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 Betreff des Beitrags: HERRN JOSEFS LETZTE LIEBE - Hermann Kugelstadt
BeitragVerfasst: 11.11.2017 23:26 
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Produktionsland/Jahr: Deutschland, Österreich 1959
Darsteller: Hans Moser, Gerlinde Locker, Wolf Albach-Retty, Lucie Englisch, Adrienne Gessner, Ernst Waldbrunn
Drehbuch: Peter Loos & Hans Moser
Produziert von: Ernest Müller & August Rieger
Musik: Kurt Werner

Herr Josef ist ein Diener alten Schlags und arbeitet im Haus des Bankiers Türkheim. Eines Tages verliebt er sich in einen herrenlosen kleinen Hund und nimmt das zutrauliche Tier heimlich zu sich. Aber dann beginnen für den alten Diener bittere Stunden: Denn Türkheims herrschsüchtige Schwester Auguste will den Hund auf keinen Fall im Haus dulden.
(Moviepilot)

Für Moser-Verhältnisse ist das ein sehr ungewöhnlicher Film, aber nicht nur deswegen nimmt er eine Sonderstellung in seiner Filmografie ein.
Es ist auch einer der wenigen Filme, wo er selbst am Drehbuch mitgearbeitet hat und ich schätze, er hat damals kurz bevor ihm die Idee zu dem Film kam, UMBERTO D gesehen.
Die Filme ähneln sich in vielen Aspekten, die Parallelen sind unübersehbar, die Unterschiede, wenn vorhanden, marginal.
Somit ist natürlich auch klar, dass HERRN JOSEFS LETZTE LIEBE mitunter (speziell in der Schlussphase) bei allem Humor doch auch tragische Züge annimmt.
Ich möchte nicht zuviel verraten, aber mit ihrem Hass auf den Hund, den Auguste ja aus dem Haus haben will, treibt sie Herrn Josef fast in den Tod...
Das ist nichts, was man in einem Hans-Moser-Film erwarten würde.
Auguste konnte Herrn Josef nie besonders leiden, obwohl er schon 50 Jahre im Hause Türkheim gearbeitet hat und jetzt endlich hat er in dem Hund wieder einen Freund gefunden und wieder ist es Auguste, die ihm diese Freude nicht gönnen will.
Da sollte man auch auf so manchen sentimentalen Moment gefasst sein, aber das ist insofern auch nicht schlecht, als damit nie zuweit gegangen wird.
Diese vereinzelten Szenen sind nie zu ausgewalzt, gehen nie zuweit ins offensichtlich Rührselige.
Sie gehören aber zweifellos dazu, sind auch wirklich schön gemacht und vor allem geben sie Moser Gelegenheit zu zeigen, dass er mehr konnte, als nur den liebenswerten Grantler, also den Komiker.
Ganz ohne "mosern" geht's natürlich auch nicht, das zeigt sich am ehesten in den Szenen mit Ernst Waldbrunn, aber es ist auf jeden Fall, in der Hinsicht, ein gemäßigterer Film.
Von daher möchte ich den Film auch jenen Leuten wärmstens empfehlen, die mit dem klassischen Moser nichts anfangen können.
Ich gebe dem HERRN JOSEF jedenfalls 7,5/10.


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