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 Betreff des Beitrags: EL DORADO - Howard Hawks
BeitragVerfasst: 30.04.2017 22:39 
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Produktionsland/Jahr: USA 1966
Darsteller: John Wayne, Robert Mitchum, James Caan, Edward Asner, Charlene Holt, Paul Fix, Michele Carey, Arthur Hunnicutt, Christopher George, R. G. Armstrong
Drehbuch: Leigh Brackett
Produziert von: Howard Hawks
Musik: Nelson Riddle

Cole Thornton (John Wayne) ist vom Rinderbaron Jason angeheuert worden, um in El Dorado die Siedler der Nachbarschaft in Schach zu halten. Dort trifft er auf Sheriff J.P. Harrah (Robert Mitchum), einen alten Freund, der ihm die unerfreuliche Wahrheit über seinen neuen Boss enthüllt. Thornton macht sich auf, um den Dienst zu quittieren, doch unterwegs erwartet ihn bereits der junge Sohn der Siedlerfamilie MacDonald, der bei diesem Zusammentreffen auf tragische Weise ums Leben kommt. Die Kugel, mit der ihn die Schwester (Michele Carey) verwundete, muss er den Rest seines Lebens im Körper tragen.

So hat es der lädierte Westernheld Thornton nicht leicht, als er mit den vom Alkohol und Liebeskummer angeschlagenen Sheriff, dem alten Soldaten Bull (Arthur Hunnicutt) und dem jungen Schießtalent Mississippi (James Caan) gegen den Revolverheld McLeod (Christopher George) und seine Kumpane antreten muss. Diese Handvoll Invaliden und Grünschnäbel sind die letzte Hoffnung von El Dorado.
(Moviepilot)

EL DORADO ist der zweite Teil einer "Quasi"-Trilogie, die mit RIO BRAVO begonnen und mit RIO LOBO beendet wurde.
Ich kenne weder RIO BRAVO noch RIO LOBO, aber soviel ich gelesen habe, sollen die Filme nicht direkt zusammengehören, sondern nur thematisch ähnlich sein.
Wie auch immer, EL DORADO, nach dem Roman "The Stars in Their Courses" von Harry Brown gedreht, hat mir, trotz der scheinbar durchschnittlichen Männerfreundschafts-Geschichte und einer Länge von zwei Stunden recht gut gefallen.
Stilistisch gesehen ist der Film in zwei Hälften teilbar.
Die erste ist eher ernst, beinhaltet (vor allem zu Beginn) tragische Elemente.
Nichts Großartiges, aber immerhin nett und nicht langweilig.
Nach nicht ganz einer Stunde, als Thornton Harrah erstmals in seinem Büro aufsucht, drängt sich der Humor mehr in den Vordergrund.
Nicht so sehr, dass das Geschehen einseitig, also der Film zu einer reinen Komödie, werden würde, aber es wird entspannter, oftmals lockerer.
Als Kontrast zur Lockerheit werden gerade in der zweiten Stunde Schießereien häufiger, dennoch werden auch die gut dosiert eingesetzt, sodass der Film trotzdem nie aus dem Gleichgewicht gerät.
Auch wenn mir persönlich die zwei Hälfte besser gefallen hat: Insgesamt betrachtet ergeben diese zwei Hälften ein jederzeit stimmiges Ganzes.
Ebenso gibt's bei den Schauspielern keinen Grund zur Kritik.
"The Duke" ist gut wie immer, Robert Mitchum gibt seinen dauerbetrunkenen Sheriff hervorragend und über James Caan und Arthur Hunnicutt, die das Hauptdarsteller-Quartett (zumindest in der zweiten Hälfte) komplettieren, kann ich auch nichts Negatives sagen.
Mit Charlene Holt und Michele Carey gibt's noch was für die Augen und die Musik von Nelson Riddle ist auch brauchbar.
Für mich reicht das in dem Fall für 7/10.

