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 Betreff des Beitrags: 20.000 DOLLARI SPORCHE DI SANGUE - Alberto Cardone
BeitragVerfasst: 29.07.2010 17:56 
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20.000 dollari sporchi di sangue (ITA 1969)
R: Alberto Cardone

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Der kleine Jerry wird von einer Bande Banditen entführt. Die fordern 20.000 Dollar Lösegeld für seine Freilassung. Ex- Sheriff und Alkoholiker Fred (Brett Halsey) wird von den Gaunern angeheuert das Geld abzuholen. Nach der Lösegeldübergabe verschwindet aber das Geld und Fred muss als Schuldiger herhalten.

Alberto Cardones Western eilt ja nicht gerade ein guter Ruf voraus, wenn man mal von Mille dollari sul Nero (Sartana) absieht. Ventimila dollari sporchi di sangue, auch unter dem Titel Kidnapping: paga o uccidiamo tuo figlio erschienen, ist wohl der unbekannteste seiner sechs Western, und auch der einzige der keine deutschsprachige Auswertung erfahren hat.
Ventimila dollari sporchi di sangue konzentriert sich mehr auf die gut funktionierende Geschichte, die ein paar nette Wendungen und Überraschungen bereit hält, dafür verzichtet Cardone auf überflüssige Schießereien und Prügeleien. Die Atmosphäre ist recht düster ausgefallen, mit gelungenen Nachtszenen und einer netten Schießerei in einer Miene. Der rote Nebel zu Beginn ist auch recht ungewöhnlich ebenso das viele Grün, an das man sich erst einmal gewöhnen muss. Ein paar schöne Kameraspielereien sind ihm auch gelungen, allerdings gibt es nichts zu bestaunen was man nicht schon mal gesehen hätte.

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Ex-Sheriff und Alkoholiker Fred wird durchaus überzeugend gespielt von Brett Halsey, der mich hier irgendwie an Franco Nero erinnert, die beiden haben dieselben Augen. Halsey stapft den ganzen Film mit schmerzverzerrtem Gesicht hindurch, wozu er allerdings auch jeden Grund hat, denn es wird nicht gerade zimperlich mit ihm umgegangen. Freds Leidensweg steht denen von Anthony Steffens Figuren in nichts nach. Er wird entführt, gefoltert, verprügelt, gesteinigt und vom wütenden Mob fast gelyncht, aber ein echter Held nimmt das natürlich gelassen. Im selben Jahr war Halsey auch noch in Cardones L’ira di dio (Ein Silberdollar für den Toten) zu bestaunen, ebenso wie Howard Ross und Fernando Sancho. Sancho ist hier der Anführer der Banditen, der hier allerdings nicht so aufdreht wie so oft in seinen Rollen als mexikanischer Bandit. Bodybuilder Ross ist der sympathische Hilfssherif vom undurchsichtigen Germano Longo. Als Mutter von Jerry ist noch die schöne Ehefrau von Craig Hill, Teresa Gimpera, zu bewundern.

Der Soundtrack vom Trompetenvirtuosen Michele Lacerenza ist sehr gut gelungen und mit einem schönen Titellied garniert. Das tolle Trompetenstück fand später auch noch in ähnlicher Form in Edoardo Mulargias W Django (Ein Fressen für Django) Verwendung. Am Drehbuch beteiligt war auch noch Vittorio Salerno, der sich als Regisseur für den ausgezeichneten No il caso è felicemente risolto (Betrachten wir die Angelegenheit als abgeschlossen) verantwortlich zeichnet.

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Cardone drehte im selben Jahr noch drei weitere Western, und zwar den bereits erwähnten L’ira di dio, 20.000 dollari sul 7 (Rächer ohne Gnade) mit Roberto Miali und den Schnarcher Il lungo giorno del massacro (Das Gesetz der Erbarmungslosen) mit Peter Martell und Glenn Saxson. Danach war Schluss mit Western, aber auch sonst kam nicht mehr viel, es folgte gerade mal noch zwei Filme bis `73.

