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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Betreff des Beitrags: CHRISTIANE F. - WIR KINDER VOM BAHNHOF ZOO - Uli Edel
BeitragVerfasst: 04.01.2010 23:25 
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Gestern hab ich mir nach langer Zeit mal wieder Uli Edels 1981erVerfilmung von "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" angesehen. Den Film hab ich vor über 20 Jahren mal im TV gesehen, als ich damals in meiner Jugend von meiner Mutter genötigt wurde, mir den Film zwecks Abschreckung vor der Welt der Drogen (was i.ü. funktioniert hat) anzusehen.

Und der Film funktioniert auch heute noch. Beim anschauen fielen mir glatt längst vergessene Bekannte aus meiner Jugend, von denen ich nie wieder was gehört habe. Edel drehte tatsächlich am Bahnhof Zoo, er fängt die Tristesse dort ein, er zeigt, wie Christiane und Detlef beim Entzug das Bettlaken vollkotzen, er benennt die Thematik der Beschaffungsprostitution.

Und während Edels Film (den man DVD für geringes Geld mittlerweile bekommt) tatsächlich den von manchen Eltern erwünschten Abschreckungseffekt erzeugt, ist Walter Boos' 1979 (also nach dem Erscheinen des Christiane F. Buchs, aber vor dessen Verfilmung) entstandener "Mädchen zwischen Schulbank und Bahnhof Zoo" aka "Die Schulmädchen vom Bahnhof Zoo" ein sehr merkwürdiges Filmchen, dass eher auf dubiose ältere Herrschaften als Zuschauer spekuliert haben mag.

Jetzt, nachdem ich auch den Edel erneut gesehen habe, fällt mir erst so richtig auf, wie unterschiedlich die beiden Filme trotz mancher zwangsläufigen Parallele eigentlich gestaltet sind. Edel fährt auf der realistischen Schiene, Boos schwankt ständig zwischen Teenie-Komödie und Deep Sleaze.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wir Kinder vom Bahnhof Zoo (+ Rip-Off)
BeitragVerfasst: 04.01.2010 23:34 
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Hmm, Christiane F. kennt wohl jeder, der ist ganz nett. Den Walter Boos würde ich auch zu gerne mal sehen... :)

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 Betreff des Beitrags: Re: Wir Kinder vom Bahnhof Zoo (+ Rip-Off)
BeitragVerfasst: 05.01.2010 03:49 
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Eigentlich müsste der Titel des Threads ausgebessert werden, denn chronologisch gesehen ist ja "Christiane F." das Ripoff von "Die Schulmädchen vom..." :P :mrgreen:

Auch für mich ist Edels Version ganz klar der bessere und eindringlichere Film. Dennoch läuft bei mir die Lisa-Produktion öfters auf Rotation. Der ständige Wechsel zwischen Klamauk und Drogendrama ist zwar seltsam aber angesichts der Regie nicht verwunderlich. Boos hat ja bei den Schulmädchenreporten eigentlich genau dasselbe gemacht.

Ist jedenfalls ein gerngesehner Sleazer und ein schönes Zeitdokument der Diskoära (ich sag nur: Katja Bienert im XL-Mickey Maus Shirt).


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 Betreff des Beitrags: Re: CHRISTIANE F. - WIR KINDER VOM BAHNHOF ZOO - Uli Edel
BeitragVerfasst: 05.01.2010 20:14 
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 Betreff des Beitrags: Re: CHRISTIANE F. - WIR KINDER VOM BAHNHOF ZOO - Uli Edel
BeitragVerfasst: 05.01.2010 21:42 
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Ist das der Film, wo sie da den Kalk aus der Wand knabbern?

