Dirty Pictures

Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Betreff des Beitrags: Re: SILVER SCREEN - Welcher Film wurde zuletzt im KINO gesehen?
BeitragVerfasst: 09.05.2017 19:00 
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Get out

Ein junges Paar, sie (Rose) weiß, er (Chris) schwarz. Die beiden sind auf dem Weg zu ihren Eltern, weiße Oberschicht auf dem Lande, er Neurochirurg, sie Psychiaterin. Chris hat Befürchtungen, denn Rose hat ihren Eltern seine Hautfarbe bisher verschwiegen. Nicht doch, natürlich sind ihre Eltern keine Rassisten, die hätten Obama auch noch ein drittes Mal gewählt, wenn es denn möglich gewesen wäre.

Doch zu Hause angekommen, ist es mit einem ruhigen Wochenende vorbei. Denn just an diesem Wochenende findet eine große Familienfeier statt. Roses Mutter verpasst Chris gleich eine Hypnosetherapie, um ihm das Rauchen abzugewöhnen, und Roses Bruder ist schräg drauf. Und die beiden schwarzen Bediensteten der Armitages benehmen sich auch verdammt seltsam. Und wer zieht ständig das Ladekabel aus Chris' Smartphone?

Auch wenn in den Kritiken zu recht auf die politische Note des Films verwiesen wird, erscheint es mir am sinnvollsten, vorab nicht mehr zu wissen. Der Film driftet nämlich in eine Richtung, die wohl die wenigsten Zuschauer erwartet hätten, und da wären Spoiler schon ziemlich unschön. Die Richtung wird dann auch durchgezogen, um am Ende dann leider doch zu schwächeln.

Das Geld für ein Kinoticket ist hier aber nicht verschwendet. ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: SILVER SCREEN - Welcher Film wurde zuletzt im KINO gesehen?
BeitragVerfasst: 10.05.2017 01:03 
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The Lost City of Z

Ein weiteres Meisterwerk von Meisterregisseur James Gray: check.
Ich hab den nur digital gesehen, und mag mir kaum vorstellen, wie wahnsinnig gut das Ganze auf 35mm aussehen könnte. :shock:

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To please the majority is the requirement of the Planet Cinema. As far as I'm concerned, I don't make a concession to viewers, these victims of life, who think that a film is made only for their enjoyment, and who know nothing about their own existence.


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 Betreff des Beitrags: Re: SILVER SCREEN - Welcher Film wurde zuletzt im KINO gesehen?
BeitragVerfasst: 14.05.2017 15:23 
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Ein Dorf sieht schwarz

The story is true: Ein junger Mann aus Zaire absolviert in den 70ern sein Medizinstudium in Frankreich und übernimmt die Stelle des Dorfarztes in einem kleinen Provinzkaff, wo man offenbar noch nie einen schwarzen Mann gesehen hat und die Bewohner auf den Doktor und seine Familie abweisend/feindselig/rassistisch (bitte selbst aussuchen) reagieren, und lieber in die nächste Stadt fahren, um sich behandeln zu lassen. Kommunalpolitische Machtspielchen führen dazu, dass ihm auch seine Arbeitserlaubnis zwischendurch entzogen wird, bis Onkel Doktor doch sein Können beweisen kann. Daraufhin lassen sich die Dorfbewohner nur noch von ihm behandeln und alle lebten glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende, und niemand in Marly-Gomont wählte jemals den Front National.

Gefällige Komödie, die zeigt, dass zumindest manchmal in der Realität Menschen sich positiv verändern können.


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 Betreff des Beitrags: Re: SILVER SCREEN - Welcher Film wurde zuletzt im KINO gesehen?
BeitragVerfasst: 14.05.2017 16:05 
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ugo-piazza hat geschrieben:
Ein Dorf sieht schwarz

The story is true: Ein junger Mann aus Zaire absolviert in den 70ern sein Medizinstudium in Frankreich und übernimmt die Stelle des Dorfarztes in einem kleinen Provinzkaff, wo man offenbar noch nie einen schwarzen Mann gesehen hat und die Bewohner auf den Doktor und seine Familie abweisend/feindselig/rassistisch (bitte selbst aussuchen) reagieren, und lieber in die nächste Stadt fahren, um sich behandeln zu lassen. Kommunalpolitische Machtspielchen führen dazu, dass ihm auch seine Arbeitserlaubnis zwischendurch entzogen wird, bis Onkel Doktor doch sein Können beweisen kann. Daraufhin lassen sich die Dorfbewohner nur noch von ihm behandeln und alle lebten glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende, und niemand in Marly-Gomont wählte jemals den Front National.

