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 Betreff des Beitrags: MOTHER! (2017) - Darren Aronofsky
BeitragVerfasst: 29.01.2018 10:42 
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mother!

Originaltitel: Mother!
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2017
Regie: Darren Aronofsky

Darsteller:
Jennifer Lawrence, Javier Bardem, Ed Harris, Michelle Pfeiffer, Domknall Gleeson, Brian Gleeson

Inhalt:
Ein Dichter (Javier Bardem) lebt mit seiner Ehefrau (Jennifer Lawrence) zurückgezogen in einem viktorianischen Landhaus. Ihr ruhiges Leben in der Abgeschiedenheit wird jedoch durch unerwarteten Besuch empfindlich gestört. Durch die sich quasi selbst einquartierenden Gäste wird die Stimmung im Haus zunehmend düsterer und stellt die Beziehung des Ehepaares auf eine harte Probe.

Quelle: OFDB.de


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 Betreff des Beitrags: Re: MOTHER! (2017) - Darren Aronofsky
BeitragVerfasst: 29.01.2018 11:02 
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Erstaunlich... Es gibt noch keinen Thread dazu? Also dem werten italo hätte ich ja mindestens eine Wortmeldung zugetraut.

Ich habe dem Film am Wochenende gesehen und etwas völlig anderes "geliefert bekommen", als ich vorher erwartet habe.
Der Trailer (oder eher die Trailer) vermitteln ein Bild, dass der Film eine Art Remake von "Rosemary's Baby" ist bzw. ein "Home Invasion"-Streifen.
Ab der Hälfte des Films wurde mir klar, dass keines von beiden zutrifft bzw. zumindest nicht im bekannten Sinne. Denn eine "Home Invasion" gibt es schon,
aber nicht wie z.B. bei "Stranges" oder anderen Filmen aus dem Horrorbereich.

Ich vermute auch mal, dass der Film genau deswegen, weil die Leute mit falschen Erwartungen den Film gesehen habe, so deprimiert waren und der Film teilweise
so vernichtende Kritiken bekommen hat. Man fühlte sich etwas verarscht - könnte ich mir vorstellen.

Ich persönlich fand das überhaupt nicht schlimm, da der Film trotzdem sehr mitreißend und aufwühlend ist.
Allerdings muss ich gestehen, dass der Film auch erst in den letzten Minuten wirklich einen Sinn für mich ergeben hat - rückwirkend quasi.
Es gab nach der ganzen Reihe an "What-The-Fuck"-Momenten am Ende einen Augenöffner und der Film wurde auf einmal riesig groß. Weil alles einen Sinn ergab.

Jedoch wurde mir dann auch klar, dass es genau dadurch aber auch sehr schwer war/ist, den Film adäquat zu beschreiben bzw. einen Trailer zu schneiden oder seinen Inhalt wieder zu geben.



Zusammengefasst fand ich den super gespielt (von allen Beteiligten), die Bildsprache grandios und ziemlich packend/spannend.
Viele Szenen sind sehr verstörend und treffen den Zuschauer sehr unvorbereitet. Gewalt wird in Aronofskys Filmen zunehmend groß geschrieben.

Betrachtet man das ganze (unbequeme) Oeuvre von Aronofsky ist "mother!" für mich nach "Requiem for a Dream" und "The Fountain" sein bester Film.
Ich finde es zudem absolut unverständlich, dass der Film für Goldene Himbeeren nominiert wurde. Dass man wütend ist, weil man ihn nicht versteht - okay. Aber ihn in eine Schublade mit Filmen wie "Transformers 5" oder "Fifty Shades of Grey 2" steckt, muss für den Regisseur und alle beteiligten ein harter Schlag sein.
Ich persönlich hätte ihn ja sogar für einen Oscar vorgeschlagen..... Mindestens Jennifer Lawrence als beste Hauptdarstellerin hätte eine Nominierung verdient.

Scheinbar sind noch immer nicht genug Leute bereit für eine solche Art von Film - fordernde Werke, die absolut gegen den Strom schwimmen und mit Erwartungen und Konventionen brechen.


Für mich einer der wichtigsten Filmbeiträge 2017.
In Zahlen ausgedrückt: 9/10



P.S.: Jetzt bin ich gespannt, was hier so für Interpretations-Ansätze gemacht werden. Für mich gibt eigentlich das Poster oben die deutlichste Erklärung ab, was "mother!" für ein Film ist!


