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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Betreff des Beitrags: Re: DP & IC präsentieren: Die Rückkehr der gnadenlosen Welt des Italowestern 2018
BeitragVerfasst: 22.01.2018 19:59 
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So, alles ist reserviert. Wir sehen uns an der "angegammelten Tür". :hutheben:

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 Betreff des Beitrags: Re: DP & IC präsentieren: Die Rückkehr der gnadenlosen Welt des Italowestern 2018
BeitragVerfasst: 23.01.2018 12:42 
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Gut ausgeschlafen startet der Festivalsamstag mit einem Film ohne jegliche Heimkinoauswertung in Deutschland:

OKLAHOMA JOHN
(IL RANCH DEGLI SPIETATI)
ESP/ITA/BRD 1965 – DF – 86 Min. – 35mm
Regie: Jaime Jesús Balcázar, Roberto Bianchi Montero
Buch: Alfonso Balcázar, Helmut Harun, Giuseppe Maggi
Kamera: Giuseppe La Torre
Musik: Francesco De Masi
Mit Rick Horn, Sabine Bethmann, José Calvo, Karl-Otto Alberty

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Der mächtige und einflussreiche Rancher Rod Edwards (José Calvo) beherrscht ein kleines Städtchen in New Mexico. Widersacher werden von seiner Gefolgschaft brutal beseitigt. Er schreckt nicht einmal davor zurück, den Sheriff töten zu lassen. Doch damit fordert er die staatliche Obrigkeit erst recht heraus, denn um wieder Ordnung in die Stadt zu bringen, tritt Oklahoma John (Rick Horn) den Posten seines ermordeten Vorgängers an und stellt sich als Hüter des Gesetzes bestimmend gegen den Terror. John sucht die Mörder unter Edwards' Lakaien, die unter anderem den Vater von Georgina White (Sabine Bethmann) umgebracht haben sollen. Trotz mehrerer Anschläge auf sein Leben legt er die Daumenschrauben an und bereitet sich auf den bevorstehenden Showdown vor...

„Oklahoma John - Der Sheriff von Rio Rojo“ präsentiert sich als eine Melange aus zahlreichen Aktualitäten und Eventualitäten, bei der gleich mehrere Verantwortliche vor oder hinter der Kamera ihre Hände im Spiel hatten. Die Architektur der Geschichte ist zwar einheitlich, im harten Konkurrenzkampf jedoch nicht vollkommen ohne eigenen Reiz. Populärthemen wie Rache, Hass, Mord und natürlich Amour gehen phasenweise eine durchaus ansehnliche Symbiose ein und letztlich ist alles um einen Mann herumkonstruiert worden, der eine verängstigte kleine Stadt von dem menschlichen Abschaum befreien soll. Es kommt zu fließenden Übergängen, die den Zuschauer mit ihrem Abwechslungsreichtum bei Laune halten. Offenbar unter Doppelregie entstanden, strahlt zwar nicht der Nimbus eines auch doppelt erfreulichen Ergebnisses, doch inszenatorisch offenbaren sich handelsübliche, sowie verlässliche Kniffe, wobei immer wieder über den limitierten Tellerrand hinausgeblickt werden muss. Als gebrandmarkter Eurowestern im Italowestern-Gewand zeigen sich allerlei Unterschiede bei der Herangehensweise der verschiedenen Produktionsländer, sodass man diesem Beitrag seinen offenkundig-multinationalen Charme zugute halten kann. Zusätzlich bestückt mit unverbrauchten Interpreten sowie alten Bekannten des zeitgenössischen Films, von denen einige unverblümt ihre niederen Charakterzüge demonstrieren und auf einem Silbertablett servieren dürfen, ergibt sich insgesamt ein angenehmes Profil, das ein kurzweiliges Vergnügen bereitet, das mindestens als Hors-d’œuvre für Western-Allesseher geeignet sein dürfte. Daher Platz nehmen, und sei es, um einfach nur zu komplettieren...

Prisma

Samstag, 14.04.2018 | 14:00 Uhr

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 Betreff des Beitrags: Re: DP & IC präsentieren: Die Rückkehr der gnadenlosen Welt des Italowestern 2018
BeitragVerfasst: 24.01.2018 09:26 
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Hihi ..... das ist dann der zweite Versuch für OKLAHOMA JOHN in Nürnberg....nach 4 Jahren "Wartezeit" ;-)


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 Betreff des Beitrags: Re: DP & IC präsentieren: Die Rückkehr der gnadenlosen Welt des Italowestern 2018
BeitragVerfasst: 24.01.2018 10:27 
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 Betreff des Beitrags: Re: DP & IC präsentieren: Die Rückkehr der gnadenlosen Welt des Italowestern 2018
BeitragVerfasst: 24.01.2018 12:43 
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Was geschah vor vier Jahren? Technische Probleme oder Aufstand der Früh-Italo-Hasser? ;-)


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 Betreff des Beitrags: Re: DP & IC präsentieren: Die Rückkehr der gnadenlosen Welt des Italowestern 2018
BeitragVerfasst: 24.01.2018 13:01 
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ephedrino hat geschrieben:
Was geschah vor vier Jahren? Technische Probleme oder Aufstand der Früh-Italo-Hasser? ;-)


Technische Probleme.
Die Vorführung sollte im alten Komm Kino Saal, ausgestattet mit nur einem Projektor, stattfinden.
Kurz vor dem Start hat dann jemand versehentlich ein Kabel aus dem Projektor gerissen....so musste die Vorführung gecancelt werden.
Alternativ wurde dann ein anderer IW digital gezeigt.


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 Betreff des Beitrags: Re: DP & IC präsentieren: Die Rückkehr der gnadenlosen Welt des Italowestern 2018
BeitragVerfasst: 24.01.2018 13:54 
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Grinder hat geschrieben:

Kurz vor dem Start hat dann jemand versehentlich ein Kabel aus dem Projektor gerissen....so musste die Vorführung gecancelt werden.


