Dirty Pictures

Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Betreff des Beitrags: Sammlereigenschaften
BeitragVerfasst: 08.02.2010 02:18 
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Mich würde interessieren, seit wann ihr Italowestern sammelt und wie viele ihr inzwischen euer eigen nennen könnt? Wie viel Geld gebt ihr im Jahr für Italowestern aus? Und wie oft kuckt ihr Italowestern im Monat?

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 Betreff des Beitrags: Re: Sammlereigenschaften
BeitragVerfasst: 08.02.2010 12:26 
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Ok wie oft kucke ich italowestern? Ziemlich oft , fast jeden Sonntag einen...

Sammeln tu ich die schon einge jahre, wann ist die Sollima Box herausgekommen? Kurz vorher hab ich angefanen... mein erster IW den ich kaufte war "keinen cent für ringos kopf", der echt schlecht war, aber ich kannte die Leones und Sollima aus dem Tv und wusste es muss noch besseres geben...
Wieviel ich habe, allso alle die es auf deutscher Dvd gibt habe ich in meinem Besitz! Dazu habe ich noch einige Tapes, so an die 70 oder auch mehr. Sowie einige Tv aufnahmen...

Wieviel geld ich im jahr ausgebe? Dieses, ähm letztes jahr die ganzen Koch western und einige Tapes? 300 eu ca.? Bevor es die koch reihe gab sichtlich weniger, ist schwer zu sagen...

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 Betreff des Beitrags: Re: Sammlereigenschaften
BeitragVerfasst: 08.02.2010 19:31 
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Der Konsum ist regelmäßig, d.h. auch so ca. einen Italowestern pro Woche. Das Sammeln begann eigentlich recht früh, mit TV-Aufnahmen, wobei damals nicht unbedingt der Fokus auf den Italienischen, sondern auch den US Western lag. Das richtige Fieber hat mich erst so vor knapp 2-3 Jahren gepackt im Zuge meiner Spencer/Hill Sammlung und vor allem dank Koch Media. Die aktuelle Anzahl meiner Italowestern beträgt aktuell etwas mehr als 200 Stück, bestehend aus Aufnahmen auf VHS, Festplattenrekorder und natürlich DVD. Tendenz steigend. Geld? Eine Handvoll Dollar oder ein paar Dollar mehr müssten es schon gewesen sein :mrgreen:


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 Betreff des Beitrags: Re: Sammlereigenschaften
BeitragVerfasst: 09.02.2010 01:02 
Ich habe so ca. 50 Italo Western in meiner Sammlung.


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 Betreff des Beitrags: Re: Sammlereigenschaften
BeitragVerfasst: 09.02.2010 01:16 
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Ich bin durch John Wayne einer größten Vertreter des US-Western zum Italo-Western gekommen.
Wie oft ich Italo-Western schaue kann ich nicht sagen da ich ziemlich viel schaue, ich habe so Phasen/Wellen wo ich so 10 Filme am Stück schaue, über mehrere Tage…

Wie viel Geld ich im Monat/Jahr ausgebe kann ich nicht sagen da es auf die Veröffentlichungen drauf ankommt. Am Anfang habe ich sicher mehr Ausgegeben aber bei 2000 DVDs braucht man nicht mehr all zu viel…

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Grüsse
Scharfführer Stegman


Sie müssen noch ne Menge lernen. Leben ist schmerz...und schmerz...ist so ziemlich alles. Sie...sie werden es lernen!


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 Betreff des Beitrags: Re: Sammlereigenschaften
BeitragVerfasst: 09.02.2010 13:46 
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Ende der 80er liefen auf RTL Plus immer Italo-Western im Nachtprogramm. Da begann für mich der Virus. Mein erstes gesammeltes Werk war dann SATAN DER RACHE.

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 Betreff des Beitrags: Re: Sammlereigenschaften
BeitragVerfasst: 11.02.2010 20:13 
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www.italowestern.net hat geschrieben:
Mich würde interessieren, seit wann ihr Italowestern sammelt und wie viele ihr inzwischen euer eigen nennen könnt?

