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 Betreff des Beitrags: ZIEMLICH BESTE FREUNDE - Olivier Nakache/Eric Toledano
BeitragVerfasst: 16.10.2013 12:06 
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Ziemlich beste Freunde (OT: Intouchables; Frankreich; 2011; Olivier Nakache/Eric Toledano)

Eine Inhaltsangabe spare ich mir hier mal. Wer von dem Film schon irgendwas gehört hat oder ihn auch gesehen hat, weiß eh, worum es geht.

Nun hab ich mir diesen Film, der ja wirklich unendlich gehypt und immer wieder positiv erwähnt wurde, auch mal angesehen. Skeptisch muss man da ja eigentlich eh schon sein. Und meine schlimmsten Befürchtungen haben sich eigentlich so ziemlich bewahrheitet. Ich war am Ende schon fast etwas wütend, zumindest aber regelrecht ratlos. Was bitte ist an dem Streifen so toll, so besonders? Der Verlauf der Geschichte wirkt furchtbar bemüht und gekünstelt. Sympathien für die Charaktere kamen somit auch kaum auf. Der Humor ist derb und plump. Wirklich gelacht habe ich, glaube ich, kein einziges Mal. Nichts hat mich wirklich berührt, alles hat mich beinah völlig kaltgelassen (und ich habe jetzt per se nicht unbedingt was gegen Filme, die auch mal ein bisschen auf die Tränendrüse drücken). Hier funktioniert es einfach nicht. Es mag sein, dass es sicher Filme gibt, die ich noch ärgerlicher fand, oder die noch langweiliger oder schwerer durchzustehen waren, aber diese Holzhammer-Einfühlsamkeit und erzwungene Herzlichkeit ist echt hart an der Grenze. Vielleicht ist der Stoff an sich auch gar nicht so schlecht, und nur der Regisseur hat's vermasselt? Gerade in den Szenen, die humorvoll und locker rüberkommen sollen, bekommt man jedenfalls das Gefühl, dass ihm da jegliche Feinfühligkeit abhanden kommt.

Weiterhin: Ich weiß nicht, wie weit ich mich da aus dem Fenster lehnen möchte oder wie sehr man dem Film einen Vorwurf machen kann... Aber ich hatte auch das Gefühl, dass hier teilweise wieder nur recht arge Schwarzweiß-Malerei (gewissermaßen im wahrsten Sinne des Wortes) betrieben wird und die üblichen Klischees bedient werden: Der schwarze Draufgänger als Pfleger, der sich natürlich gleich mal an die attraktive Sekretärin ranschmeißt, usw. Im Kontrast dazu, der wohlhabende Behinderte, der zurückgezogen auf seinem Anwesen lebt und sich dort in Gemälde, klassische Musik usw. vertieft. Was man sich auch fragen muss: der Film soll ja auf einer wahren Begebenheit beruhen und wird ja gerade deswegen immer besonders verteidigt (was natürlich Quatsch ist, denn warum soll man das filmische Produkut nicht trotzdem kritisieren dürfen?), andererseits hat man sich ja aber wohl doch Freiheiten erlaubt - warum z.B. ein Schwarzer in der Rolle des Pflegers (wenn das in dem realen Fall gar nicht so wahr)? Klar könnte jemand darauf jetzt antworten: "Hey, Hautfarbe spielt doch keine Rolle, warum reitest du darauf rum?" Und idealerweise würde ich auch sagen: ja, es sollte tatsächlich egal sein, ob da nun ein schwarzer Pfleger und ein weißer Patient sind, oder umgekehrt, oder beide weiß, oder beide schwarz, oder was auch immer. In einer idealen Welt sollte das keine Rolle spielen, oder höchstens eine sehr untergeordnete. Ich glaube aber, so weit ist die Welt leider schlichtweg (noch?) nicht. Alles andere zu behaupten halte ich leider für naiv. Oder will jemand wirklich sagen: "Hautfarbe spielt heutzutage keine Rolle mehr, Rassismus gibt es nicht mehr"?
Also muss man doch davon ausgehen, dass so eine Besetzung in einem Film eine bewusste Entscheidung ist und irgendwie auch ein besonderes Signal oder Zeichen sein soll. Nur finde ich, dass auch das, wenn man es mal als positive Intention auslegen will, aufgrund der klischeehaft-plumpen Zeichnung nicht sonderlich gelungen ist (was aber evtl. auch daran liegen kann, dass ich die Story generell als unsympathisch und dürftig ausgearbeitet empfand). Eins steht jedenfalls mal fest: Falls es tatsächlich Leute gibt, die erst so einen rührselig-berechnenden Film brauchen, um zu der Erkenntnis zu gelangen, dass ein Schwarzer, der schwierigen Lebensumständen entstammt, sich auch liebevoll um einen anderen Menschen kümmern kann, dann wäre das eigentlich echt traurig und bedenklich.

