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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Betreff des Beitrags: Re: DIE SICH IN FETZEN SCHIESSEN - Tanio Boccia
BeitragVerfasst: 09.01.2014 23:13 
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Heute Abend die Koch Media DVD gesichtet, nachdem ich vor langer Zeit mir einmal die VHS angesehen hatte. Der Film hat, wie auch Matalo, einige Längen, schafft es aber ab dem Zeitpunkt der Ankunft in der Geisterstadt durchaus zu fesseln. Alleine das ab dort genutzte Set, egal ob Innen- oder Außenaufnahmen, ob in der Stadt, in der italienischen Kiesgrube - die Dank einiger gelungener Kameraeinstellungen durchaus als Wüstenlandschaft durchgehen kann - oder in den extrem staubigen und verlassenen Häusern ist große Klasse.

Generell ist die gute Kameraarbeit zu loben, die einige wirklich schöne Einstellungen und Kamerafahrten in gut ausgewählten Locations präsentiert. Schauspielerisch ist das Ganze "nur" solide und meiner Meinung nach der Punkt, der Boccias Beitrag neben den experimentelleren Kameraeinstellungen hinter Matalo zurückfallen lässt. Dennoch mag ich diesen Genrebeitrag sehr und werde ihn nicht zum letzten Mal gesichtet haben.

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"Also was ist? Entschuldigt ihr euch bei Alfons oder soll ich euch für immer die Kopfschmerzen nehmen?"


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE SICH IN FETZEN SCHIESSEN - Tanio Boccia
BeitragVerfasst: 24.03.2014 17:50 
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Ich habe mir diesen Film eigentlich nur deswegen gekauft, weil er das Original von MATALO ist und da hab ich mir gedacht, wenn ich mir schon MATALO besorge, sollte ich auch DSIFS dazunehmen.
Es hat sich gelohnt.
Der Film ist gar nicht so auf Action konzentriert, sondern lebt von dieser ungewöhnlichen Atmosphäre.
Dazu wurden auch passende Settings gewählt, wie z.B. dieses heruntergekommene Hotel.
Aber trotz der Konzentration auf die Geschichte kommt die Brutalität nicht zu kurz. (Auspeitschung mit Revolvergürtel)
Was die Schießereien betrifft, die sind bis auf die Schießerei am Anfang recht ordentlich gemacht.
Das Finale ist auch sehr gut.
Von den Schauspielern hab ich außer Furio Meniconi (der m.E. eigentlich die Hauptrolle spielt), Massimo Righi und Maria Silva niemanden gekannt, aber zumindest die drei sind überzeugend.
Besonders hervorzuheben wäre Massimo Righi mit seiner irren Lache.
Die Musik, vor allem das Titellied, hat mir sehr gut gefallen.

Mal sehen wie MATALO ist, der hier hat mir gut gefallen.
8/10


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE SICH IN FETZEN SCHIESSEN - Tanio Boccia
BeitragVerfasst: 18.07.2014 19:06 
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Alternativer Titel: Kill the Wicked
Alternativer Titel: God Does Not Pay on Saturday
Produktionsland: Italien, Spanien
Produktion: Marcello Luchetti, Zeliko Kunkera, Eduardo M. Brochero
Erscheinungsjahr: 1967
Regie: Tanio Boccia
Drehbuch: Mino Roli
Kamera: Giuseppe Aquari
Schnitt: Fedora Zincone, Cleofe Conversi
Musik: Angelo Francesco Lavagnino
Länge: ca. 90 Min.
Freigabe: FSK 18
Darsteller:
Rodd Dana: Randall
Larry Ward: Benny Hudson
Furio Meniconi: Braddock
María Silva: Shelley
Daniela Igliozzi: Mary Masterson
Vivi Gioi: Molly Verner
Massimo Righi: Lester




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Braddock wird im letzen Moment vor dem Galgen bewahrt. Zusammen mit seinen Befreiern überfällt er eine Postkutsche. Einer der Befreier wird beim Überfall verletzt zurück gelassen. Braddock und Co. flüchten mit dem erbeuteten Gold in eine Geisterstadt, doch diese ist nicht so verlassen wie es zuerst scheint.

