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 Betreff des Beitrags: THE HUNTER (HELL COMES TO FROGTOWN) - D. Jackson/R. J. Kizer
BeitragVerfasst: 23.06.2011 12:12 
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Hell Comes to Frogtown
(The Hunter / The Hunter - Ein erbarmungsloser Jäger)

USA 1988 - Directed by Donald G. Jackson & R.J. Kizer
Starring: Roddy Piper, William Smith, Sandahl Bergman, Cec Verrell, Rory Calhoun, Nicholas Worth...


Irgendwann in der Zukunft, nach einem verheerenden Atomkrieg, der die Menschheit stark dezimiert hat. Der Großteil der Überlebenden ist unfruchtbar... keine guten Voraussetzungen für den Fortbestand der menschlichen Rasse. Einer der wenigen zeugungsfähigen Männer ist Sam Hell, ein in den Tag hineinlebender Tunichtgut, gespielt von Wrestling-Legende 'Rowdy' Roddy Piper. Hell wird von der provisorischen Regierung angeheuert, seinen Beitrag zum Überleben der Menschheit zu leisten, was nichts anderes heißt als daß er möglichst viele Frauen schwängern soll. Da Hell nicht gerade kooperativ ist (anscheinend vögelt er lieber, wenn er will, und nicht wenn er muß!), verleiht man den Forderungen Nachdruck, indem man ihm eine Art Gürtel anlegt, der nicht nur hochexplosiv ist, sondern auch elektrische Ladungen direkt in sein Genital verteilt, sollte er sich als ungehorsam erweisen. Dummerweise sind auch fruchtbare Frauen rar gesät, und wie es das Drehbuch so will, haben die fiesen Mutanten-Frösche von Frogtown einige gebärfähige Weibchen gekidnappt. Der Plan ist einfach: mit Unterstützung der zugeknöpften MedTech-Wissenschaftlerin Spangle (Sandahl Bergman) und der kampferprobten Amazone Centinella (Cec Verrell) soll Sam Hell die Damen erst befreien und dann schwängern (oder im Notfall auch umgekehrt). Hell und Spangle wagen sich in die Höhle des Löwen... ähm, der Frösche.

Klingt bescheuert? Ist es auch! Der von Beginn weg als Kultfilm konzipierte Hell Comes to Frogtown beweist einmal mehr, daß man Kult weder planen sollte noch erzwingen kann. Zugegeben, der Streifen macht Laune und sorgt für knapp anderthalb Stunden gute Unterhaltung, aber sein durchaus vorhandenes Potential wird nicht annähernd ausgeschöpft. Hell Comes to Frogtown ist einfach viel zu harmlos, ein zahmes Endzeitabenteuerfilmchen ohne Pep, versüßt mit etwas Sex und viel augenzwinkerndem Humor. Schade ist nur, daß die Mischung einfach nicht richtig zünden will und daß dem Film lange vor Ende die Luft ausgeht. An den Darstellern liegt es nicht, die machen ihre Sache recht gut, vor allem Roddy Piper als liebenswerter Macho, der einige coole Sprüche á la "Eat lead, froggies!" zum Besten geben darf, weiß zu gefallen (und Sandahl Bergmans Dance of the Three Snakes ist einer der wenigen echten Höhepunkte). Verantwortlich für die Froschmasken war Steve Wang, der solide Arbeit leistete. Vor allem die Maske des Anführers der Froschwesen ist ihm und seinen Leuten gut gelungen. In einem Interview äußerte sich Co-Regisseur Jackson, daß es ein großer Fehler war, das ursprüngliche Budget von 150.000 Dollar für einen potentiellen Kinostart (der dann doch nicht zustande kam) auf 1,5 Millionen Dollar aufzustocken, wodurch ihm die Kontrolle über den Film nach und nach entglitt. Auf Video scheint Hell Comes to Frogtown dennoch ziemlich erfolgreich gewesen zu sein, so daß mit Return to Frogtown (1993), Toad Warrior (1996) und Max Hell Frog Warrior (2002) immerhin drei Sequels das Licht der Videotheken erblickten. Hell Comes to Frogtown ist amüsanter Quatsch mit milder Soße, leicht bekömmlich, durchaus goutierbar, aber nicht wirklich sättigend. Da wäre definitiv mehr drin gewesen.

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 Betreff des Beitrags: Re: THE HUNTER (HELL COMES TO FROGTOWN) - D. Jackson/R. J. K
BeitragVerfasst: 23.06.2011 15:24 
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Aus dem Filmtagebuch des Todes:


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Hell comes to Frogtown (USA 1987, Originaltitel: Hell comes to Frogtown)

Endzeitquark

Nach einem Atomkrieg liegt die Zivilisation in Trümmern. Die grössten Probleme der verbliebenen Menschlein sind mutierte Frösche, mit denen man nicht unbedingt friedlich zusammenlebt, noch schwerer wiegt jedoch die Zeugungsunfähigkeit der meisten Überlebenden. Schwerenöter Sam Hell (Roddy Piper) hat gerade ein ganz anderes Problem, denn der übelst gelaunte Gesetzeshüter Devlin (William Smith) hat ihn in der Mangel. In letzter Sekunde wird Sam von Vetretern der Regierung befreit, er soll sich als potenter Zuchtbulle um den Erhalt der Menschheit bemühen. Kaum ist der entsprechende Vertrag unterzeichnet, tritt bei Sam schlagartig die Ernüchterung ein. Er soll in Begleitung seiner Aufpasserin Spangle (Sandahl Bergman) in den Bereich der Froschwesen vordringen, eine Wagenladung entführter Damen aus den Griffeln der Saugnäpfe befreien. Lediglich eine kampfstarke Soldatine begleitet das gewagte Kommando. An Flucht ist nicht zu denken, denn Sam wurde ein Gürtel mit speziellen Funktionen angelegt...