Ein recht ruhig, aber durchaus spannend inszenierter Western von Alberto Cardone, der vielleicht auch sein bester ist, zumindest was ich bisher gesehen habe.
6/10

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 Betreff des Beitrags: Re: 20.000 DOLLARI SPORCHE DI SANGUE - Alberto Cardone
BeitragVerfasst: 29.07.2010 19:11 
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Sehr guter Film von Alberto Cardone.
Für mich auf einer Stufe mit Sartana.

Und ja, ich stimme dir zu, eine echte Schande dass der nicht in Deutschland veröffentlicht wurde.
Gerade zu Beginn wird eine gespennstige Atmo geschaffen, wenn der Junge allein durch den Wald reitet. Plötzlich stehen Sancho und seine Bande vor ihm.... Sehr gut umgesetzt.

nerofranco: Den Bildern nach zu urteilen, hast du auch das klasse Fandub auf Basis der ital. Eagle Pictures DVD, mit engl. Untertiteln ?
Also ich bin von dem Teil begeistert. Bildqualität auf Koch Media Niveau. Empfehlenswert.


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 Betreff des Beitrags: Re: 20.000 DOLLARI SPORCHE DI SANGUE - Alberto Cardone
BeitragVerfasst: 29.07.2010 19:24 
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Nein, meine Fassung beruht auf einer Ausstrahlung von Rai Tre vor ein paar Jahren, sieht aber echt gut aus.


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 Betreff des Beitrags: Re: 20.000 DOLLARI SPORCHE DI SANGUE - Alberto Cardone
BeitragVerfasst: 29.07.2010 20:41 
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Fand ich eigentlich auch ganz gut...auch wenn es schon länger her ist, dass ich den gesehen hab. Cardone ist schon ein seltsamer Regisseur, solche Qualitätsunterschiede zwischen seinen Filmen. Teilweise ein gutes Auge für Bilder, gut inszenierte Szenen, andererseits mieserabel und fader als jeder Fidani.

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 Betreff des Beitrags: Re: 20.000 DOLLARI SPORCHE DI SANGUE - Alberto Cardone
BeitragVerfasst: 29.07.2010 21:19 
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Anti-Hero hat geschrieben:
Cardone ist schon ein seltsamer Regisseur, solche Qualitätsunterschiede zwischen seinen Filmen. Teilweise ein gutes Auge für Bilder, gut inszenierte Szenen, andererseits mieserabel und fader als jeder Fidani.


Ja, das ist schon erstaunlich, wie der Mann den ein oder anderen ganz guten Film machen konnte und dann wieder echte Gurken herauszauberte.

Wobei man auch sagen muss, ein echtes Meisterwerk ist keiner seiner Filme. Einige sind aber sehr sehenswert, wie dieser hier.

Und andere wie "Das Gesetz der Erbarmungslosen" haben auch ihren Stellenwert, z. b. als Schlaftablette ohne Nebenwirkungen. In der Apotheke zahlt man für so etwas richtig Geld. :D


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 Betreff des Beitrags: Re: 20.000 DOLLARI SPORCHE DI SANGUE - Alberto Cardone
BeitragVerfasst: 01.08.2010 11:08 
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Wenn wir schon von Fidani reden, da Frag ich mich immer wieso fast alle Fidani scheissdrecks Western in D ne Vö erfahren haben und einige gute IW nicht bei uns realisiert wurden... :evil:

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 Betreff des Beitrags: Re: 20.000 DOLLARI SPORCHE DI SANGUE - Alberto Cardone
BeitragVerfasst: 01.08.2010 13:22 
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 Betreff des Beitrags: Re: 20.000 DOLLARI SPORCHE DI SANGUE - Alberto Cardone
BeitragVerfasst: 01.08.2010 14:30 
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Da fehlen aber schon noch einige.


