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 Betreff des Beitrags: YOKAI MONSTERS Trilogie - Y. Kuroda & K. Yasuda
BeitragVerfasst: 13.01.2011 19:25 
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YOKAI MONSTERS Trilogie

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YOKAI MONSTERS: SPOOK WARFARE („Yôkai daisensô", Japan 1968) R: Yoshiyuki Kuroda

Zwei arabische Grabräuber plündern eine vorsintflutliche Gruft, die Schätze aus dem alten Babylon birgt und befreien dabei versehentlich einen mächtigen Dämon namens Daimon aus seiner Gefangenschaft. Der fliegende Unhold macht sich mit seinem Zepter des Todes umgehend nach Japan auf (warum auch immer!), überfällt dort den Magistraten Saheiji, saugt sein Blut und nimmt dessen Identität an – was sein Modus Operandi auch bei künftigen Schandtaten ist. Der Hausherr führt sich daraufhin in seinem Palast auf, wie die Axt im Walde: Heiligenbilder werden zerstört, die Familie drangsaliert, der Schoßhund erschlagen. Als sein Stellvertreter dem bösen Treiben Einhalt gebieten will, wird auch er von Daimon assimiliert. Ein im Gartenteich hausender Kappa (ein japanischer Wassergeist mit Schnabel und Schildkrötenpanzer) wird durch das fortwährende Remmidemmi geweckt und schaut nach dem Rechten: Er merkt rasch, daß Unheil im Verzug ist. Was zur Jigoku treibt ein ausländischer Dämon in seiner Heimat? Als er sich dem blutsaugenden Ratzeputz entgegenstellt, erfährt der Kappa schnell und schmerzhaft, daß er allein keine Chance gegen die babylonischen Mächte des Bösen hat. Er trommelt die anderen Yokai der Gegend zusammen und gemeinsam ziehen sie gegen den Dämon in den Krieg…

YOKAI MONSTERS: 100 GHOSTS („Yôkai hyaku monogatari“, Japan 1968) R: Kimiyoshi Yasuda

Der reiche, korrupte Großgrundbesitzer und Weinhändler Tajimaya (Takashi Kanda) will expandieren und plant daher, einen altehrwürdigen Heiligenschrein samt benachbartem Wohnhaus abzureißen, um dort ein Bordell zu bauen. Als der alte Mönch, der sich um den Schrein kümmert, protestiert, wird er von dessen Männern erschlagen. Auch Pächter Jinbei kann wenig gegen den Gierlappen ausrichten, schließlich schuldet er Tajimaya noch 30 Ryo. Der Obrigkeit ist die Sache herzlich egal, schließlich werden in dem Schrein lediglich „alte, obskure Gottheiten“ verehrt – wir ahnen es: die titelgebenden Yokai Monster!
Um seinen Sieg über das Proletariat zu feiern, veranstaltet der Menschenschinder ein Fest für seine aristokratischen Spießgesellen, dessen Höhepunkt der Auftritt eines Geschichtenerzählers ist, der die berühmten „100 Geistergeschichten“ aus der heimischen Folklore vorträgt. Da er jedoch keinen Sinn für traditionellen Firlefanz hat, verzichtet der Kapitalist auf das notwendige anschließende Exorzismus-Ritual und verhöhnt den Aberglauben des Geschichtenerzählers, der vor drohendem Unbill warnt. Kein Wunder, daß dieser Frevel nun endgültig die rachdurstigen Yokai auf den Plan ruft…

YOKAI MONSTERS: ALONG WITH GHOSTS („Tôkaidô obake dôchû”, Japan 1969) R: Kimiyoshi Yasuda und Yoshiyuki Kuroda)