Gefällige Komödie, die zeigt, dass zumindest manchmal in der Realität Menschen sich positiv verändern können.


Das hier ist die Vorlage, bzw. das Original: *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***

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Zuletzt geändert von Dr. Zombi am 14.05.2017 16:21, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: SILVER SCREEN - Welcher Film wurde zuletzt im KINO gesehen?
BeitragVerfasst: 14.05.2017 16:09 
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ugo-piazza hat geschrieben:
Gefällige Komödie, die zeigt, dass zumindest manchmal in der Realität Menschen sich positiv verändern können.


Unterschreibe ich voll und ganz. Guter Tenor, aber zu gefällig inszeniert, um als großer Wurf eingestuft zu werden.


Abgang mit Stil (US 2017)

Sympathische Komödie um 3 Rentner, welche um ihr Geld gebracht wurden und mit Raubzug gegen den Verursacher, die Bank, wieder Gerechtigkeit herstellen wollen. Wenn man über die eine oder andere Slapstick-Einlage hinwegsehen kann, macht der Film Spaß. Die 3 Hauptdarsteller machen einen astreinen Job. Ich mag Michael Caine sehr, schon seit ich als kleiner Knirps Italian Job gesehen habe. Mein Lieblingsfilm mit ihm ist nach wie vor Ipcress.

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 Betreff des Beitrags: Re: SILVER SCREEN - Welcher Film wurde zuletzt im KINO gesehen?
BeitragVerfasst: 14.05.2017 17:19 
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Paul Naschy hat geschrieben:
ugo-piazza hat geschrieben:
Gefällige Komödie, die zeigt, dass zumindest manchmal in der Realität Menschen sich positiv verändern können.


Unterschreibe ich voll und ganz. Guter Tenor, aber zu gefällig inszeniert, um als großer Wurf eingestuft zu werden.


Abgang mit Stil (US 2017)

Sympathische Komödie um 3 Rentner, welche um ihr Geld gebracht wurden und mit Raubzug gegen den Verursacher, die Bank, wieder Gerechtigkeit herstellen wollen. Wenn man über die eine oder andere Slapstick-Einlage hinwegsehen kann, macht der Film Spaß. Die 3 Hauptdarsteller machen einen astreinen Job. Ich mag Michael Caine sehr, schon seit ich als kleiner Knirps Italian Job gesehen habe. Mein Lieblingsfilm mit ihm ist nach wie vor Ipcress.


Der ist ja ein Remake von "Die Rentner-Gang" von Martin Brest, den ich gerne wiedersehen würde.


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 Betreff des Beitrags: Re: SILVER SCREEN - Welcher Film wurde zuletzt im KINO gesehen?
BeitragVerfasst: 14.05.2017 20:55 
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Oha, das wusste ich nicht, danke für die info! Martin Brest… Wir haben letztes Jahr im KultKino den 35mm-Trailer des 80er Klassikers Wargames – Kriegsspiele gezeigt :)

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 Betreff des Beitrags: Re: SILVER SCREEN - Welcher Film wurde zuletzt im KINO gesehen?
BeitragVerfasst: 25.05.2017 10:01 
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Der Mann, der zuviel wusste (1956)

Hitchcocks Klassiker als 35mm-Kopie im Metropolis, das kann man sich nicht entgehen lassen. James Stewart lässt zu sehr den Ami raushängen und Doris Day ist in ihrer ewigen Hausfrauenidentität nur schwer erträglich, die Story ist aber gleichwohl sehr gelungen und lässt auch eine gewisse Portion britischen Humors nicht vermissen (Herrlich, die Szenen beim Tierpräparator!). Und Reggie Nalder ist natürlich auch stets gerne gesehen.

Die 1934er-Version sollte ich mir wohl auch mal anschauen...


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 Betreff des Beitrags: Re: SILVER SCREEN - Welcher Film wurde zuletzt im KINO gesehen?
BeitragVerfasst: 27.05.2017 21:40 
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HERR SATAN PERSÖNLICH - Orson Welles (1955)

Es war das erste Mal, dass ich einen Welles im Kino sehen konnte und dann gleich einen, den ich unter meinen Top 3 von Welles' Regiearbeiten habe.
Feine Sache, obwohl es manchmal schwierig wird, der Geschichte zu folgen und den Überblick zu behalten, wer wer ist und was mit wem gemacht hat oder haben soll und wie sie überhaupt alle zusammengehören.
Trotzdem ein schöner Film, dessen hohe Qualität nicht zuletzt an der Präsenz von Orson Welles liegt, speziell wenn er in Gesprächen mit diabolischem Blick in die Kamera starrt.
Unterstützt von einer hervorragenden Kameraarbeit, geraten jene Szenen immer wieder zu Belegen, welch ein Genie Welles eigentlich war.
Denn diese Szenen erzeugen eine ganz eigene beklemmende Stimmung, die sich m.E. gar nicht so einfach in Worte fassen lässt; das muss man selbst gesehen haben.
Überdies profitiert der Film natürlich auch von den Locationwechseln und (auch wenn es vielleicht manchen unpassend erscheinen mag) auch vom Humor, der stellenweise eingestreut wird.

