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 Betreff des Beitrags: SCHATTEN - John Cassavetes
BeitragVerfasst: 28.08.2017 23:29 
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Produktionsland/Jahr: USA 1959
Darsteller: Ben Carruthers, Lelia Goldoni, Hugh Hurd, Anthony Ray, Dennis Sallas, Tom Reese, David Pokitillow, Rupert Crosse
Drehbuch: John Cassavetes
Produziert von: Maurice McEndree
Musik: Charles Mingus

Leila lebt in New York und ist Mulattin. Aufgrund ihrer hellen Hautfarbe halten viele sie für eine Weiße. Sie hütet ihre wahre Pigmentierung wie ein Geheimnis. Auf einer Party lernt Leila den weißen Tony kennen. Sie verliebt sich in den jungen Mann. Doch als der hinter ihre wahre Abstammung und Hautfarbe kommt, verlässt er Leila. Eine Katastrophe für die junge Frau...
(Ofdb)

Bereits seit 1957 hat Cassavetes an diesem Film, seinem Erstlingswerk, gearbeitet.
In ca. 80 Minuten erzählt er darin fragmentarisch vom Alltag und auch den Problemen der jungen Generation.
Er entwirft also eine Art "Generationenportrait in Umrissen".
Ein klar strukturiertes, rundes Gesamtbild ist darin nicht so leicht zu erkennen, das Meiste wirkt lose aneinandergereiht und über weite Strecken episodisch.
Viele Szenen werden abrupt abgebrochen und abgeblendet, was den Eindruck des Improvisierten noch verstärkt.
Aber schon hier, in seiner ersten Regiearbeit, erweist sich Cassavetes als ein Meister jener Vorgehensweise.
In Ansätzen ist auch schon zu erkennen, was in späteren Filmen noch viel deutlicher wird: John Cassavetes - der Perfektionist des Imperfekten.
Es gibt kaum Szenen, die nicht irgendwann, irgendwie die Spontanität und den cassavete'schen Improvisationsgeist durchblicken lassen.
Das ist es auch, was den Film so groß macht, was ihn auszeichnet, was ihn sofort als John-Cassavetes-Film identifizierbar macht.
Daneben ist der Film auch geprägt von Musik, im Speziellen Saxofon-Musik.
Dies zeigt sich bereits in der Eröffnungsszene, die lachende, tanzende Menschen zeigt, die ausgelassen in einer Bar feiern.
Oft werden auch Szenen, die die Protagonisten bei diversen Aktivitäten zeigen, teilweise mit Saxofon-Soli unterlegt.
Das heißt, immer wieder mehr oder weniger lange Passagen, die ohne Dialoge auskommen, nur die Musik macht den Ton und das gefällt mir ausgesprochen gut.
Auch das vermittelt eine ganz eigene Atmosphäre, weicht ein bisschen von der vibrierenden, fiebrigen, drückenden Grundstimmung des Films ab.
Im Großen und Ganzen wirkt das Werk aber harmonisch und so hinterlässt der Film einen sehr guten Eindruck und macht deutlich, dass aus diesem eigenwilligen Burschen noch einer der ganz Großen werden wird.
8/10

Trailer:
www.youtube.com Video From : www.youtube.com


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