Was dieses Zusammenprallen der Kulturen betrifft (der Patient mit seiner klassischen Musik, der Pfleger mit Earth, Wind & Fire und Kool and the Gang, usw.), hatte ich mir ja erhofft, dass wenigstens auf dieser Ebene noch etwas Potential da ist. Aber auch nix... Es gibt da ja sogar eine Szene, in der jeder dem anderen mal mit seiner Musik vertraut macht - auch das wieder total plump gelöst: der Schwarze versteht nicht viel von Streicherkonzerten von Vivaldi und Ähnlichem (und kann sich auch nur bedingt dafür begeistern) und macht in der Oper einen Aufstand; ähnlich sieht's aus als dem Weißen Earth, Wind & Fire und CO. vorgesetzt wird. Hätten die Macher etwas Grips und Kulturverständis, dann hätten sie gezeigt, dass diese beiden Welten gar nicht so weit auseinanderliegen: klassische Musik muss doch nicht zwangsläufig nur "langweilig und vornehm" sein; und Orchester und Streicher kamen bei Earth, Wind & Fire auch oft zum Einsatz. Alles gar nicht so getrennt und weit auseinander liegend, wie es oft dargestellt wird; aber solche Erkenntnisse sind wahrscheinlich zuviel verlangt (und das bei einem Film, der es doch offensichtlich so auf Toleranz und Überwindung von Gegensätzen abgesehen hat...). Ist vielleicht nur ein Detail, aber es gibt in dem Film einige solcher Details, bei denen einfach viel Potential verschenkt wurde und die Situationen sehr ungelenk gelöst wurden. Ansonsten ist so ein schmissiger 70s-Song im Vorspann natürlich nicht das Schlechteste, aber da frage ich mich auch, wieso bei solchen Gelegenheiten meistens nur die bekanntesten der bekanntesten Gassenhauer durchgenudelt werden. Warum nicht auf diese Weise den Leuten mal ein paar der unbekannteren Perlen unterjubelen (die mindestens genauso gut sind)?

Als Fazit bleibt also hauptsächlich Ratlosigkeit: Wie konnte der Film zu einem derartigen Publikumsliebling werden? Ich begreife es einfach nicht! Und ich will jetzt nicht zu überdramatisch klingen: aber irgendwie muss man sich da auch fragen, was dieser Erfolg über die heutige Gesellschaft aussagt?

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 Betreff des Beitrags: Re: ZIEMLICH BESTE FREUNDE - Olivier Nakache/Eric Toledano
BeitragVerfasst: 16.10.2013 12:21 
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Chet hat geschrieben:
Wie konnte der Film zu einem derartigen Publikumsliebling werden?

Da bin ich genauso überfragt.

Chet hat geschrieben:
Ich begreife es einfach nicht!


Ich auch nicht. Ich dachte ich hab nen anderen Film gesehen wie den, den die Leute mir empfohlen hatten der so lustig sein soll. Ich hab nicht einmal gelacht.

