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 Betreff des Beitrags: HÖRIG - Mauro Bolognini
BeitragVerfasst: 28.11.2017 23:50 
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Originaltitel: Senilità
Produktionsland/Jahr: Italien, Frankreich 1962
Darsteller: Anthony Franciosa, Claudia Cardinale, Betsy Blair, Philippe Leroy, Raimondo Magni, Aldo Bufi Landi
Drehbuch: Mauro Bolognini, Tullio Pinelli, Goffredo Parise
Produziert von: Moris Ergas
Musik: Piero Piccioni

Der Schriftsteller Emilio Brentani (Anthony Franciosa) steckt in einer Schaffenskrise.
Er hofft, darüber hinwegzukommen, indem er Abwechslung in seinen Alltag bringt.
Diese Abwechslung soll ihm ein kleines, unverbindliches amouröses Abenteuer bringen.
Die Auserwählte: Die schöne, aber noch unerfahrene Angiolina (Claudia Cardinale).
Er scheint glücklich mit ihr und ignoriert fatalerweise die Warnungen seiner Schwester Amalia (Betsy Blair), seine geliebte Angiolina wäre nicht die, die sie vorgibt zu sein...

Mauro Bolognini verfilmt hiermit den gleichnamigen Roman von Italo Svevo.
Der Titel deutet das Grundmotiv der Geschichte schon an, es ist die vielzitierte "fatale Begierde".
Emilio ist Angiolina tatsächlich hörig.
Ganz egal, ob sie ihn im Regen stehen lässt oder sich plötzlich auf der Straße mit fremder männlicher Begleitung zeigt.
Alles verzeiht er ihr, das einzige, was für ihn zählt, ist, dass sie irgendwann wieder zu ihm zurückkommt, was sie auch immer wieder tut.
So entwickelt sich eine Art Teufelskreis, er vernachlässigt seine Schwester immer mehr und geschrieben hat er in der Zwischenzeit auch noch nichts (oder nichts mehr).
Aber das scheint ihm egal bzw. er scheint gar nicht zu merken, was sie aus ihm gemacht hat.
Dass er sich von der Beziehung und von der Abwechslung, die er dadurch hat, kreativen Aufschwung erhofft hat, dass eigentlich das sein Ziel gewesen wäre, zählt überhaupt nicht mehr, die Abwärtsspirale ist in Bewegung...
Gedreht wurde der Film in Triest, wo sich die Geschichte auch im Roman abspielt, ist hervorragend besetzt und von Piero Piccioni passend musikalisch untermalt.
So weit, so gut.
Nur hat es leider Bolognini selbst stellenweise zu gut gemeint.
Speziell die zahlreichen emotionalen Szenen sind manchmal schon sehr theatralisch und rührselig.
Normalerweise macht es mir ja nichts aus, wenn solche Szenen stellenweise deutlicher in diese Richtung gehen, aber was Bolognini hier macht, das ist sogar mir schon fast zuviel, da wäre etwas weniger eindeutig mehr gewesen.
Wenn man darüber hinwegsehen kann (was nicht schwer sein sollte), wird man einen schönen Film (wenn auch nicht ganz frei von Längen) geboten bekommen, den ich vor allem den Cardinale-Fans nur empfehlen kann!
7,5/10

Ausschnitt:
www.youtube.com Video From : www.youtube.com


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