Auf einer als heilig geltenden Waldlichtung kommt es zum Konflikt zwischen zwei rivalisierenden Clans. Clanführer Higuruma und seine Männer ermorden zwei Abgesandte, die ein Dokument bei sich tragen, das beweisen soll, daß Higuruma ein übler Gauner ist. Der alte Hüter der Stätte, der mit seiner siebenjährigen Enkelin Miyo in einer einsamen Hütte auf der Lichtung lebt, warnt die Gangster vor Konsequenzen und wird zum Dank selber tödlich verletzt. Bevor er jedoch stirbt, schickt er die Kleine auf den beschwerlichen Weg zu ihrem totgeglaubten Vater, der in einem benachbarten Dorf unter neuer Identität leben soll. Miyo macht sich auf die gefahrvolle Reise, verfolgt von den Männern beider Clans, die noch immer hinter dem längst verlorenen Dokument herjagen und es bei dem Mädchen vermuten. Unterwegs macht sie die Bekanntschaft des ehrbaren Ronin Hyakutaro (Kojiro Hongo), der sie begleitet und schützt. Trotzdem gelingt es den Bösewichten, Hyakutaro auszutricksen und Miyo zu kidnappen. Da haben sie jedoch die Rechnung ohne die Yokai gemacht, die sie bereits seit dem Mord auf der heiligen Lichtung verfolgen…


„Yokai“ ist ein Begriff, der sich nur schwerlich ins Deutsche übersetzen lässt – man hat es hierbei mit einer Mischung aus Naturgeist, Monster und Fabelwesen zu tun, vergleichbar etwa mit den Trollen, Feen und Kobolden unserer heimischen Mythologie. Der Glaube an die Yokai entstammt dem Shintôismus, der dominierenden Religionsform in Japan, bevor der Buddhismus seinen Siegeszug antrat. Anhänger des Shintôismus verehren eine animistische Natur, in der jede Erscheinungsform beseelt ist. Bestandteil dieses Weltbildes ist auch der Glaube an eine Vielzahl von Naturgeistern und „Dämonen“, die jedoch nicht von Grund auf „böse“ sind, sondern streng den Gesetzen der Kausalität und dem Rad des Karma folgen. Kurzum: Wer sich respektvoll verhält, wird in Ruhe gelassen oder sogar belohnt; wer die heilige Ordnung stört, wird empfindlich gepiesackt. Oftmals treten die Yokai auch als streitbare Anwälte der Unterdrückten und Wehrlosen auf.
In der japanischen Kunst und Kultur sind diese volkstümlichen Monstren äußerst populär und stellen einen festen Bestandteil in zahllosen traditionellen Geschichten, Bildern und Versen dar. Was die Yokai aber vor allem von ihren westlichen Mythen & Märchen-Kollegen unterscheidet, ist ihr fantasievolles, bizarres bis absolut groteskes Erscheinungsbild. Neben den üblichen Mischwesen wie Kitsune (Fuchsgeister), Tengu (Vogelmenschen), Ôkami (Werwölfen), Bakeneko (Katzendämonen) und den bekannten Oni (Teufeln), gibt es die wildesten Physiognomien zu bestaunen: Yuki-Onna (Schneehexen), Zyklopen mit Wuschelfell, Futakuchi-Onna (Frauen mit Januskopf), Rokuro-Kubi (Geisterfrauen mit meterlangem Schlangenhals), zwergenhafte Blobs, Tsuchigumo (Köpfe mit Spinnenbeinen), fliegende Flammenschädel und die enorm absurden Karakasa (tanzende Regenschirme mit einem Glotzauge und Schlabberzunge!).

Filmfreunde, die an den verrückten Monsterkostümen aus Werken wie ULTRAMAN oder KAMEN RIDER ihre Freude haben und mit Wehmut an die Doppelprogramme im Jugendkino von FRANKENSTEINS KUNG FU-MONSTER und INVASION AUS DEM INNERN DER ERDE denken, werden angesichts der Yokai ins Jubeln geraten.
Die drei Filme der Reihe wurden relativ fix hintereinander abgedreht, für die Produktion zeichnet das Studio Daiei verantwortlich, das uns so wunderbare Kaiju Eiga wie die Riesenschildkröte GAMERA oder den Rachegeist DAIMAJIN bescherte. Vor allem letzterer ist ein echter Geheimtip des Riesenmonsterfilms, dessen gigantischer Hauptdarsteller, ein Steinriese, ebenfalls ein altgedienter Vertreter des traditionellen Shintô-Pantheons ist.