Für mich war es jedenfalls ein netter Kinoabend und den Film kann ich nur wärmstens empfehlen (wie fast alles von Welles).


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 Betreff des Beitrags: Re: SILVER SCREEN - Welcher Film wurde zuletzt im KINO gesehen?
BeitragVerfasst: 25.06.2017 21:46 
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DIE BASILISKEN - Lina Wertmüller (1963)

Die drei Freunde Antonio (Antonio Petruzzi), Francesco (Stefano Satta Flores) und Sergio (Sergio Ferrannino) haben, obwohl aus unterschiedlichen sozialen Schichten stammend, nur einen Traum:
Weg aus dem Heimatort, wo sich sowieso nichts tut, hinein ins wahre Leben, ab in die großen Städte.
Bari wäre schon schön, Rom noch besser, nur wer kann sich das leisten?
So leben sie eben dahin in einem Ort, der ihnen eigentlich nichts zu bieten hat.
Bis sich für Antonio eines Tages doch die Chance bietet, endlich einmal auszubrechen aus dem alltäglichen Nichtstun.
Eine Tante kommt aus Rom zu Besuch und nimmt ihn bei ihrer Abreise mit...

In ihrem Regie-Debüt erzählt Lina Wertmüller vom Leben in einem kleinen verschlafenen Ort in der Basillicata.
Fast semidokumentarisch, könnte man meinen, zeigt sie drei Freunde, die nicht mehr zu tun haben, als auf Brautschau zu gehen, denen das aber zu wenig ist.
Gewissermaßen ist der Film also doch sehr eintönig, aber das ist in dem Fall überhaupt nicht negativ zu sehen.
Ein bisschen ist auch der Neorealismus noch zu spüren, der damals eigentlich schon abgeklungen war.
Im Großen und Ganzen sehr gut gemacht, schön fotografiert von Gianni Di Venanzo, abgerundet von einem der ersten Scores von Ennio Morricone.
Die Musik war übrigens damals schon als Morricone erkennbar, dieses gewisse Etwas ist bereits eindeutig herauszuhören.
In Summe sind DIE BASILISKEN wahrlich nichts alltägliches und Lina Wertmüller hat sich damit schon als sehr unkonventionell profiliert; empfiehlt sich bereits mit diesem Film als Regisseurin, mit der man sich als Italo-Fan genauer auseinandersetzen sollte.


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 Betreff des Beitrags: Re: SILVER SCREEN - Welcher Film wurde zuletzt im KINO gesehen?
BeitragVerfasst: 02.07.2017 18:19 
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DARK CIRCUS – Julia Ostertag (2016)

Story: Johanna ist Anfang 20, frisch aus einem McJob gekündigt und nur lose mit oberflächlichen Gleichaltrigen befreundet. Die zur Borderline- Störung neigende junge Frau driftet ziellos durchs Leben, bis sie durch unklar bleibende Umstände in eine parallele Existenz des Düsteren, Okkulten und Schmerzhaften gezogen wird, um dort nach vorhergehenden Initiationsriten die finale Verwandlung zur selbstbestimmten Frau zu durchlaufen...