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 Betreff des Beitrags: Re: 20.000 DOLLARI SPORCHE DI SANGUE - Alberto Cardone
BeitragVerfasst: 01.08.2010 15:10 
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reggie hat geschrieben:
Wenn wir schon von Fidani reden, da Frag ich mich immer wieso fast alle Fidani scheissdrecks Western in D ne Vö erfahren haben und einige gute IW nicht bei uns realisiert wurden... :evil:


Das ist mal eine gute Frage.
Denn wenn man mal eine Liste machen würde mit guten IW, die nicht in Deutschland veröffentlicht wurden..... da würden einige Schätze entdeckt.


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 Betreff des Beitrags: Re: 20.000 DOLLARI SPORCHE DI SANGUE - Alberto Cardone
BeitragVerfasst: 01.08.2010 18:17 
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Ging es reggie eigentlich um DVDs oder Kinostarts?


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 Betreff des Beitrags: Re: 20.000 DOLLARI SPORCHE DI SANGUE - Alberto Cardone
BeitragVerfasst: 01.08.2010 20:04 
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ephedrino hat geschrieben:
Ging es reggie eigentlich um DVDs oder Kinostarts?

Also bezüglich Fidani kann er nur Kinostarts meinen, denn mit DVD-VÖs sieht's da ja leider (!) noch sehr dürftig aus. ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: 20.000 DOLLARI SPORCHE DI SANGUE - Alberto Cardone
BeitragVerfasst: 01.08.2010 20:16 
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kinostarts, vhs......

auf dvd ist ja nich viel von ihm erschienen....

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 Betreff des Beitrags: Re: 20.000 DOLLARI SPORCHE DI SANGUE - Alberto Cardone
BeitragVerfasst: 15.11.2011 18:29 
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Vorspann inklusive dem hervorragenden Titellied:
www.youtube.com Video From : www.youtube.com


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 Betreff des Beitrags: Re: 20.000 DOLLARI SPORCHE DI SANGUE - Alberto Cardone
BeitragVerfasst: 25.02.2012 18:01 
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Hab ihn mir gestern angesehen ! Hat mir gut gefallen ! :)
Halsey gefällt echt gut als Alkoholiker, und natürlich Sancho, mal kein dümmlicher Mexikaner ! Schön ihn mal wieder so zu sehen ! :)
Ich frag mich nur, warum der Rauch am Anfang als der kleine Junge durch den Wald reitet rot war ?! :? War die Nebelmaschine die weißen Rauch macht hinüber ?
Mehr brauch ich eigentlich ned zu sagen !
Toller Film...

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 Betreff des Beitrags: Re: 20.000 DOLLARI SPORCHE DI SANGUE - Alberto Cardone
BeitragVerfasst: 25.02.2012 20:49 
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Italo-West-Fan hat geschrieben:
Ich frag mich nur, warum der Rauch am Anfang als der kleine Junge durch den Wald reitet rot war ?! :? War die Nebelmaschine die weißen Rauch macht hinüber ?


Man wollte wohl eine besonders dichte Atmo schaffen und einen außergewöhnlichen Effekt erziehlen.
Und rot wie Blut sollte wohl besser kommen als weiß wie die Unschuld (Wow, dass war ja fast das Wort zum Sonntag)

Aber ist wirklich ein guter Film, mit einer zwar eher ruhigen Erzählweise, die aber zu gefallen weiß. Und für mich Cardones zweitbester IW nach Sartana.


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 Betreff des Beitrags: Re: 20.000 DOLLARI SPORCHE DI SANGUE - Alberto Cardone
BeitragVerfasst: 26.02.2012 09:56 
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Aha ! Gut nun weiß ich das auch ! :) Find ich aber trotzdem etwas merkwürdig aber egal, sehe ich auch wie du. Cardones 2. Bester Western !