Trailer:
www.youtube.com Video From : www.youtube.com


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 Betreff des Beitrags: Re: EL DORADO - Howard Hawks
BeitragVerfasst: 11.09.2017 09:57 
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El Dorado lief gestern auf arte was ich gleich mal nutzte um ihn mir zum ersten mal anzuschauen.
Was ich wollte war eine gemählich erzählte Geschichte im Western-Setting, ein paar nette Schießereien irgendwie einen Film zum Abschalten. All das bekam ich geliefert, hat mir Freude bereitet der Streifen.

Ein paar Szenen zauberten mir ein breites Grinsen auf das Gesicht, insbesondere wenn Mississippi mal wieder seinen Schießprügel rausholte, als "junges Schießtalent" (siehe Inhaltsangabe von moviepilot oben) würde ich ihn nun nicht gerade bezeichnen :D
Alle Schauspieler machen einen vernünftigen Eindruck, die Titelmusik lädt auch zum Mitsingen ein.

Als Heimkino-Freund habe ich natürlich gleich bei der ofdb geschaut wie der Film bisher veröffentlicht wurde. Diverse deutsche DVDs und sogar eine Bluray! Löblich, aber was ist denn da passiert?

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Sbirro hat doch schon so ein knüller Plakat gepostet, musste da unbedingt der Praktikant, der zum ersten mal Photoshop hochfährt, ran? Man oh man :lol:

edit:
Cover von der Bluray nochmal hochgeladen


Zuletzt geändert von Schmutzig am 11.09.2017 15:33, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: EL DORADO - Howard Hawks
BeitragVerfasst: 11.09.2017 15:31 
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Schmutzig hat geschrieben:
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Sbirro hat doch schon so ein knüller Plakat gepostet, musste da unbedingt der Praktikant, der zum ersten mal Photoshop hochfährt, ran? Man oh man :lol:

Man sieht zwar nur das Ofdb-Logo, aber ich kann mir denken, was du meinst.
Typisch pseudo-modern, wie es leider keine Seltenheit mehr ist.


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 Betreff des Beitrags: Re: EL DORADO - Howard Hawks
BeitragVerfasst: 11.09.2017 20:50 
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El Dorado ist ein absolut köstlicher Film. Ich habe keine Ahnung warum der gleichwertige Rio Bravo immer als besser angesehen wird.


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 Betreff des Beitrags: Re: EL DORADO - Howard Hawks
BeitragVerfasst: 11.09.2017 21:34 
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Weil RIO BRAVO einer der besten Filme aller Zeiten ist und der gutste EL DORADO kein Plätzchen in den Top 100 findet. Auch wenn er natürlich als Hawks-Werk zweiter Klasse immer noch spitze und besser als die meisten anderen ist. Aber du bist ja bei weitem nicht alleine - in den letzten 15 Jahren hört man doch immer wieder von Leut' die EL DORADO lieber haben - da wiederum mangelt es mir an jeglicher Ahnung warum dies so sein könnte...

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 Betreff des Beitrags: Re: EL DORADO - Howard Hawks
BeitragVerfasst: 11.09.2017 21:43 
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Rio Lobo schlägt alles. :mrgreen:

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 Betreff des Beitrags: Re: EL DORADO - Howard Hawks
BeitragVerfasst: 11.09.2017 21:55 
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Hehe, nur für DieHard Wayne/Hawks-Fans wie mich zu ertragen.
Obwohl die hübsche Unschauspielerin Jenny schon sehr süß is.

Das beste an RIO LOBO ist die fantastische Doku PLIMPTON - SHOOTOUT AT RIO LOBO.
George Plimpton hatte so ne TV Serie, wo er in jeder Folge mal einen Tag als "Profi"
erlebte. Boxer, Football-Spieler etc. Hier eben als Schauspieler (einer der Bad Guys mit ner
Dialogzeile.). Alles am Set in Tucson gedreht. Ein Brüller. Wayne nennt ihn immer "Pimpelton".
Und Jack Elam erklärt die 4 Stadien eines Schauspielers:
"Who's Jack Elam??"
"Get me Jack Elam!"
"Get me a Jack Elam-type..."
"Who's Jack Elam??"