Die lediglich als rudimentär zu bezeichnende Story dient vorliegend als Gerüst, um den Zuschauer auf einen audiovisuellen Trip in die dunklen Schichten einer sich entwickelnden Persönlichkeit zu schicken. Dies gelingt der deutschen Produktion überwiegend gut, jedoch gibt es deutliche qualitative Brüche innerhalb des Filmes, da man sich im Setting teils zu sehr an der Fetisch- und S/M- Szene orientiert.
In den Augenblicken nämlich, in denen Hauptdarstellerin Angela Maria Romacker, die mit einer beinahe als erhaben zu deklarierenden schauspielerischen Leistung durch den Film schwebt, den Performances der Louis Fleischauer Flesh Art Group beiwohnen muss, wird der Zuschauer aus dem eigentlich stimmungsvollen Setting herausgerissen und muss erdulden, wie sich Menschen extremen Körpermanipulationen aussetzen; der ansonsten eher einlullend ambiente Filmscore switcht in diesen Szenen zudem in Richtung Industrial.
Das vermutlich zugrunde liegend Ziel dieses wechselnden Inszenierungsstils mag wohl Ausdruck zur Verbundenheit / Zugehörigkeit zum transgressiven Kino sein, jedoch wirkte der Film in diesen Momenten auf mich eher bemüht, da ich lediglich tätowierte und gepiercte Szenezugehörige sah, die sich nach meinem Dafürhalten schmerzhafte und seltsam anmutende Dinge antaten.
Ohne die eben besagten Performance- Einschübe und S/M-Szenen wäre der Film mutmaßlich homogener geraten und könnte somit auch den Rezipienten, der mit der S/M- Szene nichts am Hut hat, besser erreichen.
Die teils unnötigen Reflexionen zum Thema „Schmerz“ hätte man schlicht gerne tiefer in den Hintergrund stellen können.

In den Momenten jedoch, in denen in schwarz / weiß gehaltene Bilder mit teils ikonischem Bildcharakter (Menschen in zerbröckelnden Hautfassaden, Tiermenschen,...) mit einem dunkel- ambienten Filmscore unterlegt sind, bekommt man einen überaus stimmungsvollen Film geboten, der mich in ästhetischer Hinsicht teils an Clive Barkers psychosexuelle Visionen in Hellraiser erinnerte. Zudem verfügt der Film glücklicherweise überwiegend über Szenen, deren Ursprünge ich eher im Bereich der Gotik und Romantik verortet sah, allzumal in filmischen Monologen auch auf Poe verwiesen wird.
Und glücklicherweise kam der Vorstand des kleinen und sehr feinen Filmclubs, in dem der Film anlässlich seines eigenen runden Geburtstages (dem des Clubs) vorgeführt wurde, dem Zuruf der ebenfalls anwesenden Regisseurin Julia Ostertag nach, die noch kurz vor Beginn empfahl: „Mach schön laut“.
Denn die überaus dichten Soundscapes des Stiglegger- Musikprojektes „Vortex“ gaben dem Film den eigentlichen Schliff und veredelten ihn sogar. Das ein- und ausatmende Hauptthema des Soundtracks hatte auf mich eine sehr beruhigende Wirkung und versetzte mich in eine Stimmung, in denen die Pforten der Wahrnehmung weit geöffnet waren.
Eine weitere Szene des Films flashte mich in akustischer Hinsicht ebenfalls besonders gut: Johanna bekommt – gerade in der Fetisch- Parallelwelt weilend - einen Telefonanruf ihrer Mutter in der realen Welt nur noch beiläufig mit; inszenatorisch ist der Anruf durch eine schräge Soundverfremdung von Telefonklingeln und der Stimme der Mutter umgesetzt, die mich begeisterte.
Lange im visuellen Gedächtnis bleiben werden mir auch die Schlussminuten des Filmes, in denen schwarz- weiße Close- Ups von Augenpartien und Augen in wunderbaren Bildern übereinandergelegt werden.

In der Summe wohl einen schmerzhaften Blick wert.


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 Betreff des Beitrags: Re: SILVER SCREEN - Welcher Film wurde zuletzt im KINO gesehen?
BeitragVerfasst: 29.07.2017 03:29 
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DUNKIRK
Gestern gesehen und mega beeindruckt von den phänomenalen, kalt und tristen Aufnahmen, optisch eine Wucht, ebenso vom bedrohlichen Soundtrack. Etwas schade fand ich wie vorher schon bekannt das fehlen einer Identfikationsfigur/Helden... aber der Krieg wurde nunmal von unbekannten ausgetragen ;)
Umbedingt im Kino ansehen, zuhause würde er seine Wirkung verfehlen


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 Betreff des Beitrags: Re: SILVER SCREEN - Welcher Film wurde zuletzt im KINO gesehen?
BeitragVerfasst: 29.07.2017 06:42 
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Il Nero hat geschrieben:
DUNKIRK
Gestern gesehen und mega beeindruckt von den phänomenalen, kalt und tristen Aufnahmen, optisch eine Wucht, ebenso vom bedrohlichen Soundtrack. Etwas schade fand ich wie vorher schon bekannt das fehlen einer Identfikationsfigur/Helden... aber der Krieg wurde nunmal von unbekannten ausgetragen ;)
Umbedingt im Kino ansehen, zuhause würde er seine Wirkung verfehlen


heute abend ist IMAX angesagt. :mrgreen:


