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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Betreff des Beitrags: DIE FERIEN DES MONSIEUR HULOT - Jacques Tati
BeitragVerfasst: 21.12.2015 23:26 
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Produktionsland/Jahr: Frankreich 1953
Darsteller: Jacques Tati, Nathalie Pascaud, Michele Rolla, Valentine Camax, Louis Perrault, André Dubois
Drehbuch: Jacques Tati, Henri Marquet, Pierre Aubert, Jacques Lagrange
Produziert von: Fred Orain
Musik: Alain Romans

Monsieur Hulot (Jacques Tati) ist ein biederer Kleinbürger. In seinem uralten Auto fährt er in die Bretagne, um dort seinen wohl verdienten Urlaub zu genießen. In einer kleinen Pension findet er ein Zimmer unter dem Dach und bemüht sich fortan intensiv, die übrigen Gäste zu unterhalten und ihr Interesse zu wecken. Schüchtern wirbt er um die junge Martine, die seine ritterliche Haltung und seine Aufmerksamkeit schätzt. Doch all seine weiteren Bemühungen, unter den Gästen Gesellschaft zu finden, rufen Missverständnisse und Katastrophen hervor.
(Moviepilot)

Das war mein erster Tati.
Anfangs kam mir das alles noch ein bisschen gewöhnungsbedürftig vor, weil der Film ja stellenweise wie ein Stummfilm wirkt.
Gesprochen wird nicht besonders viel und wenn, dann meistens nicht deutsch, sondern entweder französisch oder manchmal schweizerisch und einmal im bayrischen Dialekt.
Also auch in sprachlicher Hinsicht eine sehr eigenartige Mischung.
Aber nach einiger Zeit gewöhnt man sich an alles und dann ist der Film auch ein Genuss.
Wenn auch nicht alles, nicht jeder Gag, funktionieren mag, so ist es über die Zeit von 84 Minuten alles in allem doch ein recht amüsanter und kurzweiliger Film.
Besonders erwähnt seien an dieser Stelle die Sache mit dem weißen Pferd und vor allem das mit den außer Kontrolle geratenen Raketen gegen Ende.
Das war für mich das Lustigste, aber natürlich ist das nicht das einzig gelungene.
Ansonsten ist auf jeden Fall die Musik ein klarer Pluspunkt; vor allem die Jazz-Melodien unterstützen das Ganze sehr gut.

Für mich war das auf jeden Fall ein gelungener Einstieg in die Filmografie von Jacques Tati!
8/10

Trailer
www.youtube.com Video From : www.youtube.com


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE FERIEN DES MONSIEUR HULOT - Jacques Tati
BeitragVerfasst: 21.12.2015 23:52 
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Mal eben die ARTE (Wiederholungs)Termine: (Bei MediathekView ist zurzeit nur der Trailer eingepflegt)

Donnerstag, 24. Dezember um 14:00 Uhr
Wiederholung am Montag, 11.01. um 13:55 Uhr
Wiederholung am Freitag, 01.01. um 23:10 Uhr

Ich habe vier Tati-Filme in der Sammlung. SCHÜTZENFEST, TRAFIC, HERRLICHE ZEITEN, MON ONCLE. Die sind alle gut.

DIE FERIEN DES MONSIEUR HULOT ist auch klasse.

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE FERIEN DES MONSIEUR HULOT - Jacques Tati
BeitragVerfasst: 21.12.2015 23:54 
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Dann wird MON ONCLE sicher 10/10 von Dir bekommen.
Was für ein Meisterwerk.

Übrigens hieß HULOT bei uns zuerst ÜLO.
(Und Martin & Lewis wurden zu Martin & Louis)


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE FERIEN DES MONSIEUR HULOT - Jacques Tati
BeitragVerfasst: 01.03.2017 11:46 
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Der komplette Tati ist ab nächster Woche in Saarbrücken zu sehen, im Kino Achteinhalb, mit Kurzfilmen und Vorträgen:

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE FERIEN DES MONSIEUR HULOT - Jacques Tati
BeitragVerfasst: 09.08.2017 19:06 
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Nachdem "Die Ferien des Monsieur Hulot" und "Playtime" zuletzt auf 3sat liefen, habe ich mir nun ersteren angeschaut.

Schon der Anfang mit der unverständlichen Gleisdurchsage und den daraufhin planlosen Reisenden ist sehr gut; vorallem, wenn man selbst schon mal Zug gefahren ist und versucht hat, Durchsagen zu "entziffern". :D
Sehr gelungen auch der sprachliche Mischmasch der Urlauber (kommt das auf der franz. Tonspur auch vor? Teilweise gabs auch dt. Untertitel.), das Sounddesign und natürlich die Darbietung Tatis selbst, dessen Hulot -ein liebenswert tollpatschiger Zeitgenosse mit zu kurzen Hosen und freundlichem Wesen- nie zur (negativen) Lachnummer wird.

