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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Betreff des Beitrags: GOTT SEI DANK, ES IST FREITAG - Robert Klane
BeitragVerfasst: 06.11.2017 20:23 
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Thank God It’s Friday (deutscher Titel: Gott sei Dank, es ist Freitag!) ist ein US-amerikanischer Discofilm aus dem Jahr 1978, der sich wegen seiner Produktion, Musik und verhältnismäßig zahlreichen schwarzen Darsteller auf der Grenze zum Blaxploitation befindet, daher habe ich ihn hier reingesetzt.

Inhalt:
Ein Freitagabend in Los Angeles. Das Discofieber grassiert. Besonders angesagt ist momentan „The Zoo“, eine Diskothek im Dschungellook mit mehreren Stockwerken, supermoderner Einrichtung, und einem DJ, der in luftiger Höhe in einer Glaskugel thront.

Der Film erzählt mehrere Geschichten ganz unterschiedlicher Nachtschwärmer in parallel laufenden Episoden.

Da ist z.B. ein Pärchen, das seinen Hochzeitstag verbringt. Er will nach dem Dinner wie immer möglichst schnell nach Hause vor den Fernseher, doch sie ist von ihrem überdisziplinierten Gatten gelangweilt und möchte lieber einen Abstecher in die „Zoo“-Disko machen. Im Laufe der Nacht lässt sie sich auf einen Flirt mit dem Diskothekenbesitzer (Jeff Goldblum) ein, was ihrem eifersüchtiger Gatten natürlich überhaupt nicht gefällt...

Oder da gibt es die unbekannte Sängerin Nicole (Donna Summer), die verzweifelt auf der Suche nach einem Durchbruch ist und ihre große Chance in der Radioshow sieht, die in dieser Nacht live aus der „Zoo“-Disko übertragen werden soll. DJ Bobby Speed versucht sie abzuwimmeln, doch als sich der eigentliche Act (die Commodores) verspäten, kommt ihr großer Moment …

Oder da sind die beiden jungen College-Studenten (der eine ein durchgeknallter Nerd, der andere ein Schüchterner), die so richtig einen drauf machen wollen, dabei aber so manchen Frust erleben.

Genauso geht es den beiden Schülerinnen, die zu jung sind, um in die Disko zu dürfen. Doch weil in dieser Nacht auch ein Tanzwettbewerb stattfindet, bei dem es viel Geld zu gewinnen gibt, müssen sie unbedingt rein, denn von dem Gewinn wollen sie sich Karten für das nächste KISS-Konzert kaufen…

Kritik:
1977 wurde „Saturday Night Fever“ mit John Travolta ein riesiger Welterfolg und löste ein internationale Begeisterung für Disco aus. Kein Wunder, dass andere versuchten, auf dieser Welle mitzuschwimmen, und so produzierte das schwarze Musiklabel MOTOWN zusammen mit Casablanca FilmWorks für Columbia Pictures diesen Nachzügler, der aber kein besonders großer Erfolg war.

Das Ganze ist nur mäßig unterhaltend, funktioniert weder als Musikfilm noch als Komödie so richtig. Die Charaktere bleiben flach und comichaft. Die schauspielerischen Leistungen (soweit sie überhaupt gefordert sind) reichen von ganz okay (Goldblum) bis nicht vorhanden (Donna Summer). Die Tanzszenen sind nicht mal annähernd so gut fotografiert wie im Travolta-Film. Die zahlreichen Discotracks werden nicht so platziert, dass sie in Erinnerung bleiben, sondern laufen meistens nebenbei im Hintergrund. Lediglich „Too hot to trot“ von den Commodores und „Last Dance“ von Donna Summer, die als scheinbare „Live“-Auftritte präsentiert werden (aber natürlich nur Playback sind), sind etwas auffälliger inszeniert. Für „Last Dance“ bekam Komponist und Donna Summer-Produzent Giorgio Moroder einen Oscar für den besten Filmsong 1978. Nun ja.

Der Film versuchte „Saturday Night Fever“ auch insoweit nachzuahmen, dass der Soundtrack als Doppel-LP von Casablanca-Records veröffentlicht wurde (dem Hauslabel von Donna Summer, aber auch der Hardrock-Combo KISS – daher wohl auch der KISS-Bezug im Film). Dieser soll etwas erfolgreicher gewesen sein als der Film selbst, obwohl eigentlich kein richtiger Hit dabei war.

Die deutsche Synchro (mit hochkarätigen Berliner Sprechern besetzt) versucht ihr bestes, den Film durch manchmal ganz witzige Sprüche aufzuwerten. Die deutschen Dialoge stammen von Arne Elsholtz (dem leider vor kurzem verstorbenen Stammsprecher von Tom Hanks und Jeff Goldblum), der hier aber nicht Goldblum, sondern den schwarzen DJ Bobby Speed sprach.

Fazit: Wer Disco mag, und ein glitzerndes Spät-70er-Szenario a la Saturday Night Fever, kann mal einen Blick riskieren, für andere dürfte dieser Streifen nicht geeignet sein.

Einen Kinotrailer habe ich nicht gefunden, hier ist aber die Eingangssequenz mit dem Titelstück: *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***


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 Betreff des Beitrags: Re: GOTT SEI DANK, ES IST FREITAG - Robert Klane
BeitragVerfasst: 07.11.2017 00:18 
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Vielen Dank für deinen Beitrag!
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Danke. 8-)

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"Ein Tittchen hier, ein Fötzchen da, und die Welt sähe wieder rosiger aus." anti
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