Der erste Beitrag der Reihe, SPOOK WARFARE, ist noch sehr kindgerecht gehalten und der Niedlichkeitsfaktor der Monster entsprechend hoch. Jedoch wird die mitunter etwas infantile Monster-Randale immer wieder mit ruppigen Momenten gewürzt, in denen reichlich grellrotes Filmblut fließt – die Japaner haben ja seit jeher ein entspannteres Verhältnis zum Thema „Jugendschutz“. Sehr schön und durchaus funktionierend gestaltet sich die Mischung aus Historiendrama, Chanbara-Eiga, Gothic-Grusel und Kaiju. Mir persönlich ging das Herz auf, bei all den liebevoll gebastelten und durchgeknallten Gummianzügen der Yokai. Beim Showdown geht unglaublich die Post ab, wenn sämtliche Yokai sich gegen den auf 100 Meter angewachsenen Babylon-Dämon verbünden und ihm ordentlich das Fell gerben. (Dieser Dämon ist sowieso eine wahre Pracht: Er sieht aus wie eine Mischung aus geflügeltem Godzilla und Zippy the Pinhead aus U-COMIX!) Wirkliche Horror-Stimmung kommt bei diesem extrem sympathischen Film natürlich nicht auf, obwohl Kameraführung, Beleuchtung und Ausstattung ihr Bestes gegeben haben – dafür sind die Monster einfach zu… knuffelig! Erwähnen möchte ich vor allem noch den knurrigen Fuchsgeist, dessen riesiger Kugelwanst als magische Kristallkugel fungiert – einfach herrlich!

Der Nachfolger, 100 GHOSTS (a.k.a. 100 MONSTERS) gibt sich da schon bedeutend ernsthafter und grimmiger, was nicht zuletzt durch die stark sozialkritische Komponente erzielt wird. Auch die Auftritte der Yokai gestalten sich deutlich gruseliger als noch im Vorgänger – die naive Kindlichkeit weicht hier zunehmend einer horrorfilmtauglichen Bedrohung. Etliche wirklich unheimliche Szenen werden kredenzt, und auch einige beschauliche Liter Kunstblut fließen. Für den zeitweise etwas nervigen Comic-Relief sorgt der geistig zurückgebliebene Sohn des gierigen Weinhändlers, der sich mit einem Regenschirm-Yokai anfreundet. Aber auch diese Szenen sind derart liebevoll ausgeführt, daß man den Filmemachern über die Auflockerung der ansonsten recht straffen Rachestory nicht gram sein kann.

Der dritte Film, ALONG WITH GHOST, ist mein persönlicher Favorit und meiner Ansicht nach der beste Beitrag der Reihe. Das gilt sowohl in formaler Hinsicht, als auch vom Grusel-Faktor – mit seiner durchgehend ernsten Grundstimmung und den wirklich gänsehauttauglichen Auftritten der Yokai geht TÔKAIDÔ OBAKE DÔCHÛ fast schon als waschechter J-Horror durch. Obwohl die Protagonistin des Films ein siebenjähriges Mädchen ist (wunderbar gespielt von der kleinen Masami Furukido), ist dies der mit Abstand am wenigsten kindertaugliche Vertreter seiner Zunft. Zwar gibt es auch hier eine bescheidene Portion Komik (in Form einer zwergenhaften Darstellerin und ihrem hochgewachsenen Sumo-Ringer Kumpel), aber der jahrmarkthafte Freak Show-Charakter dieser Szenen kommt durchaus sympathisch ums Eck und stört den Ablauf keineswegs. Auch die temporeiche Mixtur aus Waisenkind-Odyssee, (recht blutiger) Samurai-Action und Monster-Ménagerie funktioniert bestens. Die Yokai lassen hier zwar die farbenfrohen Persönlichkeiten des ersten und zweiten Teils vermissen und präsentieren sich zudem äußest wortkarg, der schaurigen Atmosphäre gereicht dies jedoch zum Vorteil.


