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 Betreff des Beitrags: Re: BARON BLOOD - Mario Bava
BeitragVerfasst: 13.08.2017 18:26 
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Mir geht es bei Lisa, Baron Blood, Bay of Blood und sogar Der Dämon und die Jungfrau (muss sagen bei dem ist die Erstsichtung ca. 10-15 Jahre her) ebenso! :(

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 Betreff des Beitrags: Re: BARON BLOOD - Mario Bava
BeitragVerfasst: 13.08.2017 20:57 
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de dexter hat geschrieben:
Mir geht es bei Lisa, Baron Blood, Bay of Blood und sogar Der Dämon und die Jungfrau (muss sagen bei dem ist die Erstsichtung ca. 10-15 Jahre her) ebenso! :(

Dann wird es Zeit die JUNGFRAU wieder mal anzusehen. Der tanzt doch ganz klar aus Deiner Reihe.
Ich würde da sogar einen Vergleich mit einem Hammerfilm suchen.


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 Betreff des Beitrags: Re: BARON BLOOD - Mario Bava
BeitragVerfasst: 13.08.2017 21:26 
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In Ordnung, sollte er auf der Börse am 2.9. immernoch ausliegen nehme ich ihn mit und geb ihm eine zweite Chance :!: :D

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 Betreff des Beitrags: Re: BARON BLOOD - Mario Bava
BeitragVerfasst: 14.08.2017 06:32 
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fxsavini hat geschrieben:

Die fehlende Spannung ist ja das eine (das "Problem" haben ja viele Italo-Filme), die Bilder sind nach wie vor (gott sei Dank) typisch Bava. Abe die Schauspieler fand ich ehrlich gesagt ziemlich daneben: Elke Sommer halte ich für eher Fehlbesetzt, das gleiche für Cotton.




Mit BARON BLOOD hast Du sicher nicht ganz Unrecht aber selbst an einem weniger guten Bava kann ich unheimlich viel Interessantes für mich entdecken.
Meiner Meinung nach passt Elke Sommer nicht wirklich in diese Art von Film, allerdings dürfte Deine Bewertung der Schauspieler auch etwas an der ziemlich billigen deutschen Synchronisation hängen.


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 Betreff des Beitrags: Re: BARON BLOOD - Mario Bava
BeitragVerfasst: 14.08.2017 06:36 
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de dexter hat geschrieben:
Mir geht es bei Lisa, Baron Blood, Bay of Blood und sogar Der Dämon und die Jungfrau (muss sagen bei dem ist die Erstsichtung ca. 10-15 Jahre her) ebenso! :(


LISA ist zugegebener Weise nicht einfach zu konsumieren.
Den schaue ich wirklich aus der atmosphärischen Sicht an. Die wunderschöne Optik und Gothic Atmosphäre belohnen für eine wirre und durchschnittliche Story.

Sowohl Baron Blood, als auch Lisa sind für mich schöne Schmankerl für Bava Fans aber sicherlich nicht die die Krönung seines Schaffens.


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 Betreff des Beitrags: Re: BARON BLOOD - Mario Bava
BeitragVerfasst: 14.08.2017 20:25 
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de dexter hat geschrieben:
Mir geht es bei Lisa, Baron Blood, Bay of Blood und sogar Der Dämon und die Jungfrau (muss sagen bei dem ist die Erstsichtung ca. 10-15 Jahre her) ebenso! :(


Mir geht's wie geschrieben ähnlich... aber dem "Dämon und die Jungfrau" solltest du definitiv noch eine Chance geben. Der sticht aus den genannten klar heraus und gehört für mich auf jeden Fall zumindest in die "Bava-Mittelklasse" (was gleichzeitig "italienischen Oberklasse" für mich bedeutet).