Auch ne Art, seinen Unmut auszudrücken. :mrgreen:

Ich hoffe, ich schaffe es wieder, dabeizusein. Würde liebend gern mal wieder die vergammelte Tür aufdrücken. :geek:

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 Betreff des Beitrags: Re: DP & IC präsentieren: Die Rückkehr der gnadenlosen Welt des Italowestern 2018
BeitragVerfasst: 24.01.2018 18:30 
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DJANGOdzilla hat geschrieben:
Ich hoffe, ich schaffe es wieder, dabeizusein. Würde liebend gern mal wieder die vergammelte Tür aufdrücken. :geek:


Das will ich aber auch schwer hoffen !! 8-)


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 Betreff des Beitrags: Re: DP & IC präsentieren: Die Rückkehr der gnadenlosen Welt des Italowestern 2018
BeitragVerfasst: 26.01.2018 06:34 
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Schmutzig hat geschrieben:
Mag mir jemand Tipps geben wie ich das am besten (und möglicherweiße recht kostengünstig) wuppen könnte? Sind die Preise auf der Bahnseite fix oder gibt es da irgendwelche Rabatt-Aktionen o.ä.?

Seit gestern scheint es bei der DB auch wieder die Sparpreisangebote ab 19,90€ zu geben ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: DP & IC präsentieren: Die Rückkehr der gnadenlosen Welt des Italowestern 2018
BeitragVerfasst: 30.01.2018 12:48 
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Knallhart geht es am Samstagnachmittag weiter mit:

DJANGO, DER RÄCHER
(TEXAS, ADDIO)
ITA/ESP 1966 – DF – 90 Min. – 35mm
Regie: Ferdinando Baldi
Buch: Ferdinando Baldi, Franco Rossetti
Kamera: Enzo Barboni
Musik: Anton Garcia Abril
Mit Franco Nero, Cole Kitosch, Elisa Montes, Luigi Pistilli, Josè Suàrez

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Django und sein jüngerer Bruder, Jim, machen sich auf den Weg nach Mexiko, um den Mörder ihres Vaters seiner gerechten Strafe zuzuführen. Doch im Land der Sombreros ist der Begriff Gerechtigkeit ein Wesen aus dem Reich der Fabeln. Es herrschen Tyrannei und Tod, und allein der Klang des Namens, Cisco Delgado, erfüllt jede Klapperschlange mit Schrecken. Die ehemaligen Rebellen, wie der versoffene Miguel, fungieren längst als ein hirnloses Mordwerkzeug der Obrigkeit. Sie eliminieren hilflose Bauern, verschleppen deren Frauen und hegen zudem einen tiefen Yankee-Hass. Das Land schreit nach Veränderung, was den Rechtsanwalt Hernandez dazu bewegt eine Revolution zu erwirken.

Soviel darf zur Handlung, die das Rachethema und die Dramaturgie nach griechischem Vorbild mit den Bestandteilen des italienischen Revoluzzer-Westerns kombiniert, verraten werden. Ein Potpourri, in dem der Rezipient nach dem Guten sucht, aber nicht fündig wird und sich letztendlich von der Kaltblütigkeit des Hauptprotagonisten abhängig macht, denn die Filmmessage ist eindeutig: Gewalt lässt sich nur mit Gewalt bekämpfen.

Ferdinando Baldis „Texas, addio“ zählt (ohne „Django und die Bande der Gehenkten“ abzuwerten) neben „Blindman – Der Vollstrecker“ und „Seine Kugeln pfeifen das Todeslied“ zu seinen Top 3 Western-Inszenierungen, wobei die Reihenfolge jederzeit chargieren kann. Der harte Rache-Western, der abgedrehte Hippie-Western und das niveauvolle Western-Drama. Drei Baldis, drei unterschiedliche Ambitionen, drei Volltreffer! Ein bleihaltiges Trio, das obendrein den Anspruch besitzt, sich in den Top 40 des Italo-Western festzubeißen, um als ein Teil der maßgebenden IW-Fraktion mitzuregieren.
„Django, der Rächer“ ist einer der Spaghetti-Western, die in den 1970ern ihre Wiederaufführungen in meiner Heimatstadt (Bochum) erlebten und deren Aushänge die Schaukästen (welche u. a. unter der Brücke nebst dem Bochumer Hauptbahnhof installiert waren und dessen Umrisse auch heute noch deutlich sichtbar sind) mit ihren fotomechanisch kolorierten Bildern veredelten. Gekrönt vom zusätzlich motivierenden „Ab 18 Jahre Pappschild“. Somit wurde mir - als „damaliger“ Rotzlöffel - ein genaueres Inspizieren mit der mütterlichen Maßregelung „Das ist nur für Große“ untersagt.

Wie recht sie doch hat(te), denn dieser IW ist wirklich nix für kleine Kinder. Es gibt Revolution, es gibt Blutrache, es gibt Exekutionen… und es gibt auch Frauen, aber die haben (wie in den meisten Western italienischer Prägung) nichts zu melden und erhalten postwendend ihr Schnellbucherticket ins Jenseits. „Django, der Rächer“ ist halt ein Männerfilm, dessen Credo von Misogynie und Brutalität befallen ist. Doch auch die härtesten Kerle sind in der Lage dahin zu schmelzen, wenn ihnen Enzo Barboni seine phänomenale Abschlussbildkomposition präsentiert, denn spätestens dann wird selbst ihnen bewusst: „Texas goodbye, you made me cry.“

Frank Faltin

(In Gedenken an Gerd Günther Hoffmann)

Samstag, 14.04.2018 | 16:00 Uhr

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 Betreff des Beitrags: Re: DP & IC präsentieren: Die Rückkehr der gnadenlosen Welt des Italowestern 2018
BeitragVerfasst: 07.02.2018 10:44 
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Samstag Abend wird es brutal!