Die Regisseure sind keine unbeschriebenen Blätter im japanischen Kino: Yoshiyuki Kuroda war für die Spezialeffekte der exzellenten DAIMAJIN-Trilogie zuständig und inszenierte u.a. den sechsten Teil der Ôkami-Reihe (OKAMI – BLUTIGER SCHNEE). Kimiyoshi Yasuda war ein fleißiger Handwerker, der bis 1977 vor allem im japanischen TV aktiv war – fürs Kino drehte er u.a. eine Adaption des Kasane Sumpf-Geister Themas (KAIDAN KASANE-GA-FUCHI, 1960), den ersten DAIMAJIN-Film (1966), mehrere Teile der sehr guten SLEEPY EYES OF DEATH-Reihe, sowie seinen wohl bekanntesten Film, ZATOICHI AND THE ONE-ARMED SWORDSMAN (1971).

Alle drei Filme sind handwerklich erstklassig gemacht, vor allem die Kamera bewegt sich – wie üblich in japanischen Filmen aus der Zeit – auf durchgehend hohem Niveau. Ein Augenschmaus ist auch die stimmungsvolle Ausleuchtung, die zeitweise einem Mario Bava zur Ehre gereichen würde, sowie die detailfreudige Ausstattung – vor allem die undurchdringlichen Märchenwälder haben es mir angetan. Die Musik ist der Wahnsinn und gemahnt mitunter an eine japanisch-psychedelische Variante von Italowestern-Scores.

Yokai werden übrigens in der shintôistischen Folklore stets mit ekstatischem Tanz und Musik in Verbindung gebracht, daher endet jeder der Filme mit einem ähnlichen Schlussbild: Die Yokai-Monster entschwinden in einer singenden und tanzenden Prozession aus der realen Welt und kehren, sich auflösend, in ihre Anderswelt zurück. Einfach schön.

Die drei Yokai-Filme sind als DVD-Set (Region 1) aus dem Hause ADV/Rubbersuit-Pictures für einen moderaten Preis erhältlich, schwächeln zwar etwas beim Ton, präsentieren sich aber mit scharfem Bild und satten Farben im anamorphen 2,35:1 Scope-Format. Als Bonus werden lediglich einige Trailer dargereicht, deren Auswahl aber großen Spaß bereitet (u.a. DAIMAJIN, GAMERA und FRANKENSTEIN UND DIE MONSTER AUS DEM ALL).

Fazit: Drei absolute Oberknuffel von Filmen! :mrgreen:


Lieblingszitat: „Buddha, you suck!“


www.youtube.com Video From : www.youtube.com



P.S.: Von SPOOK WARFARE existiert auch ein Remake, das 2005 von Vielfilmer Takashi Miike inszeniert wurde. Obwohl ich Miike als Regisseur sehr schätze, hat er bei THE GREAT YOKAI-WAR (dt.: KRIEG DER DÄMONEN) arg ins Klo gegriffen. Zwar hat der Film durchaus einige sehenswerte Momente, leidet aber unter seinem inflationären Einsatz computergenerierter Effekte und einem sehr zerfahrenen Skript. Der Charme der alten Filme geht ihm leider vollkommen ab.

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 Betreff des Beitrags: Re: YOKAI MONSTERS Trilogie - Y. Kuroda & K. Yasuda
BeitragVerfasst: 13.01.2011 19:33 
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:shock: Bildungslücke bei mir! Brauch ich unbedingt. Tolle Rezension, Diabolik!

Gruß, G.


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 Betreff des Beitrags: Re: YOKAI MONSTERS Trilogie - Y. Kuroda & K. Yasuda
BeitragVerfasst: 13.01.2011 19:43 
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Besten Dank für diese extrem informativen Ausführungen. Wieder mal einen ganzen Batzen Film-History gefrühstückt. 8-)

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 Betreff des Beitrags: Re: YOKAI MONSTERS Trilogie - Y. Kuroda & K. Yasuda
BeitragVerfasst: 13.01.2011 19:44 
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P.S.: Von SPOOK WARFARE existiert auch ein Remake, das 2005 von Vielfilmer Takashi Miike inszeniert wurde. Obwohl ich Miike als Regisseur sehr schätze, hat er bei THE GREAT YOKAI-WAR (dt.: KRIEG DER DÄMONEN) arg ins Klo gegriffen. Zwar hat der Film durchaus einige sehenswerte Momente, leidet aber unter seinem inflationären Einsatz computergenerierter Effekte und einem sehr zerfahrenen Skript. Der Charme der alten Filme geht ihm leider vollkommen ab.