Bereits die Credits werden äußerst extravagant präsentiert und der Titelsong „The Price of Gold“ von Roberto Matano wird in den gesangslosen Parts gar von Beatmusik-Klängen dominiert. Ein vereinzelnd ungewöhnliches Klangschema für einen italienischen Western, der nicht allein deshalb ein ebenso ungewöhnliches Gesamtbild zu Tage bringt. Tanio Boccia der ein Jahr vor „Die sich in Fetzen schießen“ mit „Für eine Handvoll Blei“ einen sehr langweiligen Western drehte und in seiner Schaffensphase als Regisseur eigentlich nichts Besonderes zu Stande bekommen hat, trumpft mit „Die sich in Fetzen schießen“ dermaßen auf, dass man es kaum glauben kann.

„Die sich in Fetzen schießen“ zeichnet sich u.a. dadurch aus, dass der Film im Vergleich zu anderen Genreproduktionen einzigartig und speziell auf dem Sektor des italienischen Western ist. Nicht ohne Grund bekam der Film drei Jahre später unter der Regie von Cesare Canevari sein Remake in dem Canevari das Ganze noch überspitzte und zu einem (im übertragenden Sinne) LSD Trip werden ließ.

„Die sich in Fetzen schießen“ lässt (ähnlich wie „Willkommen in der Hölle“) den Zuschauer ca. 50% seiner Spielzeit mit den „Bösen“ allein. Der „Held“ kommt erst später hinzu und wo dieser herkommt und was dieser überhaupt beabsichtigte bleibt für immer ein Geheimnis. Egal, denn die bereits angesprochene „Fraktion der Bösen“ kann von der ersten Minute an die Sympathien auf ihre Seite ziehen. Das Highlight ist zweifelsohne María Silva als Shelley, die mit sehr ansprechenden Outfits und einer guten Portion Gemeinheit vor den restlichen Darstellern landet. Allerdings macht auch die weitere Besetzung einen guten Eindruck.

Die Kulissen sind sehr gut gewählt und gestaltet, diese vermitteln ein atmosphärisches Bild, das man eher aus einem anderen Genre kennt. Spinnweben paaren sich mit einer düsteren Stimmung und die Kamera kann gerade bei den Nachtaufnahmen für Bilder sorgen die man aus dem Horrorfilmbereich kennt und schätzt. Auch im Bereich der Brutalität lässt sich „Die sich in Fetzen schießen“ absolut nicht lumpen und es gibt mächtig viele Faustschläge und Tritte für wehrlose Opfer.

Fazit: Schon drei Jahre vor Matalo! baten Shelley und ihre Mannen den Teufel zu einem Tänzchen und dieses mündet schon fast in Stiefelpogo.

8,5/10

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE SICH IN FETZEN SCHIESSEN - Tanio Boccia
BeitragVerfasst: 12.01.2015 20:12 
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Gestern mal wieder gesichtet.

Schöner Film mit noch schöneren Lokations. Bleibe aber auch dabei, dass Larry Ward völlig fehlbesetzt ist.
Wundert mich auch, dass in der deutschen Version nicht bei Kinoaufführung gekürzt wurde. Gerade als Braddock mehrfach von Randall angeschossen wird,
hätte man im Vergleich zu anderen Vertretern einige Schnitte erwartet. Andererseits vielleicht dem Umstand geschuldet, dass er erst 1971 in die Kinos kam. Wer weiß.

Meine Bewertung weiterhin 7/10, etwas schlechter (aber dafür ganz anders) als Matalo. ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE SICH IN FETZEN SCHIESSEN - Tanio Boccia
BeitragVerfasst: 04.05.2017 15:15 
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Die Tage mal wieder gesehen (2. Sichtung, nach der VHS dieses mal die Koch DVD) und er ist weit in meiner Gunst gestiegen. Zun ersten mal kamen die wunderschönen locations und sets und die tolle Kameraführung zur Geltung . Selten hat Italien so gut ausgesehen. Aber da sieht man mal wieder wie viel Bildqualität- und format ausmachen. Nach wie vor ist es sehr schade dass man keine bekannteren bzw. Größere Stars im Cast versammelt hat. Das wirft den Film meiner ansicht nach auch so weit nach hinten, auch wenn sie sich mühe geben, ... aber das hilft ja alles nix wenn man nir begrenzt Talent hat, ne ?!
Das Ende ist richtig geil !!
So 7/10 würd ich jetzt auch geben

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE SICH IN FETZEN SCHIESSEN - Tanio Boccia
BeitragVerfasst: 04.05.2017 18:38 
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Italo-West-Fan hat geschrieben:
Nach wie vor ist es sehr schade dass man keine bekannteren bzw. Größere Stars im Cast versammelt hat. Das wirft den Film meiner ansicht nach auch so weit nach hinten, auch wenn sie sich mühe geben, ... aber das hilft ja alles nix wenn man nur begrenzt Talent hat, ne ?!