Seit ca 15 Jahren schaue ich Italowestern an. Richtig mit dem Sammeln der Western habe ich erst mit Erscheinen der DVD angefangen. Die wenigen alten Videos zähle ich nicht mehr zur Sammlung, da sie im Keller irgendwo vor sich hinvegitieren. Italowestern-DVDs habe ich ca 250 unter denen aber einige Filme in mehreren Fassungen (auch viele Importe) sind.

Wie viel Geld gebt ihr im Jahr für Italowestern aus?
Oh, keine Ahnung!

Und wie oft kuckt ihr Italowestern im Monat?

maximal 2 pro Monat, da ich sehr viele schon gesehen habe und mir meist nur dann die Filme wiederholt ansehe, wenn gerade eine tolle Fassung erschienen ist, was leider viel zu selten vorkommt. Außerdem kann ich die Filme nur alleine sehen, da meine Freundin Western hasst.


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 Betreff des Beitrags: Re: Sammlereigenschaften
BeitragVerfasst: 31.10.2017 23:54 
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Begonnen habe ich mir den ausrangierten VHS aus den Videotheken.
Das muss jetzt 30 Jahre her sein.
Danach bin ich regelmäßig auf "Shopping-Tour" durch die Videotheken in Deutschland und den Niederlanden gefahren.
Tja, und inzwischen kauf ich das ganze Zeug wieder neu auf DVD, da die die ollen VHS Bänder so schwächeln, das bei einigen schon die Farbe raus ist.

Und einmal die Woche ist es Zeit für einen Western all Italiano.


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 Betreff des Beitrags: Re: Sammlereigenschaften
BeitragVerfasst: 01.11.2017 00:20 
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Da ich Italo Western nur so nebenbei sammle hab ich nur so etwa 400 auf DVD und BluRay. Im Jahr gebe ich so etwa 200 Euro oder mehr jenachdem was rauskommt für Italo Western aus was vieleicht so 10 % vom Gesant Volumen was ich für Filme ausgebe ausmacht.

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Blu Ray und DVD Holzkistenverpackungen sind Sondermüll....
und echte Filmfans brauchen sowas nicht !!!


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 Betreff des Beitrags: Re: Sammlereigenschaften
BeitragVerfasst: 01.11.2017 18:58 
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Angefangen hat meine Leidenschaft für Italo-Western so Mitte der 70er-Jahre, als ich im örtlichen Dorfkino, eigentlich noch viel zu jung, die italienischsprachigen Kinoaufführungen (mit deutschen UT) für die Gastarbeiter am Samstagnachmittag um 17.00 Uhr ansehen konnte, da ich in diesem Kino als Putzkraft arbeitete. Da wurden mehrheitlich Italos und Eastern gespielt. Was für Zeiten! Mit dem Sammeln begann ich dann sobald die ersten VHS-Tapes erhältlich waren. Wann was das ungefähr, so Anfang der 80er-Jahre? Als dann die DVD kam habe ich darauf umgestellt und meine VHS-Sammlung vor einigen Jahren für gutes Geld verkauft. Ja, es gibt sie noch, die VHS-Sammler! DVD/BD habe ich mittlerweile so ca. 300, wovon einige in mehrfacher Ausführung (grosse Hartbox, MB, verschiedene Covervarianten). Ich versuche wenn immer möglich mindestens einen IW pro Woche zu sichten, wobei ich sie nicht nur schaue sondern auch rezensiere. Einige davon habe ich hier schon geposted, viele mehr sind auf DVD-Forum.at verfügbar. Ich war dort ziemlich aktiv solange das Diskussionsforum noch lief. Damit ist jetzt schon seit geraumer Zeit Schluss, aber die Userkritiken gibt's noch.