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 Betreff des Beitrags: Re: BARON BLOOD - Mario Bava
BeitragVerfasst: 14.08.2017 21:57 
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Ja, ich gebe ihm eine zweite Chance...werde auf der Börse das Wicked Vision MB einsacken, deren Vös sind eh IMMER ihr Geld mehr als wert :!:

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 Betreff des Beitrags: Re: BARON BLOOD - Mario Bava
BeitragVerfasst: 15.08.2017 13:54 
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Vincent cushing hat geschrieben:
Mir geht es da genau so. Bei BAY OF BLOOD habe ich immer das Gefühl ich schaue mir drei Filme in einem an.
Aber dieser vermittelt mir wenigstens noch immer das gewisse Flair.
Bei BARON und LISA ist das dann leider nicht mehr der Fall.


Magst Du seine späteren Filme wegen dem stilistischen Bruch nicht mehr so gerne? Thematisch ist Bava sich ja doch treu geblieben und hat weiterhin gotische Stoffe und Motive in seinem Werk verwendet. Was allerdings dann auch seinen Horrorfilmen der frühen 1970-er Jahre anzumerken ist, wäre ein ästhetischer Wandel. Die alptraumhaft stilisierte Studio-Atmosphäre, die durch ihre stark verfremdete Künstlichkeit sicherlich dieses "gewisse Flair" verbreitet hat, wich jetzt einem Drehen, das denn noch ökonomisierter gestaltet gewesen war. BARON BLOOD beispielsweise ist doch wohl hauptsächlich "on location" gedreht, hat sehr viele Tag-Szenen, bei denen natürliches Licht eingesetzt wurde, wobei dann - wie zuvor etwa auch bei ECOLOGIA DEL DELITTO - der Zoom funktionalisiert werden sollte.
Diese "moderneren" Drehmethoden haben dann natürlich auch eine andere Optik und eine andersartige Stimmung geschaffen, die sich vom vormals "barocken" Bava-Bild (so möchte ich seine früheren Horrorfilme mit ihrem eigentümlich malerischen Duktus einmal umschreiben) zu einem eher unmittelbar "realistischeren" geführt haben - das Setting hatte ja auch zumeist in der damaligen Gegenwart gespielt (ECOLOGIA, BARON, LISA, CANI oder auch SHOCK), so dass sich hier Inhalt und Form doch durchaus ergänzen.
Was BARON BLOOD betrifft, so finde ich schon, dass gerade bei diesem Film Bava seine frühere gotische Stimmung immer wieder aufflackern lässt. Das liegt zum einen sicherlich daran, dass die Burg ein wichtiger Schauplatz ist, und zum anderen versteht es Bava gerade hier mit Licht und Nebel extrem stimmungsvoll zu sein. Ich erinnere nur an die Szene mit der von Elke Sommer gespielten Hauptfigur, die sich in einem Häuserlabyrinth verliert, während sie der Baron verfolgt... ich finde, dass dies eine von Bavas besten Szenen überhaupt ist...


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 Betreff des Beitrags: Re: BARON BLOOD - Mario Bava
BeitragVerfasst: 15.08.2017 14:09 
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Howard Vernon hat geschrieben:
Ich erinnere nur an die Szene mit der von Elke Sommer gespielten Hauptfigur, die sich in einem Häuserlabyrinth verliert, während sie der Baron verfolgt... ich finde, dass dies eine von Bavas besten Szenen überhaupt ist...


Hatte Joe Dante diese Sequenz nicht fast 1:1 in 'Hollywood Boulevard' kopiert ?


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 Betreff des Beitrags: Re: BARON BLOOD - Mario Bava
BeitragVerfasst: 16.08.2017 14:30 
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Cagliostro hat geschrieben:
Howard Vernon hat geschrieben:
Ich erinnere nur an die Szene mit der von Elke Sommer gespielten Hauptfigur, die sich in einem Häuserlabyrinth verliert, während sie der Baron verfolgt... ich finde, dass dies eine von Bavas besten Szenen überhaupt ist...


Hatte Joe Dante diese Sequenz nicht fast 1:1 in 'Hollywood Boulevard' kopiert ?


Ich kenne den Dante-Film nicht und kann somit nicht sagen, ob er genau diese Szene imitiert; doch BARON BLOOD war in den USA sehr erfolgreich gewesen, so dass ich mir schon vorstellen kann, dass der Film auf Dante gewirkt hat - doch auch ganz allgemein hat sich Dante in zahlreichen Interviews sehr positiv über Bavas Kino geäußert...


