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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Betreff des Beitrags: GRETA - HAUS OHNE MÄNNER - Jess Franco
BeitragVerfasst: 27.08.2010 23:28 
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Irgendwo in Südamerika, da liegt die "Heil- und Pflegeanstalt" Las Palomas unter der Leitung von Dr. Greta del Pino (Dyanne Thorne). Nun ja, mit heilen und pflegen hält man es dort nicht übermäßig, die Bezeichnung Konzentrationslager scheint passender.

Rosa Philipps ist die Flucht von dort gelungen, doch wurde sie dabei angeschossen. Sie erreicht das Haus von Dr. Milton Arcos (Jesus höchstselbst), doch bevor der sie in die nächste Klinik bringen kann, steht schon Greta samt Schergen in der Tür und nimmt ihm Rosa wieder ab.

Kurz darauf wird Arcos von Rosas Tod unterrichtet. Eine Inspektion der "Klinik" durch die Rosenthal-Stiftung wird vom zuständigen Ministerium verweigert. Rosas Schwester Aby fasst einen verwegenen Plan: Mit Hilfe einer falschen Diagnose und unter falschem Namen soll Dr. Arcos sie dort einschleusen und nach 2 Monaten wieder rausschleusen, dann hätte er eine glaubwürdige Zeugin und die Inspektion wäre nicht mehr zu verhindern.

Dort angekommen wird Aby nicht nur weitestgegend ihrer Kleidung entledigt, sondern auch ihres (falschen) Namens: Sie ist nur noch Nummer 41. Und wer bei Nachfragen nicht seine Nummer, sondern seinen Namen nennt, bekommt die Nummer (damit sie nie wieder vergessen wird) oberhalb der Brust eingebrannt! :o ("Wie heisst du?" "14! Aber du darfst mich mit meinem Kosenamen nennen, 7!")

Daneben lernt Aby schnell Juana (Lina Romay) kennen, die sich als Wortführerin der Insassinnen aufspielt, jegliche Infos aber brühwarm an Greta weitergibt, mit der Juana ein lesbisches S/M-Verhältnis hat. Das heisst, Greta spickt der auf dem Bett liegenden Juana die Brust mit Nadeln und wirft sich dann auf sie...

Allerdings findet Juana in der Tat heraus, dass die offiziell tote Rosa noch am Leben ist, sie vegetiert im Keller vor sich hin, wo besonders widerspenstige Frauen mit Elektroschocks gefoltert werden. So gibt sie auch preis, dass Aby ihre Schwester ist, und auch die Verbindung zu Dr. Arcos wird aufgedeckt.

Gretas Assistent (Eric Falk) filmt unterdessen all die Folterungen etc mit, um den Stoff an einen Amerikaner zu verkaufen, der damit die Perversen weltweit mit echten Folterbildern versorgt. Aber hätte Eric nicht noch was spezielleres? Flugs werden ein paar Typen aus dem Männerknast geholt für eine zünftige Vergewaltigung! :shock: Der Ami ist zufrieden, aber hätte Eric nicht noch was spzielleres? Ein Mord, ein echter? Nichts gestelltes! Eric verspricht, sich darum zu kümmern.

Gretas Schergen dringen in Dr. Arcos' Haus und erschießen den Arzt kurzerhand. Allerdings hatte er direkt davor noch einen Brief an die Rosenthal-Stiftung absenden können, in dem er schildert, dass er Aby reingeschmuggelt habe. Der gelingt es nun, doch noch die Inspektion durchzusetzen, außerdem müsse Aby freigelassen werden. Für Rosa ist es allerdings endgültig zu spät, eine über den Kopf gezogene Plastiktüte machte ihrem Leben endgültig ein Ende.

Die Inspektoren können allerdings keine besonderen Vorkommnisse feststellen :roll:. Aby darf zwar mit Herrn Rosenthal das Lager verlassen, doch viel erzählen kann sie nicht, wurde doch vorher ihr Gehirn zur Gemüse verkocht.

Daraufhin setzt Juana, angesichts der Zustände im Keller zutiefst geschockt, mit den übrigen Gefangenen zur Revolte gegen Greta an, und da werden keine Gefangenen mehr gemacht: Don't feed the Cannibals! :o :shock:
(womit Erics Problem mit dem Snuff-Film auch noch eine Lösung findet...)


Uff, was für ein Film! Greta dürfte im WIP-Genre so ziemlich alles in den Schatten stellen, aber ernstnehmen kann man das (zum Glück!) nicht.

Vergesst nicht, nach dem Film ein Bad zu nehmen und dann heisst es, ab nach Las Vegas, lasst euch von Dyanne trauen:

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 Betreff des Beitrags: Re: Greta - Haus ohne Männer - Jess Franco
BeitragVerfasst: 28.08.2010 17:10 
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Geil wo hast du den Link her ...... jetzt muß nur schnell ne Frau mit Geld finden (die auch noch nach was aussieht) und mich von Ilsa eh Dyanne trauen lassen danach las ich mir meine DVDs von ihr signieren.....