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 Betreff des Beitrags: Re: EL DORADO - Howard Hawks
BeitragVerfasst: 12.09.2017 12:25 
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mike siegel hat geschrieben:
Weil RIO BRAVO einer der besten Filme aller Zeiten ist und der gutste EL DORADO kein Plätzchen in den Top 100 findet. Auch wenn er natürlich als Hawks-Werk zweiter Klasse immer noch spitze und besser als die meisten anderen ist. Aber du bist ja bei weitem nicht alleine - in den letzten 15 Jahren hört man doch immer wieder von Leut' die EL DORADO lieber haben - da wiederum mangelt es mir an jeglicher Ahnung warum dies so sein könnte...


Ich hatte eher den Eindruck daß El Dorado in den letzten 20 Jahren an Boden verloren hat. Ich halte Rio Bravo, den ich sehr mag, auch nicht für einen der besten Filme aller Zeiten, und ... oops ... nicht einmal für einen der 20 besten Western, und finde daß ED genau wie RB zu Hawks markantesten Filmen gehört. Rio Lobo dagegen ist klar ein schwächerer Film, wenn auch immer noch recht angenehm (6/10), und im Vergleich zu Waynes McLaglen Filmen (und anderen etwas schlappen Filmen aus seiner Spätphase) immer noch eine relative Granate.
Dafür mag ich neben Elam Jenny doch sehr, und hier habe ich nie verstanden warum sie schlecht sein soll. Sie spielt sehr natürlich, finde ich.

Nee, beide Filme haben auch durchaus ihre Schwächen, und die balancieren sich irgendwie aus. Die liegen bei mir Kopf an Kopf. Aber beide sind viel besser als Mag 7, um diesen anderen "Klassiker" hier noch mal ins Spiel zu bringen. Und beide liegen doch noch recht weit weg von The Wild Bunch oder C'era una volta il West, die für mich ja die beiden Top Western sind (und auch sonst ganz, ganz oben dabei sind, wenn es darum geht die Skala meines Entertainometers zu sprengen).


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 Betreff des Beitrags: Re: EL DORADO - Howard Hawks
BeitragVerfasst: 12.09.2017 15:37 
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Stanton hat geschrieben:
Nee, beide Filme haben auch durchaus ihre Schwächen, und die balancieren sich irgendwie aus. Die liegen bei mir Kopf an Kopf. Aber beide sind viel besser als Mag 7, um diesen anderen "Klassiker" hier noch mal ins Spiel zu bringen. Und beide liegen doch noch recht weit weg von The Wild Bunch oder C'era una volta il West, die für mich ja die beiden Top Western sind (und auch sonst ganz, ganz oben dabei sind, wenn es darum geht die Skala meines Entertainometers zu sprengen).

Als ob das fraglich wäre... ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: EL DORADO - Howard Hawks
BeitragVerfasst: 12.09.2017 18:11 
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mike siegel hat geschrieben:
... in den letzten 15 Jahren hört man doch immer wieder von Leut' die EL DORADO lieber haben - da wiederum mangelt es mir an jeglicher Ahnung warum dies so sein könnte...



Gemäß dem Western-Lexikon von Joe Hembus könnten John Ford's THE SEARCHERS (1956) und Howard Hawks' RIO BRAVO (1958) als die besten US-Western aller Zeiten angesehen werden.

Die Tonfilme von Hawks habe ich (fast) alle gesehen und erfreulicherweise funktionieren sie - bis auf wenige Ausnahmen - für mich noch immer.

RIO BRAVO verfehlt meine persönliche HOWARD-HAWKS-TOP-TEN knapp, EL DORADO jedoch gehört zu meinen "lebenslangen" Lieblingsfilmen und ich kann tatsächlich keine entscheidenden Schwächen erkennen.

Ohne RIO BRAVO hätte es EL DORADO in dieser Form wohl nicht gegeben - deshalb liegt es mir fern, den Status dieses hochangesehenen Werkes in Frage zu stellen.
Hier haben wir es aber mit dem eher selten anzutreffenden Fall einer filmischen Neuinterpretation zu tun, welche das Original zu übertreffen vermag (vergleichbar mit Alfred Hitchcock's THE MAN WHO KNEW TOO MUCH 1934/1956).

