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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Betreff des Beitrags: DIE UNSCHULD - Luchino Visconti
BeitragVerfasst: 19.08.2017 22:13 
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Produktionsland/Jahr: Italien, Frankreich 1976
Darsteller: Giancarlo Giannini, Laura Antonelli, Jennifer O’Neill, Marc Porel, Rina Morelli, Massimo Girotti, Didier Haudepin, Marie Dubois, Roberta Paladini, Claude Mann
Drehbuch: Luchino Visconti, Suso Cecchi D'Amico, Enrico Medioli
Produziert von: Giovanni Bertolucci
Musik: Franco Mannino

Rom 1890: Der reiche Graf Tullio (Giancarlo Giannini) ist eiskalt. Seine Frau Giuliana (Laura Antonelli) missachtet er. Stattdessen lebt der Egomane vor den Augen der Öffentlichkeit eine Affäre aus. Erst als sich Giuliana mit dem Schriftsteller Filippo einlässt, wird sie für Tullio wieder interessant. Dann bekommt sie ein Kind von ihrem Liebhaber...
(Ofdb)

Der letzte Film von Luchino Visconti - nach dem im Original gleichnamigen Roman von Gabriele D’Annunzio - fällt leider überraschend schwach aus.
Obwohl optisch (Kostüme und sonstige Ausstattung) durchaus nett anzusehen und mit mehreren gern gesehenen Schauspielern besetzt, zieht sich das Geschehen immer mehr.
Die Überlänge (knapp über 2 Stunden) tut dem Film auch nicht sehr gut.
Ich verstehe schon, dass gerade jemand vom Status eines Visconti mit seinem letzten Film noch einmal sein Bestes geben will, es quasi noch ein letztes Mal allen zeigen will.
Aber irgendwann ist es eben doch zuviel des Guten, zu gut gemeint und genau das passiert ihm hier.
Visconti ergeht sich wieder einmal in endlosen Gesprächen, die Spannung (resp. das Interesse am weiteren Verlauf) sinkt im Mittelteil kontinuierlich.
Erst im letzten Viertel, in der letzten halben Stunde, wo die Folgen der Liebelei zwischen Giuliana und Filippo in den Mittelpunkt rücken, wird's allmählich wieder besser.
Da schafft es Visconti dann auch wieder zielführend Emotionen zu transportieren und die Geschichte wieder interessanter werden zu lassen.
Diese letzte halbe Stunde ist es auch, die den Film in den überdurchschnittlichen Bereich rettet und das obwohl die Musik im gesamten Film eigentlich kaum Wirkung zeigt.
Die Arien, die man zu hören bekommt, sowieso nicht und der Rest bleibt leider auch nicht lange im Ohr.
Am Ende bleibt für mich ein Gefühl der Unentschlossenheit.
Auf der einen Seite denke ich mir: "Im Grunde eigentlich nicht schlecht", auf der anderen Seite spüre ich aber auch eine gewisse Enttäuschung, weil ich mir von Visconti - eben weil es auch sein letzter Film ist - wesentlich mehr erwartet hätte.
Wohlwollend gebe ich dem Film 7/10.

Trailer:
www.youtube.com Video From : www.youtube.com


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