VERDAMT ZU LEBEN – VERDAMMT ZU STERBEN
(I QUATTRO DELL`APOCALISSE)
Italien 1975 – DF – 87 Min. – 35mm
Regie: Lucio Fulci
Buch: Ennio De Concini
Kamera: Sergio Salvati
Musik: Bixio-Frizzi-Tempera
Mit Fabio Testi, Lynne Frederick, Tomás Milián, Harry Baird

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Ein Spieler, ein Säufer, eine schwangere Hure und ein liebenswerter, aber geistig zurückgebliebener Schwarzer mit einer merkwürdigen Affinität zu Toten und Friedhöfen auf einem Roadtrip durch die Einöde des Westens. Das sind die titelgebenden „Four of the Apocalypse“; und jeder von ihnen wird auf dieser Reise seinem Schicksal gegenübertreten müssen...

Folgte sein erster Western DJANGO – SEIN GESANGSBUCH WAR DER COLT noch treu gängigem Genre-Reglement, verlässt Lucio Fulci mit dem fast schon (alp-) traumwandlerischen VERDAMMT ZU LEBEN – VERDAMMT ZU STERBEN die gewohnten Pfade und kreiert unter dem staubigen Mantel des Italowestern ein seltsam melancholisches, öfter gnadenlos nihilistisches Erlösungsdrama. Jede Freude, jedes Erfolgserlebnis ist bestenfalls flüchtig. Jeder Hoffnungsschimmer wird von unsäglichem Leid erstickt. Hier ist der Westen ist nicht die Straße des Glücks, sondern durch und durch menschenfeindliches Gebiet.

So lernen sich unsere vier Hauptprotagonisten in einer Nacht kennen, als maskierte Namenlose ein grausames Massaker in einer Stadt anrichten. Im Vorgriff auf seine späteren Blood & Guts-Eskapaden im Zombiefilm holt Fulci schon einmal hier die Kutteln raus: Schrotflintensalven reißen basketballgroße Löcher in die Leiber der Cowboys; in die Pferdetränken wird mit heraushängendem Gedärm gestürzt. Zudem darf in VERDAMMT ZU LEBEN – VERDAMMT ZU STERBEN der äußerst wandlungsfähige Tomas Milian vom Sympathieträger aus DER GEHETZTE DER SIERRA MADRE zum sadistischen Desperado mutieren und für noch größere barbarische Momente sorgen.

Dabei ist das Tempo über weite Strecken überraschend ruhig. Tatsächlich verweigert sich Fulcis Erzählweise des Öfteren den Gepflogenheiten des Spannungskinos. Im letzten Drittel, wo in anderen Italowestern der Bleigehalt in der Luft signifikant erhöht und sich schon fleißig fürs Finale warmgeschossen wird, verweilt Fulci genüsslich lange in Altaville, einer unwirklich erscheinenden Männer(!)-Enklave irgendwo im Nirgendwo. Dort besiegelt er ein Schicksal, während er einem anderen in einem seltenen Anflug von Menschlichkeit Hoffnung gewährt.

Der heimliche Höhepunkt, die „Geisterstadt“-Episode. Verlassene Ruinen und alte Gräber, die fast im Regen ertrinken. Dazu geht ein Geisterflüsterer ganz in seiner Abseitigkeit auf. Die seltsam entrückte Atmosphäre ist so gespenstisch wie brillant.

Der Showdown dagegen findet beinahe beiläufig ohne jegliche Epik statt. Kurzangebundenes, aber grausames Sterben. Nicht mehr, nicht weniger. Das passende Ende für die Quatro dell Apocalisse.
VERDAMMT ZU LEBEN, VERDAMMT ZU STERBEN ist nicht nur der Fulci-Western, in dem die Handschrift des Maestros am deutlichsten zu Tage tritt, sondern auch sein bester.

Christian Ade

Samstag, 14.04.2018 | 23:30 Uhr

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 Betreff des Beitrags: Re: DP & IC präsentieren: Die Rückkehr der gnadenlosen Welt des Italowestern 2018
BeitragVerfasst: 09.02.2018 10:44 
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Irrtümlicher Weise hatten wir zuletzt "Verdammt zu leben - Verdammt zu sterben" (I quattro dell'apocalisse, 1975) für die Prime-Time angekündigt, dieser läuft natürlich erst um 23:30 Uhr zur Geisterstunde. Um 21 Uhr präsentieren wir euch die seltene und vollständige Synchronfassung der Erstaufführung von:

DUELL DER KOPFGELDJÄGER
(PER QUALCHE DOLLARO IN PIÙ)
ITA/ESP/FR/BRD 1965 – DF – 121 Min. – 35 mm
Regie: Sergio Leone
Buch: Sergio Leone, Luciano Vincenzoni
Kamera: Massimo Dallamano
Musik: Ennio Morricone
Mit Clint Eastwood, Lee Van Cleef, Gian Maria Volontè, Klaus Kinski

Indio ist ein psychopathischer Bandit, der seine Bande von Halsabschneidern auf ein schier unmögliches Ziel hetzt: Die Bank von El Paso. Monco ist ein junger Kopfgeldjäger, der vor Selbstbewusstsein und Geldgier fast platzt. Mortimer ist ein älterer Kopfgeldjäger, der schon viel gesehen und erlebt hat, und der gelernt hat seinen Kopf einzuschalten bevor er punktgenau schießt. Und der mit Indio eine alte Rechnung offen hat. Also wird Monco in die Bande eingeschleust, um sie quasi von hinten aufzurollen. Aber Indio ist ein misstrauischer alter Fuchs, den seine Drogenabhängigkeit nur umso argwöhnischer gemacht hat, und der, wenn es ums Geld geht, schmutzige Tricks schon von weitem wittert. Und der instinktiv spürt, dass Monco nicht der ist für den er sich ausgibt.