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Blu Ray und DVD Holzkistenverpackungen sind Sondermüll....
und echte Filmfans brauchen sowas nicht !!!


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 Betreff des Beitrags: Re: Greta - Haus ohne Männer - Jess Franco
BeitragVerfasst: 28.08.2010 17:38 
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Trotz starker Konkurrenz mein Lieblings Franco W.I.P. 8-)


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 Betreff des Beitrags: Re: GRETA - HAUS OHNE MÄNNER - Jess Franco
BeitragVerfasst: 25.09.2010 23:19 
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Greta - Haus ohne Männer (Deutschland, Schweiz, USA 1977, englischer Titel: Ilsa, the Wicked Warden)

Irgendwo auf dem südamerikanischen Kontinent... Die gestrenge Greta (Dyanne Thorne) leitet eine "Klinik" für Damen mit psychischen Problemen. Die Zustände sind unmenschlich, die Frauen werden gefoltert, erniedrigt und im schlimmsten Fall gar für medizinische Experimente mißbraucht. Abbie Phillips (Tania Busselier) ist auf der Suche nach ihrer verschollenen Schwester, deren letzter Aufenthaltsort die besagte Anstalt war. Sie überzeugt den engagierten Mediziner Dr. Arcos (Jess Franco) davon, dass er sie in die Klinik einweist, damit sie dort auf eigene Faust Ermittlungen anstellen kann. Dr. Arcos beobachtet das Haus sowieso schon länger mit Mißtrauen. Doch seine Anträge auf Überprüfung von offizieller Seite, wurden stets als unbegründete und überflüssige Hirngespinste zurückgewiesen. Abbie gerät nach der gefakten Einweisung umgehend in die Knochenmühle, Gretas Terror kennt keine Gnade, keine Grenzen. Die sadomasochistisch veranlagte Juana (Lina Romay) macht Abbie das Leben zusätzlich schwer. Juana spielt sich gern als Chefin vor den anderen Insassinnen auf. Gleichzeitig unterhält sie ein lesbisches Verhältnis zu Greta, der sie selbstverständich alle brisanten Informationen zuträgt. Abbie taucht tiefer und tiefer in die Hölle auf Erden ein, unfassbare Details offenbaren sich der jungen Frau. Glücklicherweise hat sie mit Dr. Arcos abgesprochen, dass dieser sie nach einigen Wochen aus der Anstalt befreit. Jedoch haben Abbie und der Doc den weitreichenden Einfluss von Greta unterschätzt, der bis in die höchsten Regierungskreise reicht...

"Greta - Haus ohne Männer" wird oft der "Ilsa" Reihe mit Dyanne Thorne zugeordnet. Die Machart unterscheidet sich allerdings deutlich von den "offiziellen" Ilsa-Streifen. Sicher, Frau Thorne spielt wie üblich ihren Peitschenstiefel runter. Doch "Greta - Haus ohne Männer" ist durch und durch ein Jess Franco Film, dem der Regisseur seinen eigenwilligen, einzigartigen Stempel aufgedrückt hat. Für eine WIP Sause geht es nicht besonders wüst zur Sache, obwohl die typischen Zutaten natürlich nicht fehlen. Es wird munter gepeitscht, gerödelt und gefoltert, aber Franco präsentiert dem Zuschauer lieber Möpse statt ausufernder Gewalt mit Mettgut (Ausnahmen bestätigen die Regel). Für den unbedarften Zuschauer mag der Pegelstand an Scheusslichkeiten vielleicht schon zu viel des Guten sein. Meiner Meinung nach gelingt Jess Franco der Balanceakt zwischen Sex und Gewalt recht souverän. Vielleicht hätten die Kulissen etwas schäbiger ausfallen dürfen, um dem Film noch eine Prise mehr Fiesheit einzuhauchen. Herrliche Kontraste offenbaren sich ab und an. Während eine junge Frau verzweifelt durch den Dschungel hetzt, die grausamen Häscher sind ihr auf den Fersen, ertönt dazu eine musikalische Untermalung, die in jedem Märchenfilm für Kinder gut aufgehoben wäre.

Die Darbietungen der Schauspieler bleiben nicht im Sumpf von Trash und Unfähigkeit stecken, die Besetzung spielt überwiegend erstaunlich gut auf. Tania Busselier kann auf eine recht überschaubare Filmkarriere zurückblicken, darunter finden sich auch ein paar HC-Beiträge. Busselier meistert ihre Aufgabe überzeugend, ihre Abbie pendelt zwischen Hass, Hoffnung und Verzweiflung umher, sie haucht dem Charakter -im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten- überzeugend Leben ein. Ihre Gegenspielerin wird von Lina Romay nicht weniger gelungen zum Leben erweckt. Zwar mag Frau Romay inzwischen eher abschreckend aussehen, doch hier finde ich sie durchaus attraktiv. Ausdrucksstarke Augen, sinnliche Lippen (im Gesicht), leckere Äpfel, was will der Lüstling mehr? Einen Dämpfer verpasst mir ihre fürchterliche Kurzhaarfrisur, die aber auch (fast) jede andere Frau entstellen würde. Doch bekanntlich ist das Leben kein Wunschkonzert, schon gar nicht für alte Chauvinisten. Dyanne Thorne steht hier nicht so sehr im Mittelpunkt, wie es bei der "Ilsa Trilogie" der Fall war. Sie blickt streng wie üblich unter der Mütze hervor, haut uns erwartungsgemäß ihre prächtige Auslage um die Ohren. Jess Franco gibt den Gutmenschen dem das Böse übel mitspielt, mehr wird an dieser Stelle nicht verraten.

