungen, was insbesondere bei den Generälen Hassler und von Keist deutlich wird. Obwohl sie eigentlich auf der gleichen Seite operieren, präsentiert sich einerseits ein rücksichtsloser, aggressiver und bestialischer SS-Fanatiker des deutschen Gedanken, auf der anderen Seite blickt man auf einen resignierten Offizier, der weiß, dass das Ende nah ist und sich die Illusionen vom Endsieg nicht erfüllen werden. Alleine diese Konfrontation der gegensätzlichen Ideale bietet genügend Sprengstoff und es ist interessant zu sehen, wer sich tatsächlich auf einem Schleudersitz befindet. Die konspirativen Machenschaften von Flüchtigen und Partisanen wirken im frühen Stadium bereits so, als beschwören sie eine unausweichliche Katastrophe herauf, sodass es kaum zu Atempausen in der ausgewogenen Geschichte kommt.

Die sympathischen Helden dieses Manövers sind die flüchtigen Kriegsgefangenen Frederick Stafford und Howard Ross, die jederzeit von der tödlichen Gefahr eingeholt werden könnten, dementsprechend sehr authentisch agieren. Insbesondere der gebürtige Österreicher Stafford formt seine Figur sehr nachhaltig und stattet sie mit Cleverness, Charme und subtilem Humor aus, unterstützt außerdem bereitwillig eine vorprogrammierte Romanze, die sich mit der schönen Kristina von Keist, alias James-Bond-Darstellerin Daniela Bianchi anbahnt. Die Italienerin bereichert die Story nicht nur als Blickfang, sondern bietet ungewöhnlich feine Zwischentöne an, was ihrer Darbietung überdurchschnittlich viel Tiefe verleiht und in etlichen gleichartigen Filmen häufig zugunsten reißerischer Tendenzen weichen musste. Weitere Konturen bekommt die Geschichte durch Adolfo Celi, Michel Constantin oder John Ireland verliehen und diese globale Spiellaune lässt sich auch auf der Seite der Hauptakteure im Wehrmachts- und SS-Lager finden. Obwohl es gerade die Skizzierungen der deutschen Akteure in solchen Beiträgen sind, die Dichte und Glaubhaftigkeit miteinander vereinen und es ein großes Vergnügen ist, bestimmte Schauspieler zu sehen, darf vielleicht ein wenig kritisch angemerkt sein, dass der internationale Film gerade deutsche Stars gerne Klischee-Buchungen auferlegte, was in vielen Fällen verschwenderisch wirkt. Hier entwickelt sich die Verpflichtung von Curd Jürgens und Helmuth Schneider als regelrechter Coup, da sich die beiden Mimen gegenseitig mit hochklassigem Schauspiel übertrumpfen. Curd Jürgens thematisiert das, was viele der hohen SS-Offiziere nicht wahrhaben wollen: »Wir sind am Ende, wir haben den Krieg verloren!« Seine Resignation provoziert SS General Hassler, der sich direkt mit einer Vergeltungsmaßnahme am Anfang des Films vorgestellt hatte, indem er 30 holländische Zivilisten exekutieren ließ.

Permanent geraten die beiden Befehlshaber aneinander, denn von Keist billigt die kompromisslosen Methoden Hasslers nicht und wirft ihm vor, die Konfrontation nur voranzutreiben. Umgekehrt beschuldigt der SS-Offizier seinen Kollegen der Wehrmacht, er glaube nicht an die Idee und den Führer, sodass sich aus einem halbwegs kultivierten Umgang blinder Hass entwickelt. Starke Momente offenbaren sich generell in der darstellerischen Interaktion, die von hohen, gegenseitigen Widerständen bis deutlichen Annäherungen alles zu bieten hat. Für Dramatik sorgt schließlich eine hohe Anzahl von Opfern, insbesondere in der Riege der Sympathieträger, aber auch das Liquidieren der vielen unschuldigen Namenlosen kreiert eine zusätzlich bedrückende Atmosphäre. Die Dramaturgie an sich wirkt schlussendlich nicht außergewöhnlich, doch am wichtigsten ist, dass sie das Potential zum Mitfiebern bereitstellt. Sachliche Klänge von Ennio Morricone und Bruno Nicolai charakterisieren die vielen Gesichter des Krieges und veredeln jeden Moment mir passenden Arrangements. Auch auflockernde Töne spart sich das Szenario nicht auf, die sich jedoch alleine dadurch rechtfertigen, dass sie die ernste Thematik nicht aufweichen, sondern ein paar willkommene Hoffnungsschimmer aufweisen. Bemerkenswert ist die gute Ausstattung, insbesondere in Form von schwerem Kriegsgerät und pyrotechnischer Action, alles wirkt in diesem Zusammenhang authentisch und alles andere als sparsam aufgefahren. Insgesamt gesehen ist "...und morgen fahrt ihr zur Hölle" ein sehenswerter Kriegsfilm geworden, bei dem viel Aufwand betrieben wurde und dessen Inhalte nie zu kopflastig in eine Richtung gehen. Versehen mit einer sorgsam konstruierten Haupt- und Nebenhandlung und genügend Entfaltungsmöglichkeiten für die Charaktere, vergehen diese teils schweren, etwa 100 Minuten wie im Flug. Als Fazit darf also betont werden, dass man es mit einer der besseren Abhandlungen des Genres zu tun bekommt.


— ITALO-CINEMA —


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 Betreff des Beitrags: Re: ...UND MORGEN FAHRT IHR ZUR HÖLLE - Alberto De Martino
BeitragVerfasst: 09.04.2017 12:56 
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Hier noch ein paar Eindrücke zu Alberto De Martinos sehenswertem Film:

www.youtube.com Video From : www.youtube.com


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