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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Betreff des Beitrags: Re: NIGHT OF THE LIVING DEAD - DIE NACHT DER LEBENDEN TOTEN - George A. Romero
BeitragVerfasst: 26.07.2017 17:08 
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TRAXX hat geschrieben:
(selbst die anmaßende Gülle, die italo hier und da absondert!)


Riech meine Faust! Die riecht nach Tod! :sauerlilac: :dfbboygrimasse:


Zuletzt geändert von italo am 26.07.2017 17:16, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: NIGHT OF THE LIVING DEAD - DIE NACHT DER LEBENDEN TOTEN - George A. Romero
BeitragVerfasst: 26.07.2017 17:10 
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Sbirro Di Ferro hat geschrieben:
Dr. Zombi hat geschrieben:
italo hat geschrieben:
Übrigens hat es Fulci bestimmt nicht besser gemacht. Romeros Zombie Trilogie ist auf einem ganz anderen Niveau als jeder Fulci Film in dem ein paar Zombies auftauchen. Das ist ein echter Klassenunterschied.



In der Tat. Fulci ist einer der genialsten Filmemacher überhaupt, und Romero hat ein paar nette Filme gemacht. Verstehe auch nicht, wie man die zwei überhaupt in einem Atemzug nennen kann.

:handshake: :hutheben: :prost23:



Ähm Sbirro, den Durchblick hast Du echt nicht so ganz?
Dr. Zombi meint das ironisch und ist "nicht" Deiner Meinung. :lol:


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 Betreff des Beitrags: Re: NIGHT OF THE LIVING DEAD - DIE NACHT DER LEBENDEN TOTEN - George A. Romero
BeitragVerfasst: 26.07.2017 17:15 
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Ohne diesen Film würde es Zombie Filme, Serien, Merchandise so wie wir es kennen NICHT geben.

Der Carpenter hatte damals schon recht, als er sagte "dass TWD die Lorbeeren von Romero ernetet".

Romero hat Zombies Salon fähig gemacht.

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 Betreff des Beitrags: Re: NIGHT OF THE LIVING DEAD - DIE NACHT DER LEBENDEN TOTEN - George A. Romero
BeitragVerfasst: 26.07.2017 18:31 
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Romeros NIGHT OF THE LIVING DEAD wird wegen seiner neuartigen Darstellungsweise in Sachen Grausamkeit ja oft als politische Parabel auf den Vietnamkrieg interpretiert; wobei am auffälligsten natürlich der Bruch in der damaligen Konvention ist, hier nun einen afroamerikanischen Darsteller als Helden einzusetzen, während die typische amerikanische Familie (der weiße USA-Mittelstand), besonders das Familienoberhaupt, ziemlich unsympathisch inszeniert wird; der Heldenstatus ist dann auch nur ein trügerischer, da der Held - der Afroamerikaner - zum Schluss von einer paramilitärischen (weißhäutigen) Gruppe erschossen wird - ich denke schon, dass dies alles Aspekte sind, die Romeros Film im damaligen Kontext einzigartig und herausragend machen;
warum der Film auch heute noch so gut auf mich wirkt, dies sind dann wohl die Bezüge zur Popkultur und zu denjenigen Filmen, die auch Romero so gerne gemocht hatte;
wer THE LAST MAN ON EARTH kennt und besonders auch INVISIBLE INVADERS von Edward L. Cahn gesehen hat, wird den Einfluss
erkennen - wobei die "Ghouls" doch augenscheinlich stark - wie auch die hektisch sprunghafte Handlung mit dem destruktiven Ende - von den damalige E. C. Comics inspiriert sind, vor denen die Erwachsenen ihre Kinder immer wieder gewarnt haben...

Der Vergleich zu Fulcis Film bietet sich dann natürlich durch die Produktionsgeschichte an, da ZOMBI 2 in Italien den ZOMBI - und nicht NIGHT OF THE LIVING DEAD - kommerziell beerben sollte; Fulci kommt allerdings aus einem ganz anderen kulturellen Umfeld mit einer völlig anderen filmischen Formierung, die der - wie ich zeigen wollte - Romeros entgegensteht, bzw. die sich beide nicht decken;
sowohl Fulcis Zombie-Ikonographie als auch das Handlungsmuster rücken vom Romero-Kino himmelweit ab; imitiert Romero in gewisser Weise doch THE BIRDS (wird da nicht schon das Home-Invasion-Motiv vorweggenommen?), sehe ich Fulcis Film eher in der Tradtion von solchen Filmen wie WHITE ZOMBIE, ISLAND OF LOST SOULS, I WALKED WITH A ZOMBIE oder ähnliche früh-klassische phantastische Filme.
Ich würde sogar soweit gehen, in den Fulci-Zombies eine Darstellungsweise sehen zu wollen, die aus Weltgerichtsgemälden stammt, wo dann etwa die Toten aus ihren Gräbern aufsteigen, um ihr Urteil zu erfahren - würde ja thematisch sehr zum apokalyptischen Stoff passen und mit Fulcis katholischer Heimat zusammenspielen - während Romeros E.-C.-Comic-Zombies völlig andersartig wirken...