Ich gebe es zu, es dauerte viele Jahre, bis ich wirklich Zugang zu den Filmen von Jess Franco finden konnte. Zwar gefiel mir "Nachts, wenn Dracula erwacht" (1970) schon immer gut, doch ansonsten stand ich seinen Werken eher skeptisch bis ratlos gegenüber. Inzwischen freue ich mich auf jede Sichtung eines Franco Films, der alte Herr wächst mir mehr und mehr ans Herz. Da unsere Sammlung im Bezug auf Franco noch grossen Nachholbedarf offenbart, war der Griff zur "Jess Franco Gold Collection" gewissermaßen unausweichbar. Dieses schicke Set enthält acht Filme auf acht DVDs, es kommt im schmucken Digipak samt Schuber ins Haus. Neben dem unterhaltsamen "Greta - Haus ohne Männer", befinden sich weiterhin folgende Franco Ergüsse in der Box:

• Jack the Ripper
• Blue Rita
• Love Letters of a portugese Nun
• Women in Cellblock 9
• Voodoo Passion
• Barbed Wire Dolls
• Wicked Women

"Greta - Haus ohne Männer" liegt in ansprechender Qualität vor. Das Bild mag ein wenig "weich" wirken, doch insgesamt bin ich mit dem Gebotenen sehr zufrieden. Zu den anderen Filmen werde ich nach erfolgtem Genuss ein paar Zeilen schreiben, ich verspüre dauerhafte Vorfreude und angenehme Gier. Das Set ist inzwischen zu Kursen unterhalb von 30€ erhältlich. Ein extrem faires Preis-/Leistungsverhältnis!

WIP + Jess Franco = 7/10 (inkl. Sympathiebonus)

Lieblingszitat:

"Was weiss ein kleiner Feld-, Wald- und Wiesendoktor, von der Behandlung schwachsinniger Asozialer. Wir sind zuständig!"

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 Betreff des Beitrags: Re: GRETA - HAUS OHNE MÄNNER - Jess Franco
BeitragVerfasst: 27.09.2010 13:16 
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Blap hat geschrieben:
Da unsere Sammlung im Bezug auf Franco noch grossen Nachholbedarf offenbart, war der Griff zur "Jess Franco Gold Collection" gewissermaßen unausweichbar. Dieses schicke Set enthält acht Filme auf acht DVDs, es kommt im schmucken Digipak samt Schuber ins Haus.


Ich erbitte freundlichst einen Hinweis, wo man dieses Boxset erwerben kann. Ich hab da nämlich bislang nirgendwo nix gefunden...

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 Betreff des Beitrags: Re: GRETA - HAUS OHNE MÄNNER - Jess Franco
BeitragVerfasst: 27.09.2010 13:26 
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Diabolik! hat geschrieben:
Blap hat geschrieben:
Da unsere Sammlung im Bezug auf Franco noch grossen Nachholbedarf offenbart, war der Griff zur "Jess Franco Gold Collection" gewissermaßen unausweichbar. Dieses schicke Set enthält acht Filme auf acht DVDs, es kommt im schmucken Digipak samt Schuber ins Haus.


Ich erbitte freundlichst einen Hinweis, wo man dieses Boxset erwerben kann. Ich hab da nämlich bislang nirgendwo nix gefunden...


Guckst du HIER. Da hab ich meine auch her und für 29,95 ist momentan noch eine Box auf Lager.

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 Betreff des Beitrags: Re: GRETA - HAUS OHNE MÄNNER - Jess Franco
BeitragVerfasst: 27.09.2010 13:28 
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Danke! Da hatte ich noch gar nicht geguckt.

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 Betreff des Beitrags: Re: GRETA - HAUS OHNE MÄNNER - Jess Franco
BeitragVerfasst: 27.09.2010 18:24 
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Ich habe die Box auch beim OFDB-Shop bestellt. Vor ein paar Tagen war sie sogar noch für 27.98€ zu bekommen. Zugreifen, das Teil ist ein unbezahlbares Schatzkistchen, mit keinem Geld der Welt aufzuwiegen!

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 Betreff des Beitrags: Re: GRETA - HAUS OHNE MÄNNER - Jess Franco
BeitragVerfasst: 27.09.2010 19:50 
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Blap hat geschrieben:
Ich habe die Box auch beim OFDB-Shop bestellt. Vor ein paar Tagen war sie sogar noch für 27.98€ zu bekommen. Zugreifen, das Teil ist ein unbezahlbares Schatzkistchen, mit keinem Geld der Welt aufzuwiegen!