Eine Szene (Zimmer, schiefes Bild) lässt gar an Loriot (Zimmer, schiefes Bild) denken. Dort dann allerdings auf die Spitze getrieben.

Eine rundum vergnügliche Urlaubsepisode. Briefmarke drauf.


Ich bin auf "Playtime" gespannt.


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE FERIEN DES MONSIEUR HULOT - Jacques Tati
BeitragVerfasst: 09.08.2017 22:48 
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Pa_Nik hat geschrieben:
Ich bin auf "Playtime" gespannt.

Erwarte dir bloß nicht zuviel.
Ich kann natürlich nur für mich sprechen, aber für mich war es ein hartes Stück Arbeit, den durchzuhalten.
Soweit ich mich erinnere, wirkt das alles sehr bemüht/gezwungen und ist kaum lustig.
Mit Müh und Not habe ich ihn durchgehalten, aber ein zweites Mal muss ich den nicht sehen.
Wenn du einen Tati auf dem Niveau von DIE FERIEN DES MONSIEUR HULOT sehen willst (oder einen der m.M.n. sogar noch besser ist), würde ich dir SCHÜTZENFEST empfehlen.


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE FERIEN DES MONSIEUR HULOT - Jacques Tati
BeitragVerfasst: 11.08.2017 18:28 
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Danke für deine Empfehlung. Mal schauen, ob mir weitere Tatis über den Weg laufen.

Mir hat "Playtime" gut bis sehr gut gefallen, aber er ist tatsächlich nicht so leicht rezipierbar oder lustig wie "Die Ferien...". Das muss er aber auch gar nicht sein. Schlicht großartig fand ich die erste Episode mit der Verlorenheit des Individuums angesichts technischen Fortschritts, Industrialisierung und moderner Architektur/ Arbeitswelt. Die Strenge der Bauten, ihre Gleichförmigkeit, die Inneneinrichtungen, das Grau wurde hier perfekt eingefangen- ihre Tücken und Unmenschlichkeit/ Unwirtlichkeit hervorragend illustriert.

Nach strengem Beginn bekommt der Film allerdings mit der Zeit eine leichtere Note und endet wunderbar beschwingt mit einem tollen Auto-Fahrgeschäft-Ballet. Herrlich.

Das Herzstück ist für mich jedoch die erste Episode.

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Zuletzt geändert von Pa_Nik am 13.08.2017 11:13, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE FERIEN DES MONSIEUR HULOT - Jacques Tati
BeitragVerfasst: 11.08.2017 19:40 
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Wenn Dir PLAYTIME zugesagt hat kann ich Dir TRAFIC empfehlen. Die Gegenüberstellung Leben um zu Arbeiten vs. Arbeiten um zu Leben kommt hier sehr heiter rüber. Ist halt auch kein Monsieur Hulot, sondern oft sehr ironisch, manchmal sogar mit einem leicht grimmigen Unterton.

_________________
Die Umschreibung Neuentdeckung [...] ist natürlich nur eine äußerst persönliche Färbung, denn es handelt sich um ein Spektakel innerhalb der ganz eigenen Filmwelt. Die Suche nach Input, nach Neuem, und die Offenherzigkeit gegenüber Genres und Filmen jeder Art, führen mich immer wieder zu solchen Etappen, und auch wenn sich dieser Kreis niemals schließen wird, er erfährt mitunter durchaus erfreuliche Erweiterungen. (Prisma)


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE FERIEN DES MONSIEUR HULOT - Jacques Tati
BeitragVerfasst: 11.08.2017 22:39 
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Schmutziger_Maulwurf hat geschrieben:
Wenn Dir PLAYTIME zugesagt hat kann ich Dir TRAFIC empfehlen. Die Gegenüberstellung Leben um zu Arbeiten vs. Arbeiten um zu Leben kommt hier sehr heiter rüber. Ist halt auch kein Monsieur Hulot, sondern oft sehr ironisch, manchmal sogar mit einem leicht grimmigen Unterton.

Ja, kann man gelten lassen, der ist auch noch ganz brauchbar.
Im Gegensatz zu PLAYTIME hat TRAFIC auch seinen eigenen Thread.


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE FERIEN DES MONSIEUR HULOT - Jacques Tati
BeitragVerfasst: 13.08.2017 11:16 
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Schmutziger_Maulwurf, auch dir danke für die Empfehlung. Es gibt zu viele Filme... ;)


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