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 Betreff des Beitrags: Re: NIGHT OF THE LIVING DEAD - DIE NACHT DER LEBENDEN TOTEN - George A. Romero
BeitragVerfasst: 26.07.2017 19:00 
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Hatte mir diesen scheenen Film mal aus dem Fernsehen aufgenommen (war das von VOX?) und auch angesehen. Das ist jetzt 10 - 15 Jahre her und ich muss gestehen: an Einzelheiten kann ich mich so gut wie gar nicht mehr erinnern. :oops:

Gut gefallen hatte er mir aber auf jeden Fall!

Btw: ich verstehe die Diskussion um Sbirros Wertung nicht wirklich. Er gibt immerhin 8 von 10 Punkten. Ist das für die Romero die-hard Fans wirklich so unerträglich? :?

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"Ihr Name ist Luzifer. Ihr vertraue ich mehr als meinem besten Freund. Sie spricht nicht, sie hört nicht, betrügt nicht. Sie ist taub, ist blind, ist stumm. Sie tötet nur!"


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 Betreff des Beitrags: Re: NIGHT OF THE LIVING DEAD - DIE NACHT DER LEBENDEN TOTEN - George A. Romero
BeitragVerfasst: 26.07.2017 19:16 
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Canisius hat geschrieben:
Hatte mir diesen scheenen Film mal aus dem Fernsehen aufgenommen (war das von VOX?) und auch angesehen. Das ist jetzt 10 - 15 Jahre her und ich muss gestehen: an Einzelheiten kann ich mich so gut wie gar nicht mehr erinnern. :oops:

Gut gefallen hatte er mir aber auf jeden Fall!

Btw: ich verstehe die Diskussion um Sbirros Wertung nicht wirklich. Er gibt immerhin 8 von 10 Punkten. Ist das für die Romero die-hard Fans wirklich so unerträglich? :?



Es liegt weniger an seiner Punkte Wertung, sondern mehr daran, einen, wenn auch sehr guten Kommerzfilmer, als Meister des Zombie Films darzustellen und Romeros Werk einfach abzutun.
Was kann man auch erwarten von jemanden, den als Giallo Fan, das Werk von Alfred Hitchcock nicht die Bohne interessiert und nicht einmal weiß wo das Genre seinen Ursprung hat.
Klar muß man im jungen Alter erstmal genügend Filme kennenlernen aber wenn jemand aufgrund von Nichtwissen regelmäßig Meisterwerke herunterredet, denkt seine Meinung wäre absolut, wird es nur allzu verständlich wenn sich die Älteren an den Kopf langen.


Übrigens hat Howard Vernon gerade einen ganz superben Beitrag geschrieben, der von großer Filmkenntnis zeugt.
Den sollte sich Sbirro mal verinnerlichen.


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 Betreff des Beitrags: Re: NIGHT OF THE LIVING DEAD - DIE NACHT DER LEBENDEN TOTEN - George A. Romero
BeitragVerfasst: 26.07.2017 19:28 
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italo hat geschrieben:
Canisius hat geschrieben:
Hatte mir diesen scheenen Film mal aus dem Fernsehen aufgenommen (war das von VOX?) und auch angesehen. Das ist jetzt 10 - 15 Jahre her und ich muss gestehen: an Einzelheiten kann ich mich so gut wie gar nicht mehr erinnern. :oops:

Gut gefallen hatte er mir aber auf jeden Fall!

Btw: ich verstehe die Diskussion um Sbirros Wertung nicht wirklich. Er gibt immerhin 8 von 10 Punkten. Ist das für die Romero die-hard Fans wirklich so unerträglich? :?