Das schon aufgrund der Tatsache, dass die Box aufgrund der falschen FSK-Kennzeichen gar bei Karstadt rumstand...


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 Betreff des Beitrags: Re: GRETA - HAUS OHNE MÄNNER - Jess Franco
BeitragVerfasst: 27.03.2013 07:11 
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Wirkt insgesamt ein bisschen Lasch die Sause. Mit der Ilsa-Reihe hat er trotz der Thorne natürlich nichts zu tun, dass sollte man vllt. vorher wissen, aber auch darüber hinaus fehlt es irgendwie an Härte. Hatte das Gefühl er plätschert so vor sich hin - von einer Tittylationszene zur Nächsten.

Und selbst diese wenigen Sleaze-Anteile reizen kaum. Insgesamt nicht mein Lieblingsfranco.
5/10 (aber unter vorbehalt - den Film werd ich noch paar mal anschauen - oft werden Francos nach mehrmaligem Sehen besser :-) )

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 Betreff des Beitrags: Re: GRETA - HAUS OHNE MÄNNER - Jess Franco
BeitragVerfasst: 27.03.2013 14:35 
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requiescat.in.pace hat geschrieben:
1. ... aber auch darüber hinaus fehlt es irgendwie an Härte.
2. ... den Film werd ich noch paar mal anschauen - oft werden Francos nach mehrmaligem Sehen besser :-) )


1. So jung und schon abgestumpft ... :lol:

2. Gut, ich belasse das Schwert zunächst in der Scheide.

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 Betreff des Beitrags: Re: AW: GRETA - HAUS OHNE MÄNNER - Jess Franco
BeitragVerfasst: 27.03.2013 16:13 
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Schwein gehabt. Hätte mich doch fast verBlapert.:grin:

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 Betreff des Beitrags: Re: GRETA - HAUS OHNE MÄNNER - Jess Franco
BeitragVerfasst: 29.03.2013 12:06 
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Der Film ist besser als die 3 Original Ilsa-Filme.

Unvergessen die Szene wo sich Lina ihr Poloch sauberlecken läßt.
Nach getaner Arbeit nebenbei bemerkt. :mrgreen:
Und es gibt noch mehr solcher herrlicher Momente.
Für mich ist GRETA mit einer der besten Franco-Exploiter.

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 Betreff des Beitrags: Re: GRETA - HAUS OHNE MÄNNER - Jess Franco
BeitragVerfasst: 07.05.2013 19:26 
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Ende Mai erscheint eine Fassung von X-Rated (Gr. HB).
Weiß jemand zufällig welche Fassung das sein wird?
Die VIP (NTSC) oder die GALILEO (Pal)? Ist da bei der Bildqualität ein Unterschied auszumachen?

Vielleicht ist ja auch die gekürzte ABCDVD drin!
:lol:

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 Betreff des Beitrags: Re: AW: GRETA - HAUS OHNE MÄNNER - Jess Franco
BeitragVerfasst: 08.05.2013 05:45 
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Nur eine Vermutung: Die portugiesische Nonne und das Frauengefängnis kamen auch schon in der gr. Hartbox. Ich denke hier wird einfach die Jess Franco Gold Collection gerepackt (was für ein kack Denglish:-) ).

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 Betreff des Beitrags: Re: GRETA - HAUS OHNE MÄNNER - Jess Franco
BeitragVerfasst: 30.07.2013 20:04 
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Alternativer Titel: Ilsa, the Wicked Warden
Produktionsland: Deutschland, Schweiz, USA
Produktion: Erwin C. Dietrich
Erscheinungsjahr: 1977
Regie: Jess Franco
Drehbuch: Jess Franco, Erwin C. Dietrich
Kamera: Ruedi Küttel
Musik: Walter Baumgartner
Länge: ca. 91 Min.
Freigabe: ungeprüft
Darsteller: Dyanne Thorne, Sandra L. Brennan, Tania Busselier, Eric Falk, Jesus Franco, Peggy Markoff


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Mit der Hilfe von Dr. Milton Arcos lässt sich eine junge Journalistin in ein Frauengefängnis einschleusen um dort nach ihrer verschollenen Schwester zu suchen. Schnell wird ihr klar, dass der freiwillige Gefängnisaufenthalt keine gute Idee war.

Greta, Ilsa… Ilsa, Greta… egal, jedenfalls hat dieser Film Nichts (Ausnahme: Dyanne Thorne) mit den beiden Edmonds und dem Jean LaFleur Film, sprich der Ilsa-Trilogie zu tun. Jess Franco hat einfach nur einen weiteren Film über den exquisiten Alltag in einem Frauengefängnis gedreht. Die Rolle des Dr. Milton Arcos wird übrigens von Franco selbst verkörpert.