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 Betreff des Beitrags: Re: Sammlereigenschaften
BeitragVerfasst: 27.01.2018 22:43 
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Hallo zusammen, wieder ein Neuzugang.

und los geht's:
schon als Kind hatte ich ein noch unbewußtes Faible für italienische Filme, soweit ich sie denn schauen konnte/durfte. Seien es die Spencer/Hill-Filme oder diverse andere Sachen, irgendwie hob sich das Italokino erfrischend von dem steifen Hollywoodgedöns ab, soviel war mir damals schon klar, ohne das ich es hätte beschreiben können. Das Italowesternfieber stellte sich bei mir ähnlich wie bei "Lobbykiller" mit den Ende der 80er regelmäßig von RTL Plus gezeigten Sendungen ein. Obwohl dies in aller Regel eher Gurken waren, hatte es eine prägende Wirkung. Einen wirklichen Überblick über das Genre bekam ich erst durch die Lektüre von Ulrich P. Bruckners Buch und die Jagd konnte beginnen...

Habe ca. 115 IW an DVDs und Blurays im Regal stehen. Mit den Aufnahmen kann man auf 200 aufrunden.

Zeitweilig ging einiges an Schotter drauf, in jüngerer Zeit hält es sich in Grenzen, da außer Koch Medias "Westernhelden" nicht mehr allzu viel veröffentlicht wird. Genau definieren kann ich es daher nicht.

Unterschiedlich, je nach Zeit und Laune. Kann vorkommen, daß ich mir in einer Woche 10 IW um die Ohren haue, sofern es sich überhaupt erübrigen läßt. Manchmal gibt es auch mal (selten) einen Monat, in dem keiner läuft.


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 Betreff des Beitrags: Re: Sammlereigenschaften
BeitragVerfasst: 27.01.2018 23:58 
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Bei mir ging es mit den Spencer/Hill-Western(komödien) los.
Schon in frühester Kindheit kam ich mit Spencer/Hill in Kontakt (habe damals zu einem Geburtstag eine Spencer- bzw. Spencer-/Hill-Box bekommen).
Da war auch RECHTE UND LINKE HAND DES TEUFELS und VIER FÄUSTE FÜR EIN HALLELUJA dabei, das waren, meiner Erinnerung nach, (gemeinsam mit ZWIEBELJACK RÄUMT AUF) meine ersten Berührungspunkte mit dem IW, auch wenn das nur Komödien waren.
Dann war es eigentlich nicht mehr weit bis zu den Colizzis und somit auch zu den richtigen ernsten IW.
Die erste große Entdeckung danach war Giuliano Gemma (bis heute einer meiner Lieblingsschauspieler) und seine IW.
In der Zeit (muss ca. 2005/06 gewesen sein) habe ich dann auch SMDLVT gesehen und spätestens da war es um mich geschehen.
Ich habe zwar damals wohl noch nicht viel davon begriffen und konnte den Film noch nicht in seiner wahren, vollen Größe erfassen, aber eines war sicher schon damals so: Er hat mich umgehauen.
Das war, denke ich, der Auslöser für meine Faszination am Italowestern und der blieb für mich lange Zeit das einzig Interessante im italienischen Kino abseits der Spencer und Spencer-/Hill-Filme.
In den letzten Monaten und Jahren hat der IW-Konsum bei mir aber sehr abgenommen, einfach, weil ich natürlich offener geworden bin und mittlerweile fast alles aus dem italienischen Kino schaue.
Ich war aber irgendwann auch übersättigt von IW, so wie es seinerzeit das Publikum auch tatsächlich war nach einigen Jahren, wodurch die IW-Käufe seltener wurden und heute ist mein Interesse (nicht nur am italienischen Kino sondern als Filmfan generell) sowieso breiter gefächert und der IW längst nicht mehr das Allerwichtigste.
Aber ich sehe den IW natürlich nach wie vor als ein sehr schönes, interessantes Genre, das möchte ich schon auch festhalten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Sammlereigenschaften
BeitragVerfasst: 28.01.2018 11:33 
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@The Stranger:
Herzlich Willkommen im Forum.
Immer schön, wenn der IW Bereich Verstärkung erhält ;-)