Es liegt weniger an seiner Punkte Wertung, sondern mehr daran, einen, wenn auch sehr guten Kommerzfilmer, als Meister des Zombie Films darzustellen und Romeros Werk einfach abzutun.
Was kann man auch erwarten von jemanden, den als Giallo Fan, das Werk von Alfred Hitchcock nicht die Bohne interessiert und nicht einmal weiß wo das Genre seinen Ursprung hat.
Klar muß man im jungen Alter erstmal genügend Filme kennenlernen aber wenn jemand aufgrund von Nichtwissen regelmäßig Meisterwerke herunterredet, denkt seine Meinung wäre absolut, wird es nur allzu verständlich wenn sich die Älteren an den Kopf langen.


Übrigens hat Howard Vernon gerade einen ganz superben Beitrag geschrieben, der von großer Filmkenntnis zeugt.
Den sollte sich Sbirro mal verinnerlichen.



Sbirro Di Ferro hat geschrieben:
FÜR DICH hat es Fulci nicht besser gemacht.
FÜR MICH schon, ist denn das so schwer zu verstehen?


Klar, da denkt jemand, seine Meinung sei absolut. Nur heißt der mal wieder Italo, der abweichende Meinungen nicht gelten lässt.


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 Betreff des Beitrags: Re: NIGHT OF THE LIVING DEAD - DIE NACHT DER LEBENDEN TOTEN - George A. Romero
BeitragVerfasst: 26.07.2017 19:36 
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Ach mensch,
jetzt hört doch auf, auf den Sbirro wegen seiner anfänglichen Äußerungen herum zuhaken :?
Wie man auf der vorigen Threadseite sehen kann, habe ich z.B. versucht, mich mit ihm vernüftig auszutauschen und ich denke, das es gut war. Ich bin und muß mit ihm ja nicht einer Meinung sein und er nicht mit meiner, aber ich fand diesen kurzen Meinungsaustausch der Zombiethematik Romeros und Fulcis gut. Es geht auch anders, wie man sieht :)

Aber Ruhe geben will man hier anscheinend immer noch nicht :roll:

@Howard Vernon,
interessant, was Du da mit eingebracht hast. Ich hatte früher sowas in der Art zu Fulcis Film in etwa ähnliches gelesen und inhaltlich versucht dies mit dem Film zu vergleichen bzw. in Einklang mit meinen Wahrnehmungen zubringen. Hatte ich gar nicht mehr dran gedacht, aber nun fiel es mir wieder ein.

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 Betreff des Beitrags: Re: NIGHT OF THE LIVING DEAD - DIE NACHT DER LEBENDEN TOTEN - George A. Romero
BeitragVerfasst: 26.07.2017 23:08 
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ugo-piazza hat geschrieben:

Klar, da denkt jemand, seine Meinung sei absolut. Nur heißt der mal wieder Italo, der abweichende Meinungen nicht gelten lässt.


Ich habe nicht seine Leidenschaft für die Fulci Filme kritisiert.
Einfach mal genau lesen, bevor man Unsinn schreibt.


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 Betreff des Beitrags: Re: NIGHT OF THE LIVING DEAD - DIE NACHT DER LEBENDEN TOTEN - George A. Romero
BeitragVerfasst: 27.07.2017 01:26 
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italo hat geschrieben:
ugo-piazza hat geschrieben:

Klar, da denkt jemand, seine Meinung sei absolut. Nur heißt der mal wieder Italo, der abweichende Meinungen nicht gelten lässt.


Ich habe nicht seine Leidenschaft für die Fulci Filme kritisiert.
Einfach mal genau lesen, bevor man Unsinn schreibt.

Der Einzige, der (mal wieder) unerträglich herablassenden Unsinn von sich gibt bist leider (mal wieder) du.

Ich bin der alte weise Italo, der dem kleinen dummen Sbirro die (Film-)Welt erklärt. :roll:
Boring!

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 Betreff des Beitrags: Re: NIGHT OF THE LIVING DEAD - DIE NACHT DER LEBENDEN TOTEN - George A. Romero
BeitragVerfasst: 27.07.2017 01:45 
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italo hat geschrieben:
Sbirro Di Ferro hat geschrieben:
Dr. Zombi hat geschrieben:
italo hat geschrieben:
Übrigens hat es Fulci bestimmt nicht besser gemacht. Romeros Zombie Trilogie ist auf einem ganz anderen Niveau als jeder Fulci Film in dem ein paar Zombies auftauchen. Das ist ein echter Klassenunterschied.



In der Tat. Fulci ist einer der genialsten Filmemacher überhaupt, und Romero hat ein paar nette Filme gemacht. Verstehe auch nicht, wie man die zwei überhaupt in einem Atemzug nennen kann.