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 Betreff des Beitrags: Re: BARON BLOOD - Mario Bava
BeitragVerfasst: 16.08.2017 16:23 
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Howard Vernon hat geschrieben:
Magst Du seine späteren Filme wegen dem stilistischen Bruch nicht mehr so gerne?


Leider kann ich Dir nicht mal genau sagen an was es liegt.
Seine späteren Filme wirken auf mich einfach wie zu viel gewollt mit der Kunst und doch nicht gekonnt. (Soll keinesfalls herablassend klingen )
Jedenfalls kein Vergleich mit seinen früheren Filmen.
Wild Dogs, Blutige Seide mit Gotik Elementen und ganz stark Die drei Gesichter der Furcht und Die toten Augen des Dr. Dracula

Und glaube mir, mit dem BARON und LISA hab ich es bestimmt drei mal versucht und bin einfach nicht mit warm geworden.


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 Betreff des Beitrags: Re: BARON BLOOD - Mario Bava
BeitragVerfasst: 16.08.2017 17:27 
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Vincent cushing hat geschrieben:
Und glaube mir, mit dem BARON und LISA hab ich es bestimmt drei mal versucht und bin einfach nicht mit warm geworden.



Dann mußt Du Dich halt zwingen!


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 Betreff des Beitrags: Re: BARON BLOOD - Mario Bava
BeitragVerfasst: 16.08.2017 18:40 
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Vincent cushing hat geschrieben:
Howard Vernon hat geschrieben:
Magst Du seine späteren Filme wegen dem stilistischen Bruch nicht mehr so gerne?


Leider kann ich Dir nicht mal genau sagen an was es liegt.

Und glaube mir, mit dem BARON und LISA hab ich es bestimmt drei mal versucht und bin einfach nicht mit warm geworden.


Ich verstehe Dich schon - gerade den 60-er-Jahre-Zeitstil des italienischen Kinos mag ich ja auch ganz besonders; ich finde,
dass sogar Fellinis JULIA UND DIE GEISTER irgendwie diese besondere gotische Atmosphäre hat; ansonsten würde ich Dir in dieser
Richtung vielleicht die gotischen Filme von Antonio Margheriti oder diejenigen von Freda empfehlen, aber bestimmt kennst Du die schon...

Gruß


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 Betreff des Beitrags: Re: BARON BLOOD - Mario Bava
BeitragVerfasst: 17.08.2017 09:10 
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Howard Vernon hat geschrieben:
Vincent cushing hat geschrieben:
Howard Vernon hat geschrieben:
Magst Du seine späteren Filme wegen dem stilistischen Bruch nicht mehr so gerne?


Leider kann ich Dir nicht mal genau sagen an was es liegt.

Und glaube mir, mit dem BARON und LISA hab ich es bestimmt drei mal versucht und bin einfach nicht mit warm geworden.


Ich verstehe Dich schon - gerade den 60-er-Jahre-Zeitstil des italienischen Kinos mag ich ja auch ganz besonders; ich finde,
dass sogar Fellinis JULIA UND DIE GEISTER irgendwie diese besondere gotische Atmosphäre hat; ansonsten würde ich Dir in dieser
Richtung vielleicht die gotischen Filme von Antonio Margheriti oder diejenigen von Freda empfehlen, aber bestimmt kennst Du die schon...

Gruß


Ja natürlich, Danke.
Aber auch nicht alle ;) Gut bis sehr gut finde ich z.B. Der Vampir von Notre Dame und Das Schloss des Grauens.


