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 Betreff des Beitrags: DREI BRÜDER - Francesco Rosi
BeitragVerfasst: 27.01.2018 23:50 
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Produktionsland/Jahr: Italien, Frankreich 1981
Darsteller: Michele Placido, Philippe Noiret, Vittorio Mezzogiorno, Charles Vanel, Pietro Biondi, Maddalena Crippa, Andréa Ferréol, Rosaria Tafuri, Marta Zoffoli
Drehbuch: Francesco Rosi & Tonino Guerra
Produziert von: Giorgio Nocella & Antonio Macri
Musik: Piero Piccioni

Zur Beerdigung ihrer Mutter kehren drei Brüder noch einmal auf den elterlichen Bauernhof zurück: Der Arbeiter Nicola (Michele Placido), der mit Streiks die Gesellschaft verändern will; der Lehrer Rocco (Vittorio Mezzogiorno), der sich um straffällige Jugendliche kümmert und von einer gewaltfreien Gesellschaft träumt; und der Richter Raffaele (Philippe Noiret), der in ständiger Angst vor einem Attentat lebt und pragmatisch für den Bestand der Demokratie arbeitet. Die locker gewordenen familiären Bande finden ihren Ausdruck in nächtlichen Diskussionen. Die Trauer um die verstorbene Mutter bringt sie noch einmal zusammen, gemeinsam tragen sie den Sarg zum Friedhof...
(Film.at)

DREI BRÜDER - nach einer Erzählung von Andrej Platonovič Platonov - kann als eine Art Übergangswerk von der Hauptschaffensphase in die Spätphase von Rosis Schaffen gesehen werden.
Durch die Geschichte, die Charaktere und die Inszenierung bricht der Film aus dem für Rosi bekannten Rahmen aus.
Nicht mehr so trocken, steif und statisch, sondern viel greifbarer, einfacher und leichter zugänglich.
Für mich daher auch deutlich unterhaltsamer und kurzweiliger als mancher früherer Film.
Zum Teil ist diese etwas neuartige Inszenierung aber sicher auch den Vorgaben und Einschränkungen, die Rosi hier vom Sujet aus fremder Hand hat, zuzuschreiben.
Denn eines bleibt auch bei den drei Brüdern so wie in fast allen früheren Rosi-Filmen.
Obwohl er wesentlich kurzweiliger ist, hinterlässt der Film auch eine emotionale Leere und ein Gefühl der Ratlosigkeit beim Zuschauer.
Wie das eine trotz des Vorhandenseins des anderen funktioniert, wie ihm das gelungen ist, weiß ich auch nicht.
Jedenfalls: 106 Minuten vergehen, der Abspann läuft ab, ich wundere mich, dass das so schnell ging, obwohl das alles weder spannend, noch aufregend war und Mitgefühl (für wen auch immer) ausblieb.
Emotional hat mir das also nichts gegeben, aber irgendetwas muss doch dran gewesen sein, wenn der Film trotzdem kurzweilig war.
Was genau das ist - ich weiß es nicht, aber gut ist der Film auf jeden Fall.
Allzu oft habe ich so etwas noch nicht erlebt, aber gerade bei Rosi, der ja, in gewisser Weise, sowieso sehr eigen ist, sollte das eigentlich auch keine große Überraschung sein.
Eine ein bisschen seltsame Erfahrung, aber eine, wo es sich auszahlt, sie zu machen.
Von daher: Empfehlung!
7,5/10

Trailer:
www.youtube.com Video From : www.youtube.com


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