Die Story ist sehr dünn, weiß allerdings mit einem kleinen Bonbon zum Finale aufzufallen. Bis es soweit ist bekommt man ein klein wenig Folter und ein klein wenig blutige Striemen geboten. Alles hält sich im Rahmen was die Gewalt angeht, da ist man aus Filmen ähnlicher Machart wesentlich mehr gewohnt.

Die Besetzung kann Niemanden bieten der besonders heraus sticht. Dyanne Thorne wirkt relativ unmotiviert und man kann ihre Darbietung nicht mit denen (unterhaltsamen) innerhalb der Ilsa-Filme vergleichen. Auch der Dyanne Thorne zur Seite stehende Eric Falk wirkt wie ferngesteuert. Etwas besser ist die Darbietung von Lina Romay.

Fazit: Ein gerade noch durchschnittlicher und vereinzelnd fader Film, der wenige Highlights zu bieten hat.

5,5/10

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 Betreff des Beitrags: Re: AW: GRETA - HAUS OHNE MÄNNER - Jess Franco
BeitragVerfasst: 30.07.2013 20:11 
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requiescat.in.pace hat geschrieben:
Nur eine Vermutung: Die portugiesische Nonne und das Frauengefängnis kamen auch schon in der gr. Hartbox. Ich denke hier wird einfach die Jess Franco Gold Collection gerepackt (was für ein kack Denglish:-) ).


Ist erfolgt.

Voodoo Passion wird vorraussichtlich bald folgen.

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 Betreff des Beitrags: Re: AW: GRETA - HAUS OHNE MÄNNER - Jess Franco
BeitragVerfasst: 30.07.2013 22:24 
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sid.vicious hat geschrieben:
requiescat.in.pace hat geschrieben:
Nur eine Vermutung: Die portugiesische Nonne und das Frauengefängnis kamen auch schon in der gr. Hartbox. Ich denke hier wird einfach die Jess Franco Gold Collection gerepackt (was für ein kack Denglish:-) ).


Ist erfolgt.

Voodoo Passion wird vorraussichtlich bald folgen.


Mit dem alten Videphon-Cover wäre dioch klasse. :)


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 Betreff des Beitrags: Re: AW: GRETA - HAUS OHNE MÄNNER - Jess Franco
BeitragVerfasst: 31.07.2013 00:25 
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sid.vicious hat geschrieben:
Voodoo Passion wird vorraussichtlich bald folgen.


Sollte nicht noch irgend ein unveröffentlichter Film folgen? Die Gold-Collection hat doch schon jeder.

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 Betreff des Beitrags: Re: AW: GRETA - HAUS OHNE MÄNNER - Jess Franco
BeitragVerfasst: 31.07.2013 08:46 
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trady hat geschrieben:
sid.vicious hat geschrieben:
requiescat.in.pace hat geschrieben:
Nur eine Vermutung: Die portugiesische Nonne und das Frauengefängnis kamen auch schon in der gr. Hartbox. Ich denke hier wird einfach die Jess Franco Gold Collection gerepackt (was für ein kack Denglish:-) ).


Ist erfolgt.

Voodoo Passion wird vorraussichtlich bald folgen.


Mit dem alten Videphon-Cover wäre dioch klasse. :)


Wenn die Veröffentlichung erfolgt, dann bin ich mir sicher dass der Videophon-Stil (ähnlich Barbed Wire Dolls) das Cover verschönern wird, da der mögliche Veröffentlicher ein großer Fan von Videophon-Tapes ist.

requiescat.in.pace hat geschrieben:
sid.vicious hat geschrieben:
Voodoo Passion wird vorraussichtlich bald folgen.


Sollte nicht noch irgend ein unveröffentlichter Film folgen? Die Gold-Collection hat doch schon jeder.


Habe ich bisher Nichts davon gehört oder gelesen. Wäre natürlich super wenn da was kommen würde.

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 Betreff des Beitrags: Re: AW: GRETA - HAUS OHNE MÄNNER - Jess Franco
BeitragVerfasst: 31.07.2013 10:13 
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requiescat.in.pace hat geschrieben:
Sollte nicht noch irgend ein unveröffentlichter Film folgen? Die Gold-Collection hat doch schon jeder.

Angekündigt sind zwei X-Rated-Neuveröffentlichungen pro Jahr (eine im Frühjahr, eine im Herbst) - wobei zur Herbst-VÖ geschrieben wurde, dass es sich um eine Franco-Premiere handelt und diese den Abschluß, nach einer nicht eindeutig genannten Zahl von "Wiederauflagen"/RePacks darstellt.

Ist also bislang alles wie angekündigt. ;)

=> siehe "POshy"s Beitrag in Kommende Veröffentlichungen: Eurohorror


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 Betreff des Beitrags: Re: GRETA - HAUS OHNE MÄNNER - Jess Franco
BeitragVerfasst: 31.07.2013 11:48 
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Wobei ja gerade "Tanz der Hexen" (Ghosthouse 6) von X-Rated erschienen ist. Das ist doch vermutlich die Herbst-VÖ, oder?