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 Betreff des Beitrags: Re: BARON BLOOD - Mario Bava
BeitragVerfasst: 03.11.2017 18:32 
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Ich kenne mich mit Bava zwar noch nicht wirklich gut aus (das soll ja einer seiner schwächeren Filme sein), aber ich denke, auch BARON BLOOD hat so seine Qualitäten.
Atmosphärisch sehr gut, Spannungsaufbau sehr gelungen, gleiches gilt für die Musik und deren Wirkung.
Ist alles sehr stimmig, finde ich, ist durchgehend unterhaltsam und die wenigen, sich zum Ende hin aber häufenden, Gewaltspitzen sind ebenfalls effektiv umgesetzt.
Soweit noch nichts, worüber ich mich groß beklagen könnte/müsste, aber jetzt ist der Punkt gekommen, wo ich auch auf die Schwächen eingehen muss.
Denn gerade bei den Gewaltspitzen geht Bava sehr unentschlossen vor.
Einmal spart er nicht an blutigen Details, dann wiederum setzt er kurz vor der eigentlichen Aktion einen Schnitt und überlässt das, was dann folgen würde, der Fantasie des Zuschauers.
Das kann funktionieren, lässt mich aber in dem Fall mit einem zwiespältigen Gefühl zurück; das passt irgendwie nicht zusammen.
Ich meine, einmal geht er mit der Zeit und zeigt den Mord in aller Ausführlichkeit und an anderer Stelle gibt's vor dem Mord einen Schnitt, wie es eher 10 Jahre früher üblich war.
Das lässt den Film dann leider wieder ziemlich veraltet wirken, das hätte nicht sein müssen.
Er hat im Jahr zuvor in BAY OF BLOOD ja schon gezeigt, was möglich war und das hätte er auch hier konsequent durchziehen müssen.
So wie er es hier gemacht hat, einmal voll draufhalten und dann wieder nach dem Motto: "Uh, nein, lieber nicht, das könnte zuviel sein.", ist das leider nicht sehr überzeugend.
Aber sei's drum, es ist ja trotzdem noch ein schöner Film und die Sets und Locations sind mir als Österreicher noch einen kleinen Extrapunkt wert.
7,5/10


Zuletzt geändert von Sbirro Di Ferro am 03.11.2017 22:32, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: BARON BLOOD - Mario Bava
BeitragVerfasst: 03.11.2017 21:40 
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Zufälligerweise gerade auch gesehen.

Nun ja, der Film ist schlecht, darüber muß man wohl nicht diskuttieren.
Für mich wirkt der Film vom Anfang bis zum Ende ziemlich dämlich, was von der deutschen Synchronisation noch unterstrichen wird.
Man hat den Eindruck als hätte Bava sich ausschließlich auf eine wunderschöne atmosphärische Optik konzentriert, denn die ist wirklich überragend.
Einerseits echter Trash und andererseits eine überragende Optik und Atmosphäre, machen diesen Film dann letztendlich trotzdem sehenswert, allerdings eher für Bava Fans, die etwas fortgeschrittener sind.

6/10


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 Betreff des Beitrags: Re: BARON BLOOD - Mario Bava
BeitragVerfasst: 03.11.2017 22:51 
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italo hat geschrieben:
Zufälligerweise gerade auch gesehen.

Nun ja, der Film ist schlecht, darüber muß man wohl nicht diskuttieren.
Für mich wirkt der Film vom Anfang bis zum Ende ziemlich dämlich, was von der deutschen Synchronisation noch unterstrichen wird.
Man hat den Eindruck als hätte Bava sich ausschließlich auf eine wunderschöne atmosphärische Optik konzentriert, denn die ist wirklich überragend.
Einerseits echter Trash und andererseits eine überragende Optik und Atmosphäre, machen diesen Film dann letztendlich trotzdem sehenswert, allerdings eher für Bava Fans, die etwas fortgeschrittener sind.

6/10

Na gut, mit einer TV-Synchro aus den 90ern kann der Film nur verlieren.
Das ist wieder einmal so ein Beispiel, wo eine OmU-Sichtung von Nöten wäre, um den Film "richtig" erleben zu können.
Und ja, eine solche Synchro kann noch schlimmer, dem Genuss noch abträglicher, sein, als eine verfälschende Brandt-Synchro. ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: BARON BLOOD - Mario Bava
BeitragVerfasst: 03.11.2017 23:53 
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Sbirro Di Ferro hat geschrieben:
italo hat geschrieben:
Zufälligerweise gerade auch gesehen.