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 Betreff des Beitrags: Re: YOKAI MONSTERS Trilogie - Y. Kuroda & K. Yasuda
BeitragVerfasst: 13.01.2011 20:22 
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 Betreff des Beitrags: Re: YOKAI MONSTERS Trilogie - Y. Kuroda & K. Yasuda
BeitragVerfasst: 15.01.2011 21:55 
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Erstmal vielen Dank für das Thema zu diesen hierzulande leider doch recht unbekannten Filmen!
Allerdings verwechselst du die Reihenfolge: Teil 1 ist 100 Monsters, Teil 2 Spook Warfare.

Ich habe vor einiger Zeit mal Teil 1 und 2 per Blindkauf erstanden. Wohingegen ich mit dem zweiten Teil überhaupt nicht warm wurde, weil er einfach eine Prise zu kindisch wirkt, weiß der erste schon manchmal sehr zu unterhalten. Z.B. gefiel mir die Kurzgeschichte mit der verfluchten, langhalsigen Frau sehr gut, wirklich atmosphärisch inszeniert! Leider überschreitet auch dieser Teil die Mittelmäßigkeit nur selten. Mehr oder weniger enttäuscht also, hatte ich bisher darauf verzichtet mir den dritten Teil auch noch zuzulegen. Dank deines positiv ausfallenden Reviews werde ich aber definitiv mal meine Augen in Zukunft aufhalten, scheint wohl doch ein gelungener Abschluss der Trilogie zu sein!

Das Yokai Monsters-Remake habe ich noch nicht gesehen, aber es scheint allerorts negative Kritik zu ernten... :|


Diabolik! hat geschrieben:
Die drei Filme der Reihe wurden relativ fix hintereinander abgedreht, für die Produktion zeichnet das Studio Daiei verantwortlich, das uns so wunderbare Kaiju Eiga wie die Riesenschildkröte GAMERA oder den Rachegeist DAIMAJIN bescherte. Vor allem letzterer ist ein echter Geheimtip des Riesenmonsterfilms, dessen gigantischer Hauptdarsteller, ein Steinriese, ebenfalls ein altgedienter Vertreter des traditionellen Shintô-Pantheons ist.


Lustigerweise wurde auch die komplette Daimajin-Trilogie innerhalb eines Jahres (1966) abgedreht und auch diese drei Filme ähneln sich sehr in ihrem Aufbau. Die Japaner waren wirklich sehr fleißig in den 60ern. Nichtsdestotrotz kann ich deine Einschätzung als "Geheimtip" 100% zustimmen und möchte die Filme hier nochmal ausdrücklich empfehlen! Die Trilogie ist einsame spitze und ebenfalls von ADV in guter Qualität erschienen.

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Ivo Scheloske hat geschrieben:
DVD am Aussterben, AM!!!!! ARSCH!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!


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 Betreff des Beitrags: Re: YOKAI MONSTERS Trilogie - Y. Kuroda & K. Yasuda
BeitragVerfasst: 15.01.2011 23:14 
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Plasmo hat geschrieben:
Allerdings verwechselst du die Reihenfolge: Teil 1 ist 100 Monsters, Teil 2 Spook Warfare.


Sehr ärgerlich, das bringt meine ganze Rezension durcheinander. Werde ich beizeiten abändern, danke für die Info!

Plasmo hat geschrieben:
Daimajin-Trilogie (...) Die Trilogie ist einsame spitze und ebenfalls von ADV in guter Qualität erschienen.


Ja, aber mittlerweile sehr selten geworden und schweineteuer. Bei amazon.co.uk für schlappe 100,-- €, bei ebay,com sogar für 179,-- $!
In Japan ist mittlerweile eine Bluray-Box erschienen, diesmal auch mit anamorphem Bild - aber leider nur in Japanisch ohne UT. Bleibt zu hoffen, daß die Filme demnächst auch in den USA als codefree BD veröffentlicht werden.

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