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 Betreff des Beitrags: Re: 20.000 DOLLARI SPORCHE DI SANGUE - Alberto Cardone
BeitragVerfasst: 26.02.2012 11:41 
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Hier noch ein ältere review:

Kidnapping 7/10

Alberto Cardone


Eine Bande unter der Anführung von Fernando Sancho, diesmal als Gringo und nicht Mexicaner, Kidnappt ein Kind um Lösegeld zu erpressen. Der ehemalig Sheriff (Brad Halsey) von Dixon kommt just zu dieser Zeit zurück in seine alte Heimat. Mittlerweile ist er Frank Lainster ein Säufer geworden und ist völlig ausgebrannt. Man bietet ihm 500 Dollar wenn er eine Tasche abholen würde, klar stimmt er zu weil er das Geld dringend braucht um seiner sucht zu frönen... Wie man es sich denken kann hat man nur einen Dummen gebraucht und nun befindet er sich mitten im geschehen und wird als Kidnapper vom Sheriff und seinen leuten gejagt.... Auf seiner Flucht verfolgen ihn immer bilder aus seiner Vergangenheit, ein zerborstener Wagen und er wird als Säufer beschimpft der seine Familie ins grab brachte....

Auch sehr gut, mit einer glungenen Mukke! Die schöne Landschaft wurde hier sehr gut in Szene gesetzt, gelbliche Berge strahlen in der Sonne! Spannung ist auch zu genüge da, denn eines ist klar das der eifältige Sancho nie so ein Ding aushecken könnte! Dazu wurde der Geldbote erschossen so das unser Held nun zwischen zwei Fronten steht, des öfteren wird er von einer seite eingecasht und dabei stets verprügelt, doch kann er immer irgendwie entkommen...
In diesem Film ist das Balg sehr nett und drollig, nervt auf keinen Fall! Die Mutter das Balgs (Teresa Gimpera) ist sehr hübsch, man hat die Augen! (Ich meine schon die Augen im gesicht! ) Und Bred Halsey als versoffener Nichtsnutz der später wieder zu seiner Stärke findet ist auch mehr als solide!
Irgendwie haben es die Filme in denen ein Säufer fast am Ende sich wieder aufrappelt, nicht nach Deutschland geschaft.... Ob da was dahinter steckt, gibt mir zu denken :?

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 Betreff des Beitrags: Re: 20.000 DOLLARI SPORCHE DI SANGUE - Alberto Cardone
BeitragVerfasst: 26.02.2012 12:31 
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reggie hat geschrieben:
Irgendwie haben es die Filme in denen ein Säufer fast am Ende sich wieder aufrappelt, nicht nach Deutschland geschaft.... Ob da was dahinter steckt, gibt mir zu denken :?

Hm,da fällt mir noch 'Notte dei serpenti' ein,der lief hier auch nicht.

'Einladung zum Totentanz' wiederrum wurde hier veröffentlicht.


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 Betreff des Beitrags: Re: 20.000 DOLLARI SPORCHE DI SANGUE - Alberto Cardone
BeitragVerfasst: 26.02.2012 12:35 
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Hatte damals den Serpenti und den Di Sangue direkt hintereinander gesehen, deshalb ist mir das so in den sinn gekommen....

Mal überlegen gabs da nicht noch so einen Film???

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 Betreff des Beitrags: Re: 20.000 DOLLARI SPORCHE DI SANGUE - Alberto Cardone
BeitragVerfasst: 26.02.2012 12:41 
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El Puro :!:
Meine natürlich den Film :lol:


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 Betreff des Beitrags: Re: 20.000 DOLLARI SPORCHE DI SANGUE - Alberto Cardone
BeitragVerfasst: 26.02.2012 15:17 
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 Betreff des Beitrags: Re: 20.000 DOLLARI SPORCHE DI SANGUE - Alberto Cardone
BeitragVerfasst: 26.02.2012 15:40 
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GunmanStan hat geschrieben:
El Puro :!:
Meine natürlich den Film :lol:


Aber hallo ! ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: 20.000 DOLLARI SPORCHE DI SANGUE - Alberto Cardone
BeitragVerfasst: 03.04.2012 22:10 
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Habe mir gerade die deutsche Untertitel-Version (Grüße an den SANDMAN ;) ) angesehen.
Ich bleibe dabei, sehr guter Film mit einer düsteren Grundstimmung und trotz geringem Budget, guter Umsetzung.