Nun ja, der Film ist schlecht, darüber muß man wohl nicht diskuttieren.
Für mich wirkt der Film vom Anfang bis zum Ende ziemlich dämlich, was von der deutschen Synchronisation noch unterstrichen wird.
Man hat den Eindruck als hätte Bava sich ausschließlich auf eine wunderschöne atmosphärische Optik konzentriert, denn die ist wirklich überragend.
Einerseits echter Trash und andererseits eine überragende Optik und Atmosphäre, machen diesen Film dann letztendlich trotzdem sehenswert, allerdings eher für Bava Fans, die etwas fortgeschrittener sind.

6/10

Na gut, mit einer TV-Synchro aus den 90ern kann der Film nur verlieren.
Das ist wieder einmal so ein Beispiel, wo eine OmU-Sichtung von Nöten wäre, um den Film "richtig" erleben zu können.
Und ja, eine solche Synchro kann noch schlimmer, dem Genuss noch abträglicher, sein, als eine verfälschende Brandt-Synchro. ;)

Chapeau :!: :mrgreen:

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 Betreff des Beitrags: Re: BARON BLOOD - Mario Bava
BeitragVerfasst: 04.11.2017 01:20 
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Sbirro Di Ferro hat geschrieben:
Na gut, mit einer TV-Synchro aus den 90ern kann der Film nur verlieren.
Das ist wieder einmal so ein Beispiel, wo eine OmU-Sichtung von Nöten wäre, um den Film "richtig" erleben zu können.
Und ja, eine solche Synchro kann noch schlimmer, dem Genuss noch abträglicher, sein, als eine verfälschende Brandt-Synchro. ;)


Selbst für eine TV Synchro ist das schlecht.


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 Betreff des Beitrags: Re: BARON BLOOD - Mario Bava
BeitragVerfasst: 04.11.2017 01:36 
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italo hat geschrieben:
Sbirro Di Ferro hat geschrieben:
Und ja, eine solche Synchro kann noch schlimmer, dem Genuss noch abträglicher, sein, als eine verfälschende Brandt-Synchro. ;)


Selbst für eine TV Synchro ist das schlecht.

Von welchem Baum seid ihr zwei Affen eigentlich gerade gefallen?
Seit wann sind TV-Synchros denn prinzipiell schlecht?

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 Betreff des Beitrags: Re: BARON BLOOD - Mario Bava
BeitragVerfasst: 04.11.2017 08:12 
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TRAXX hat geschrieben:
italo hat geschrieben:
Sbirro Di Ferro hat geschrieben:
Und ja, eine solche Synchro kann noch schlimmer, dem Genuss noch abträglicher, sein, als eine verfälschende Brandt-Synchro. ;)


Selbst für eine TV Synchro ist das schlecht.

Von welchem Baum seid ihr zwei Affen eigentlich gerade gefallen?
Seit wann sind TV-Synchros denn prinzipiell schlecht?



Da hast Du recht meine Formulierung war falsch. Es gibt sehr viele gute TV Synchronisationen von Filmen der 70er.
Aber die Baron Blood ist wirklich übel. Wurde die zum Zweck einer Video oder TV Veröffentlichung gemacht?


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 Betreff des Beitrags: Re: BARON BLOOD - Mario Bava
BeitragVerfasst: 04.11.2017 10:38 
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Die wurde Mitte der 90er für RTL II erstellt. Es besteht ja die Vermutung, dass die Synchronfassung vom legendären Tonstudio Braun erstellt wurde, das damals die John Sinclair-Hörspiele produziert hat. Sollte das stimmen, hätte sich der oder die Verantwortliche für die Auftragsvergabe immerhin ein paar Gedanken gemacht.


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 Betreff des Beitrags: Re: BARON BLOOD - Mario Bava
BeitragVerfasst: 04.11.2017 13:31 
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Für eine 1990er Jahre TV-Synchro ist sie schon ziemlich schwach, aber im Vergleich zu dem, was man heutzutage teils als DVD-Synchros serviert bekommt (von Ausnahmen wie X-rated, Anolis etc. abgesehen), finde ich sie sogar noch akzeptabel. Ist halt sehr schade, dass der BARON damals keine Kinosynchro bekommen hat (es war ja schließlich eine dt. Co-Produktion).