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 Betreff des Beitrags: Re: Sammlereigenschaften
BeitragVerfasst: 28.01.2018 12:13 
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@Grinder
vielen Dank. Bin froh, mal mit Gleichgesinnten kommunizieren zu können. Finde es recht erschreckend, daß, wenn man sich so umschaut, fast jeder nur auf Mainstream bzw. den neueren Quark steht ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: Sammlereigenschaften
BeitragVerfasst: 28.01.2018 17:15 
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The Stranger hat geschrieben:
Finde es recht erschreckend, daß, wenn man sich so umschaut, fast jeder nur auf Mainstream bzw. den neueren Quark steht ;)

Mainstream an und für sich ist ja nicht das Schlechte (der IW war ja auch einmal Mainstream).
Erschreckend ist das, was heute Mainstream ist, nämlich "schneller, größer, lauter und nur nicht nachdenken müssen".
Das ist es, was es jenen wenigen, die versuchen, mit eigenem Stil und mit einer eigenen Art zu bestehen, schwer macht - DAS ist das schlimme.
Alles läuft nach dem gleichen Schema ab und die wenigsten trauen sich, mit ihren Filmen daraus auszubrechen und etwas eigenes zu machen.
Die meisten machen nur mehr Filme, um das Verlangen nach schneller Unterhaltung zu befriedigen, aber es kann doch nicht im Sinne eines Regisseurs, dauernd nur das zu machen, was das Publikum sehen will, ohne auf die eigenen Interessen zu schauen.
Das kann ja auf Dauer keinen Spaß machen, wenn ich nur Filme mache, weil ich den Großteil des Publikums zufriedenstellen will, es muss ja auch einmal die Möglichkeit und den Mut geben, einen Film zu machen, weil ICH ihn machen will und WIE ich ihn machen will.
Ohne ständig den Interessen der Mehrheit des Publikums zu folgen.
Kunst sollte doch eigentlich frei sein, aber ist sie das auch noch, wenn alles nur mehr in vorgefertigten Bahnen verläuft?!


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 Betreff des Beitrags: Re: Sammlereigenschaften
BeitragVerfasst: 28.01.2018 18:36 
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Sbirro Di Ferro hat geschrieben:
The Stranger hat geschrieben:

Die meisten machen nur mehr Filme, um das Verlangen nach schneller Unterhaltung zu befriedigen, aber es kann doch nicht im Sinne eines Regisseurs, dauernd nur das zu machen, was das Publikum sehen will, ohne auf die eigenen Interessen zu schauen.
Das kann ja auf Dauer keinen Spaß machen, wenn ich nur Filme mache, weil ich den Großteil des Publikums zufriedenstellen will, es muss ja auch einmal die Möglichkeit und den Mut geben, einen Film zu machen, weil ICH ihn machen will und WIE ich ihn machen will.
Ohne ständig den Interessen der Mehrheit des Publikums zu folgen.
Kunst sollte doch eigentlich frei sein, aber ist sie das auch noch, wenn alles nur mehr in vorgefertigten Bahnen verläuft?!


Film ist ja zunächst einmal ein "Geschäft", das sich auszahlen muss - für den Produzenten, für den Verleiher etc., von daher gehe ich einmal davon aus, dass immer zuerst und zu allen Zeiten, seitdem es Kino gibt, die Kasse stimmen musste und muss...

allerdings war es das große Glück früherer Regisseure, dass die Kinos - gerade und vor allem in den USA nach dem Hollywood Antitrust Case von 1948 - Filme (egal welche) dringend brauchten - quasi alles "gespielt" haben, was ihnen angeboten wurde, so dass es in dieser Zeit zum Aufstieg der unabhängig produzierten Genre-Filme kam...
und wo die Nachfrage so groß war, da konnte sich dann auch von Seiten der Regisseure einiges erlaubt werden - die Hauptsache war, ein Film konnte gezeigt werden...

