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 Betreff des Beitrags: FREUD - John Huston
BeitragVerfasst: 02.04.2018 19:00 
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Produktionsland/Jahr: USA 1962
Darsteller: Montgomery Clift, Susannah York, Larry Parks, Susan Kohner, Eric Portman, Eileen Herlie, Fernand Ledoux, David McCallum
Drehbuch: Charles Kaufman & Wolfgang Reinhardt
Produziert von: Wolfgang Reinhardt & George Golitzen
Musik: Jerry Goldsmith

Wie alle großen Namen war auch Sigmund Freud ein Querdenker. 1885 arbeitet er als Neurologe in Wien, streitet sich aber heftig mit seinem Vorgesetzten über das Thema Hysterie. Er wechselt nach Paris, wo er Freundschaft mit Professor Jean-Martin Charcot schließt. Der führt Freud in die Geheimnisse der Hypnose ein - so wird es Freud möglich, das Unterbewusstsein zu entdecken, das er vom rationalen Denken abtrennt und in ihm die Ursache für zahlreiche Verhaltensstörungen ausmacht. Bei seiner Rückkehr nach Wien muss Freud jedoch feststellen, dass nicht alle seine Theorie für überzeugend halten. Dr. Meynert etwa macht sich über sie lustig. Dr. Josef Breuer hingegen befürwortet, was Freud erarbeitet hat und vermittelt ihn an zwei Patienten, mit deren Hilfe er beweisen soll, was bisher nur auf dem Papier steht...
(Filmstarts.de)

John Huston's Production of FREUD - für mich der beste Film von Huston bisher.
Keine richtige Freud-Biografie, sondern Huston beleuchtet nur einen kleinen Abschnitt von dessen Leben (1885-1890) und legt das Hauptaugenmerk darauf, Einblick in die Arbeitsweise von Freud, die Hypnose, zu geben.
Vielleicht liegt es auch nur daran, dass ich das Thema der Hypnose für ein höchst faszinierendes halte, aber ich glaube, der Film hat es keineswegs verdient als zweitrangiges Nebenwerk abgetan zu werden.
Ich bin zwar fachlich nicht so kompetent, dass ich sagen könnte, inwieweit das Gezeigte den realistischen Möglichkeiten und möglichen Resultaten der Hypnose entspricht.
Aber es ist wirklich sehr ansprechend umgesetzt, sowohl inszenatorisch, als auch visuell.
Dass das mitunter auch Exkurse in surreale Gefilde beinhaltet, sollte bei der Thematik klar sein.
Fast könnte man sagen, Huston unternimmt mit dem Zuschauer einen kleinen Trip ins Unterbewusstsein.
Das tut er höchst unterhaltsam, kann dabei auf eine wunderbare Besetzung vertrauen und so sind die 134 Minuten keinesfalls zu lang.
Auch wenn er mit Clift so seine Schwierigkeiten gehabt haben soll und der Film dessen Karriere zerstört haben soll.
Er, wie auch alle anderen, geben ihr bestes, das ist, denke ich, unbestreitbar.
Gedreht hat Huston teilweise sogar in Wien, was für zusätzliche Authentizität sorgt.
Die Summe all dieser Aspekte, macht den Film, aus meiner Sicht, zu einer Perle im Gesamtwerk des Regisseurs.
9/10

Trailer:
www.youtube.com Video From : www.youtube.com


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