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 Betreff des Beitrags: SNACKBAR BUDAPEST - Tinto Brass
BeitragVerfasst: 26.09.2017 16:38 
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Produktionsland/Jahr: Italien 1988
Darsteller: Giancarlo Giannini, Philippe Léotard, François Negret, Raffaella Baracchi, Tinto Brass, Carmen Di Pietro, Malisa Longo
Drehbuch: Tinto Brass
Produziert von: Giovanni Bertolucci & Galliano Juso
Musik: Zucchero

Mit der Absicht, in aller Diskretion eine Abtreibung vornehmen zu lassen, fährt der gescheiterte Jurist Avvocato mit seiner Geliebten Milena in einen kleinen Badeort an der italienischen Küste.
Doch hinter der idyllischen Fassade des kleinen Ortes steckt ein brodelndes Mafiakartell mit gravierenden Plänen.
Mafiaboss Molecola überredet Avvocato, ihm bei dem Aufbau eines riesigen Vergnügungsviertels zu helfen.
Doch bei seinem ersten Räumungseinsatz stößt Avvocato in der "Snackbar Budapest" auf ehemalige Mandanten.
Für ihn steht fest, er muss ihnen helfen.
Avvocato stellt sich selbstbewusst gegen seinen Auftraggeber, doch nicht ohne erschreckende Konsequenzen...
(Covertext; Ofdb)

SNACKBAR BUDAPEST hat innerhalb des Schaffens von Brass eine Ausnahmestellung.
Denn der Film entstand zu einer Zeit, zu der er sich eigentlich bereits dem Erotikfilm verschrieben hatte.
Nun ist dieser Film aber gar kein Erotikfilm in dem Sinn, sondern vielmehr als eine Art "Krimi-Intermezzo" zu betrachten.
Zwar ist ein erotischer Anteil ebenfalls vorhanden, aber der ist vergleichsweise eher klein.
Im Vordergrund steht die Mafia/Krimi-Thematik und auch ansonsten ist der Film vollkommen anders, als alles was man von Brass bis dahin gesehen hat.
Farblich dominieren grau, blau und schwarz (ein Großteil des Films spielt nachts), also kalte Farben, die hauptsächlich Tristesse vermitteln.
Mitunter verleiht die farbliche Gestaltung dem Film auch eine apokalyptische Note, die den pessimistischen Charakter des Gesamtwerks zusätzlich unterstreicht.
Dieser zeigt sich am deutlichsten in einer Szene, als der "Anwalt" mit seinen "Klienten" in ein Kino geht, wo gerade DER SCHLÜSSEL gezeigt wird.
Denn alleine aus Missfallen stürmen einige Leute von Molecola nach vorne und zerschneiden die Leinwand.
Viel bleibt hier also wirklich nicht über, von Brass wie man ihn normalerweise kennt.
Auch der diesmalige Gastauftritt von ihm macht da keine Ausnahme - wir sehen ihn hier als skrupellosen Richter, der es anscheinend mit "Im Zweifelsfall FÜR den Angeklagten" nicht so genau nimmt.
Das einzige, wirklich EINZIGE, was er auch hier gemacht hat, wie man es aus früheren Filmen kennt, ist, seiner Liebe zum Tanz freien Lauf zu lassen.
Somit werden wenigstens kurze Momente der Unbeschwertheit dem überwiegenden Pessimismus gegenübergestellt.
Abgesehen von dieser einen Tanz-Szene besteht der Soundtrack aus klassischem 80er-Pop, was zur Stimmung des Films wie die Faust aufs Auge passt.
Um aber jetzt zum Abschluss zu kommen:
SNACKBAR BUDAPEST ist anfangs sicherlich gewöhnungsbedürftig, aber ich denke, wenn man den Film etwas offener angeht, wird man auch damit zufrieden sein können.
7,5/10

Deutscher Trailer:
www.youtube.com Video From : www.youtube.com


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