Sancho auch mit einer ernsthafteren Rolle, was hier ganz gut passt.
Dazu noch einige interessante Wendungen, was willst du mehr. Empfohlen.


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 Betreff des Beitrags: Re: 20.000 DOLLARI SPORCHE DI SANGUE - Alberto Cardone
BeitragVerfasst: 22.12.2013 10:37 
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habe mir gerade auch die deutsche untertitel version auch angeschauwt.
hatte nur ein spanische vhs von der film und die italienische dvd, also das deutsche fan projekt konnte ich gut brauchen.

die film gefallt mir sehr!
normalerweis schaue ich mein filme immer in englisch .... aber jetzt so mit den italienische ton, hat der film ein "extra flair". die englische synchro's sind oft sehr trocken und monotoon.

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 Betreff des Beitrags: Re: 20.000 DOLLARI SPORCHE DI SANGUE - Alberto Cardone
BeitragVerfasst: 13.12.2017 19:14 
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20.000 dollari sporche di sangue


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Italien 1968
Regie: Alberto Cardone (als Albert Cardiff)
Kamera: Mario Pacheco
Drehbuch: Alberto Cardone, Ugo Guerra, Vittorio Salerno, Manuel Sebares
Musik: Michele Laceranza, Franco Reitano

Darsteller: Brett Halsey (als Montgomery Ford) – Fred Leinster; Germano Longo (als Herman Lang) – Sheriff Bill Cochran; Fernando Sancho – Manuel; Eugenio Battisti – Jerry; Teresa Gimpera – Jane; Andrea Fantasia – Miller; Antonio Casas – Juan; Gino Marturano – Chaco; Renato Rossini (als Howard Ross – Johnny

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Der kleine Jerry, Sohn der verwitweten Farmbesitzerin Jane, wird bei einem Ausritt von der Bande Manuels entführt und soll erst gegen die Zahlung von 20.000 Dollar freigelassen werden. Jane willigt ein und verkauft ihre Farm, um an das Geld zu gelangen. Zeitgleich taucht der Ex-Sheriff des Örtchens, Fred Leinster, wieder in Dixon auf, der seit einem tragischen Ereignis von der Flasche nicht mehr loskommt. Leinster wird von Mitgliedern der Bande für 1000 Dollar beauftragt, die Geldübergabe zu regeln.

Alberto Cardones Beitrag zum Italowestern ist qualitativ ja äußerst vielfältig. Neben wirklich sehenswerten Beiträgen zum Genre, wie den jeweils 1966 erschienenen Sartana (Mille dollari sul nero) und Django - Die Geier stehen Schlange (Sette dollari sul rosso), schuf er allerdings ebenfalls Filme wie Ein Silberdollar für den Toten (L'ira di Dio) oder Blutiger Staub (20.000 dollari sul 7) (mit „dollaris“ im Titel schien er es zu haben), die ob ihrer langweiligen Durchschnittlichkeit nur mühsam am Stück zu genießen sind. Glücklicherweise gehört der letzte seiner sechs Genrebeiträge in die erstgenannte Kategorie, denn der hier besprochene 20.000 dollari sporche di sangue, der leider nicht den Weg in den deutschen Verleih geschafft hat, erzählt eine zu keiner Sekunde langweilige Geschichte mit einigen Twists und Wendungen.

