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 Betreff des Beitrags: DER STURM - Paul Mazursky
BeitragVerfasst: 09.11.2017 17:28 
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Produktionsland/Jahr: USA 1982
Darsteller: John Cassavetes, Gena Rowlands, Susan Sarandon, Vittorio Gassman, Raúl Juliá, Molly Ringwald, Sam Robards, Paul Stewart
Drehbuch: Paul Mazursky & Leon Capetanos
Produziert von: Paul Mazursky, Steven Bernhardt, Pato Guzman
Musik: Stomu Yamashta

Der Architekt Phillip Dimitrius (John Cassavetes) steckt mitten in der Midlife-Crisis, ist sehr unzufrieden.
Als er dahinterkommt, dass seine Frau Antonia (Gena Rowlands) eine Affäre hat, wird ihm alles zuviel.
Gemeinsam mit seiner Tochter Miranda (Molly Ringwald) begibt er sich nach Griechenland auf eine Insel.
Dort versucht er sein bisheriges Leben hinter sich zu lassen und als er dann die Sängerin Aretha (Susan Sarandon) trifft und sich in sie verliebt, scheint er sein Ziel erreicht zu haben.
Er scheint glücklich - bis ihn eines Tages das Schicksal wieder mit Antonia zusammenführt...

Diese freie Adaption der gleichnamigen Shakespeare-Komödie ist für Cassavetes nicht nur (teilweise) eine Art Heimkehr (er hat ja griechische Wurzeln und der Film wurde z.T. in Griechenland gedreht).
Gleichzeitig ist es (für mich zumindest) auch einer seiner wohl schönsten Filme geworden, von denen, wo er nur als Schauspieler mitgewirkt hat.
Warum gerade der ein kommerzieller Misserfolg war, kann ich nicht nachvollziehen.
Denn es ist ja nicht nur Griechenland, es sind nicht nur die schönen Bilder von der Insel, es sind auch nicht nur die hervorragenden Darsteller.
Es ist auch die Geschichte selbst, die, zumindest im Falle von Phillip, durchaus auch existenzialistische Züge aufweist.
Er nutzt diesen Ausbruch aus dem städtischen Leben und aus dem Arbeitsalltag ja quasi als Selbstfindungstrip.
Wer bin ich eigentlich?, Was will ich wirklich?
Darauf versucht er in aller Abgeschiedenheit Antworten zu finden, was auf die Art und in der Umgebung schon auch sehr unterhaltsam sein kann.
Denn Mazursky bleibt auf der einfachen, lockeren Seite, macht glücklicherweise keine Philosophie-Lehrstunde daraus.
Auch die Dialoge wurden hier modernisiert, sind also "normal" gehalten, was sicher auch dazu beiträgt, den Film in einem erträglichen Rahmen zu halten.
Im Bereich Inszenierung ist mir noch etwas aufgefallen:
In vereinzelten Szenen (großteils die [wenigen] gemeinsamen Szenen von John Cassavetes und Gena Rowlands) hatte ich wirklich den Eindruck, als hätte Cassavetes selbst kurzzeitig die Regie übernommen.
Ich habe zwar bisher noch nichts gelesen oder gehört, dass es so gewesen wäre (auch er selbst hat sich m.W. nie dahingehend bzgl. dieses Films geäußert, dass er selbst in einzelnen Szenen Regie geführt hätte), aber das Gefühl, dass es doch so gewesen sein könnte, ist auf alle Fälle da.
Daher und auch aufgrund vieler anderer für mich sehr positiven Aspekte, gebe ich dem Sturm nicht weniger als 8,5/10.

Ausschnitte:
www.youtube.com Video From : www.youtube.com

www.youtube.com Video From : www.youtube.com


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