Für mich wirkt es so, als habe sich Hawks - auf heimischem Terrain befindent - bezüglich der gewonnenen Erfahrungen seines Vorgängerwesterns steigern und die vertraute Thematik noch mehr vervollkommenen können.
In RIO BRAVO selber wurde ja auch eine Szene aus Hawks' THE BIG SLEEP (1946) recycled (Bad Guy wird von dem Helden durch geschlossene Tür in den sicheren Tod geschickt).

Ansonsten: Robert Mitchum glänzt hier - neben seiner herausragenden Darstellung in THE SUNDOWNERS (1960, Fred Zinnemann) in seiner großartigsten Rolle und gefällt mir besser als Dean Martin in dessen Karrierehöhepunkt.

Ähnliches gilt m.E. für die anderen Hauptdarsteller auch - James Caan ist fantastisch gegenüber Ricky Nelson und auch Arthur Hunnicutt ziehe ich hier Walter Brennan vor (welcher aber natürlich trotzdem einen Platz in meinem Herzen hat).
Selbst Angie Dickinson ...

RIO BRAVO ist ein sehr guter Western mit Überlänge, aber EL DORADO berührt mich.

Die Filmmusik von Nelson Riddle finde ich ganz wunderbar und die im Vorspann gezeigten Gemälde gefallen mir auch außerordentlich. Jedesmal freue ich mich auf die Szene mit dem Waffenhändler, dem Schweden, dargestellt von dem Künstler der Vorspannbilder und die Anekdote, welche dieser bezüglich des Vorbesitzers des besonderen Schießprügels, welchen Mississippi gerade erworben hat, von sich gibt (weitstreuende Waffe führt zu Tod am Galgen).

Und nebenbei bemerkt, auch für mich gehört Hawks letzter Film RIO LOBO (1970) zu seinen etwas schwächeren Werken.

Auch räume ich ein, dass die Gesangssequenzen in RIO BRAVO (My rifle, my pony and me u. a.) absolut herausragend sind.

Aber warum gilt RIO BRAVO als der bessere Film - abgesehen davon, dass er zuerst das Licht der Leinwand erblickte ?


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 Betreff des Beitrags: Re: EL DORADO - Howard Hawks
BeitragVerfasst: 12.09.2017 18:54 
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Ach, da sind wir wieder beim selben alten Thema der Film Foren weltweit :).
Wie soll man Emotionen erklären rechtfertigen vermitteln.

Aber du schreibst es ja selber "RIO BRAVO ist ein sehr guter Western mit Überlänge, aber EL DORADO berührt mich"

Es geht immer um "berühren". Da ist doch dann alles OK !!
Wie soll man Leuten VALANCE, WILD BUNCH oder SEARCHERS erklären, wenn sie keine Träne vergießen?
Ich war mal vor Ewigkeiten in Afrika am Atlantik und die Sonne ging unter ein paar Krabben liefen um uns herum,
leise Musik aus nem benachbarten Hüttendorf... Neben mir ein Italiener, beiden kullerten uns die Tränen
herunter. Zwei Amis gesellten sich kurz dazu, schauen uns an und verabschieden sich mit den Worten "I don't care
for corny sundowns, no matter the place..."

Ich bin seit einigen Jahren mit dem ehrenwerten Joseph McBride befreundet, Hawks / Ford / Welles Biograph, und der olle (tolle) Lümmel mag DORADO auch lieber! Wir frotzeln uns immer. Passt schon. Auch wenn er gegenüber uns BRAVO Jüngern halt was verpasst (da wird es wieder subjektiv freilich). Denn BRAVO ist voller Gefühle und etwas reiner, da ursprünglicher, als DORADO.
DORADO ist ein toller, wundervoller... aber, Abklatsch von BRAVO. Die Konstellation der Männergruppe ist
Hawks TOP, Wayne - Martin - Brennan - Ward Bond... Der Film hat weniger Plot als DORADO und funktioniert
daher nur (für den Zuschauer) auf höchsten Niveau, wenn man sich in diese Figuren und die Dialoge verliebt.
Da gibt es mind. 50 "Momente" (in DORADO vielleicht 10). Wie Wayne Stumpy auf den Kopf küsst, oder Martin sich die Kippen drehen lässt weil er zittert... Dazu der männer-romantische Score. Und alle sind im richtigen Alter (auch wenn Angie 10 Jahre zu jung ist). Klar ist Caan besser. Aber Stumpy hat nen Oscar verdient und Hunnicutt... der Arme muß
so ne Rolle wiederholen, aussichtslos. In BRAVO hat Wayne, wie auch in HATARI!, die perfekte Vater-Rolle. Für Halbwaisen
wie mich vielleicht deshalb besonders berührend. Und nur in diesen beiden Filmen hat er diese Rolle mit viel sympathischen Schwächen, völlig untypisch für "leading men", interpretiert, dank dem großen HAWKS.