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 Betreff des Beitrags: Re: SILVER SCREEN - Welcher Film wurde zuletzt im KINO gesehen?
BeitragVerfasst: 29.07.2017 18:26 
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Il Nero hat geschrieben:
DUNKIRK
Gestern gesehen und mega beeindruckt von den phänomenalen, kalt und tristen Aufnahmen, optisch eine Wucht, ebenso vom bedrohlichen Soundtrack. Etwas schade fand ich wie vorher schon bekannt das fehlen einer Identfikationsfigur/Helden... aber der Krieg wurde nunmal von unbekannten ausgetragen ;)
Umbedingt im Kino ansehen, zuhause würde er seine Wirkung verfehlen

Yep! Das kann ich auch nur jedem empfehlen!
Bilder und vor allem der Sound ist ne Wucht!

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 Betreff des Beitrags: Re: SILVER SCREEN - Welcher Film wurde zuletzt im KINO gesehen?
BeitragVerfasst: 30.07.2017 18:12 
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BABY DRIVER
der Kinosommer geht weiter, wieder ein bemerkenswert gemachter Film, fast ausschließlich getrieben von Musik; 80% der Szenen sind nach dem Beat der Musik geschnitten und das auf die Sekunde genau ! Bemerkenswert !!! Zum mega groovigen Soundtrack gibts klasse handgemachte (z.T harte) Action und viele bekannte Gesichter. Ansel Elgort erinnert vom Aussehen her etwas an Brando. Wunderbarer Newcomer. Von mir gibts eine uneingeschränkte Empfehlung. Edgar Wright hat hier alles richtig gemacht.


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 Betreff des Beitrags: Re: SILVER SCREEN - Welcher Film wurde zuletzt im KINO gesehen?
BeitragVerfasst: 02.08.2017 08:54 
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Il Nero hat geschrieben:
BABY DRIVER
der Kinosommer geht weiter, wieder ein bemerkenswert gemachter Film, fast ausschließlich getrieben von Musik; 80% der Szenen sind nach dem Beat der Musik geschnitten und das auf die Sekunde genau ! Bemerkenswert !!! Zum mega groovigen Soundtrack gibts klasse handgemachte (z.T harte) Action und viele bekannte Gesichter. Ansel Elgort erinnert vom Aussehen her etwas an Brando. Wunderbarer Newcomer. Von mir gibts eine uneingeschränkte Empfehlung. Edgar Wright hat hier alles richtig gemacht.


Jap! Auch gesehen und genau der selben Meinung. Macht uneingeschränkt Laune der Film!


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 Betreff des Beitrags: Re: SILVER SCREEN - Welcher Film wurde zuletzt im KINO gesehen?
BeitragVerfasst: 03.08.2017 18:38 
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Kinosommer die dritte, wer braucht schon schönes Wetter und Grill wenn es Kinos gibt :D
GRIASNOCKERLAFFÄRE sei allen heimatverbundenen Bayern (und auch allen anderen) empfohlen. Locker leichte Krimiunterhalung wie die 3 Vorgänger.


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 Betreff des Beitrags: Re: SILVER SCREEN - Welcher Film wurde zuletzt im KINO gesehen?
BeitragVerfasst: 17.08.2017 21:10 
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Kinosommer die 4. BULLYPARADE DER FILM.
Ob man den Humor mag muss jeder für sich selber wissen, ich mag Bully, sah seine Parade so mit 6-7 Jahren das erste mal ohne die Witze zum Teil überhaupt zu verstehen. Der Schuh des Manitou und Traumschiff Suprise sind für mich mit die besten deutschen Komödien und seine Interpretation vom Brandtner Kasper mag ich auch sehr gerne. Diese Wicki Filme und Buddy... naja. Aber jetzt sein neuster Film ist für mich fast ein totall Reinfall. Es gibt haufenweise anspielungen auf alte und neue Filme aber er ist weitesgehend unlustig nd durch die vielen kleinen nicht zusammenhängenden geschichten auch belanglos. Das beste waren noch die Outtakes.
Schade drum


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 Betreff des Beitrags: Re: SILVER SCREEN - Welcher Film wurde zuletzt im KINO gesehen?
BeitragVerfasst: 17.08.2017 23:06 
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Il Nero hat geschrieben:
Der Schuh des Manitou und Traumschiff Suprise sind für mich mit die besten deutschen Komödien [...]