Wenn ja, den haben wir in der Schule geguckt und sind danach in der Pause heimlich kiffen gegangen. Ging also nach hinten los :mrgreen:


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 Betreff des Beitrags: Re: CHRISTIANE F. - WIR KINDER VOM BAHNHOF ZOO - Uli Edel
BeitragVerfasst: 06.01.2010 01:04 
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Der soll dich ja nur vom Fixen abhalten, Mensch ! :twisted: :P :D ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: CHRISTIANE F. - WIR KINDER VOM BAHNHOF ZOO - Uli Edel
BeitragVerfasst: 06.01.2010 02:14 
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Der Film ist hier und da schon unfreiwillig komisch. Wirklich schockiert hat der mich als Halbstarker nie... und erst recht nicht von Drogen abgehalten! 8-)

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 Betreff des Beitrags: Re: CHRISTIANE F. - WIR KINDER VOM BAHNHOF ZOO - Uli Edel
BeitragVerfasst: 06.01.2010 13:21 
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TRAXX hat geschrieben:
Hab's mal gesplittet.
Hoffe das ist okay, ugo ? :pray:


Eigentlich hatte ich schon absichtlich beide Filme in ein Posting gepackt, aber sei es, wie es sei...


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 Betreff des Beitrags: Re: CHRISTIANE F. - WIR KINDER VOM BAHNHOF ZOO - Uli Edel
BeitragVerfasst: 06.01.2010 13:33 
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Oje, Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo mussten wir damals auch in der Schule gucken und ich fand ihn grottig! Ich kann mit solchen Filmen überhaupt nichts anfangen und zur Abschreckung nützen die imho auch nichts, denn wer wirklich drücken will, versucht es früher oder später sowieso! Auch wenn ich mich klar gegen einen Mißbrauch von harten Drogen ausspreche, bin ich doch eher der Fear and Loathing Typ :mrgreen:

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 Betreff des Beitrags: Re: CHRISTIANE F. - WIR KINDER VOM BAHNHOF ZOO - Uli Edel
BeitragVerfasst: 07.01.2010 00:07 
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den hab ich vorgestern auch mal wieder angesehn, das erste mal hab ich den '99 mit 13 oder 14 bei meiner cousine gesehn,
und dann nochmal in der 9. klasse. da ich jetzt ein bewusster filmegucker bin, kamen mir einige szenen ganz anders vor.
nichtmehr so intensiv wie damals, ging aber gut rein ist ein sehr leichter film bei dem ich einfach genießen kann und meine marzipankartoffeln anstelle diverser pillen einschmeisse :mrgreen:

ich vermeide sowieso alkohol & zigaretten weil sucht ist nunmal sucht. befriedung für kurze zeit, aber langfristig gesehen eine tragödie :roll:

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 Betreff des Beitrags: Re: CHRISTIANE F. - WIR KINDER VOM BAHNHOF ZOO - Uli Edel
BeitragVerfasst: 07.01.2010 13:39 
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Ist doch scheißegal. DVDs sammeln ist auch Sucht, genau wie Kaffee, Schokolade, Autofahren, Videospiele, Haarspray, Fernsehen und (für manche) Geschlechtsverkehr. Also rauch und sauf ruhig, und ab und zu mal ein kleiner Fix schadet auch nicht. :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

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 Betreff des Beitrags: CHRISTIANE F – WIR KINDER VOM BAHNHOF ZOO - Uli Edel
BeitragVerfasst: 11.12.2015 23:23 
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CHRISTIANE F – WIR KINDER VOM BAHNHOF ZOO

Produktionsland: Deutschland
Produktion: Bernd Eichinger, Bertram Vetter, Hans Weth
Erscheinungsjahr: 1981
Regie: Uli Edel
Drehbuch: Uli Edel, Herman Weigel / Kai Hermann & Horst Rieck (Buch)
Kamera: Jürgen Jürges, Justus Pankau
Schnitt: Jane Seitz
Budget: ca. 4.000.000 DM
Musik: Jürgen Knieper
Länge: ca. 125 min.
Freigabe: FSK 16
Darsteller: Natja Brunckhorst, Thomas Haustein, Jens Kuphal, Rainer Woelk, Jan Georg Effler, Christiane Reichelt, Daniela Jaeger, Kerstin Richter, David Bowie, Eberhard Auriga, Peggy Bussiek, Lothar Chamski


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Christiane Felscherinow lebt zusammen mit ihrer geschiedenen Mutter. Da Christiane viele Freiheiten genießt treibt sie sich oft im Berliner Nachtleben herum. Dort lernt sie Detlef – einen Fixer – kennen. Nach dem ersten Konsum von Tabletten gerät das 14jährige Mädchen immer tiefer in den Drogensumpf, aus dem es scheinbar keinen Ausweg mehr gibt.