"Hell comes to Frogtown" transportiert jede Menge Humor in das staubige Endzeitszenario, dass darunter die üblichen Genrestandards ein wenig leiden, kann man dem sympathischen Filmchen nicht wirklich ankreiden. Wenn unser Held Sam Hell und seine beiden Begleiterinnen endlich in Frogtown angekommen sind, punktet der Flick mit durchaus stimmungsvollen Kulissen. Grosses Lob verdient die Aufmachung der Frösche, die in der Tat ganz, ganz vortrefflich gelungen ist. Leider kommt dieser Part ein wenig zu kurz, ich hätte mir ein wenig mehr "Frosch-Action" gewünscht.

Der als Wrestler bekannt gewordene Roddy Piper ist eine gute Wahl für die Besetzung der Hauptrolle. Man nimmt ihm den Möchtegern-Macho ohne Probleme ab, er nimmt sich selbst ein wenig auf die Schippe. Piper mag nicht unbedingt ein versierter Charakterdarsteller sein, doch immerhin vertraute ihm John Carpenter die Hauptrolle in "Sie leben!" (They Live, 1988) an. Auch die übrige Besetzung sorgt für gute Laune. William Smith sollte jedem Fan gepflegter B-Ware ein Begriff sein, obwohl er trotz mehr als 200 Filmrollen nie den grossen Durchbruch schaffte. Mir ist er aus diversen Bikerstreifen in bester Erinnerung. So war z.B. die Sichtung von "The Losers" (1970), einer der entscheidenden Grundsteine die meinen späteren Filmgeschmack prägten (Dieses Ereignis hat sich 1981 zugetragen). Obwohl inzwischen locker 30 Jahre ins Land gezogen sind, erinnere mich noch gut daran, wie die VHS-Cassette damals im dicken Toploader von Blaupunkt verschwand. Doch ich komme vom Thema ab. Smith überzeugt als kantiger Fiesling, die Rolle kommt seiner kantigen Erscheinung entgegen. Mit Rory Calhoun bietet man uns ein weiteres bekanntes Gesicht an, unter dem klangvollen Namen "Looney Tunes" legt er einen herrlich grotesken Auftritt hin. Blondchen Sandahl Bergman kennt man aus "Conan, der Barbar" (1982), mit dem Arnold Schwarzenegger zum Star wurde. Das Ensemble wird durch -mehr oder weniger- attaktive Damen abgerundet, leider gibt sich der Film eine Spur zu züchtig, ein wenig mehr nackte Tatsachen wären wünschenswert.

Mit Endzeitfilmen kann man mich stets ködern, besonders die Vetreter aus Italien haben es mir angetan. Dieser Beitrag aus den USA muss sich zwar deutlich hinter meinen Lieblingen aus dem Stiefelland einordnen, für angenehme Unterhaltung wird aber während der gesamten Spieldauer von rund 86 Minuten gesorgt. Vielleicht ist "Hell comes to Frogtown" insgesamt eine Spur zu handzahm unterwegs, man hat den Schwerpunkt auf locker-lustige Unterhaltung gelegt, für Möpse und Mettgut blieb leider kein Platz. Schade, denn mit ein wenig mehr Mut und Wildheit im Gepäck, hätte der Streifen das Potential zum echten Knüller. Mir liegt das unten abgebildete Set vor:

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Unter dem klangvollen Titel "The B-Movie Colletion", haben sich insgesamt zwölft Filme in dieser Box versammelt:

• Return of the Killer Tomatoes
• Elvira: Mistress of the Dark
• Return to Horror High
• The Creature
• The Stuff
• Crocodile
• Hell comes to Frogtown
• Rats
• Slugs
• Octopus
• Spiders
• Night of the Living Dead


Das Set von Boulevard Entertainment enthält Scheiben von Anchor Bay, die nach dem ersten Eindruck mit guter Bildqualität punkten ("Hell comes to Frogtown" gibt in dieser Hinsicht keinen Anlass zu Kritik). Allerdings bietet "Frogtown" lediglich einen Trailer als Bonus, aber immerhin einen Audiokommentar. Der Ton liegt in englischer Spracher vor, Untertitel gibt es nicht. Mit einer halbwegs aktuellen Ausstattung sollte kein Anwender Schwierigkeiten bekommen, zur Sicherheit sei aber darauf hingewiesen, dass die DVDs die Filme in NTSC enthalten. Für Freunde knuffiger B-Movies ist die Box eine klare Empfehlung, die DVDs sind in zwölf Amarays untergebracht, die allesamt ein einer stabilen Kartonbox stecken. Alternativ ist ein platzsparendes Digistak zu haben, ferner sind die Scheiben auch einzeln zu bekommen. Momentan wird die Box z.b. bei Amazon.co.uk für schlappe £10.99(!!!) gehandelt, ein mehr als fairer Preis!

Angenehm und sympathisch. 6/10

Lieblingszitat:

"Looks like your deal just got cancelled"

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Blap V 3.0 regaining paradise

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Vom Ursprung her verdorben


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