Brett Halsey spielt hier unter seinem Pseudonym Montgomery Wood den ehemaligen Sheriff Fred Leinster. Man nimmt ihm den Trinker, den gebrochenen Mann, der am Unfalltod seiner Frau und seines Sohnes schwer zu tragen hat, von Beginn an ab. Ihm wird im Laufe des Films übel mitgespielt, er wird verspottet und verprügelt, mehrmals angeschossen, mit einer Giftschlange bedroht (!) und vom wütenden Dorfmob fast gesteinigt und gelyncht. Erst als ihm langsam klar wird, dass er von Manuels Bande nur als Spielball benutzt wurde, erwacht er aus seiner alkoholinduzierten Dämmerung und macht sich, nunmehr ausgenüchtert, daran, den kleinen Jerry zu retten. Dieser wird gespielt von Eugenio Battisto in seiner einzigen Filmrolle. Mit Kindern im Western ist das ja immer eine schwierige Sache, der Bursche macht seine Sache aber ganz ordentlich und fällt eher positiv denn negativ auf.

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Ein kleiner Einschub: Alkoholmissbrauch im Italowestern

Dass ein Whiskey im Saloon zum Protagonisten gehört wie Colt und Pferd, ist im (Italo-)Western ein seit Beginn des Genres ungeschriebenes Gesetz. Auch der Dorftrunkenbold oder der kauzige Totengräber, der dem Schnaps nicht abgeneigt ist, kommt in unzähligen Filmen als zumeist komischer Sidekick, der dem Hauptdarsteller mit Informationen gegen flüssige Bezahlung aushilft, gerne zum Einsatz. Daneben gibt es allerdings auch einige Filmen, in denen der Held ein komplett am Alkohol zerbrochenes Wrack darstellt. Hinzu kommen noch andere Werke, in denen wichtige Nebenfiguren die Finger nicht vom Alkohol oder anderen Drogen lassen können.

Die Storys der erstgenannten Filme ähneln sich in der Regel recht stark: der (Anti-)Held hat in der Vergangenheit einen harten Schicksalsschlag erlitten und greift infolge dessen unablässig zur Flasche. Der Verlust eines oder mehrerer Familienmitglieder, dem der Held machtlos gegenübersteht oder gar Mitschuld trägt, ist der Grund für den Absturz von sowohl Fred Leinster (Brett Halsey) in 20.000 dollari sporche di sangue als auch der von Slim Corbett (George Hilton) in Django – Sein Gesangbuch war der Colt (Tempo di massacro). In La notte dei serpenti hängt die Figur des Luke (Luke Askew) an der Flasche, seitdem er versehentlich ein Kind erschossen hat. Über die Gründe des Alkoholismus von Sheriff Tequila Joe (Dragomir Bojanic) in Einladung zum Totentanz (...e venne il tempo di uccidere) und El Puro in La taglia è tua... l'uomo l'ammazzo io aka El Puro lässt sich dagegen nur spekulieren.
Ebenso wie der Grund des Alkoholismus ist auch der Grund des letztendlichen Entzugs in der Regel derselbe: entweder Wiedergutmachung (sowohl Fred Leinster als auch Luke bekommen die Chance, einem Kind das Leben zu retten), oder, wie so oft, knallharte Rache an den Mördern geliebter Personen (Slim Corbett an den Mördern seiner Ziehmutter, El Puro an denen seiner einzigen Bezugsperson, der Prostituierten Rosie).
Auch die Hauptfigur in Django – Unbarmherzig wie die Sonne (Sentenza di morte) ist zunächst dem Alkohol verfallen und ist deswegen nicht in der Lage, sich und seinen Bruder gegen die Bande zu verteidigen, die letzlich ihn an- und seinen Bruder erschießt. Dies wird allerdings nur in einer kurzen Rückblende gezeigt, während der gesamten Handlung ist Django (Robin Clark) bereits trocken.

Umgekehrt gibt es auch einige wenige Filme, in denen der Hauptdarsteller komplett auf Alkohol verzichten, wie beispielsweise in Ein Colt für 100 Särge, in dem der von Peter Lee Lawrence gespielte Jim Slade als gläubiger Zeuge Jehovas nicht trinken und auch nicht töten darf (zumindest Letzteres wirft er im Verlauf der Story allerdings über den Haufen). Auch in Mario Bavas zweiten Western Nebraska Jim (Ringo del Nebraska ) bestellt sich der namengebende Held (Ken Clark) nur Milch im Saloon.




