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 Betreff des Beitrags: DIE VERGESSENEN - Luis Buñuel
BeitragVerfasst: 01.12.2017 17:20 
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Produktionsland/Jahr: Mexiko 1950
Darsteller: Alfonso Mejía, Estela Inda, Miguel Inclán, Roberto Cobo, Alma Delia Fuentes, Francisco Jambrina, Jesús Navarro, Efraín Arauz, Jorge Pérez, Javier Amézcua, Mário Ramírez
Drehbuch: Luis Buñuel & Luis Alcoriza
Produziert von: Óscar Dancigers, Sergio Kogan, Jaime A. Menasce
Musik: Rodolfo Halffter & Gustavo Pittaluga

Ein Außenbezirk von Mexico City: Straßenjunge Pedro (Alfonso Mejía) sichert sich mit kleinen Gaunereien das Überleben in den Slums. Als er es mit ehrlicher Arbeit versuchen will, zieht ihn das hinterlistige Bandenmitglied Jaibo ins Unglück…
(Cinema.de)

DIE VERGESSENEN ist erst der dritte Film von Buñuels mexikanischer Phase, doch dieser anklagende Blick auf das Leben in den Slums von Mexico City wurde ihm schon fast zum Verhängnis.
Beim Publikum durchgefallen und von Kritikern verrissen, wurde der Film schnellstens wieder aus den Kinos zurückgezogen und gar die Ausweisung Buñuels aus Mexiko verlangt.
Heute zählt der Film zu den wichtigsten Werken von Buñuels mexikanischer Phase.
Oft ist darüber zu lesen, er wäre dem italienischen Neorealismus nahestehend.
Das mag stimmen in Anbetracht der geschilderten ärmlichen Lebensumstände, jedoch gibt es etwas, das ihn ganz deutlich davon unterscheidet.
Der von Zynismus und Pessimismus geprägte Charakter des Films und der Verzicht auf Sentimentalitäten.
Dass Pedro gewillt ist, das kriminelle Straßenleben aufzugeben und es mit ehrlicher Arbeit zu versuchen, kann m.E. auch nicht wirklich als aufkommender Optimismus gesehen werden.
Denn auch in einem normalen Leben mit geregeltem Arbeitsalltag kann er sich nicht frei machen von Jaibo.
Der bleibt ihm weiterhin auf den Fersen und sorgt sogar dafür, dass ihm der Diebstahl eines Messers zulasten gelegt wird.
Zudem steht, auch als er schon einer normalen Arbeit nachgeht, noch seine Mutter auf der Gegenseite, die weiterhin nicht an ihn glaubt und ihm so das Leben schwer macht.
Ich würde ihn daher, wenn schon als neorealistisch, dann eher als mexikanisch-neorealistisch bezeichnen.
Ganz im Gegensatz dazu finden sich hier auch schon wieder leichte Anklänge des Surrealismus in zumindest einer Szene.
Aber das bleibt, wie gesagt, noch die Ausnahme.
Trotzdem (oder gerade deswegen) ein hervorragender Film und unbedingt sehenswert (auch für diejenigen, die ansonsten eher dem surrealistischen Buñuel zugetan sind).
8,5/10

Trailer:
www.youtube.com Video From : www.youtube.com


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