Mein Beileid! :cry:





:mrgreen: :P ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: SILVER SCREEN - Welcher Film wurde zuletzt im KINO gesehen?
BeitragVerfasst: 18.08.2017 08:06 
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Andere Generation, Humor und vorallem andere Geschmäcker sag ich da nur ;)
Manitou war der allererste Film den ich im Kino sah :)


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 Betreff des Beitrags: Re: SILVER SCREEN - Welcher Film wurde zuletzt im KINO gesehen?
BeitragVerfasst: 18.08.2017 19:38 
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DER DUNKLE TURM
Kino, die fünfte... kenne die Bücher nicht. Für nicht eingeweihte wie mich gabs einige coole Szenen. Größtenteils jedoch belanglos, wenn auch nicht schlecht gemacht. 6/10 so


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 Betreff des Beitrags: Re: SILVER SCREEN - Welcher Film wurde zuletzt im KINO gesehen?
BeitragVerfasst: 23.08.2017 20:47 
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Sie nannten ihn Spencer

Die Interviews fand ich sehr interessant, die Gesprächspartner gut gewählt. Die Idee, immer wieder Szenen aus den alten Filmen zwischenzuschneiden, nutzt sich im Laufe des Films, der auch gerne etwas kürzer hätte sein können, doch etwas ab. Und die Stimme von Danneberg klingt auch nicht mehr so richtig frisch.

Inwieweit die Reise mit dem Blonden und dem Blinden, die ja zwei weitgehend sympathische Kerle sind, gefaked ist, vermag ich nicht zu sagen. In Rom hat deren VW Bus aber eine wunderbare Wandlung vollzogen, vom Allrad-Modell "Synchro" zu einem Standardmodell in anderer Farbe und italienischen Kennzeichen. Und warum hat der Allrad-Bully mal eine Zulassungsplakette und dann wieder nicht? Hoppla...

Würde ich mir aber im TV erneut anschauen.



Der Pate

Coppolas erstes großes Meisterwerk auf großer Leinwand. 10/10 Pferdeköpfe


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 Betreff des Beitrags: Re: SILVER SCREEN - Welcher Film wurde zuletzt im KINO gesehen?
BeitragVerfasst: 04.09.2017 13:02 
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ATOMIC BLONDE,
Sehr stylischer Spionagefilm mit einigen sehr langen (u.a. Action-) Szenen ohne einen einzigen Schnitt. Das, harte Action, eine sexy Charlize Theron und coole 80er Mukke reichen um sich für 2 Stunden berieseln zu lassen. Styler over Substance heißt hier das Motto, sprich wer über einige Logiklöcher hinweg sehen kann, hat es mit einem angenehmen Filmchen zu tun. 7/10


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 Betreff des Beitrags: Re: SILVER SCREEN - Welcher Film wurde zuletzt im KINO gesehen?
BeitragVerfasst: 18.09.2017 11:24 
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Habe letzte Woche "Barry Seal" im Kino gesehen. Äußerst sympathischer Film über den bekannten Drogenschmuggler mit Tom Cruise in der Hauptrolle. Erinnert etwas an den artverwandten "Blow". Jeder der "Blow" mochte sollte sich auch "Barry Seal" zu Gemüte führen. Hat wirklich Spaß gemacht.

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 Betreff des Beitrags: Re: SILVER SCREEN - Welcher Film wurde zuletzt im KINO gesehen?
BeitragVerfasst: 19.09.2017 20:20 
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Magical Mystery

Ich hätte ja erwartet, dass zunächst mal "Der kleine Bruder" verfilmt wird, aber das Buch hat ja gerade mit "Wiener Straße" einen unmittelbar anschließenden Nachfolger erhalten. Vielleicht fasst man die beiden dann ja verfilmungsmäßig zusammen.

Also erstmal "Magical Mystery", das die Geschichte von Karl Schmidt in Hamburg Mitte der 90er weiterführt, wo er in einer Drogen-WG lebt, als er zufällig zwei alte Freunde aus Berliner Zeiten wiedertrifft, die nun mit einem Techno-Label erfolgreich wurden und just einen Fahrer für die bevorstehende "Magical Mystery"-Tournee brauchen.

Wie schon damals bei "Herr Lehmann" steht man vor dem Problem, den Roman in einen Film zu transformieren, und dabei gezwungenermaßen Regeners herrliche Bandwurmsätze ("Wiener Straße" bietet gleich auf der ersten Seite, der sich über 3 Seiten zieht!) voller Gedanken seiner Protagonisten über Bord werfen zu müssen, wie auch die Handlung gestrafft werden muss. So wird daraus eher ein "Best of", dass sich aber gut schauen lässt. Und Charly Hübner macht sich hervorragend als Karl Schmidt.

Nur
dass im Film der Auftritt von Erwin Kächele fehlt
, nehme ich echt übel.