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 Betreff des Beitrags: Re: ZIEMLICH BESTE FREUNDE - Olivier Nakache/Eric Toledano
BeitragVerfasst: 16.10.2013 12:44 
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Ich fand den saulustig. Keine Ahnung wie man den NICHT lustig finden kann ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: ZIEMLICH BESTE FREUNDE - Olivier Nakache/Eric Toledano
BeitragVerfasst: 16.10.2013 12:52 
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 Betreff des Beitrags: Re: ZIEMLICH BESTE FREUNDE - Olivier Nakache/Eric Toledano
BeitragVerfasst: 16.10.2013 17:46 
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Ich hab mich bis jetzt nicht rangetraut und zwar genau aus den Gründen, die du lieber Chet, in deinem Review dargelegt hast.
Auch dieser überkonzentrierte Culture Clash: Schwarzer/Weisser, Nicht-Behinderter/Behinderter, Ghetto/Hochkultur - way too much!

Nee, das ist so ein Film, wo ich sagen muss: Ich trau mich nicht!

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 Betreff des Beitrags: Re: ZIEMLICH BESTE FREUNDE - Olivier Nakache/Eric Toledano
BeitragVerfasst: 16.10.2013 18:29 
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TRAXX hat geschrieben:
Ich hab mich bis jetzt nicht rangetraut und zwar genau aus den Gründen, die du lieber Chet, in deinem Review dargelegt hast.
Auch dieser überkonzentrierte Culture Clash: Schwarzer/Weisser, Nicht-Behinderter/Behinderter, Ghetto/Hochkultur - way too much!

Nee, das ist so ein Film, wo ich sagen muss: Ich trau mich nicht!


So sehe ich das auch. Konnte mich bisher auch nicht zur mutigen Ansicht durchringen.

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 Betreff des Beitrags: Re: ZIEMLICH BESTE FREUNDE - Olivier Nakache/Eric Toledano
BeitragVerfasst: 16.10.2013 19:30 
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Mit Mut hat das nicht viel zu tun finde ich, ich wollte einfach einen lustigen Film sehen und hab keinen bekommen. Und wenn man mir eine Komödie andreht wo ich nicht lachen muss, dann finde ich das nicht lustig.

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 Betreff des Beitrags: Re: ZIEMLICH BESTE FREUNDE - Olivier Nakache/Eric Toledano
BeitragVerfasst: 16.10.2013 21:50 
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Chet hat geschrieben:

Nun hab ich mir diesen Film, der ja wirklich unendlich gehypt und immer wieder positiv erwähnt wurde, auch mal angesehen. Skeptisch muss man da ja eigentlich eh schon sein.


Chet hat geschrieben:
A Ansonsten ist so ein schmissiger 70s-Song im Vorspann natürlich nicht das Schlechteste, aber da frage ich mich auch, wieso bei solchen Gelegenheiten meistens nur die bekanntesten der bekanntesten Gassenhauer durchgenudelt werden. Warum nicht auf diese Weise den Leuten mal ein paar der unbekannteren Perlen unterjubelen (die mindestens genauso gut sind)?


Chet hat geschrieben:
Als Fazit bleibt also hauptsächlich Ratlosigkeit: Wie konnte der Film zu einem derartigen Publikumsliebling werden? Ich begreife es einfach nicht! Und ich will jetzt nicht zu überdramatisch klingen: aber irgendwie muss man sich da auch fragen, was dieser Erfolg über die heutige Gesellschaft aussagt?



Klingt für mich nach: Was einer breiten Masse gefällt, DARF mir nicht gefallen. Es muss auf Teufel komm raus kritisiert werden, sei es auch nur, dass die Songs zu bekannt sind.

Ich halte den Film gewiss nicht für ein Meisterwerk, hat mir aber im Kino durchaus gefallen.


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 Betreff des Beitrags: Re: ZIEMLICH BESTE FREUNDE - Olivier Nakache/Eric Toledano
BeitragVerfasst: 16.10.2013 22:18 
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Kino, das die Knöpfe drückt. Und dabei das Blaue vom Himmel herunterlügt. Berechnend, schematisch, mechanisch, bieder, humorlos, schleimig, stereotyp, zynisch. Zum Kotzen. Dieser Film wäre auch dann noch hassenswert, wenn er ein totaler kommerzieller Reinfall gewesen wäre. Mein Tiefpunkt des Kinojahres 2012.

