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 Betreff des Beitrags: BITTER MOON - Roman Polanski
BeitragVerfasst: 15.03.2017 16:47 
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Produktionsland/Jahr: Großbritannien, Frankreich 1992
Darsteller: Hugh Grant, Kristin Scott Thomas, Emmanuelle Seigner, Peter Coyote, Victor Banerjee, Sophie Patel, Stockard Channing
Drehbuch: Roman Polanski, Gérard Brach, John Brownjohn, Jeff Gross
Produziert von: Roman Polanski, Alain Sarde, Timothy Burrill
Musik: Vangelis

Das britische Paar Nigel und Fiona Dobson (Hugh Grant, Kristin Scott-Thomas) reist per Schiff nach Istanbul, um von dort aus nach Indien aufzubrechen. An Bord lernt Nigel eine mysteriöse schöne Frau kennen: die Französin Mimi (Emmanuelle Seigner). Bald darauf stellt sich ihnen auch deren Mann vor: der im Rollstuhl sitzende Oscar (Peter Coyote). Oscar beginnt, Nigel seine Geschichte zu erzählen, eine Geschichte von einer zufälligen Bekanntschaft, die in einer obsessiven Beziehung endete, sexuell herausfordernd und gefährlich. Ob Nigel will oder nicht, immer wieder sucht Oscar ihn auf und breitet die Geschichte Stück für Stück vor ihm aus...
(Ofdb)

Der nächste Polanski und wieder ein Fehlgriff.
Die Grundidee, die Geschichte Stück für Stück in Rückblenden zu erzählen, wäre eigentlich interessant, aber auf über 2 Stunden wirkt das sehr langgezogen.
Spannung mag nicht recht aufkommen und als Erotikthriller ist er auch nichts Besonderes.
Dafür hat Emmanuelle Seigner zwar prinzipiell ein hübsches Gesicht, aber das allein macht aus BITTER MOON noch keinen guten Film.
Auch ein paar vereinzelte schöne Szenen vermögen nicht viel zu retten.
Der Großteil geht nur von "halbwegs brauchbar" über "unfreiwillig komisch" bis hin zu "peinlich schlecht".
Gleiches gilt auch für die schauspielerischen Leistungen, im Speziellen von Emmanuelle Seigner.
Wenn ich an die (leider ab einem gewissen Zeitpunkt häufigen) "Ich liebe dich bla bla"-Szenen denke... - das ist einfach nur grausam.
Nicht nur eine auditive Vergewaltigung, sondern obendrein auch noch schlecht gespielt.
Nein, ich konnte in dem Film wahrlich nicht viel finden, was mir irgendwie gefallen hätte, aber wenigstens geht der Film mit einer hervorragenden Pointe zu Ende.
Ich meine damit aber nicht nur das eigentliche Ende, sondern schon alles ab der Überraschung für Nigel ( ;) ) bei der Silvesterfeier.
Diese letzten Minuten sind wirklich noch ein (von mir so nicht mehr erwartetes) Highlight und zumindest eine kleine Entschädigung für die überwiegend nicht besonders spaßigen vergangenen 2 Stunden.
Mit allem Positiven zusammengenommen kommt BITTER MOON bei mir gerade noch auf durchschnittliche 5/10.

Trailer:
www.youtube.com Video From : www.youtube.com


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 Betreff des Beitrags: Re: BITTER MOON - Roman Polanski
BeitragVerfasst: 16.03.2017 10:40 
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Um das Drama in seiner ganzen bittersüßen Tiefe zu erfassen, muss man zunächst geliebt und begehrt haben.


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 Betreff des Beitrags: Re: BITTER MOON - Roman Polanski
BeitragVerfasst: 16.03.2017 15:55 
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Bizarro hat geschrieben:
Um das Drama in seiner ganzen bittersüßen Tiefe zu erfassen, muss man zunächst geliebt und begehrt haben.

Bittersüße Tiefe?
Wo ist denn bitte die bittersüße Tiefe, bei dem ganzen "Ich liebe dich, verlass mich nicht" Scheiß? :roll:
Soweit ich mich erinnere, sagt Mimi doch, sie würde über Selbstmord nachdenken und ganz ehrlich: Bei dem Ich-liebe-dich-Gequatsche habe ich mir nicht nur einmal gedacht: Erschieß dich, häng dich auf, wirf dich vor einen Zug, mach sonst irgendwas, aber: Bitte, halt endlich die Schnauze!

Mag sein, dass ich das vielleicht in ein paar Jahren anders sehe, aber vorgestern bei der Erstsichtung waren diese Szenen einfach nur eine Qual.


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 Betreff des Beitrags: Re: BITTER MOON - Roman Polanski
BeitragVerfasst: 17.03.2017 00:26 
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Bizarro hat geschrieben:
Um das Drama in seiner ganzen bittersüßen Tiefe zu erfassen, muss man zunächst geliebt und begehrt haben.


So ist es.
Für mich einer der besten und schönsten Polanskis. 9/10

_________________
To please the majority is the requirement of the Planet Cinema. As far as I'm concerned, I don't make a concession to viewers, these victims of life, who think that a film is made only for their enjoyment, and who know nothing about their own existence.


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