Ganz interessant dass Roland Klick ursprünglich für die Regie von CHRISTIANE F – WIR KINDER VOM BAHNHOF ZOO vorgesehen war. Dieser geriet allerdings mit dem Produzenten Bernd Eichinger derart aneinander dass die Regie an Uli Edel übergeben wurde. Edel zeichnete sich zu diesem Zeitpunkt u.a. für die künstlerische Leitung innerhalb des TV-Films DAS DING verantwortlich.

CHRISTIANE F – WIR KINDER VOM BAHNHOF ZOO ist die erschreckende Geschichte der Christiane Felscherinow. Als Buch, sowie als Film, kommerziell erfolgreich. Die Firmierung zu deuten ist einfach, allerdings wirft sie auch Fragen auf. Könnte man nicht eher von den „Kindern von Berlin“ oder viel eher von den „Kindern der inneren Leere“ reden? Der Interpretation sind keine Grenzen gesetzt.

Der Monolog zum Filmstart berichtet über das triste Leben in einem Stadtteil von Berlin. Stets hinweisend auf Frust und innere Leere. Der Weg heraus aus dem täglichen Allerlei findet sich in einer Discotheke wieder. Dort begegnen Christiane und dem Rezipienten bereits die ersten Hauptcharaktere wie Leiche, Atze und Detlef. Untermalt von Bowies brillantem „Look back in Anger“ tritt Christiane in eine - ihr noch fremde und zugleich faszinierende -Welt ein. Eine Welt außerhalb der täglichen Monotonie.

„Das ist Axel. Ich bin Detlef.“

Edel zeigt ein düsteres und depressives Bild der Berliner Fixerszene. Spärliche Räumlichkeiten, ein öffentliches Klo als Treffpunkt und Behausung zur Drogenaufnahme. Schockierende Bilder die den Anfang vom Ende begleiten. Das Ambiente der frühen 80er und deren Kinder wird auf eine besorgniserregende, teils schockierend Weise vermittelt. Dazu läuft David Bowies brillanter und verstörender Instrumentalsong „Sense Of Doubt“. Bilder in Zeitlupe und ohne Dialog fressen sich in die aufnahmebereiten Sinnesorgane des Rezipienten und hinterlassen einen bleibenden Eindruck. Ich kann dieses jederzeit bestätigen da ich die Bilder aus WIR KINDER VOM BAHNHOF ZOO seit meiner Erstsichtung im Bochumer Union Theater nicht vergessen habe.

Die Beweggründe zum Rauschgiftkonsum werden eher oberflächlich behandelt. Die berufstätige, alleinerziehende Mutter hat halt wenig- und ihre Tochter zu viel Zeit. Alle anderen Fixer die um Christiane herum „leben“ stecken bis zum Hals im Drogenmorast.

„Guck sie dir alle an! Je cooler sie sind, desto mehr haben sie gedrückt.“

Trotz des depressiven und schmuddeligen Looks besteht bei WIR KINDER VOM BAHNHOF ZOO immer die Gefahr einen Eindruck der (wie Friedrich Koch es umschreibt) Stimulation erzeugen und die Hauptfiguren fast einer Heroisierung unterziehen kann. Nicht zuletzt Bowies brillanter Score kann solch (nicht beabsichtige) Wirkung erzeugen.

Der überwiegende Teil der Darsteller/innen sind Laiendarsteller die nach CHRISTIANE F in keinem Film mehr mitwirkten. Umso erstaunlicher ist die doch sehr realistische Präsenz von Andreas Fuhrmann (Atze), Rainer Woelk (Leiche), Thomas Haustein (Detlef) und Eberhard Auriga der mir als alter Fixer und Drogendieb einen Schock fürs Leben versetzte. Nadja Brunckhorst bekam nach ihren großen Erfolg als Christiane F einige Angebote, wirkte aber in eher unbekannten Produktionen mit und konnte niemals an ihren großen Erfolg anknüpfen. Kerstin Richter versuchte sich nach CHRISTIANE F als (Nackt)Fotomodel.