Aber es ist und bleibt lamentieren auf höchstem Niveau, als würde man Sirk's WRITTEN ON THE WIND mit
ALL THAT HEAVEN ALLOWS vergleichen wollen. Is wurscht, Hauptsache große tolle Meisterwerke und
wir lieben, schätzen und würdigen sie.

Als Beweis, dass ich EL DORADO freilich trotzdem liebe, mag die Tatsache zählen,
dass meine Firma EL DORADO PRODUCTIONS heißt und auch mein Wandschmuck hier :).

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 Betreff des Beitrags: Re: EL DORADO - Howard Hawks
BeitragVerfasst: 12.09.2017 19:20 
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Mir geht es bei bei BIG JAKE so... :D "Die Elche in Montana sind groß wie Büffel. Wie gehen auf die Jagd wenn das hier vorbei ist"


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 Betreff des Beitrags: Re: EL DORADO - Howard Hawks
BeitragVerfasst: 12.09.2017 19:25 
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Frank hat geschrieben:

Gemäß dem Western-Lexikon von Joe Hembus könnten John Ford's THE SEARCHERS (1956) und Howard Hawks' RIO BRAVO (1958) als die besten US-Western aller Zeiten angesehen werden.


Woran machst du das denn fest?

Für Hembus ist das doch eindeutig The Searchers. Der hat nicht nur den klar längsten Text im Buch, sondern er hat ihm auch noch als Einzigem einen 4. Stern spendiert, obwohl laut Einleitung nur 3 vorgesehen sind. Garantiert kein Druckfehler (dafür gibt es umgekehrt mehrere bei denen der Druckfehlerteufel die Sternchen vergessen hat)

Übrigens, da wir hier bei unterschiedlichen Vorlieben sind, bei The Man Who Knew Too Much bevorzuge ich die 34er Version.


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 Betreff des Beitrags: Re: EL DORADO - Howard Hawks
BeitragVerfasst: 12.09.2017 19:38 
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Frank hat geschrieben:

Aber warum gilt RIO BRAVO als der bessere Film - abgesehen davon, dass er zuerst das Licht der Leinwand erblickte ?


Weil er von der Mehrheit als der Bessere angesehen wird. Der Konsens ist halt für ihn.
Sieht man auch ganz gut an der S&S Liste, in der RB unter den Top 100 ist, und ED wahrscheinlich nicht mal unter den ersten 1.000. Das ist keine Wahrheit, aber die Abbildung eines Konsens. Der natürlich nichts am eigenen Geschmack ändern kann, will, sollte.


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 Betreff des Beitrags: Re: EL DORADO - Howard Hawks
BeitragVerfasst: 12.09.2017 19:58 
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Stanton hat geschrieben:
Frank hat geschrieben:

Gemäß dem Western-Lexikon von Joe Hembus könnten John Ford's THE SEARCHERS (1956) und Howard Hawks' RIO BRAVO (1958) als die besten US-Western aller Zeiten angesehen werden.


Woran machst du das denn fest?

Übrigens, da wir hier bei unterschiedlichen Vorlieben sind, bei The Man Who Knew Too Much bevorzuge ich die 34er Version.