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 Betreff des Beitrags: Re: BARON BLOOD - Mario Bava
BeitragVerfasst: 04.11.2017 23:47 
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Paul Temple hat geschrieben:
Die wurde Mitte der 90er für RTL II erstellt. Es besteht ja die Vermutung, dass die Synchronfassung vom legendären Tonstudio Braun erstellt wurde, das damals die John Sinclair-Hörspiele produziert hat. Sollte das stimmen, hätte sich der oder die Verantwortliche für die Auftragsvergabe immerhin ein paar Gedanken gemacht.


Das mit dem Tonstudio Braun steht auch so (wenn auch mit Fragezeichen) in der Synchronkartei. Sicherlich weil einige der üblichen Sprecher aus ihren Hörspielen mit dabei waren. Vielleicht finde ich auch deshalb die Synchro nicht so mies. ;) Eventuell könnte man dazu auch Frau Braun befragen, sie postet ab und zu etwas im Tonstudio Braun Forum.

Interessant wäre halt, ob das Tonstudio Braun zu der Zeit überhaupt noch Filme synchronisiert hat oder ob man sich nur noch den Hörspielen gewidmet hat. Zusätzlich leiht (wenn mich mein Gehör nicht täuscht) Thomas Wenke seine Stimme Antonio Cantafora (Peter Kleist). Peter Wenke sprach in einigen Hörspielen vom berühmt berüchtigten Rudolf Leubner (Ron Kelly, Carrera usw.). Dieser war ebenfalls in Wiesbaden ansässig. Von daher führt die Spur schon nach Wiesbaden.

Vielleicht war es auch einfach eine Metz-Neun Synchro. Die haben ihren Sitz in Offenbach, also nicht weit entfernt von Wiesbaden und zumindest Helmut Winkelmann hat dort auch des öfteren gesprochen, Aart Veder ebenfalls.


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 Betreff des Beitrags: Re: BARON BLOOD - Mario Bava
BeitragVerfasst: 08.11.2017 03:49 
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TRAXX hat geschrieben:
italo hat geschrieben:
Sbirro Di Ferro hat geschrieben:
Und ja, eine solche Synchro kann noch schlimmer, dem Genuss noch abträglicher, sein, als eine verfälschende Brandt-Synchro. ;)


Selbst für eine TV Synchro ist das schlecht.

Von welchem Baum seid ihr zwei Affen eigentlich gerade gefallen?
Seit wann sind TV-Synchros denn prinzipiell schlecht?



Gibt es einen Absolutheitsanspruch für schlechte TV- Synchros? ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: BARON BLOOD - Mario Bava
BeitragVerfasst: 08.11.2017 04:15 
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Sbirro Di Ferro hat geschrieben:
So wie er es hier gemacht hat, einmal voll draufhalten und dann wieder nach dem Motto: "Uh, nein, lieber nicht, das könnte zuviel sein.", ist das leider nicht sehr überzeugend.

7,5/10

Das hat aber m.E. nichts damit zu tun, dass es 10 Jahre eher auch so gemscht wurde. Stimmungstechnisch weiß Bava schon, was er tut und da ist es nicht immer notwendig, sich in jeder Szene in einer Blutorgie zu ergehen, sondern einiges auch der Phantasie des Zuschauers zu überlassen. Das täte vielen heutigen Filmen in Bezug auf Sex- und Gewaltszenen auch sehr gut. Der Reiz entsteht eben nicht oder nicht immer dadurch, das man alles zeigt sondern eben auch dadurch, dass man weglässt.


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 Betreff des Beitrags: Re: BARON BLOOD - Mario Bava
BeitragVerfasst: 08.11.2017 09:28 
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Sbirro Di Ferro hat geschrieben:
So wie er es hier gemacht hat, einmal voll draufhalten und dann wieder nach dem Motto: "Uh, nein, lieber nicht, das könnte zuviel sein.", ist das leider nicht sehr überzeugend.