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 Betreff des Beitrags: Re: GRETA - HAUS OHNE MÄNNER - Jess Franco
BeitragVerfasst: 31.07.2013 13:11 
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GRETA - HAUS OHNE MÄNNER / ILSA - THE WICKED WARDEN (1977)

mit Dyanne Thorne als Greta
und Lina Romay, Tania Busselier, Peggy Markoff, Eric Falk, Esther Studer, u.a.
eine Erwin C. Dietrich Produktion der Elite Film
ein Film von Jess Franco


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»Avanti! Du weißt doch was du zu tun hast!«


Alarm in der La Guardia-Klinik. Eine Frau ist aus der psychiatrischen Anstalt entflohen, die sehr abgelegen in unwegbarem Gebiet liegt. Sie wird von Aufseherinnen gehetzt und schließlich angeschossen, kann sich aber mit letzter Kraft in das Haus von Dr. Arcos (Jess Franco) retten. Bevor er sie jedoch behandeln kann, wird sie von der Leiterin der Klinik, Greta (Dyanne Thorne) und ihren Helfershelfern abtransportiert. Die Schwester der Verletzten, Abigail Philips (Tania Busselier) erfährt, dass die Entflohene verstorben sein soll. Sie bringt Dr. Arcos dazu, sie für den Zeitraum von 30 Tagen in die fragwürdige Anstalt einzuweisen, damit sie dort recherchieren kann. Anschließend soll er wieder für ihre Entlassung sorgen. Doch Abbi ahnt nicht, dass sie damit einen Freibrief in die Hölle bekommen hat. Nicht nur die sadistische Leiterin Greta, sondern auch die perverse Insassin Juana (Lina Romay) machen ihren Aufenthalt zur gefährlichen und unerträglichen Zerreißprobe. Wird sie Greta entlarven können?

Weil Jess Franco es immer gut verstand, sich an Tendenzen zu orientieren oder sich an aufkommende Trends heranzuheften, kam wohl dieser inoffizielle "Ilsa"-Teil zu Stande, der außer Dyanne Thorne und einiger Kolportage-Inhalte wenig mit der legendären Trilogie gemein hat. Die Handschrift des Regisseurs zieht sich hier wie ein roter Faden durch das Geschehen, außerdem serviert er dem Zuschauer seine bekannten Vorlieben und Praktiken. Als Projektionsfläche dafür fungierte wie so häufig und überwiegend Lina Romay. Der Film an sich ist ein typischer Reißer aus der Franco-Schmiede, orientiert sich daher eher an überaus praktischen Veranschaulichungen, als an der ernsthaften Abhandlung seiner Geschichte. So ist die Kopflastigkeit dieser Handlung beinahe schon erdrückend. Ich persönlich sehe es gerne positiv an, und glaube einen relativ klaren Aufbau herausfiltern zu können, aber es ist kein Geheimnis, dass man derartige Experimente einfach gerne sehen muss, ansonsten ist das alles schwer bekömmlich. Die Besetzung, die in großen Teilen recht unscheinbar aussehen mag, zeigt im Rahmen der einseitigen Abhandlung sehr gelungene Interpretationen.

Die Titelrolle übernahm die berüchtigte Dyanne Thorne (94 - 56 - 89), von Lina Romay übrigens als vollkommen humorlos beschrieben, die allerdings nicht alle Register ziehen wird, wie es in ihren Ilsa-Filmen zu tun pflegte. Unter Jess Franco ist es natürlich klar, dass die sadistische Ader zugunsten einer perfiden, lesbisch-sadomasistischen Tendenz weichen musste. Sie wirkt daher nicht so dominant und gefährlich wie üblich und alles wurde hier ein wenig mehr weichgespült. Trotz allem strahlt Dyanne Thorne dabei eine nahezu abstoßende Anziehungskraft aus, die ihre gestraffte Auftrittsdauer weniger auffällig erscheinen lässt. Greta schaltet und waltet in ihrem nebulösen Sanatorium nach Herzenslust. Sie quält, peitscht und foltert ihre renitenten Kurgäste, vergnügt sich andererseits mit ihren Auserkorenen und zelebriert sexuelle Ausschweifungen par excellence. Dabei liefert Dyanne Thornes: »Avanti! Du weißt doch was du zu tun hast!« zu Lina Romay den perfekten Einstand um ihre Gepflogenheiten zu veranschaulichen. Sich nur ein Spitzel mit ihr zu halten scheint dieser Dame zu langweilig zu sein. So fungiert Juana eben multifunktionell; von einer Informantin über eine Masseurin, bis hin zu einem lebendigen Nadelkissen. Jess Francos Einfälle mögen ja vielleicht publikumswirksam sein, aber schießen doch hin und wieder über das Ziel hinaus. Dass Dyanne Thorne vorzugsweise von der großartigen Ursula Heyer gesprochen wurde, lässt auch in "Greta - Haus ohne Männer" echte Freude aufkommen.