Ein Mann schließt sich einer Bande an um diese auffliegen zu lassen. Ein Thema, das in der Geschichte des Films schon oft vorkam: DER TODESKUSS könnte da erwähnt werden, in dem Victor Mature als Krimineller vom Staatsanwalt in die Bande eingeschleust wird, um Richard Widmark besagten Todeskuss zu geben. Oder in Europa die SCHLAGERPARADE 1961, wo Bubi Scholz eine Bande Halbstarker unterwandert (die von Klaus Löwitsch angeführt wird). Allerdings waren hier die Helden immer Polizisten oder zumindest von einer Behörde Beauftragte, die den fest vorgegebenen Staatsauftrag hatten, die Bösewichter dingfest zu machen. Erst Sergio Leone traute sich, einen eigennutz-orientierten Helden zu etablieren, der die Schurken nur aus einem Grunde jagt: Um sich selbst zu bereichern. Und um nebenher noch eine Rache auszuüben, ganz ohne justiziable Hintergedanken. Einfach nur Rache um der Rache willen.

Wo der Vorgänger FÜR EINE HANDVOLL DOLLAR teilweise noch ein Vortasten in eine gerade relativ neu erfundene Filmwelt war, mit einem gewissenlosen Einzelgänger der auch mal Wehrlose tötete, ging Leone hier in die Vollen und definierte gleich den gesamten Western neu: Seine Helden sind so lässig wie gefährlich, sein Bösewicht stellt alles bis dahin gesehene locker in den Schatten und definierte das Schurkendasein für die nächsten 50 Jahre gleich mit, und die Handlung hat mit der Abbildung von Realität schon gar nichts mehr zu tun, sondern ist im Prinzip eine Comic-Verfilmung mit fast unverwundbaren Helden, unglaublich abgedrehten Ideen und 36-schüssigen Pistolen. Und wenn zwei gefährliche Kopfgeldjäger auf einen halbirren Killer von Indios Kaliber treffen, dann bedeutet dies bis zum absoluten Höhepunkt zerdehnte Duelle die von einer Spieluhr choreographiert werden. Das heißt Hass, Schweiß und Tod hautnah von der Leinwand herab zu spüren. Das heißt die Tiefe des Wortes “cool“ auszuloten, wenn nämlich jede Handbewegung und jede Änderung der Mimik eine bedeutungsschwangere Handlung ist. Und falls das jetzt alles zu pathetisch klingt, dann soll angemerkt werden, dass Sergio Leone mit diesem Film das Pathos in den europäischen Western eingebracht hat.

Bereits der Teaser zeigt, dass hier eine Revolution in der Westernwelt passiert: Ein Mann wird in der Wüste erschossen, ohne dass dies irgendetwas mit der weiteren Handlung zu tun hätte. Aber es sorgt für die richtige Einstimmung, und ein toller Vorspann wird ermöglicht, wo über dem ikonischen Score von Ennio Morricone Schüsse hallen welche die Credits anschießen. Töten um des Tötens willen, ohne moralischen Impetus. Ein Prinzip, welches die Filmwelt bis heute am Laufen hält.

Oder anders ausgedrückt: Reiner Western-Spaß! Der erste Italo-Western der diesen Namen auch wirklich verdient. Und der überhaupt nicht gealtert ist!

Maulwurf

Samstag, 14.04.2018 | 21 Uhr

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Zuletzt geändert von andeh am 13.02.2018 13:16, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: DP & IC präsentieren: Die Rückkehr der gnadenlosen Welt des Italowestern 2018
BeitragVerfasst: 09.02.2018 11:32 
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SCHLAGERPARADE 1961, bis dato habe ich noch nie von dem Film gehört. :o

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BeitragVerfasst: 12.02.2018 17:01 
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So gestern habe ich nun auch ein Hotelzimmer reserviert. Zugticket liegt auch schon seit ner Weile bereit. Ich komme aber vorrangig zum Saufen.... :D

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 Betreff des Beitrags: Re: DP & IC präsentieren: Die Rückkehr der gnadenlosen Welt des Italowestern 2018
BeitragVerfasst: 13.02.2018 14:16 
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Der Festival-Sonntag startet in herrlichem Scope-Format, im Vergleich zu den unsäglichen Heimkinoauswertungen mit:

TAMPEKO – EIN DOLLAR HAT ZWEI SEITEN
(PER POCHI DOLLARI ANCORA)
ITA/FR/ESP 1966 – DF – 92 Min. – 35mm
Regie: Giorgio Ferroni
Buch: Augusto Finocchi, Massimiliano Capriccioli, Sandro Continenza, Remigio Del Grosso, Leonardo Martin, Gilles Morris-Dumoulin
Kamera: Rafael Pacheco
Musik: Gianni Ferrio
Mit Giuliano Gemma, Dan Vadis, Sophie Daumier, Jacques Sernas

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Der Bürgerkrieg scheint zwar zu Ende, aber Tampeko (Giuliano Gemma) und sein verbliebener Südstaatentrupp werden dennoch von der gegnerischen Seite in einem Lager gefangen gehalten. Die Haftbedingungen sind mies und das Faustrecht scheint zwischen den beiden Parteien oftmals zu regieren. Tampeko erhält dennoch die Chance sein Leben und das seiner Männer durch eine Sondermission zu retten, denn Banditenchef Riggs (Dan Vadis) hat vor, die Kriegskasse von Fort Yuma mithilfe von 800 marodierenden Südstaatlern zu plündern. Und weil Tampeko den Weg dorthin sehr genau zu kennen scheint, schickt man ihn mit der rettenden Botschaft, sowie den beiden Yankees Pitt (Nello Pazzafini) und Captain Lefevre (Ángel del Pozo) los, um das drohende Blutvergießen zu vermeiden. Lefevre scheint allerdings seine eigenen Pläne zu haben und so entwickelt sich die Reise zu einem bleihaltigen Abenteuer.