7,5/10

Das hat aber m.E. nichts damit zu tun, dass es 10 Jahre eher auch so gemscht wurde. Stimmungstechnisch weiß Bava schon, was er tut und da ist es nicht immer notwendig, sich in jeder Szene in einer Blutorgie zu ergehen, sondern einiges auch der Phantasie des Zuschauers zu überlassen. Das täte vielen heutigen Filmen in Bezug auf Sex- und Gewaltszenen auch sehr gut. Der Reiz entsteht eben nicht oder nicht immer dadurch, das man alles zeigt sondern eben auch dadurch, dass man weglässt.



Es gibt sehrgute TV Synchros aber dazu zählt Baron Blood nun wirklich nicht.


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 Betreff des Beitrags: Re: BARON BLOOD - Mario Bava
BeitragVerfasst: 08.11.2017 14:59 
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Nachdem ich nun die ARTE-Aufzeichnung gesehen habe, muss ich sagen, das war der uninteressanteste Bava den ich bisher gesehen habe. Als schlecht würde ich ihn gar nicht bezeichnen, aber als (für mein Empfinden) äußerst mittelmäßig- durchaus auch im Bereich des Drehbuchs/ der Inszenierung bisweilen dämlich. An schöner Optik oder gar Atmosphäre war für mich leider sehr wenig auszumachen. Musikalisch passend, aber auch hiervon bleibt nix hängen. Schauspielerisch ok.

Ich hätte nix verpasst, wenn ich den Film nicht geschaut hätte.

Da sind z.B. "Lisa und der Teufel" oder auch "Die Toten Augen..." deutlich besser.

5/10


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 Betreff des Beitrags: Re: BARON BLOOD - Mario Bava
BeitragVerfasst: 08.11.2017 16:56 
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Pa_Nik hat geschrieben:
Nachdem ich nun die ARTE-Aufzeichnung gesehen habe, muss ich sagen, das war der uninteressanteste Bava den ich bisher gesehen habe. Als schlecht würde ich ihn gar nicht bezeichnen, aber als (für mein Empfinden) äußerst mittelmäßig- durchaus auch im Bereich des Drehbuchs/ der Inszenierung bisweilen dämlich. An schöner Optik oder gar Atmosphäre war für mich leider sehr wenig auszumachen. Musikalisch passend, aber auch hiervon bleibt nix hängen. Schauspielerisch ok.

Ich hätte nix verpasst, wenn ich den Film nicht geschaut hätte.

Da sind z.B. "Lisa und der Teufel" oder auch "Die Toten Augen..." deutlich besser.

5/10


Ich gebe Dir in Punkt "dämlich" vollkommen recht aber in Bezug auf Optik und Atmosphäre ist er eine Pracht.
Das ist ein Bava für Fans, einfach zum schauen und keinesfalls zum denken!


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 Betreff des Beitrags: Re: BARON BLOOD - Mario Bava
BeitragVerfasst: 08.11.2017 17:35 
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Sbirro Di Ferro hat geschrieben:
So wie er es hier gemacht hat, einmal voll draufhalten und dann wieder nach dem Motto: "Uh, nein, lieber nicht, das könnte zuviel sein.", ist das leider nicht sehr überzeugend.

7,5/10

Das hat aber m.E. nichts damit zu tun, dass es 10 Jahre eher auch so gemscht wurde. Stimmungstechnisch weiß Bava schon, was er tut und da ist es nicht immer notwendig, sich in jeder Szene in einer Blutorgie zu ergehen, sondern einiges auch der Phantasie des Zuschauers zu überlassen. Das täte vielen heutigen Filmen in Bezug auf Sex- und Gewaltszenen auch sehr gut. Der Reiz entsteht eben nicht oder nicht immer dadurch, das man alles zeigt sondern eben auch dadurch, dass man weglässt.

Sicher kann es manchmal durchaus seinen Reiz haben, es so zu machen, dass man das Entscheidende der Fantasie des Zuschauers überlässt, gar keine Frage.
Aber das heißt nicht, dass das auch jeder immer so empfindet.
Verstehe mich nicht falsch, es stört mich nicht prinzipiell, wenn es so gemacht wird, aber in dem Fall hat es mir eben nicht gepasst, hat es auf mich eher unentschlossen als reizvoll gewirkt.


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