:handshake: :hutheben: :prost23:



Ähm Sbirro, den Durchblick hast Du echt nicht so ganz?
Dr. Zombi meint das ironisch und ist "nicht" Deiner Meinung. :lol:


Nein, Dr. Zombi meint das in keinster Weise ironisch, und stimmt Sbirro hier (ausnahmsweise) voll zu.

Fulci gehört für mich in einem Atemzug mit italienischen Regiegöttern wie Argento oder D'Amato genannt.

Von Romero mag ich eigentlich nur KNIGHTRIDERS wirklich. Kenne aber auch nur 6 Filme von ihm (wobei ich seine komplette originäre Zombie-Trilogie ziemlich lahm finde).

_________________
To please the majority is the requirement of the Planet Cinema. As far as I'm concerned, I don't make a concession to viewers, these victims of life, who think that a film is made only for their enjoyment, and who know nothing about their own existence.


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 Betreff des Beitrags: Re: NIGHT OF THE LIVING DEAD - DIE NACHT DER LEBENDEN TOTEN - George A. Romero
BeitragVerfasst: 27.07.2017 01:50 
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Howard Vernon hat geschrieben:
Romeros NIGHT OF THE LIVING DEAD wird wegen seiner neuartigen Darstellungsweise in Sachen Grausamkeit ja oft als politische Parabel auf den Vietnamkrieg interpretiert; wobei am auffälligsten natürlich der Bruch in der damaligen Konvention ist, hier nun einen afroamerikanischen Darsteller als Helden einzusetzen, während die typische amerikanische Familie (der weiße USA-Mittelstand), besonders das Familienoberhaupt, ziemlich unsympathisch inszeniert wird; der Heldenstatus ist dann auch nur ein trügerischer, da der Held - der Afroamerikaner - zum Schluss von einer paramilitärischen (weißhäutigen) Gruppe erschossen wird - ich denke schon, dass dies alles Aspekte sind, die Romeros Film im damaligen Kontext einzigartig und herausragend machen;
warum der Film auch heute noch so gut auf mich wirkt, dies sind dann wohl die Bezüge zur Popkultur und zu denjenigen Filmen, die auch Romero so gerne gemocht hatte;
wer THE LAST MAN ON EARTH kennt und besonders auch INVISIBLE INVADERS von Edward L. Cahn gesehen hat, wird den Einfluss
erkennen - wobei die "Ghouls" doch augenscheinlich stark - wie auch die hektisch sprunghafte Handlung mit dem destruktiven Ende - von den damalige E. C. Comics inspiriert sind, vor denen die Erwachsenen ihre Kinder immer wieder gewarnt haben...

Der Vergleich zu Fulcis Film bietet sich dann natürlich durch die Produktionsgeschichte an, da ZOMBI 2 in Italien den ZOMBI - und nicht NIGHT OF THE LIVING DEAD - kommerziell beerben sollte; Fulci kommt allerdings aus einem ganz anderen kulturellen Umfeld mit einer völlig anderen filmischen Formierung, die der - wie ich zeigen wollte - Romeros entgegensteht, bzw. die sich beide nicht decken;
sowohl Fulcis Zombie-Ikonographie als auch das Handlungsmuster rücken vom Romero-Kino himmelweit ab; imitiert Romero in gewisser Weise doch THE BIRDS (wird da nicht schon das Home-Invasion-Motiv vorweggenommen?), sehe ich Fulcis Film eher in der Tradtion von solchen Filmen wie WHITE ZOMBIE, ISLAND OF LOST SOULS, I WALKED WITH A ZOMBIE oder ähnliche früh-klassische phantastische Filme.
Ich würde sogar soweit gehen, in den Fulci-Zombies eine Darstellungsweise sehen zu wollen, die aus Weltgerichtsgemälden stammt, wo dann etwa die Toten aus ihren Gräbern aufsteigen, um ihr Urteil zu erfahren - würde ja thematisch sehr zum apokalyptischen Stoff passen und mit Fulcis katholischer Heimat zusammenspielen - während Romeros E.-C.-Comic-Zombies völlig andersartig wirken...


Wunderbarer Beitrag!

Sehe ich alles ziemlich ähnlich. Romero macht halt immer wieder ziemlich explizit politische Filme, und seine Zombie-Filme sind teilweise auch stark satirisch angelegt (mit ein Grund warum mir das dann auch nicht so gefällt, da politisches Kino nicht immer meins ist, und ich vor allem filmische Satire generell nicht mag).