ein weiterer Grund, denke ich, ist sodann der Wechsel an der Spitze der Filmfirmen gewesen; dort saßen und sitzen (heute wohl Standard) dann zumeist reine "Geschäftsmänner", die wie "in einer Firma" denken und so das Filmstudio leiten, d. h.: Film als reines Produkt ansehen etc. etc. etc.
- und neben dem Film gibt es dann noch das Film-T-Shirt usw. - im Zuge des Blockbuster-Konzepts ist diese Entwicklung dann noch wesentlich verdichtet worden...

ich denke, dass sind so einige Gründe, die erklären können, warum es heute so scheint - natürlich auf die breite Masse bezogen -, dass die Filme früher kreativer gewesen sind... dann ragt heute so ein Edelstein wie Refn um so deutlicher hervor...

nicht zu unterschätzen ist hier natürlich auch, wer noch in die Kinos geht - wenn ich mir das Kinoprogramm bei den örtlichen Kinos so anschaue - dann ist das Durchschnittsalter wohl zwischen 6 und 12 Jahre - die ab 16- oder gar ab 18-Jahre-Film im Kino scheinen wohl - aus kommerziellen Gründen- rückläufig zu sein... oder liege ich da falsch?


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 Betreff des Beitrags: Re: Sammlereigenschaften
BeitragVerfasst: 28.01.2018 18:58 
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Howard Vernon hat geschrieben:
Film ist ja zunächst einmal ein "Geschäft", das sich auszahlen muss - für den Produzenten, für den Verleiher etc., von daher gehe ich einmal davon aus, dass immer zuerst und zu allen Zeiten, seitdem es Kino gibt, die Kasse stimmen musste und muss...

Ja, schon, weil alle die an einem Film mitarbeiten, ja davon leben können müssen...

Howard Vernon hat geschrieben:
ein weiterer Grund, denke ich, ist sodann der Wechsel an der Spitze der Filmfirmen gewesen; dort saßen und sitzen (heute wohl Standard) dann zumeist reine "Geschäftsmänner", die wie "in einer Firma" denken und so das Filmstudio leiten, d. h.: Film als reines Produkt ansehen etc. etc. etc.
- und neben dem Film gibt es dann noch das Film-T-Shirt usw. - im Zuge des Blockbuster-Konzepts ist diese Entwicklung dann noch wesentlich verdichtet worden...

...,aber genau solchen "reinen Geschäftsmännern" haben wir es auch zu verdanken, dass die Variabilität immer mehr verschwindet und das ist eine traurige Entwicklung.
Denn ein Film oder das Kino generell lebt ja auch von Vielfalt und Abwechslung und das verschwindet in der heutigen Filmlandschaft immer mehr, weil sich kaum noch ein Regisseur dagegen wehrt, vom Produzenten - künstlerisch gesehen - eine Zwangsjacke angelegt zu bekommen.
Und das ist es wohl auch, was Jodorowsky so ankotzt und wo ich es auch verstehen kann, wenn er (sinngemäß) sagt: "Hollywood has perverted the art!"

Howard Vernon hat geschrieben:
dann ragt heute so ein Edelstein wie Refn um so deutlicher hervor...

Auf jeden Fall, schade, dass Regisseure wie er heute eine Rarität sind (zumindest angesichts von BRONSON oder ONLY GOD FORGIVES).


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 Betreff des Beitrags: Re: Sammlereigenschaften
BeitragVerfasst: 29.01.2018 12:02 
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Herzlich Willkommen im Forum.
Sehr schön das hier mal wieder ein großer IW Fan aufschlägt :D

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 Betreff des Beitrags: Re: Sammlereigenschaften
BeitragVerfasst: 29.01.2018 12:46 
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@Reggie

vielen Dank.
An für sich bin ich generell Italofan. Die IW sind aber mein Favourit.


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 Betreff des Beitrags: Re: Sammlereigenschaften
BeitragVerfasst: 29.01.2018 19:56 
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 Betreff des Beitrags: Re: Sammlereigenschaften
BeitragVerfasst: 29.01.2018 21:58 
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@sid.vicious

Hallo und vielen Dank. Freue mich, daß ich hier teilhaben kann.