Nordstaaten vs. Südstaaten - auch in seinem zweiten Western greift Giorgio Ferroni den alten Konflikt des Bürgerkriegs erneut auf und positioniert zudem ebenfalls wieder Giuliano Gemma als heldenhaftes Zugpferd an vorderster Front. Dieser überzeugt in Tampeko als gleichnamiger Südstaatenoffizier mit flottem Mundwerk und schlagkräftiger Argumentation, wobei Gemma dabei wie so oft eine hervorragende Performance abliefert, denn die Rolle des kühnen Draufgängers spielte er hier schließlich nicht zum ersten Mal, ganz davon abgesehen, dass sie ihm wie auf dem Leib geschneidert zu sein scheint. Das Gemma aber nicht nur die tolldreiste Rampensau drauf hat, sondern zugleich durch schwierigere Stationen eines fiktiven Charakters gehen kann, stellt er hier erneut eindrucksvoll unter Beweis. Auch wenn der restliche Cast um Tampekos Mitstreiter gut aufgestellt ist und sich bemüht, mit Gemma Stand zu halten – hervorzuheben sind hierbei vor allem José Calvo als gealterter Helfer in der Not, sowie Sophie Daumier als aufreizende Connie Breastfull (allerdings ohne allzu üppiger Oberweite) – so bleiben die bösen Buben oftmals blass, auch wenn diese mit bekannten Gesichtern wie Ángel del Pozo und Dan Vadis, der sich ähnlich wie Gemma seine ersten Schauspielsporen im italienischen Peplum verdiente, besetzt wurden. Nichtsdestotrotz wandelt Ferronis anfangs noch sehr launig inszenierte Handlung mit voranschreitender Laufzeit in unbarmherzige Gefilde und verlässt damit zunehmend die braven Pfade des US-Western.

Tobias Reitmann

Sonntag, 15.04.2018 | 13:00 Uhr

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 Betreff des Beitrags: Re: DP & IC präsentieren: Die Rückkehr der gnadenlosen Welt des Italowestern 2018
BeitragVerfasst: 19.02.2018 16:11 
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Die zweite Runde am Sonntag bringt uns:

DIE UNERBITTLICHEN FÜNF
(I CINQUE DELLA VENDETTA)
ITA/ESP 1966 – DF – 97 Min. – 35mm
Regie: Aldo Florio
Buch: Alfonso Balcàzar, Josè Antonio de la Loma
Kamera: Victor Monreal
Musik: Franco Salina
Mit Guy Madison, Mònica Randall, Antonio Molino Rojo, Vassili Karis

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Der Rancher Jim Latimore hat recht menschenfreundliche Ideen (“Ein Viertel der Ernte geht wie jedes Jahr an euch Peones.“), was seinen Nachbarn, den Brüdern Gonzales, nicht gefällt. Sie lassen Latimore abschlachten und schänden seine Frau Rosaria. Was wiederum fünf alten Freunden von Latimore nicht gefällt. Gemeinsam mit Rosaria reiten sie los, Rache zu nehmen. Die Gonzales’ allerdings hetzen den Matanza und seine Männer auf die Freunde, und der ist ein ganzes Stück härter und grausamer als die aufrechten Revolvermänner.

Ein Film für die Romantiker unter den Western-Fans: Wiedersehensfreude bei Mutter und Kind, Romantik bei Harmonikamusik am Lagerfeuer, weise und bewegende Worte im Angesicht des Todes, ... Welch hartem Cowboy unter den Zuschauern wird es da nicht wehmütig ums Herz?

Aber es gibt auch Action, und die gar nicht mal so knapp. Vor allem die zweite Hälfte des Films weiß zu begeistern, die 20-minütige Schlussschiesserei ist ausgesprochen bleihaltig, und der Tod des bösen Obermotz dauert deutlich länger als es in den Western dieser Zeit üblich ist. Dass man bis dahin einige längere Reitereien durch die örtliche Kiesgrube ertragen muss? Geschenkt. Stattdessen kann man sich daran ergötzen, dass fast alle Helden weiße Hemden tragen, außer dem Frauenhelden, der ist unmoralisch. Und außer Giovanni Cianfriglias Charakter, der ganz offensichtlich Spaß am Töten hat. Weiter kann man sich erfreuen an schauspielerischen Leistungen, die dem eines Fidani’schen Holzkaktus in nichts nachstehen, und dass Mónica Randall eine wunderschöne Frau ist, die man gerne in den Arm nehmen und von ihren Sorgen befreien möchte, daran kann man ebenfalls sein Herz erwärmen.

Neben der schönen Spanierin fällt auch der Western-Veteran Antonio Molino Rojo auf, welcher als Der Matanza einige hässliche Eigenarten gegenüber Frauen an den Tag legt. Matanza heißt übersetzt übrigens “Das Töten“ … Auf jeden Fall ist Rojo ein altgedienter IW-Haudegen, der den Banditen mit sichtbarem Spaß an der Bosheit spielt. Letzteres lässt sich übrigens auch über Gianni Solaris sagen, der den Gonzales zwar nicht besonders ausdrucksstark spielt, dafür aber richtig abgründig gemein rüberkommt und eine leichte Ähnlichkeit mit George Clooney hat. Bei den Guten hingegen fallen neben Giovanni Cianfrigila eigentlich nur Guy Madison und José Manuel Martin weiter ins Gewicht. Letzterer hat endlich mal eine größere Rolle (die er mit stierem Blick meistert), und Guy Madison ist gewohnt solide und wirkt irgendwie immer wie ein Gentleman auf Abenteuerurlaub. Der Mann hat einfach viel zu viel Grandezza um wirklich gemein zu sein, aber cool ist er allemal.

Entstanden 1966, zeigt DIE UNERBITTLICHEN FÜNF gerade die Zeit des Umbruchs, in der aus dem amerikanisch orientierten Euro-Western der harte und böse Italo-Western wurde. Auf der einen Seite Helden in weißen Hemden, die sich Frauen gegenüber ritterlich verhalten und zu heldenhaft-pompöser Musik der Gefahr aufrecht entgegengehen. Auf der anderen Seite einige deftigere Bilder die sensiblen Gemütern durchaus an die Nieren gehen können, ausgesprochen fiese Schurken, sowie ein Showdown den sich John Wayne so sicher nicht vorstellen konnte, und der die zukünftige Entwicklung des Westerns all’Italiana aufzeigt. Eine spannende und actionreiche Gratwanderung zwischen alten und neuen Geschichten und Bildern, und trotz der einen oder anderen Länge damit auf jeden Fall sehenswert.