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Zurück zum Film: Die Rolle des Bandenführers Manuel wird verkörpert durch den im Genre omnipräsenten Fernando Sancho. Hier spielt er, entgegen seiner Paraderolle des gutmütigen, leicht tumben Mexikanerbanditen, eine ernsthafte Rolle, welche im ebenfalls außerordentlich gut zu Gesicht steht. Den Sheriff des kleinen Kaffs Dixon, welcher Fred Leinster abgrundtief verachtet, spielt Germano Longo, der seit Mitte der Fünfziger in diversen Sandalen- und Abenteuerfilmen und seit 1964 auch in einer handvoll Western mitgewirkt hat, unter denen dieser hier wohl seine beste Darbietung ist. Als Hilfssheriff Johnny steht ihm Renato Rossini zur Seite, welcher in der Hochzeit des italienischen Kinos in diversen Genres zumeist als Nebendarsteller zu sehen war.

Die wie immer schön anzusehende Landschaft Almerías wurde von Kameramann Mario Pacheco (u.a. Requiem für Django, Von Django – Mit den besten Empfehlungen) gut eingefangen, ebenso wie der Showdown in der alten Goldmine und die anschließende Verfolgung durch die Granitformation von La Pedriza. Die Musik von Michele Laceranza geht gut ins Ohr, ebenso wie der von Joe Rivers gesungene Titelsong „Kidnapping“.

Alles in allem also eine klare Empfehlung, der Film dürfte zusammen mit Sartana Cardones bester sein und kommt locker über den Durchschnitt:

7/10

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 Betreff des Beitrags: Re: 20.000 DOLLARI SPORCHE DI SANGUE - Alberto Cardone
BeitragVerfasst: 14.12.2017 16:52 
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Stimmt cooler Film. Silberdollar finde ich aber jetzt nicht soooo schlecht. Blutiger Staub ist wirklich nur Durchschnitt ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: 20.000 DOLLARI SPORCHE DI SANGUE - Alberto Cardone
BeitragVerfasst: 16.12.2017 11:13 
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Ja, vom Bodensatz ist Silberdollar noch ein gutes Stück entfernt, aber ich habe ihn dennoch als sehr zäh und uninspiriert in Erinnerung. Vielleicht muss ich ihm aber nochmal eine Chance geben, die letzte Sichtung liegt schon recht lange zurück.

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 Betreff des Beitrags: Re: 20.000 DOLLARI SPORCHE DI SANGUE - Alberto Cardone
BeitragVerfasst: 16.12.2017 11:37 
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Für mich war dieser Film hier eine positive Überraschung von einem durchschnittlichen Regisseur, der ansonsten auch vernünftige Stoffe ordentlich in den Sand gesetzt hat. 20.000 DOLLARI SPORCHE DI SANGUE ist auch nichts weltbewegendes, aber doch nett anzuschauen. Für mich eindeutig Cardones bester Spag. 5/10


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 Betreff des Beitrags: Re: 20.000 DOLLARI SPORCHE DI SANGUE - Alberto Cardone
BeitragVerfasst: 16.12.2017 12:00 
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Ja spag ;) :mrgreen: denn Spaß kann es ja so richtig bei nur 5 Punkten nicht gewesen sein ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: 20.000 DOLLARI SPORCHE DI SANGUE - Alberto Cardone
BeitragVerfasst: 16.12.2017 12:37 
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reggie hat geschrieben:
Ja spag ;) :mrgreen: denn Spaß kann es ja so richtig bei nur 5 Punkten nicht gewesen sein ;)


Doch, das sind ja immerhin 5 Aspekte die für den Film sprechen. Auch 4/10 sind unterhaltsame Filme, jedoch keine die danach verlangen mehr als einmal gesehen zu werden.


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