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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Post subject: DER GLÖCKNER VON NOTRE DAME - Jean Delannoy
PostPosted: 21.11.2016 00:54 
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Originaltitel: Notre Dame de Paris
Produktionsland/Jahr: Frankreich, Italien 1956
Darsteller: Gina Lollobrigida, Anthony Quinn, Jean Danet, Alain Cuny, Robert Hirsch, Danielle Dumont, Philippe Clay, Maurice Sarfati, Jean Tissier, Marianne Oswald
Drehbuch: Jean Aurenche & Jacques Prévert
Produziert von: Raymond Hakim & Robert Hakim
Musik: Georges Auric & Angelo Francesco Lavagnino

Paris im 15.Jahrhundert: Der Dichter Gringoire verirrt sich des Nachts ins Königreich der Bettler und soll dort gehängt werden, doch die Zigeunerin Esmeralda (Gina Lollobrigida) rettet ihn, indem sie ihn heiratet. Doch ihr Herz gehört dem Hauptmann Phoebus. Das ist ein Dorn im Auge des Justizminister Frollo, der die verführerische Zigeunerin einerseits kirchlich verdammen muss, andererseits in sie verliebt ist, was sich nicht mit seiner keuschen Lebenseinstellung vereinbaren lässt. Frollo untersteht dem Glöckner der Kathedrale, Quasimodo (Anthony Quinn), eine entstellte und fast taube Waise, die im Turm haust. Quasimodo liebt Esmeralda ebenfalls, da sie ihm bei einer Auspeitschung als einzige Menschlichkeit bewiesen hat. Als der eifersüchtige und halb wahnsinnige Frollo beinahe Phoebus erdolcht und den versuchten Mord Esmeralda in die Schuhe schiebt, rettet sie der Glöckner vor dem Galgen und sucht mit ihr Asyl in der Kathedrale. Daraufhin rüsten die Königstruppen und die Bettler zum Sturm auf die Kathedrale von Notre Dame...
(Ofdb)

Das ist die dritte Verfilmung des gleichnamigen Romans von Victor Hugo.
Jean Delannoy inszeniert die Geschichte stellenweise augenzwinkernd, ohne jedoch jemals ins Komische abzudriften.
Eine Komödie ist es also keinesfalls, aber die Tanzeinlagen, die Bettler, deren betteln offenbar nicht immer ganz ernst gemeint ist, die sich immer ein Lächeln auf den Lippen behalten; außerdem der allgemein recht farbenfrohe Look des Films,...
All das lenkt auf wohltuende Weise immer wieder ein bisschen von der Tragik der Geschichte ab, so ist nicht der ganze Film einfach nur einziges Drama.
Dennoch vergisst Delannoy nie, was die Geschichte im Grunde ist, vergisst das Liebesdrama darin nie.
So ist der Film quasi wie ein Pendel - einmal mehr Leichtigkeit, dann wieder mehr Tragik und dabei immer in einem gewissen Rhythmus bleibend.
Und kein Richtungswechsel kommt zu plötzlich, wird immer irgendwie "angekündigt", wenn man so will.
Das ist, wie ich finde, schon sehr nett gemacht von Delannoy, also von daher (Inszenierung, Erzählweise, Rhythmus usw.) macht er alles richtig, meines Erachtens.
Noch dazu hat der Film mit Gina Lollobrigida und Anthony Quinn zwei hervorragend besetzte Hauptrollen.
Wobei ich dazusagen möchte, dass ich nicht beide als schauspielerisch perfekte Besetzung sehe.
Gina Lollobrigida punktet hier eher optisch, als durch schauspielerische Qualitäten, aber Anthony Quinn brilliert als Quasimodo.
Im Zusammenspiel ergänzen sie sich allerdings wunderbar und so denke ich hat man auch hier die richtige Wahl getroffen.
Mir hat der Film jedenfalls gefallen - Empfehlung Mesdames et Messieurs!
8/10

Trailer:
www.youtube.com Video from : www.youtube.com


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