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 Betreff des Beitrags: Re: Sammlereigenschaften
BeitragVerfasst: 03.07.2018 10:46 
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Moin,

ich wollte mal Hallo sagen / mich vorstellen. Ich lese in diesem Forum schon ne Weile mit und habe mich nun mal angemeldet.

Italowestern haben mich schon als Kind etwas fasziniert, damals habe ich gern in einer Fernsehzeitung (Tv Spielfilm) geblättert und mich an den kleinen Kritiken und Hintergrundinfos sattgelesen. Leone und Corbucci haben mit logischerweise schon lange was gesagt und Corbucci ist mir hierbei sympathischer.

Das richtig große Sammeln ging vor gar nicht langer Zeit los. Mir hat jemand gebraucht die schöne Blindman DVD verkauft (war von der Story fasziniert weil ich auch nackte Haut nicht verachte) und dazu noch ein paar mehr Italos zu einem sehr nettem Preis, unter anderem Der letzte Zug nach Durango und andere. Ich komme kaum zum Filmeschauen aber die hübschen Editionen von Koch Media haben mir so gefallen dass ich mir nach und nach die komplette Regenbogen Collection und noch zig andere Dvds zugelegt haben. Die Spaghettis haben mittlerweile ein eigenes Regal, nur die Zeit zum Ansehen ist nicht so häufig. Zuletzt gesehen habe ich Der Tod ritt dienstags.


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 Betreff des Beitrags: Re: Sammlereigenschaften
BeitragVerfasst: 03.07.2018 10:50 
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Ach und ich sammel am liebsten Filme die bestenfalls selber gut sind in schöner Verpackung/Aufmachung, also Digipacks und ähnliches, Schuber, Hartboxen, Steelbooks.. Standard Amaray Hüllen sind auch schöner einheitlich im Regal aber man kriegt solche Hüllen leer an jeder Ecke hinterhergeworfen, da kann man sich die Cover auch selber drucken.


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 Betreff des Beitrags: Re: Sammlereigenschaften
BeitragVerfasst: 03.07.2018 19:31 
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Sbirro Di Ferro hat geschrieben:
The Stranger hat geschrieben:
Finde es recht erschreckend, daß, wenn man sich so umschaut, fast jeder nur auf Mainstream bzw. den neueren Quark steht ;)

Mainstream an und für sich ist ja nicht das Schlechte (der IW war ja auch einmal Mainstream).
Erschreckend ist das, was heute Mainstream ist, nämlich "schneller, größer, lauter und nur nicht nachdenken müssen".
Das ist es, was es jenen wenigen, die versuchen, mit eigenem Stil und mit einer eigenen Art zu bestehen, schwer macht - DAS ist das schlimme.
Alles läuft nach dem gleichen Schema ab und die wenigsten trauen sich, mit ihren Filmen daraus auszubrechen und etwas eigenes zu machen.
Die meisten machen nur mehr Filme, um das Verlangen nach schneller Unterhaltung zu befriedigen, aber es kann doch nicht im Sinne eines Regisseurs, dauernd nur das zu machen, was das Publikum sehen will, ohne auf die eigenen Interessen zu schauen.
Das kann ja auf Dauer keinen Spaß machen, wenn ich nur Filme mache, weil ich den Großteil des Publikums zufriedenstellen will, es muss ja auch einmal die Möglichkeit und den Mut geben, einen Film zu machen, weil ICH ihn machen will und WIE ich ihn machen will.
Ohne ständig den Interessen der Mehrheit des Publikums zu folgen.
Kunst sollte doch eigentlich frei sein, aber ist sie das auch noch, wenn alles nur mehr in vorgefertigten Bahnen verläuft?!


Du beschreibst exakt das Hollywoodkino der 50er und das Italokino der 60er. Die Filmbranche richtet sich schon immer nach Sehgewohnheiten der Zuschauer. Erst ändern sich die, dann die Branche. Das Grundprinzip bleibt gleich.