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 Betreff des Beitrags: Re: MOTHER! (2017) - Darren Aronofsky
BeitragVerfasst: 29.01.2018 14:35 
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Film gut Lawrence schwach. Hier wird leider überdeutlich wie beschrängt das schauspielerische Können einer Jennifer Lawrence ist. Leider Hat sie seit den Tributen von blablabla nicht viel dazu gelernt. Was überdeutlich in ihrem Mimikspiel zu sehen ist. Man kauft ihr die Rolle der schwangeren besorgten Frau einfach nicht richtig ab, Michele Pfeiffer dagegen großartig. Insgesamt kein schlechter Film und ich werde mir bestimmt die Blu Ray kaufen um den nochmal zu Hause auf Leinwand zu sehen. Doch nach dem Kinobesuch auf den ich mich gefreut hatte war ich ein wenig entäuscht. Wegen der Lawrence.....

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Blu Ray und DVD Holzkistenverpackungen sind Sondermüll....
und echte Filmfans brauchen sowas nicht !!!


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 Betreff des Beitrags: Re: MOTHER! (2017) - Darren Aronofsky
BeitragVerfasst: 29.01.2018 17:05 
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Trash hat geschrieben:
Film gut Lawrence schwach. Hier wird leider überdeutlich wie beschrängt das schauspielerische Können einer Jennifer Lawrence ist. Leider Hat sie seit den Tributen von blablabla nicht viel dazu gelernt. Was überdeutlich in ihrem Mimikspiel zu sehen ist. Man kauft ihr die Rolle der schwangeren besorgten Frau einfach nicht richtig ab, Michele Pfeiffer dagegen großartig. Insgesamt kein schlechter Film und ich werde mir bestimmt die Blu Ray kaufen um den nochmal zu Hause auf Leinwand zu sehen. Doch nach dem Kinobesuch auf den ich mich gefreut hatte war ich ein wenig entäuscht. Wegen der Lawrence.....


Ernsthaft? Also ich fand ihre Leistung großartig. Diese Verzweiflung und ihre Panik ist doch spürbar und schmerzhaft verkörpert. Ich fand es immer wieder "erschreckend erstaunlich", wie wundervoll sie, wenn neue "Besucher" kamen, von der glücklichen Ehefrau zum verzweifelten Wrack wurde. Ihre Fassade bröckelte immer wieder, wenn sie mit etwas konfrontiert wurde. Ich fand das großartig.
Aber zugegeben, Pfeiffer war noch mal besser. Auch Harris und Bardem haben mir sehr gut gefallen.


Um diesen Gedanken noch mal in den Raum zu werfen - Ich denke wirklich, dass der Trailer diesen Film zerstört hat. Hier wurden einfach falsche Erwartungen geschürt und da der endgültige Film kein linearer Home-Invasion-Film war, wie suggeriert, fanden viele Zuschauer in eben schrecklich. Gerade auch, wenn sie vielleicht mit der vermeidlichen Auflösung (bei der man sich ja selber was zusammenreimen muss) nichts anfangen konnten oder sowas ablassen, wie "hab ich nicht verstanden - Zeitverschwendung".

Ich finde, aus dem selben Grund ist auch del Toros "Crimson Peak" so abgeschmiert. Das ist ein wunderbarer Film. Aber eben kein Haunted House-Horror-Film.
Manchmal ist eben doch der Verleih an einem Misserfolg schuld und nicht der Regisseur, seine Idee oder das Ensemble.


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 Betreff des Beitrags: Re: MOTHER! (2017) - Darren Aronofsky
BeitragVerfasst: 29.01.2018 19:46 
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Filme von Aronofsky sind möglicherweise eh nicht jedermanns Sache, denke ich.
Konnte bisher auch kaum was mit seinen Filmen anfangen, was vielleicht an seiner Inszenierungsart liegen
mag. Bin mir darüber aber nicht so recht im klaren. Mir gefiel z.B. der von Dir, Logan angesprochene Film
-Requiem for a Dream- nicht, trotz Besetzung. Ich konnte mich mit dem Suchtdrama (Drogen) nicht
anfreunden. Und FOUNTAIN hatte eine gewisse Bildsprache, aber seltsam. Müßte den nochmal sehen.
Der Film NOAH war doch auch von ihm oder? Der war im Grunde auch nicht das, was man sich unter
einer gewissen Bibel-Verflmung von Noah und seiner Arche vorstellt bzw. vorgestellt hatte. Obwohl hier so
einiges anders daher kommt, denke ich, fand ich den nicht soooo schlecht, wie er gemacht wurde.

Mother erscheint mir vom Inhalt her interessant zu sein. Werde ich mir später ansehen, da ich die
Hoffnung meinerseits noch nicht so recht aufgegeben habe, denn ein Film müßte mir von Aronofsky doch
mal echt toll gefallen. Den Trailer werde ich mir, aufgrund Deiner Warnung erst gar nicht ansehen. Das
kann ich immer noch hinterher machen, wenn ich den Film gesehen habe :)

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