Maulwurf

Sonntag, 15.04.2018 | 15:00 Uhr

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 Betreff des Beitrags: Re: DP & IC präsentieren: Die Rückkehr der gnadenlosen Welt des Italowestern 2018
BeitragVerfasst: 19.02.2018 18:28 
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andeh hat geschrieben:

Entstanden 1966, zeigt DIE UNERBITTLICHEN FÜNF gerade die Zeit des Umbruchs, in der aus dem amerikanisch orientierten Euro-Western der harte und böse Italo-Western wurde. Auf der einen Seite Helden in weißen Hemden, die sich Frauen gegenüber ritterlich verhalten und zu heldenhaft-pompöser Musik der Gefahr aufrecht entgegengehen. Auf der anderen Seite einige deftigere Bilder die sensiblen Gemütern durchaus an die Nieren gehen können, ausgesprochen fiese Schurken, sowie ein Showdown den sich John Wayne so sicher nicht vorstellen konnte,


Welcher John Wayne?
Derjenige der in El Dorado am Ende seinem Gegner keine Chance lässt, und den ihm Überlegenen nur mit einem Trick töten kann? Und auch zuvor schon 2 Leute die ihm eine Falle stellen wollten bewußt in den Tod schickt? Der in The Searchers toten Indianern die Augen ausschießt? Oder in Rio Bravo einem Fliehenden in den Rücken schießt?

Och nöö, bitte nicht wieder diese total falschen Vorstellungen über US Western. Was du meinst das sind die deutschen Karl May Filme, aber dermaßen naiv und schlicht sind bessere US Western nur selten gewesen, und schon gar nicht mehr in 1966.

Der IW war sicherlich oft sadistischer in seinen Gewaltdarstellungen als zeitgleiche US Western, aber viele dieser Sadismen finden sich auch schon vereinzelt in älteren US Western. In Coroner Creek (1948) z.b. schlägt Randolph Scott erst seinen Gegner zusammen, dann sucht er sich einen großen Stein, und zertrümmert ihm damit die Hände.


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 Betreff des Beitrags: Re: DP & IC präsentieren: Die Rückkehr der gnadenlosen Welt des Italowestern 2018
BeitragVerfasst: 19.02.2018 22:43 
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Stanton hat geschrieben:
Welcher John Wayne?

Derjenige John Wayne, den Du nicht genannt hast: Das Symbol des aufrechten und männlich-edlen Westerners, der anständig und mutig Frauen und Indianern die Stirn bietet und sich nicht unterkriegen lässt. Wohlgemerkt: Das Symbol! Nicht zu verwechseln mit dem John Wayne in vielen guten und besseren Rollen, die ambivalent sind oder brutal oder vielseitig oder wasauchimmer.

So wie zum Beispiel Sylvester Stallone immer mit Rambo und Rocky identifiziert werden und als Symbol des starken, amerikanischen Stehaufmännchens mit Nehmerqualitäten gesehen werden wird (unbeleckt von Filmen wie COP LAND oder STOP! ODER MEINE MAMI SCHIESST), so wird John Wayne immer das Symbol des Aufrechten und Edlen und Guten sein, und EL DORADO und THE SEARCHERS werden an diesem Symbol auch niemals kratzen. Genauso wenig, wie Humphrey Bogart jemals mit SABRINA identifiziert werden wird, sondern immer mit Filmen wie TOTE SCHLAFEN FEST oder AFRICAN QUEEN.

Und da es sich bei dem vorliegenden Text mitnichten um eine filmwissenschaftliche Analyse handelt, sondern um einen Werbetext, dessen einzige Aufgabe es ist Lust zu machen auf einen Kinobesuch, ist es sehr wohl möglich zu verallgemeinern und sich auf ein Symbol zu beziehen anstatt auf eine real existierende Filmfigur.

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BeitragVerfasst: 20.02.2018 01:48 
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Sicher, es ging mir auch weniger um Wayne als um dieses seltsame Bild das IW Fans immer wieder vom US Western zeichnen. Findet sich einen Beitrag zuvor auch schon:

andeh hat geschrieben:
Nichtsdestotrotz wandelt Ferronis anfangs noch sehr launig inszenierte Handlung mit voranschreitender Laufzeit in unbarmherzige Gefilde und verlässt damit zunehmend die braven Pfade des US-Western.



Sicher gibt es brave US Western, aber es gab auch vor 1960 genügend andere, und Mitte der 60er waren auch die US Western nur noch selten brav, auch weil es der Genrefilm allgemein immer weniger war. Und in 1966 sah Ferronis Film (wie auch die meisten anderen frühen IW), trotz einiger ausgespielter Brutalitäten, viel braver und naiver aus als viele US Western.

Und auch Wayne war auch in anderen Rollen durchaus zwiespältig, spielte auch mal gegen das Image das er hatte, und war nie so simpel heroisch wie das die May Filme zelebrierten.

Der Western war jedenfalls schon immer weitaus vielfältiger als seine Kritiker ihn gerne bezichtigen. Da stand das Naive schon immer neben dem Dreckigen und dem Exzess, das Raffinierte neben dem Dummen. Der IW hat sich das rausgesucht was ihm dran Spaß machte, und das dann nur noch mal kräftig verstärkt.

Übrigens, daß Für ein paar Dollar mehr plötzlich der erste richtige IW sein soll, und nicht wie sonst überall Für eine Handvoll Dollar, fand ich ebenfalls etwas überraschend.


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BeitragVerfasst: 21.02.2018 19:31 
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Stanton hat geschrieben:
Übrigens, daß Für ein paar Dollar mehr plötzlich der erste richtige IW sein soll, und nicht wie sonst überall Für eine Handvoll Dollar, fand ich ebenfalls etwas überraschend.