Ja, mein Gott, hat man eben Leute in Hauptrollen, die man sonst eher aus Nebenrollen kennt.
Zumindest Furio Meniconi macht seine Hauptrolle ja ganz ordentlich und ist alles andere als ein unbekannter Name für Italo-Fans und Massimo Righi sollte speziell den IW-Fans auch ein Begriff sein.


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE SICH IN FETZEN SCHIESSEN - Tanio Boccia
BeitragVerfasst: 04.05.2017 20:02 
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Ändert nichts an der Tatsache das es den Film nochmal in eine andere Liga gehoben hätte wenn man bekanntere und größere Stars um sich versammelt hätte (können)

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE SICH IN FETZEN SCHIESSEN - Tanio Boccia
BeitragVerfasst: 04.05.2017 20:55 
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Rod Dana hätte ich gerne öfter gesehen

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE SICH IN FETZEN SCHIESSEN - Tanio Boccia
BeitragVerfasst: 04.05.2017 21:07 
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Ich auch. Rod Dana ist schon ziemlich cool. In FÜR EINE HANDVOLL BLEI hat er mir auch sehr gefallen, er hat auch Charisma. Schade, dass er nicht mehr Italowestern gedreht hat. Wäre ein perfekter Eastwood Ersatz im Italowestern gewesen. Im übrigen hat Rod Dana auch das Titellied zum Film "Keinen Cent für Ringos Kopf" gesungen.


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE SICH IN FETZEN SCHIESSEN - Tanio Boccia
BeitragVerfasst: 07.05.2017 08:21 
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Ja, wenn er dann auch noch einen guten Sprecher wie Kindler bekommt

Besser als solcher Eier wie Richard Wyler

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE SICH IN FETZEN SCHIESSEN - Tanio Boccia
BeitragVerfasst: 07.05.2017 08:52 
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"Richard Wyler - unersättlich wie der Satan". Er ist so schlecht in diesem ohnehin grottenschlechten Film.

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE SICH IN FETZEN SCHIESSEN - Tanio Boccia
BeitragVerfasst: 07.05.2017 10:52 
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Genau. Richard Eyler wirkt einfach nur gelangweilt.

Aber Ken Clark ist auch nicht besser. Da ist sogar Anthony Steffen 100 mal besser.


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE SICH IN FETZEN SCHIESSEN - Tanio Boccia
BeitragVerfasst: 27.07.2017 21:48 
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#6 Nachdem ich gestern "Für eine Handvoll Blei" angesehen habe musste heute Tanio Boccias "Die sich in Fetzen schießen" folgen. Dieser Boccia hier gefällt mir jedenfalls besser.
Das Setting mit der Geisterstadt ist ungewöhnlich und äußerst gelungen. Die dazu passende Geräuschkulisse gepaart mit der stellenweise gruseligen Musik erledigen dann den Rest. Die Atmosphäre die dadurch aufkommt ist wirklich spitze.
Die relativ unbekannten Darsteller erledigen ihren Job ganz gut und der Titel-Song ist ein absoluter Ohrwurm.
Jedoch plätschert der Film meiner Meinung nach etwas lahm vor sich hin.
Bin daher etwas zwiegespalten was die Wertung angeht. 6/10 Punkten vergebe ich, aber die Wertung fällt mir wirklich schwer.
Jedenfalls gefällt mir der Film auch besser als Matalo. Mit dem konnte ich damals garnix anfangen.

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it just means that a million people are stupid as fuck


Zuletzt geändert von Djabartana am 24.08.2017 12:33, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE SICH IN FETZEN SCHIESSEN - Tanio Boccia
BeitragVerfasst: 28.07.2017 20:30 
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Djabartana hat geschrieben:
Die relativ unbekannten Darsteller erledigen ihren Job ganz gut und der Titel-Song ist ein absoluter Ohrwurm.

Na ja, so ganz trifft das aber auch wieder nicht zu, hm?
Zumindest für Italo-Fans sollten Leute wie Furio Meniconi oder Massimo Righi keine Unbekannten sein.


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