Die Ausführlichkeit, mit welcher Hembus den Eintrag über RIO BRAVO positiv heraushob, wurde nur von jener zu THE SEARCHERS übertroffen.
Nach dieser Les'art dürfte die Nr. 3 dann schon verdientermaßen C'ERA UNA VOLTA IL WEST sein.

Der 34er Hitchcock ist ziemlich gut und Doris Day zieht das Remake etwas herunter, welches andererseits u. a. von Jimmy Stewart, dem Lokalkolorit und der spannenderen Handlung profitiert.
Keine einfache Entscheidung also - anders als bei Hawks selber, welcher mit dem Remake seines eigenen BALL OF FIRE (1941) einen schwächeren Film inszenierte (A SONG IS BORN, 1948).


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 Betreff des Beitrags: Re: EL DORADO - Howard Hawks
BeitragVerfasst: 12.09.2017 20:24 
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Frank hat geschrieben:

Die Ausführlichkeit, mit welcher Hembus den Eintrag über RIO BRAVO positiv heraushob, wurde nur von jener zu THE SEARCHERS übertroffen.
Nach dieser Les'art dürfte die Nr. 3 dann schon verdientermaßen C'ERA UNA VOLTA IL WEST sein.


Das musste ich doch mal checken. Da sind aber noch eine Reihe mehr Filme die ähnlich lange Einträge haben wie Rio Bravo. Darunter auch High Noon, den Hembus eher nicht so mag.


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 Betreff des Beitrags: Re: EL DORADO - Howard Hawks
BeitragVerfasst: 06.10.2017 12:36 
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mike siegel hat geschrieben:
DORADO ist ein toller, wundervoller... aber, Abklatsch von BRAVO. Die Konstellation der Männergruppe ist
Hawks TOP, Wayne - Martin - Brennan - Ward Bond... Der Film hat weniger Plot als DORADO und funktioniert
daher nur (für den Zuschauer) auf höchsten Niveau, wenn man sich in diese Figuren und die Dialoge verliebt.
Da gibt es mind. 50 "Momente" (in DORADO vielleicht 10).



Und da finde ich halt, daß da gefühlt ungefähr gleich viele dieser Momente sind, während Rio Lobo da eher wenig von hat.

Auch sehe ich El Dorado nicht als Abklatsch (tust du sicher auch nicht wirklich) sondern als Variation. Was genau genommen ohnehin auf so einige Hawks Filme zutrifft.

Die 2. Hälfte von ED vor allem ist eine Tempo-Variation von RB, aber Hawks verbessert auch das eine oder andere dabei. Wenn er z.b. den Revolvermann der Baddies Würde verleiht in dem er ihn zu einem Bruder im Geiste macht, und seine Ende dann ein Gefühl von Tragik erzeugt, während in RB die Baddies alle gesichtslos bleiben.


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 Betreff des Beitrags: Re: EL DORADO - Howard Hawks
BeitragVerfasst: 08.10.2017 15:05 
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Stanton hat geschrieben:
mike siegel hat geschrieben:
DORADO ist ein toller, wundervoller... aber, Abklatsch von BRAVO. Die Konstellation der Männergruppe ist
Hawks TOP, Wayne - Martin - Brennan - Ward Bond... Der Film hat weniger Plot als DORADO und funktioniert
daher nur (für den Zuschauer) auf höchsten Niveau, wenn man sich in diese Figuren und die Dialoge verliebt.
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Und da finde ich halt, daß da gefühlt ungefähr gleich viele dieser Momente sind, während Rio Lobo da eher wenig von hat.

Auch sehe ich El Dorado nicht als Abklatsch (tust du sicher auch nicht wirklich) sondern als Variation. Was genau genommen ohnehin auf so einige Hawks Filme zutrifft.

Die 2. Hälfte von ED vor allem ist eine Tempo-Variation von RB, aber Hawks verbessert auch das eine oder andere dabei. Wenn er z.b. den Revolvermann der Baddies Würde verleiht in dem er ihn zu einem Bruder im Geiste macht, und seine Ende dann ein Gefühl von Tragik erzeugt, während in RB die Baddies alle gesichtslos bleiben.


Das würde ich genau so unterschreiben ;)


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