Na ja, zum einen wollte ich ein wenig provozieren ;) Zum anderen ist HANDVOLL DOLLAR zwar sicher der erste stilistisch richtige IW, aber er lehnt sich halt noch irgendwo ein klein wenig an die Euro-Vorgänger an. Finde ich. Eine Frau mit einer entscheidenden Rolle (Marianne Koch) wird es im späteren IW nicht wirklich oft geben, meistens sind Frauen ja doch eher Stichwortgeber oder der Grund für eine Rache. (Nicht immer! Meistens ...) Bei FÜR EIN PAAR... haben wir ein Männer-Triumvirat, keine Frauen, keine nervigen Nebenrollen, und eine ganz klare Stoßrichtung der Handlung: Die Kombination aus Kopfgeld und Rache. FÜR EIN PAAR... sehe ich da in der gleichen Linie wie etwa BLACK JACK oder JONNY MADOC, Filme die für mich die Quintessenz des IW sind: Bierernst, gradlinig und schnörkellos, hart.

Aber das ist meine subjektive Sicht, wie gesagt verbunden mit ein wenig Provokation.

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BeitragVerfasst: 23.02.2018 15:25 
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Zum krönenden Abschluss des Festivals gibt es eine sehr seltene Kopie mit den im Heimkinobereich unveröffentlichten deutschen Credits:

TÖTE AMIGO
(QUIÈN SABE?)
ITA 1966 – DF – 98 Min. – 35mm
Regie: Damiano Damiani
Buch: Salvatore Laurani, Franco Solinas
Kamera: Antonio Secchi
Musik: Luis Bacalov, Ennio Morricone
Mit Gian Maria Volontè, Lou Castel, Klaus Kinski, Martine Beswick

Bild

In den Wirren der mexikanischen Revolution mischt eine Bande brandschatzender Rebellen munter mit, indem sie bei jeder nur erdenklichen Möglichkeit Waffen und Wertgegenstände für ihren Revolutionsführer, dem berühmt berüchtigten 'General Elias' (Jaime Fernández), gewaltvoll erbeuten. Als die Bande eines schönen Tages einen Zug der Regierungstruppen überfällt, trifft diese auf den vermeintlich gefangen genommenen Amerikaner 'Bill Tate' (Lou Castel), welcher dann auch sogleich durch den Anführer 'El Chuncho' (Gian Maria Volonté) zu einem neuen Bandenmitglied erkoren wird. Was folgt, sind wüste Raubzüge unter dem Deckmantel der Revolution, bei denen letztendlich aber nicht die Sache an sich, sondern vorrangig immer nur der schnöde Mammon im Mittelpunkt steht - denn der eigene Vorteilsgewinn geht eben doch vor. Aber 'Bill Tate', der zwischenzeitlich übrigens in 'El Niño' umgetauft wurde, scheint dabei ein Spiel nach seinen eigenen Regeln zu spielen, was wiederum die Situation ab einem gewissen Zeitpunkt vollends zum Eskalieren bringt...

Bei TÖTE AMIGO handelt es sich in erster Linie um einen sozialkritischen Genrebeitrag des verdienstvollen Regisseurs Damiano Damiani, der lediglich in ein Western-Gewand gehüllt wurde und somit zur Riege außergewöhnlicher Westernproduktionen wie beispielsweise MERCENARIO, VON ANGESICHT ZU ANGESICHT, TODESMELODIE oder TEPEPA gezählt werden kann. Damiani selbst hat in diversen Interviews auch immer wieder betont, dass dieser Film für ihn keinesfalls einem genretypischen Western entspricht, sondern vielmehr die immerwährende Geschichte vom Kampf der Unterdückten gegen ihre Unterdrücker erzählen soll. Dabei ist es dem Regisseur zweifelsfrei gelungen, eine sowohl tiefgehende als auch komplexe Charakterisierung seiner beiden ambivalenten Hauptfiguren zu zeichnen, denn Lou Castel und Gian Maria Volonté personifizieren letztlich zwei rükgratlose Gesellen, bei denen jeweils der persönliche Vorteilsgewinn über den hehren Zielen der Revolution steht. Verkörpert Lou Castel in der Rolle des gewissenlosen Amerikaners einen erbarmungslosen Wolf im Schafspelz, der nicht nur zielgerichtet einen perfiden Plan verfolgt, sondern diesen auch noch mit eiskaltem Kalkül in die Tat umsetzt; so entpuppt sich Gian Maria Volonté in der Rolle des selbsternannten Revolutionsführers als eine eher zerrissene und einfältige Persönlichkeit, die zwar vermeintlich vom Wunschdenken des Revolutionsgedanken beseelt ist, in letzter Instanz aber auch nur den eigenen Vorteilsgewinn vor Augen hat. In weiteren Rollen geben sich dann auch noch Klaus Kinski als geistlicher Rebell 'El Santo' und Martine Beswick als Bandenbraut 'Adelita' die Ehre, wobei der Rollencharakter der letztgenannten überraschenderweise sehr emanzipiert daher kommt, denn 'Adelita' wird keinesfalls als schmückendes Beiwerk dargestellt, wie es bei den meisten Vertretern des männerdominierten Westerngenres der Fall ist, sondern vielmehr von den fast ausschließlich männlichen Revolutionsschurken als gleichwertiges Bandenmitglied behandelt. Leider wurde die deutsche Kinofassung von dem damaligen Verleiher bereits vor ihrem Start im Jahre 1968 um ca. 20 Minuten an erklärenden Handlungssträngen erleichtert, infolgedessen die einzelnen Rollencharaktere weitaus oberflächlicher wirken, als es eigentlich der Fall ist. Aber dennoch dürfte die deutsche 35mm Fassung aufgrund ihres Seltenheitwertes zu den Highlights des anstehenden Festivalwochenendes zählen. TÖTE AMIGO, ein sowohl zynischer als auch kompromissloser Western, der eigentlich gar keiner sein sollte.

Richie Pistilli

Sonntag, 15.04.2018 | 17:00 Uhr

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BeitragVerfasst: 28.02.2018 12:44 
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Am Freitagabend nach "Es geht um deinen Kopf " müssen wir einen auf Christian Rode trinken :)

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BeitragVerfasst: 28.02.2018 12:58 
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Anti-Hero hat geschrieben:
Am Freitagabend nach "Es geht um deinen Kopf " müssen wir einen auf Christian Rode trinken :)

Gute Idee!
Bin mal gespannt. In die Synchro hat ja noch keiner von uns reinhören können.