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 Betreff des Beitrags: Re: NIGHT OF THE LIVING DEAD - DIE NACHT DER LEBENDEN TOTEN - George A. Romero
BeitragVerfasst: 27.07.2017 16:45 
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Ist doch eine interessante Diskussion hier. Also wunderbar!

Dass "Sbirro" Widerspruch erntet find ich aber auch verständlich. Ganz kurz von mir dazu...

Sbirro Di Ferro hat geschrieben:
Die Schwächen in der ersten halben Stunde sind aus meiner Sicht mit mehreren offenen Fragen zu erklären, die eben doch eine Weile im Raum bleiben, bis zum ersten Mal der Fernseher eingeschalten wird.
Wo kommt der erste Zombie gleich zu Beginn her, warum ist der plötzlich da, warum erwachen in der Folgezeit noch mehrere Tote zu neuem Leben?
Das bleibt zunächst ungeklärt und so schwebt über den ersten Geschehnissen ein großes Fragezeichen.
Ich weiß, das ist eigentlich fast immer so (zumindest bei dem, was bis jetzt an Zombiefilmen gesehen habe) und man sollte sich darüber besser keine Gedanken machen, aber diesmal war es von Anfang an da, das "Hä?"-Gefühl.
Und das zieht den Film doch ein bisschen hinunter.


Da sind wir völlig konträr. Grad das erste Drittel macht den Film für mich aus und dieses "Hä?"-Gefühl machte den Film damals denke ich auch so neu und aufregend. Rein atmosphärisch hab ich die "Vorläufer" CARNIVAL OF SOULS und LAST MAN ON EARTH sogar lieber, aber in diesem Punkt war NIGHT OF THE LIVING DEAD durchaus revolutionär. Ich bin ansonsten nicht so der Romero-Fan (und find auch ein Vergleich mit Fulci kaum sinnvoll - bin da auch völlig d'accord mit dem sehr schönen Post von "Howard"), aber dieses erste Drittel ist vermutlich mein Romero-Favourite.


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 Betreff des Beitrags: Re: NIGHT OF THE LIVING DEAD - DIE NACHT DER LEBENDEN TOTEN - George A. Romero
BeitragVerfasst: 27.07.2017 22:45 
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Ich habe ihn jetzt mal wieder nach langer Zeit gesehen, und für einen Horrorfilm aus der Zeit hat es mich erneut überrascht, wie politisch er ist. (Was ja verstärkt ja für Dawn of the Dead auch gilt.) Die Entscheidung mit dem farbigen Helden, der am Ende von den Rednecks einfach so abgeknallt wird, muss für die Produktion so viel schwerwiegender gewesen sein als die Gewaltszenen. Mir gefällt der ruhige Anfang genau wie die verweigerten Erklärungen, das ist ein wichtiger Teil der Atmosphäre.

Den Vergleich Romero - Fulci habe ich nie so richtig verstanden. Klar ist er naheliegend wegen dem Thema, aber irgendwie auch sinnlos, weil es hier so wenige gemeinsame Ansätze gibt. Romeros Bildsprache und Inszenierung sind so völlig anders als die von Fulci.

Auf Night muss man sich etwas einlassen, etwas, was bei der Flut von völlig hohlen Filmen, die zum Standard geworden sind, oft schwerfällt. Ich ertappe mich auch immer häufiger dabei, dass es mich Mühe kostet, bei älteren Filmen die nötige Geduld aufzubringen. Man stumpft da irgendwie ab.

Dawn gefällt mir immer noch besser als Night. Trotzdem ist es ein genialer Film.


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 Betreff des Beitrags: Re: NIGHT OF THE LIVING DEAD - DIE NACHT DER LEBENDEN TOTEN - George A. Romero
BeitragVerfasst: 27.07.2017 23:27 
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Wentworth hat geschrieben:
Ich habe ihn jetzt mal wieder nach langer Zeit gesehen, und für einen Horrorfilm aus der Zeit hat es mich erneut überrascht, wie politisch er ist. (Was ja verstärkt ja für Dawn of the Dead auch gilt.) Die Entscheidung mit dem farbigen Helden, der am Ende von den Rednecks einfach so abgeknallt wird, muss für die Produktion so viel schwerwiegender gewesen sein als die Gewaltszenen. Mir gefällt der ruhige Anfang genau wie die verweigerten Erklärungen, das ist ein wichtiger Teil der Atmosphäre.