Lina Romay überzeugt hier restlos als durch und durch verdorbene Partnerin von womöglich allen Frauen in diesem Sanatorium. Die Chemie zwischen ihr und Greta scheint zu stimmen, denn sie brauchen sich und sie hassen sich. Lina Romays Juana steht dort in der Hierarchie ganz weit oben und zeigt sich als gelehrige Schülerin ihrer Mentorin Greta, denn sie hat ebenfalls ein perverses Vergnügen daran, ihre Mitgefangenen zu demütigen und zu quälen. So muss sie unter anderem Szenen interpretieren, die sich jenseits von Geschmack oder Selbstachtung wiederfinden. Um das Gesamtbild abzurunden wurde ihr noch ausgiebig Gossenton in den Mund gelegt. Ich wehre mich ja immer dagegen, Lina Romay anerkennend zu betrachten, doch wenn man sie als das annimmt was sie wirklich ist, nämlich das Elixier der späteren Franco Werke, dann kommt man hervorragend mit dieser Dame aus. Tania Busselier, die in der Klinik eingeschleust wird, macht bei den Voraussetzungen ihrer Rolle, und womöglich bei ihren begrenzten darstellerischen Fähigkeiten, einen recht annehmbaren Eindruck. Dabei muss sie viel über sich ergehen lassen. Im Spektrum von Demütigungen und Nötigung, bis hin zur Elektroschock-Folter darf sie ihr ganzes Repertoire ausspielen.

Folgende Aussage von Jess Franco wird auch hier exemplarisch in Bildern festgehalten: »Ich bin ein sexuell Besessener, ein enorm Besessener. Ich bin ein Voyeur und ich will davon nicht geheilt werden - daher mein gigantisches Vergnügen, Sexszenen zu erfinden, sie zu dirigieren, sie zu sehen und sie obendrein zu filmen...« Vermutlich entstanden erst genau deswegen zahlreiche Filme von ihm. "Greta - Haus ohne Männer" ist ein Film mit dünner Handlung, der mit üblichen, trivialen Zutaten gestreckt wurde. Daher ist der Blick für Details offensichtlich mal wieder verloren gegangen. Wenn man sich die Intention des Regisseurs immer wieder vor Augen hält kann man jedoch sagen, dass er seinen Absichten oder Wünschen immer wieder sehr nahe gekommen ist. Geschmückt wurde das Ganze mit obligatorischen Aufnahmen der Landschaft, und die Aufnahmen im Dschungel sind wirklich gut gelungen und auch die Musik wirkt recht angenehm, außerdem ist das Finale ein echtes Highlight. Dyanne Thorne hätte man für meinen Geschmack etwas prominenter in Szene setzen sollen, leider bleibt so überwiegend der Eindruck eines herkömmlichen Einheitsreißers mit Franco-Würze. Subjektiv gesehen hat der Film einen eindeutigen Reiz, da er in den Bereichen primitiver Unterhaltung und bestätigender Erwartung seinen Frondienst tun konnte.


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 Betreff des Beitrags: Re: GRETA - HAUS OHNE MÄNNER - Jess Franco
BeitragVerfasst: 22.05.2015 09:21 
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Greta – Haus ohne Männer
Ilsa, the wicked warden
Schweiz 1977
Regie: Jess Franco
Dyanne Thorne, Lina Romay, Tania Busselier, Eric Falk, Peggy Markoff, Jess Franco, Sandra L. Brennan, Esther Moser, Esther Studer, Angela Ritschard


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Eine Klinik in einem südamerikanischen Staat. Unter der Aufsicht der Marchesa di Pino (kurz: Greta, Dyanne Throne) wird „asoziales geistesgestörtes Pack“ gefoltert und getötet. Rosa Phillips (Angela Ritschard) gelingt die Flucht, doch im Haus des Doktors Arcos (Jess Franco) wird sie gefangen genommen und wieder zurück gebracht. Rosa Schwester Abbie (Tania Busselier) schmuggelt sich mit Hilfe von Dr. Arcos in die Klinik, um die Machenschaften Gretas aufzudecken. Greta allerdings denkt gar nicht daran sich ihre Macht beschneiden zu lassen.

Nun schaue ich schon seit einiger Zeit Filme von Jess Franco, und er schafft es mit schöner Regelmäßigkeit, mich immer wieder zu überraschen und mir etwas Neues zu zeigen. Bei GRETA bin ich von einem der „üblichen“ WIP-Filme der Dietrich-Ära ausgegangen: Dschungel, nackte Frauen, ein paar harmlose Sadismen, ein gemeiner Schluss.
Im Prinzip bietet GRETA das schon auch, aber nicht in der erwarteten Konstellation. Dschungel und nackte Frauen ja, aber vor allem bei Letzterem sind die Schauwerte stark zurückgestellt zugunsten einiger heftiger Sadismen. Als Beispiel folgende Szene: Die Kerkertür öffnet sich, man sieht eine nackte Frau mit Wunden am Rücken an der Decke gefesselt. Eric Falk und Greta gehen rein, die Frau wird noch ein wenig ausgepeitscht, und als sie ihren Kopf dreht sieht man, dass ihr ein Auge fehlt. Der Körper der Frau, ihre nackte Brust, wird an der Stelle völlig uninteressant, ihre Deformation zieht den Blick auf sich, und das Grauen über die Behandlung der Frau nimmt überhand. Wen interessiert da noch Nacktheit?