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BeitragVerfasst: 28.02.2018 20:28 
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Grinder hat geschrieben:
Anti-Hero hat geschrieben:
Am Freitagabend nach "Es geht um deinen Kopf " müssen wir einen auf Christian Rode trinken :)

Gute Idee!
Bin mal gespannt. In die Synchro hat ja noch keiner von uns reinhören können.

Ich auch. Die Info über Rode hatte ich vom Besitzer der Super8 -Fassung, die in der OFDB eingetragen ist. Mal sehen, ob es stimmt.


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BeitragVerfasst: 16.03.2018 17:03 
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Das Festival wird bei mir dieses Jahr nix, Urlaub wurde heute abgelehnt :(


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BeitragVerfasst: 19.03.2018 12:26 
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Schmutziger_Maulwurf hat geschrieben:
Stanton hat geschrieben:
Übrigens, daß Für ein paar Dollar mehr plötzlich der erste richtige IW sein soll, und nicht wie sonst überall Für eine Handvoll Dollar, fand ich ebenfalls etwas überraschend.

Na ja, zum einen wollte ich ein wenig provozieren ;) Zum anderen ist HANDVOLL DOLLAR zwar sicher der erste stilistisch richtige IW, aber er lehnt sich halt noch irgendwo ein klein wenig an die Euro-Vorgänger an. Finde ich. Eine Frau mit einer entscheidenden Rolle (Marianne Koch) wird es im späteren IW nicht wirklich oft geben, meistens sind Frauen ja doch eher Stichwortgeber oder der Grund für eine Rache. (Nicht immer! Meistens ...) Bei FÜR EIN PAAR... haben wir ein Männer-Triumvirat, keine Frauen, keine nervigen Nebenrollen, und eine ganz klare Stoßrichtung der Handlung: Die Kombination aus Kopfgeld und Rache. FÜR EIN PAAR... sehe ich da in der gleichen Linie wie etwa BLACK JACK oder JONNY MADOC, Filme die für mich die Quintessenz des IW sind: Bierernst, gradlinig und schnörkellos, hart.

Aber das ist meine subjektive Sicht, wie gesagt verbunden mit ein wenig Provokation.


Um da noch mal drauf zurückzukommen, als Provokation ist das ok ;) , aber ansonsten würde ich da komplett widersprechen.

1. Für eine Handvoll Dollar hebt sich komplett von allen früheren Eurowestern ab, mehr noch von allen früheren Western überhaupt (aus denen er trotzdem sehr, sehr viel übernimmt)

2. Die Frauenrolle ist nur eine Nebenrolle (und auf solche haben nur sehr wenige IW verzichtet), aber vor allem unser Held interessiert sich nicht für sie, es findet keine Liebesgeschichte statt.

3. Stattdessen interessiert sich unser Held absolut IW-typisch nur fürs Geld, und in der Hinsicht findet auch am Ende keine Läuterung statt (die aber in vielen zeitgemäßen US Western auch nicht mehr statt findet). Inkonsequent ist nur daß Leone ihn am Ende so arm abziehen lässt wie er gekommen ist. Man hätte zumindest sehen sollen daß er das Geld der vernichteten Familien mit nimmt, wenn er schon so freundlich ist die Regierungsgelder zurück zu lassen. Hier zumindest ist Für ein paar Dollar mehr klar der fortschrittlichere Film.

4. Kauzige Nebenrollen inklusive komödiantischer Einlagen gibt es zuhauf in Für ein paar Dollar mehr. Der geradlinigere und schnörkellosere Film ist für mich eindeutig der Erstling. Während Leone in Für ein paar Dollar mehr beginnt seinen ausschweifenderen Stil zu entwickeln.

Für ein paar Dollar mehr gehört natürlich aus verschiedenen Gründen, genau wie Für eine Handvoll Dollar auch, zu den prägendsten IW überhaupt, aber im Gesamtwerk Leones sehe ich ihn als einen Übergangsfilm.


Zuletzt geändert von Stanton am 23.03.2018 13:05, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 19.03.2018 18:02 
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Il Nero hat geschrieben:
Das Festival wird bei mir dieses Jahr nix, Urlaub wurde heute abgelehnt :(


Das ist wirklich schade :-(


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BeitragVerfasst: 22.03.2018 08:48 
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Schade das es solche Festivals oder Aktionen wie jedes Wochenende Italowestern im Kino nur in Nürnberg und Köln gibt. Sowas in Norddeutschland währe auch mal schön.


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BeitragVerfasst: 22.03.2018 19:47 
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SandoKid90 hat geschrieben:
Schade das es solche Festivals oder Aktionen wie jedes Wochenende Italowestern im Kino nur in Nürnberg und Köln gibt. Sowas in Norddeutschland währe auch mal schön.


Mimimimi. ;) Wer sich frühzeitig kümmert findet immer eine günstige Anreise und Unterkunft, zusätzlich ist Nürnberg auch touristisch eine Reise wert. :)

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BeitragVerfasst: 22.03.2018 21:16 
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andeh hat geschrieben:
SandoKid90 hat geschrieben:
Schade das es solche Festivals oder Aktionen wie jedes Wochenende Italowestern im Kino nur in Nürnberg und Köln gibt. Sowas in Norddeutschland währe auch mal schön.


Mimimimi. ;) Wer sich frühzeitig kümmert findet immer eine günstige Anreise und Unterkunft, zusätzlich ist Nürnberg auch touristisch eine Reise wert. :)



Nürnberg hat nie ein Chance gegen das Kino-Programm :D

@Sando

selbst wenn du auf einem Ochsenkarren anreist und auf einer Parkbank pennst... es ist was ganz besonderes mit den Jungs hier diese Filme zu schauen. Macht süchtig.

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