Den Vergleich Romero - Fulci habe ich nie so richtig verstanden. Klar ist er naheliegend wegen dem Thema, aber irgendwie auch sinnlos, weil es hier so wenige gemeinsame Ansätze gibt. Romeros Bildsprache und Inszenierung sind so völlig anders als die von Fulci.

Auf Night muss man sich etwas einlassen, etwas, was bei der Flut von völlig hohlen Filmen, die zum Standard geworden sind, oft schwerfällt. Ich ertappe mich auch immer häufiger dabei, dass es mich Mühe kostet, bei älteren Filmen die nötige Geduld aufzubringen. Man stumpft da irgendwie ab.

Dawn gefällt mir immer noch besser als Night. Trotzdem ist es ein genialer Film.


NIGHT ist auch heute noch in seiner Gesamtheit einzigartig. Neben den von dir genannten Punkten sind es auch die wunderschön in schwarz weiß fotographierten Locations (Wald, Friedhof, Haus).
Ein wirklich unheimlicher Film auch heute noch.
Ich wüsste nichts Vergleichbares in dieser ganz speziellen Mixtur und diesem Anspruch.
Es gibt wirklich keinen Fulci Film den man damit auch nur annähernd vergleichen könnte und das sage ich, obwohl ich WOODOO mega geil finde.
DAWN ist auch eine Klasse für sich und war maßgeblich für die vielen Epigonen bis heute.
Fulci ging viel kommerzieller und weniger feinsinnig an das Thema ran. Das mag manchen Leuten besser gefallen aber der Ursprung liegt einfach bei Romero.


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 Betreff des Beitrags: Re: NIGHT OF THE LIVING DEAD - DIE NACHT DER LEBENDEN TOTEN - George A. Romero
BeitragVerfasst: 27.07.2017 23:38 
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Wentworth hat geschrieben:
Den Vergleich Romero - Fulci habe ich nie so richtig verstanden. Klar ist er naheliegend wegen dem Thema, aber irgendwie auch sinnlos, weil es hier so wenige gemeinsame Ansätze gibt. Romeros Bildsprache und Inszenierung sind so völlig anders als die von Fulci.

Auf Night muss man sich etwas einlassen, etwas, was bei der Flut von völlig hohlen Filmen, die zum Standard geworden sind, oft schwerfällt. Ich ertappe mich auch immer häufiger dabei, dass es mich Mühe kostet, bei älteren Filmen die nötige Geduld aufzubringen. Man stumpft da irgendwie ab.


Wie Howard Vernon schon schrieb, bezieht sich Fulci eher auf die klassischen Zombiefilme, die weitesgehnd ohne Kritik an gesellschaftlichen Verhältnissen auskommen und eher das "reine Kino" bedienen - also die Entführung des Zuschauers in eine Fantasiewelt, ohne wirklichen Bezug zur Realität, bevorzugen.

Romero hatte doch anderes im Sinn - und nur die knalligen Effekte (DAWN/DAY) bergen eine gewisse Ähnlichkeit zu den "Italozombies".

Ich mag beide Spielarten, und würde das eine gegen das andere nicht auf- oder abwerten wollen.

Die Einschätzung von Sbirro, der einen 40-jahre alten Low-Budged-Film nicht überschwenglich abfeiert und aus seiner Sicht kritisch betrachtet, kann ich aber auch verstehen.


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 Betreff des Beitrags: Re: NIGHT OF THE LIVING DEAD - DIE NACHT DER LEBENDEN TOTEN - George A. Romero
BeitragVerfasst: 28.07.2017 10:00 
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Jimmy Stewart hat geschrieben:
Wie Howard Vernon schon schrieb, bezieht sich Fulci eher auf die klassischen Zombiefilme, die weitesgehnd ohne Kritik an gesellschaftlichen Verhältnissen auskommen und eher das "reine Kino" bedienen - also die Entführung des Zuschauers in eine Fantasiewelt, ohne wirklichen Bezug zur Realität, bevorzugen.


Den Bezug zum 'pure Cinema' könnte ich persönlich aber nur für Paura und L'Aldila bestätigen !!
In Woodoo sehe ich keinen inszenatorischen Hinweis darauf das wir es hier mit einem 'verfilmten Alptraum' zu tun haben - es sei denn so ein Unsinn wie z.B. ein tagelang/wochenlang führerloses Segelboot zielgerichtet in den New Yorker einlaufen zu lassen soll so interpretiert werden !?


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