Lasciati Andare

Der Psychoanalytiker Elia erlebt täglich so viele Emotionen seiner Patienten, dass er sie im eigenen Leben lieber fernhält. Er wahrt stets professionelle Distanz, nur seine Leidenschaft zu Süßspeisen kriegt er nicht unter Kontrolle. Bald setzt ihn sein Arzt auf Diät und schickt ihn ins Fitnessstudio. Dort trifft er auf die quirlige junge Trainerin Claudia, die es eher mit dem Körperkult als mit der Seele hält und wenig Verständnis für aus der Form geratene Intellektuelle wie Elia hat. Vor allem hat sie das Talent, jeden, der ihr über den Weg läuft, in ihre persönlichen Schwierigkeiten zu verstricken. Und Claudia steckt immer in seltsamen Schwierigkeiten. Aktuell ist ihr ein jugendlicher Gangster auf den Fersen, und ehe er sich versieht, gerät Elias Leben mehr in Schwung als er sich das jemals hätte träumen lassen…


Aktuelle italienische Komödie auf den Spuren von Woody Allen zu den Zeiten von "Whatever works", spaßig und sehenswert.


L'ora legale

Die Kleinstadt Pietrammare in Sizilien leidet unter der Misswirtschaft des langjährigen korrupten Bürgermeisters Gaetano Patanè, der alle Tricks kennt und politische Gegner rechtzeitig auszuschalten versteht. Bei den anstehenden Wahlen traut sich einzig der integre, aber unerfahrene Lehrer Pierpaolo Natoli als Außenseiter gegen ihn anzutreten. Patanè ist siegessicher, doch das Wunder geschieht: Die Einwohner haben die Nase voll vom Sumpf der Korruption und wählen Natoli zum neuen Bürgermeister. Der hält sein Wahlversprechen und regiert die Stadt ab sofort kompromisslos nach den Prinzipien von Ordnung, Ehrlichkeit und Gesetzestreue. Das hatte natürlich niemand erwartet. Schon bald ebbt die Begeisterung der Wähler ab und die ersten Bürger fordern die Rückkehr zum alten, bequemeren System…


Aktuelle italienische Komödie, die zweite. Hier als sizilianische Groteskvariante, denn es fordern bald nicht nur "die ersten Bürger" die Wiederkehr der alten Zustände, sondern praktisch jeder, denn praktisch jeder mißachtet auf Sizilien irgendeine Regel und wird vom neuen Bürgermeister sanktioniert. Von dessen Verwandten wird erwartet, das Verwandtschaftsverhältnis zum eigenen Vorteil zu nutzen, doch der Bürgermeister bleibt unbestechlich. Als auch noch der Pfarrer Steuern zahlen soll, ruft er zum Aufstand auf: Der Bürrgermeister muss weg, zur Not, indem man ihm etwas unterschiebt.

Zuweilen etwas zu sehr ins Groteske abgleitend, zeigt der Film doch herrlich, wie doppelzüngig sich doch die sizilianische Bevölkerung verhält. Zum Glück kommt das außerhalb Siziliens nicht vor...


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BeitragVerfasst: 21.09.2017 11:15 
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MOTHER! - Darren Aronofsky (USA 2017)

Beim neuesten Film von Aronofsky ist Vorsicht geboten. Es handelt sich bei Mother! nämlich mitnichten - wie viele Redakteure und Filmkritiker offenbar in völliger Unkenntnis beider Genres behaupten - um einen Thriller oder Horrorfilm, sondern um ein verschwurbeltes religiöses Gleichnis. Und diese Parabel wirkt maximal auf der Deutungsebene kongruent, die Story alleine für sich genommen ist nämlich ziemlicher Müll.
Man darf Mother! somit qualitativ eher in einem Atemzug mit The Fountain nennen, leider ist der Film meilenweit von Titeln wie Pi, Requiem for a dream oder Black Swan entfernt.
Ob ein paar stilistische Querverweise auf Polanskis Ekel oder Rosemaries Baby eine kleine positive Erwähnung wert sind, sei dahingestellt, allzumal diese im thematischen Gesamtkontext des Films (Vertreibung aus dem Paradies) eher unpassend wirkten.
Den Buh-Rufen, die Mother! bei den Filmfestspielen in Cannes eingeheimst hat, schließe ich mich hiermit an. :jc_boo:


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 Betreff des Beitrags: Re: SILVER SCREEN - Welcher Film wurde zuletzt im KINO gesehen?
BeitragVerfasst: 01.10.2017 17:20 
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FAUSTRECHT DER PRÄRIE - John Ford (1946)