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 Betreff des Beitrags: Re: Sammlereigenschaften
BeitragVerfasst: 03.07.2018 20:46 
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Naja, ich bin schon der Ansicht, daß sich da einiges zum negativen verändert hat. Sicher ging es beim Filme machen schon immer ums Geldverdienen, und daher auch um den Geschmack der Masse. Nur war das Kino, und speziell das Italokino im Zeitraum von 1965-1985 wesentlich innovativer und erfand sich auch ständig neu. Auf politische Korrektheit wurde ebenso gepfiffen, wie auf pathetisches Gesülze. Andersherum gab es auch immer wieder ambitionierte Projekte, die aber dennoch oder gerade deswegen interessant waren. Heute kommt es mir so vor, als wäre die Branche ganz und gar festgefahren, und zwar schon seit etwa 20 Jahren. Nehmen wir mal Tarantino heraus ( mit dessen Werken ich mich allerdings niemals anfreunden werde). Man sieht es ja alleine an dieser Seite: hier tummeln sich etliche Liebhaber, die sich mit Filmen beschäftigen, die nunmehr 40-50 Jahre alt sind. Im Gegensatz dazu glaube ich kaum, daß in 40-50 Jahren noch jemand über eine dieser Effektorgien spricht, von denen man heuer überflutet wird.


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 Betreff des Beitrags: Re: Sammlereigenschaften
BeitragVerfasst: 03.07.2018 22:10 
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Es gibt doch auch heute genug Regisseure, die sich im A Kino entfalten können: Tarantino, die Cohen-Brüder, Nolan, Scott, Eastwood...
Und viel Innovation findet sich heute im Independent oder DtV-Bereich. Da hat sich einfach der Markt geändert. Unter heutigen Bedingungen hätten es due meisten Italowestern oder Gialli nie ins Kino geschafft. Namen wie Tessari, Fulci, Lenzi, Lupo, Castellari würde man heute auf einer Stufe mit Isaac Florentine, Jesse V. Johnson oder William Kaufman verorten. Diese Früher war alles besser Nostalgie ist ja ein netter Träger für das Forum, hat aber wenig mit der Realität zu tun.


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 Betreff des Beitrags: Re: Sammlereigenschaften
BeitragVerfasst: 03.07.2018 22:21 
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Wenn ich kein Nostalgiker wäre, dann hätte ich mich kaum hier angemeldet. Und was die Realität anbelangt, "Film" ist für mich ein Hobby, und für die Zeit, die ich mir dafür nehme, entfliehe ich der Realität. Im übrigen bin ich, was neuere Regiseure angeht, nicht wirklich up to date. Der ganze Stil(?) heutzutage sagt mir nun einmal nicht zu. Mag sein, daß es hier und da mal ein Werk gibt, welches sich positiv abhebt, nur ist mir meine Zeit zu schade, 10mal auf die Schnauze zu fallen, um dann vielleicht eines zu finden.


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 Betreff des Beitrags: Re: Sammlereigenschaften
BeitragVerfasst: 03.07.2018 23:15 
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The Stranger hat geschrieben:
Im übrigen bin ich, was neuere Regiseure angeht, nicht wirklich up to date. Der ganze Stil(?) heutzutage sagt mir nun einmal nicht zu. Mag sein, daß es hier und da mal ein Werk gibt, welches sich positiv abhebt, nur ist mir meine Zeit zu schade, 10mal auf die Schnauze zu fallen, um dann vielleicht eines zu finden.

Der ganze "Stil", den du meinst (ich nehme zumindest an, dass du das meinst), nennt man auch "Hollywood-Einheitsbrei".
Der entspricht heute nun mal leider dem Geschmack der breiten Masse und das ist genau das, was es den eigensinnigen Regisseuren schwer macht, die bleiben dann oft die sogenannten "Geheimtipps", wenn sie nicht alte Hasen sind, die man von vor 35-40 Jahren noch kennt.
Davon kann bspw. jemand wie David Lynch profitieren, denn der hat sich sein Publikum, seine Fans, schon über Jahre hinweg erarbeitet.
In diese Kategorie fallen sicher auch die Coen-Brüder (die ja auch genannt wurden)
Jemand wie Refn dagegen, der auch so oft wie möglich auf Mainstream-Erwartungen pfeift, hat es sicher schwerer gehabt, verdankt den Durchbruch beim Mainstream-Publikum eigentlich auch nur DRIVE.
Denn bis zu DRIVE war er auch einer der "Geheimtipps".
Und da ist wiederum die Frage, wäre DRIVE denn überhaupt ein solcher Erfolg geworden, wenn er nicht so extrem gehypt worden wäre?