Fazit: Ein beängstigender Film der mit seinen düsteren Bildern bis heute seine Faszination erhalten konnte.

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 Betreff des Beitrags: Re: CHRISTIANE F – WIR KINDER VOM BAHNHOF ZOO - Uli Edel
BeitragVerfasst: 31.10.2017 22:35 
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sid.vicious hat geschrieben:
Der Monolog zum Filmstart berichtet über das triste Leben in einem Stadtteil von Berlin.


Das ist die Gropiusstadt, eine Hochhaussiedlung, die zwischen 1962 und 1975 am damaligen südöstlichen Stadtrand des eingemauerten West-Berlin hochgezogen wurde, um Wohnraum vor allem für sozial Schwache zu schaffen. Ein sozialer Brennpunkt von Anfang an.

Ich bin nur ein paar U-Bahnstationen davon entfernt aufgewachsen - was allerdings schon eine ganz andere (viel idyllischere, grüne) Wohngegend war - und auch 10 Jahre später als Christiane F., als die Heroinproblematik schon nicht mehr so groß war. Christianes Generation der um 1960 herum Geborenen geriet allerdings voll in den Drogenstrudel hinein, der damals in der Bundesrepublik aufkam. Wobei man aber nicht übersehen darf, dass nur ein winziger Bruchteil der damals 15 - 25-jährigen Heroin nahm. Es war eine Randgruppenproblematik, die nach Erscheinen des Buches nur deshalb soviel Aufmerksamkeit bekam, weil sie eben mit so harschen Zuständen und Folgen verbunden war.

Der Film zeigt das damalige West-Berlin von seiner düstersten Seite: Trostlos, grau, verkommen, menschenfeindlich. Nur im grellen Gedröhne der Diskothek "SOUND" können die von Zukunftsängsten geplagten und vernachlässigten Jugendlichen Zuflucht finden und betäuben sich zusätzlich mit harten Drogen. Uli Edel ist hier (wahrscheinlich, ich kann es mangels eigener Kenntnisse nicht beurteilen) eine treffende Milieuschilderung gelungen.

Der Film selbst wurde im Spätsommer/Herbst 1980 gedreht und versucht einen eigenartigen Spagat zwischen dieser Zeit und der Zeit, in der die Geschichte im Buch hauptsächlich spielt (1975 - 77) hinzubekommen. So sind manche der Jugendlichen wie 1980 gekleidet, andere wie 1975. So trägt der Darsteller des Axel (Jens Kuphal) meistens Jeans mit weitem Schlag, die 1980 schon längst out waren.
Jens Kuphal ist übrigens später Musikproduzent geworden, der z.B. für Nena oder Manfred Krug arbeitete.

Natja Brunckhorst erging es nach Erscheinen des Films nicht so gut. Sie wurde auf der Straße ständig erkannt und nicht selten mit ihrer Rolle verwechselt. Daher zog sie bald nach London. Heute arbeitet sie als Drehbuchautorin und hat eine Krebserkrankung hinter sich.

Thomas Haustein (Detlef), der sich in manchen Szenen nur schwer das Lachen verkneifen konnte (wer genau hinsieht, merkt das), wurde interessanterweise durch den Dreh des Films auf seinem beruflichen Weg entscheidend beeinflusst und arbeitet heute in einer Drogenberatungsstelle.

Letztes Jahr (2016) organisierte die Süddeutsche Zeitung ein Wiedersehen von Natja und Thomas (die sich seit Ende der Dreharbeiten nie wieder gesehen hatten). Hier kann man ein bisschen was darüber lesen (der volle Artikel ist leider kostenpflichtig): *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***


Zuletzt geändert von Riccardo am 31.10.2017 22:41, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: CHRISTIANE F. - WIR KINDER VOM BAHNHOF ZOO - Uli Edel
BeitragVerfasst: 31.10.2017 22:46 
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Danke für die interssanten Info. :jc_goodpost:

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 Betreff des Beitrags: Re: CHRISTIANE F. - WIR KINDER VOM BAHNHOF ZOO - Uli Edel
BeitragVerfasst: 31.10.2017 22:50 
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Interessant.