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- Tim Lucas (im Zusammenhang mit diesem Artikel)

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 Betreff des Beitrags: Re: ZIEMLICH BESTE FREUNDE - Olivier Nakache/Eric Toledano
BeitragVerfasst: 17.10.2013 09:22 
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McKenzie hat geschrieben:
Dieser Film wäre auch dann noch hassenswert, wenn er ein totaler kommerzieller Reinfall gewesen wäre.


:lol:

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 Betreff des Beitrags: Re: ZIEMLICH BESTE FREUNDE - Olivier Nakache/Eric Toledano
BeitragVerfasst: 17.10.2013 16:08 
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ugo-piazza hat geschrieben:

Klingt für mich nach: Was einer breiten Masse gefällt, DARF mir nicht gefallen. Es muss auf Teufel komm raus kritisiert werden, sei es auch nur, dass die Songs zu bekannt sind.

Ich halte den Film gewiss nicht für ein Meisterwerk, hat mir aber im Kino durchaus gefallen.

Die Songs mag ich aber trotzdem, auch wenn sie natürlich auch Mainstream sind. Nur weil etwas einen bestimmten Nerv trifft und von vielen Leuten gemocht wird, muss es ja nicht zwangsläufig schlecht sein. Was für einen Nerv ZIEMLICH BESTE FREUNDE trifft und warum er von so vielen Leuten gemocht wird, konnte ich nach der Sichtung jedoch in keinster Weise nachvollziehen.

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 Betreff des Beitrags: Re: ZIEMLICH BESTE FREUNDE - Olivier Nakache/Eric Toledano
BeitragVerfasst: 15.11.2015 18:03 
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Mir hat der Film gut gefallen, ohne jetzt sagen zu können/zu müssen, dass es ein Über-Drüber-Film wäre.
Ich fand die Gegensätze, die hier bearbeitet werden, das Aufeinandertreffen zweier verschiedener Kulturen (Ghetto/Hochkultur), eigentlich sehr ansprechend umgesetzt.
Finde es schön, dass es auch Filme gibt, die an ein an sich ernstes Thema, wie dieses, mit viel Humor herangehen.
Das passt schon, den Humor fand ich gar nicht so platt, wie desöfteren behauptet wird.
Es gibt schon auch etwas zum Lachen, dazu eben eine Prise Drama.
Der dramatische Aspekt wird aber auch nicht zu sehr ausgewalzt, man bleibt doch eher auf der lockeren Seite.
In Kombination fand ich das jedenfalls recht gelungen.
Die Musik ist auch gar nicht so unpassend gewählt, verdeutlicht auch noch einmal aus welch unterschiedlichen Kulturkreisen Pfleger und Patient kommen.
Also für mich ist das kein schlechter Film, kam mir auch nicht allzu gezwungen oder gekünstelt vor.
8/10


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 Betreff des Beitrags: Re: ZIEMLICH BESTE FREUNDE - Olivier Nakache/Eric Toledano
BeitragVerfasst: 12.12.2015 20:28 
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Ich fand den Streifen auch sehr gut. Keine cineastische Perle, aber eine sehr witzige Komödie. Ich hab lange nicht mehr so im Kino gelacht.


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BeitragVerfasst: 12.12.2015 23:43 
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Auch wenn ich es zunächst nicht wahrhaben wollte: mir hat der Film ebenfalls sehr gut gefallen.
Das Werk hat seinen großen Erfolg den frischen, unverkrampft aufspielenden Hauptdarstellern und der einfallsreichen Regie zu verdanken. Ich fühlte mich an alte Frank-Capra-Filme erinnert.
Mich hat der Film jedenfalls trotz anfänglicher Bedenken und einer grundsätzlichen Unlust auf das heutige Mainstreamkino in seinen Bann gezogen und ein zuvor unvermutetes wohliges Gefühl erzeugt.
Mit der eher banalen Geschichte hätte man auch einen durchschnittlichen TV-Film hervorbringen können.
Da dies hier nicht der Fall ist, appelliere ich an alle, welche den Film noch nicht gesehen haben, diesen bei Gelegenheit vorurteilsfrei zu sichten - könnte sich lohnen !