Tarantino, der ja auch angesprochen wurde, ist wieder eine Ausnahme, ein ganz anderer, eigener Fall, den man für sich betrachten sollte. ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: Sammlereigenschaften
BeitragVerfasst: 03.07.2018 23:48 
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Jeder der genannten Regisseure verdient es, für sich betrachtet zu werden.
Sorry, aber auf der einen Seite zu behaupten, modernes Kino sei Einheitsbrei aber andererseits zuzugeben, man beschäftige sich nicht damit (wozu jeder sein gutes Recht hat) zeugt von Ignoranz. Man sollte schon die Arbeiten von ein paar modernen Regisseuren, ob Kino, DtV oder Indi kennen, bevor man die ganze Filmlandschaft abqualifiziert. Der Italowestern - so sehr ich dieses Genre mag - zeichnet sich auch wenig durch Variantenreichtum oder handwerkliche Innovation abseits der einmal von Leone abgesteckten Genregrenzen aus. Die Masse der Filme waren mehr oder minder unterhaltsame Handwerksprodukte, die den zeittypischen Zuschauergeschmack mit einander ähnlichen Geschichten bedienten, wie heute z.B. Superheldenfilme.


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 Betreff des Beitrags: Re: Sammlereigenschaften
BeitragVerfasst: 04.07.2018 00:24 
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Nobody hat geschrieben:
Jeder der genannten Regisseure verdient es, für sich betrachtet zu werden.
Sorry, aber auf der einen Seite zu behaupten, modernes Kino sei Einheitsbrei aber andererseits zuzugeben, man beschäftige sich nicht damit (wozu jeder sein gutes Recht hat) zeugt von Ignoranz.

Sicher sollte man alle für sich betrachten, bei Tarantino habe ich jetzt aber gemeint, dass man ihn noch einmal zusätzlich gesondert, von den anderen Contra-Mainstream-Regisseuren, betrachten sollte.
Was er macht, mit seinen Zitaten, Hommagen und Umformungen/Neube- und verarbeitungen althergebrachter Genre-Versatzstücke, das ist, würde ich meinen, absolut einzigartig.
Das macht in einem solchen Ausmaß wie er m.W. niemand.

Bei deinem zweiten Satz bringst du jetzt allerdings Aussagen von mir und The Stranger durcheinander.
Es gibt diesen Einheitsbrei zweifellos, das ist unbestreitbar, aber ich behaupte nicht, dass das moderne Kino nur daraus besteht.
Wäre es so, hätten Leute wie Refn keine Chance und Lynch hätte niemals einen Geldgeber für INLAND EMPIRE - auch wenn der schon 12 Jahre her ist - (oder auch die Neuauflage von TWIN PEAKS) gefunden.
Tatsache ist aber auch (das sieht jeder, der heute in einem normalen Kino ins Programm schaut), dass dieser Einheitsbrei einen Großteil des heutigen Hollywood ausmacht.
Das sind die Filme, die jeder x-beliebige Regisseur genauso machen könnte, wie sie sind, wo kein Regisseur mehr einen erkennbaren eigenen Stil hat.
Die sind eindeutig in der Überzahl und der kleine Rest, das sind die paar Risikofreudigen.
Die, die sich trauen, gegen die Sehgewohnheiten der großen Mehrheit zu arbeiten (was immer seltener wird) und dann entweder eine Bruchlandung hinlegen und der Film schlicht und einfach floppt (oder schnell in der Versenkung verschwindet) oder derartig gehypt werden, dass sie plötzlich - im Extremfall - als neuer großer Stern am Hollywood-Himmel gelten.


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