Solche Szenen gibt es mehrere, und so ist auch die Behandlung der Hauptfigur keine bei der sich der Zuschauer durchgehend wohlfühlt (außer er ist Folterknecht in Guantanamo). Begleitet durch die erstklassige Kameraführung von Ruedi Küttel und die einschmeichelnde Musik von Walter Baumgartner inszeniert Franco hier ein Panoptikum des Grauens, und bietet dabei dem Zuschauer kaum Möglichkeiten der Ablenkung oder des Abwiegelns. Ein „die wird sich schon wieder erholen“ scheint hier nicht möglich, zu brutal sind die Foltermethoden. Dadurch wird ein permanentes Unwohlsein erzeugt, was ich so bei Franco noch nicht erlebt habe. Wie gesagt, er schafft es regelmäßig mich zu überraschen.

Was gibt es denn auf der „Wohlfühl“-Seite? Gute aussehende Frauen die öfters nackt herumlaufen, einen Catfight unter der Dusche, zärtliche (und gut inszenierte) Szenen zwischen Peggy Markoff und Tania Busselier, sowie natürlich Dyanne Thorne, die Königin des WIPs. Dyanne Thorne grimmasiert, chargiert, übertreibt, hängt ihre gigantischen Möpse in die Kamera, und macht einfach alles um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Absolut erfolgreich, muss man sagen. Sehr schön auch der Moment, in dem sie ihren Luxus-MILF-Körper in der Wanne räkelt und sich langsam und wonnevoll einseift, während hinter der Trennwand die Gefanginnen duschen und dabei die Sau raus lassen.
Außerdem gibt es eine funktionierende Rahmenhandlung mit Jess Franco ohne Schnäuzer, tja, und eben den Schluss. Aber zu dem verrate ich nichts, den Schlag in die Magengrube darf sich jeder selber geben.

Schlußendlich bleibt eigentlich nur die Frage offen, warum der Film HAUS OHNE MÄNNER heißt, wenn mit Eric Falk und einem weiteren namenlosen Wärter mindestens 2 Männer herumlaufen. Auf jeden Fall ist GRETA für Sleaze- und WIP-Freunde genauso wie für alle, denen die Dietrich-Phase nach dem 10. Film mit der gleichen Musik langsam zum Hals raushängt, ein wahres Fest. Hier macht Jess Franco eine Menge richtig und bringt einen ziemlich starken, wenngleich auch brutalen, Schmuddel-Reißer mit viel Bahnhofsflair und (ganz wichtig) mit Dyanne Thorne. Sollte in keiner vernünftigen Franco- oder WIP-Sammlung fehlen.

8/10

Und wenn ich die Besprechungen meiner Mitschreiber hier lese muss ich wohl zugeben, dass ich unbedarft bin :lol: Aber ich fand einige Szenen wirklich heftig ...

_________________
Die Umschreibung Neuentdeckung [...] ist natürlich nur eine äußerst persönliche Färbung, denn es handelt sich um ein Spektakel innerhalb der ganz eigenen Filmwelt. Die Suche nach Input, nach Neuem, und die Offenherzigkeit gegenüber Genres und Filmen jeder Art, führen mich immer wieder zu solchen Etappen, und auch wenn sich dieser Kreis niemals schließen wird, er erfährt mitunter durchaus erfreuliche Erweiterungen. (Prisma)


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 Betreff des Beitrags: Re: GRETA - HAUS OHNE MÄNNER - Jess Franco
BeitragVerfasst: 05.07.2015 19:55 
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Wirklich ein toller Film. Für mich der beste "Ilsa" Film, auch wenn offiziell keiner sein mag und gleichzeitig mein Liebling von Franco. Wahrhaft eine Exploitation-Perle.


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 Betreff des Beitrags: Re: GRETA - HAUS OHNE MÄNNER - Jess Franco
BeitragVerfasst: 19.12.2017 11:37 
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Hui, gestern erstmals gesehen und für gut befunden. Sicherlich nicht wegen den vielen nackten Frauen aber irgendwie ist der Film sehr stimmig gemacht, hat ein exotisches Ambiente, streckenweise einen schönen Soundtrack, sowie viel unfreiwillige Komik und eine deftige Portion 70er Assi Schmuddel Charme in geleckten Bildern.
Kein Franco Überflieger aber zu 6/10 reicht das alle mal.
Aber auch kein Vergleich zu einem richtigen Franco Überflieger "Der Ruf der blonden Göttin", aus der Erwin C. Dietrich Schmiede, der einen in eine ganz andere Welt entführt und total einlullt.


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