Ich hab das Buch als Kind schon gelesen und war dann vom Film entsprechend enttäuscht.

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 Betreff des Beitrags: Re: CHRISTIANE F – WIR KINDER VOM BAHNHOF ZOO - Uli Edel
BeitragVerfasst: 01.11.2017 00:10 
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Riccardo hat geschrieben:


Der Film selbst wurde im Spätsommer/Herbst 1980 gedreht und versucht einen eigenartigen Spagat zwischen dieser Zeit und der Zeit, in der die Geschichte im Buch hauptsächlich spielt (1975 - 77) hinzubekommen. So sind manche der Jugendlichen wie 1980 gekleidet, andere wie 1975. So trägt der Darsteller des Axel (Jens Kuphal) meistens Jeans mit weitem Schlag, die 1980 schon längst out waren.



Das passt perfekt, weil das mit der Mode heute noch genauso ist. Manche Leute tragen noch, was vor 3/4/5 Jahren modern war, insofern passt das in dem Film wie die Faust aufs Auge. 5 Jahre sind in dem Fall nichts, bezüglich der Authenzität des Films, bzw. der Zeit oder des Kleidungsstils.


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 Betreff des Beitrags: Re: CHRISTIANE F – WIR KINDER VOM BAHNHOF ZOO - Uli Edel
BeitragVerfasst: 03.11.2017 17:09 
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italo hat geschrieben:
Riccardo hat geschrieben:


Der Film selbst wurde im Spätsommer/Herbst 1980 gedreht und versucht einen eigenartigen Spagat zwischen dieser Zeit und der Zeit, in der die Geschichte im Buch hauptsächlich spielt (1975 - 77) hinzubekommen. So sind manche der Jugendlichen wie 1980 gekleidet, andere wie 1975. So trägt der Darsteller des Axel (Jens Kuphal) meistens Jeans mit weitem Schlag, die 1980 schon längst out waren.



Das passt perfekt, weil das mit der Mode heute noch genauso ist. Manche Leute tragen noch, was vor 3/4/5 Jahren modern war, insofern passt das in dem Film wie die Faust aufs Auge. 5 Jahre sind in dem Fall nichts, bezüglich der Authenzität des Films, bzw. der Zeit oder des Kleidungsstils.


Wahrscheinlich hast du recht und ich sehe das ein wenig zu eng. Die Macher wollten ja keinen "historischen" Film drehen - denn dann hätten sie darauf achten müssen, dass z.B. keine Autos durchs Bild fahren, die es 1975 - 77 noch nicht gab. Das wäre viel zu aufwendig gewesen.

Aber es fällt schon auf, dass z.B. "Leiche" schon sehr nach 1980 aussieht (enge Röhrenjeans, weiße Turnschuhe, kurz geschnittene, leicht punkige Haare), während Axel ziemlich nach 70ern aussieht.

So legte der Film die Handlung eben einfach in die Zeit des Drehs (1980) und das passte natürlich gut - einmal wegen des geringen Zeitabstands, andererseits weil es 1980 noch immer die West-Berliner Drogenszene und die Schauplätze, die im Buch vorkommen (und darin ja auch auf Fotos zu sehen sind), gab - auch wenn die Anzahl der jugendlichen Süchtigen und Drogentoten zum Glück bereits rückläufig war (da hatte offensichtlich schon das Buch eine Wirkung erzielt).

Wenn man sich übrigens im Netz nach Informationen und Zeitzeugen zur damaligen berüchtigten "Drogendiskothek" SOUND umsieht, fällt auf, dass viele scheinbar überhaupt nicht bemerkt haben, dass darin (oder draußen vor den Türen) mit Heroin gedealt wurde und viele Süchtige unter den Besuchern waren. Die meisten haben diese Location als hypermodernen Laden mit Features in Erinnerung, die es damals (Mitte der 70er) sonst nirgendwo in Deutschland gab - wie z.B. der Möglichkeit, die von den DJs gespielte Musik in einem speziellen Raum auf Kassette mitzuschneiden und mit nach Hause zu nehmen.


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