Als Western-Fan seit frühester Kindheit (ja, ist bei mir wirklich so) weiß ich natürlich schon seit längerem um die Bedeutung von John Ford für das Westerngenre.
Trotzdem war das tatsächlich der erste Ford, den ich gesehen habe (zumindest in dem Bewusstsein, einen John-Ford-Film vor mir zu haben und in voller Länge).
Soll ja auch ein Klassiker sein, aber ein fehlerloser Über-Drüber-Film ist es wiederum nicht.
Sicher, die Besetzung ist gut und die Geschichte zwar nur eine der unzähligen Wyatt-Earp-Verfilmungen, aber interessant erzählt.
Der Film ist auch überwiegend sehr schön fotografiert, aber gerade da, wenn ich an die Außenaufnahmen denke, mit den Bergen des Monument Valley ringsum im Hintergrund, hätte ich mir schon des Öfteren Farbe gewünscht.
Abgesehen davon aber wirklich einwandfrei gemacht.
Die humoristischen Einschübe harmonieren wunderbar mit der überwiegend mythologisch betonten Erzählweise.
Also auf der einen Seite die Wyatt-Earp-Geschichte zum Mythos überhöht, auf der anderen Seite die Bodenständigkeit, die sich u.a. in den nicht wenigen humoristischen Einlagen widerspiegelt.
Im Großen und Ganzen hervorragend inszeniert, vor allem die O.K. Corral Schießerei und das "Vorspiel" dazu.
Keine Musik, nur Umgebungsgeräusche und dann eben die Schüsse; da könnte ich mir schon vorstellen, dass sich Leone diese Szene ganz genau angeschaut hat.
Trotz der vielen positiven Aspekte möchte ich aber nicht von einem makellosen Film sprechen und belasse es somit bei 8,5/10.


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 Betreff des Beitrags: Re: SILVER SCREEN - Welcher Film wurde zuletzt im KINO gesehen?
BeitragVerfasst: 02.10.2017 21:32 
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Stephen King's IT gestern im Kino gesehen. Wundervolle Neuverfilmung, wobei ich das Original ebenfalls sehr gerne hab. Ich fand "ES" in Kindestagen schon unglaublich gruselig und faszinierend. Die beiden Versionen lassen sich aber nur schwer miteinander vergleichen finde ich. Die Neuverfilmung macht jedenfalls unglaublich viel Spaß. Ich mag ja auch Filme wie "Goonies", "Stand By Me" oder die Serie "Stranger Things" sehr. Schaut "ES" euch an! Bin schon gespannt auf die Fortsetzung. Außerdem muss ich jetzt endlich mal das Buch lesen!
10/10

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 Betreff des Beitrags: Re: SILVER SCREEN - Welcher Film wurde zuletzt im KINO gesehen?
BeitragVerfasst: 04.10.2017 06:34 
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Djabartana hat geschrieben:
Stephen King's IT gestern im Kino gesehen. Wundervolle Neuverfilmung, wobei ich das Original ebenfalls sehr gerne hab. Ich fand "ES" in Kindestagen schon unglaublich gruselig und faszinierend. Die beiden Versionen lassen sich aber nur schwer miteinander vergleichen finde ich. Die Neuverfilmung macht jedenfalls unglaublich viel Spaß. Ich mag ja auch Filme wie "Goonies", "Stand By Me" oder die Serie "Stranger Things" sehr. Schaut "ES" euch an! Bin schon gespannt auf die Fortsetzung. Außerdem muss ich jetzt endlich mal das Buch lesen!
10/10


… dann wird dir auffallen, dass die verfilmung us-typisch etwas prüde ausgefallen ist. sex unter minderjährigen macht sich in den kino-charts anscheinend nicht so gut :mrgreen:

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 Betreff des Beitrags: Re: SILVER SCREEN - Welcher Film wurde zuletzt im KINO gesehen?
BeitragVerfasst: 04.10.2017 06:53 
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Jugend ohne Gott

Was im Trailer erschreckenderweise nach Tribute von Panem mit begrenztem Budget aussah, entpuppt sich zum Glück als gelungene Neuinterpretation eines der besten Bücher überhaupt, welches in den 30ern als antifaschistisches Statement leider ebenso wichtig war wie in der heutigen Zeit. Die Gesellschaftskritik bekommt in dieser Verfilmung, dem Zeitgeist geschuldet, noch weitere Facetten ("Illegale"/Flüchtlinge, Leistungsdruck der Konsumgesellschaft) und das ist gut so. Auch gut ist, dass wir es hier nicht mit einer Produktion zu tun haben, welche krampfhaft versucht, das Publikum mit einem positiven Gefühl aus dem Kinosaal zu entlassen.

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