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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Betreff des Beitrags: BRONSON - Nicolas Winding Refn
BeitragVerfasst: 30.07.2013 09:59 
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Die Lebensgeschichte vom teuersten Strafgefangenen Großbritanniens Charles Bronson sollte jeder schon mal irgendwie gehört haben. Die Chronologie der Ereignisse liest sich schon sehr abgedreht. Doch was Winding Refn und vor allem Tom Hardy als Hauptdarsteller daraus gemacht haben ist ganz großes Kino, Kunst will man sagen. Man weiß teilweise nicht ob man weinen oder lachen soll, tragisch komisch eben.

Sollte man gesehen haben.

9/10

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 Betreff des Beitrags: Re: BRONSON - Nicolas Winding Refn
BeitragVerfasst: 30.07.2013 10:40 
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Ein ziemlich guter Film. Hardy brilliert hier wirklich absolut. Der echte Bronson gibt auch einen Kommentar über die schauspielerische Leistung Hardys im Bonusmaterial ab und ist sehr zufrieden. Neben Hardy ist aber auch hier wieder die Kameraarbeit extrem toll und der Soundtrack mit viel 80er Mucke (Pet Shop Boys!) ist wieder einmal klasse.

Die Szene zum Ende hin, wo Bronson sich schwarz "einfärbt" um zu Kämpfen ist wundervoll. Hier merkte man schon, dass Refn eine große Kariere im Independent-Film bevorstehen würde.


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 Betreff des Beitrags: Re: BRONSON - Nicolas Winding Refn
BeitragVerfasst: 30.07.2013 16:09 
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Der hat mir damals überhaupt nicht gemundet, hat mich irgendwie kalt gelassen.

Müsste ich ev. nochmal antesten.

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 Betreff des Beitrags: Re: BRONSON - Nicolas Winding Refn
BeitragVerfasst: 18.07.2015 18:26 
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Da ich vorher noch nichts von Michael Peterson gehört habe, dachte ich zuallererst, es handelt sich hier um die Geschichte des Schauspielers Charles Bronson. Naja, zumindest ist der Name ihm entliehen :D
Da ich schon ONLY GOD FORGIVES und DRIVE mochte und mir ein paar Clips angesehen habe, musste ich auch diesen Film sehen. Er hat mir gut gefallen, hab ein paarmal gelacht, war irgendwie alles sehr absurd. Aber nicht in schlechter Form. Refn's Stil gefällt mir gut, an WALHALLA RISING hab ich mich noch nicht rangetraut, so Wikingerfilme sind eigentlich nicht so meins. Eigentlich ziemlich vernünftig, sich nackt auszuziehen und einzufetten, so kann man nirgends gepackt werden, höchstens am Schniepel oder am Schnurrbart. Apropos, die engl. Wiki gibt an dass das der Original-Schnurrbart von Bronson ist, den er sich abrasierte, da die Besuche von Hardy ihn so beeindruckten. Refn durfte ihn leider nicht im Knast besuchen, da er kein Brite ist.

Fazit: Toller Film mit einem sehr gut agierenden Tom Hardy!


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 Betreff des Beitrags: Re: BRONSON - Nicolas Winding Refn
BeitragVerfasst: 19.07.2015 08:48 
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Logan5514 hat geschrieben:
... dass Refn eine große Kariere im Independent-Film bevorstehen würde.


Du meinst im "Nischen-Mainstream". Die "Independent-Karriere" hatte er zu diesem Zeitpunkt bereits hinter sich, daraus gingen großartige Werke wie die drei "Pusher" Filme und "Bleeder" hervor.

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 Betreff des Beitrags: Re: BRONSON - Nicolas Winding Refn
BeitragVerfasst: 19.07.2015 12:55 
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Ein irgendwie großartiger Film der es gleichzeitig auch geschafft hat mich nicht wirklich anzusprechen, und das ist eine seltene Kombination, schon weil da ein Widerspruch drin liegt. Aber ich kann mir einzelne Szenen in beliebiger Reihenfolge jederzeit mit Genuß anschauen. 8/10

Tom Hardy in der Rolle seines Lebens?


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 Betreff des Beitrags: Re: BRONSON - Nicolas Winding Refn
BeitragVerfasst: 30.01.2018 23:20 
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Jodorowsky hat über BRONSON gesagt, es wäre der Film, der ihn aus seiner "cinematografischen Depression" geholt habe.
Der Film kommt in mehreren Szenen in ihrer jeweiligen Gesamtkomposition jener "Poesie", die wir von Jodorowsky kennen, schon sehr nahe.
Teilweise sehr abstrakte, fast pittoreske, auch farblich sehr ansprechende Bildkompositionen, die vom Stil eines Jodorowsky tatsächlich nicht weit entfernt sind.
Die Geschichte selbst ist da gar nicht mehr so wichtig, das audiovisuelle Kunstwerk überragt alles.
Gezielter Einsatz von Zeitlupen, stellenweise musikalisch perfekt abgestimmte Bilder.
Stellvertretend sei an dieser Stelle das Finale genannt, wo er den Kunstlehrer als Geisel nimmt und für den Showdown Musik verlangt.
Das ist so eine Szene, da denke ich mir, es geht nicht mehr besser.
Auf das ziemlich verrückte "zurechtmachen" des gefesselten Lehrers folgt ein genau aufeinander abgestimmtes, perfektes Zusammenspiel von Bildern und Musik.
Für mich ein Beispiel für eine Szene, zu der ich bedenkenlos sagen kann: "Das ist im wahrsten Sinne des Wortes ganz großes Kino".
Ein wahrhaft meisterhaftes Ende für einen sowieso schon großartigen Film.
Natürlich könnte man, will man sich als Erbsenzähler betätigen, dem Ganzen (zumindest phasenweise) Monotonie vorwerfen, aber auch wenn es so ist, fällt es letztendlich kaum ins Gewicht, mindert den Unterhaltungswert oder Spaßfaktor höchstens minimal.
Man sollte sich da wirklich auf die auditive und visuelle Ebene konzentrieren und nicht zuviel über die Story nachdenken, dann kann man das (sofern man sich auf diesen speziellen Stil einlassen kann) genießen.
Refn hat da wirklich gute Arbeit geleistet.
8,5/10


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 Betreff des Beitrags: Re: BRONSON - Nicolas Winding Refn
BeitragVerfasst: 31.01.2018 01:07 
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Interessant. Das ist so ziemlich der einzige Film von Refn mit dem ich nicht warm wurde.

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 Betreff des Beitrags: Re: BRONSON - Nicolas Winding Refn
BeitragVerfasst: 31.01.2018 14:11 
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Absolutes Highlight in Refns beeindruckender Filmografie. Ich denke da vor allem an Szenen wie der Tanz im "Aufenthaltsraum" zu "It's a Sin" von Pet Shop Boys.
Und Tom Hardy darf sich mal so richtig austoben - einfach herrlich :)


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