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 Betreff des Beitrags: Re: ZIEMLICH BESTE FREUNDE - Olivier Nakache/Eric Toledano
BeitragVerfasst: 13.12.2015 13:10 
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Schöner und unterhaltsamer Film. 6/10

Warum jetzt gerade der so extrem erfolgreich wurde, ist mir allerdings auch nicht so ganz klar geworden. Wenn ZBF ein moderater Programmkinohit mit etwa 500 000 Zuschauern, oder nur ein weiterer französischer Film gewesen wäre, der im Kino fast nicht wahr genommen wird, dann hätte mich beides auch nicht überrascht.

Aber ich finde es spannender wenn so ein kleinerer Film so einen Riesenerfolg hat als der übliche 300 Mio $ Blockbuster. Da haben auch mal die kleinen Kinos viel Geld verdient.


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BeitragVerfasst: 13.12.2015 15:26 
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Stanton hat geschrieben:
Aber ich finde es spannender wenn so ein kleinerer Film so einen Riesenerfolg hat als der übliche 300 Mio $ Blockbuster. Da haben auch mal die kleinen Kinos viel Geld verdient.

Das glaube ich nciht so recht. Der lief bei ja gerade bei den Ketten, sonst kommt er auch nicht einfach so auf über 9 Millionen Zuschauer in Deutschland.

Die Ironie(?) bei der Erfolgsgeschichte ist eigentlich, dass Senator als Kinoverleih gewissermaßen daran kaputt gegangen ist.

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 Betreff des Beitrags: Re: ZIEMLICH BESTE FREUNDE - Olivier Nakache/Eric Toledano
BeitragVerfasst: 13.12.2015 15:48 
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Ich mag ja diese komischen Kitsch "auf wahre Begebnheit" Filme ÜBERHAUPT nicht. So typsicher Kitsch eben. Unterpriviligieter kommt auf die "gute Seite"....

Macht nix, bestimmt auch bald in eurem örtlichen Dorf Theater zu sehen

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BeitragVerfasst: 13.12.2015 20:32 
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MMeXX hat geschrieben:
Stanton hat geschrieben:
Aber ich finde es spannender wenn so ein kleinerer Film so einen Riesenerfolg hat als der übliche 300 Mio $ Blockbuster. Da haben auch mal die kleinen Kinos viel Geld verdient.

Das glaube ich nciht so recht. Der lief bei ja gerade bei den Ketten, sonst kommt er auch nicht einfach so auf über 9 Millionen Zuschauer in Deutschland.

Die Ironie(?) bei der Erfolgsgeschichte ist eigentlich, dass Senator als Kinoverleih gewissermaßen daran kaputt gegangen ist.


Hier lief er jedenfalls nicht im dem Cineplex, sondern in der eher programmkinoartigen Abspielstätte, in dem sonst auch die ganzen anderen französischen Filme laufen.


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 Betreff des Beitrags: Re: ZIEMLICH BESTE FREUNDE - Olivier Nakache/Eric Toledano
BeitragVerfasst: 14.12.2015 15:34 
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MMeXX hat geschrieben:
Stanton hat geschrieben:
Aber ich finde es spannender wenn so ein kleinerer Film so einen Riesenerfolg hat als der übliche 300 Mio $ Blockbuster. Da haben auch mal die kleinen Kinos viel Geld verdient.

Das glaube ich nciht so recht. Der lief bei ja gerade bei den Ketten, sonst kommt er auch nicht einfach so auf über 9 Millionen Zuschauer in Deutschland.

Die Ironie(?) bei der Erfolgsgeschichte ist eigentlich, dass Senator als Kinoverleih gewissermaßen daran kaputt gegangen ist.


Klar lief der auch in großen Ketten, aber auch fast jedes kleine Kino hatte den sehr lange im Programm. Der lief teilweise fast ein halbes Jahr.


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 Betreff des Beitrags: Re: ZIEMLICH BESTE FREUNDE - Olivier Nakache/Eric Toledano
BeitragVerfasst: 31.12.2015 16:44 
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Fand den Film ganz gut. Und lustig auch. Gerne wieder.

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To please the majority is the requirement of the Planet Cinema. As far as I'm concerned, I don't make a concession to viewers, these victims of life, who think that a film is made only for their enjoyment, and who know nothing about their own existence.


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