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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Post subject: BETRACHTEN WIR DIE ANGELEGENHEIT ALS ABGESCHLOSSEN - Vittorio Salerno
PostPosted: 12.04.2010 20:29 
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Betrachten wir die Angelegenheit als abgeschlossen (No il caso è felicemente risolto; ITA 1973)
R: Vittorio Salerno

Der einfache Angestellte Fabio beobachtet den Mord an einem jungen Mädchen. Anstelle sofort die Polizei zu rufen schweigt er aber, obwohl er den Täter gesehen hat und ihn eindeutig identifizieren könnte. Da meldet aber seinerseits der Täter, ein angesehener Lehrer, den Mord und beschuldigt Fabio. Der bekommt es nun mit der Angst zu tun und versucht seine Spuren zu verwischen und kommt so in Blickfeld der Polizei.

Hierbei handelt es sich um eine von nur vier Regiearbeiten von Vittorio Salerno, den Bruder von Enrico Maria Salerno (Bandidos). Häufig, mit Ausnahme von diesem hier, hat er mit Ernesto Gastaldi (Es war einmal in Amerika) zusammengearbeitet. Erzählt wird hier eine recht interessante Geschichte, wie ein paar, aus Furcht getroffene, falsche Entscheidungen aus einem unbescholtenen Bürger einen Mordverdächtigen machen können. Der Unglücksrabe Fabio wird überzeugend gespielt von Enzo Cerusico, den einige bestimmt aus Dario Argentos Die Halunken kennen.
Enrico Maria Salerno spielt einen Journalisten, der sich für den Fall interessiert und auf der Seite Fabios steht, weil er dem Lehrer misstraut.

Bei No il caso è felicemente risolto handelt es sich um einen sehr guten und spannenden Krimi, der mit einer ordentlichen Besetzung und einer soliden Inszenierung punkten kann


Last edited by nerofranco on 13.04.2010 14:49, edited 1 time in total.

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 Post subject: Re: BETRACHTEN WIR DIE ANGELEGENHEIT ALS ABGESCHLOSSEN - Salerno
PostPosted: 12.04.2010 21:33 
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Den fand ich auch hervorragend. Allerdings schien das Ende extrem abrupt. Meine Fassung war glaube ich vom MDR. Weiß jemand, ob da was entfernt wurde?


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 Post subject: Re: BETRACHTEN WIR DIE ANGELEGENHEIT ALS ABGESCHLOSSEN - Salerno
PostPosted: 13.04.2010 12:39 
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Meine Kopie ist von der ARD, wird also die selbe sein, und da ist das Ende ebenfalls mehr als abrupt. Kann mir nicht ganz vorstellen, dass das vom Regisseur so gewollt ist, aber wer weiß.


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 Post subject: Re: BETRACHTEN WIR DIE ANGELEGENHEIT ALS ABGESCHLOSSEN - Salerno
PostPosted: 13.04.2010 13:15 
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Hört sich interessant an, der Film. Werd mal danach Ausschau halten.

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Zensor, der - Beamter gewisser Regierungen, dessen Aufgabe es ist, geniale Werke zu unterdrücken. In Rom war der Zensor
ein Inspektor der öffentlichen Moral; die öffentliche Moral moderner Nationen verträgt jedoch keinerlei Inspektion.
(Ambrose Bierce - Des Teufels Wörterbuch, 1911)


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 Post subject: Re: BETRACHTEN WIR DIE ANGELEGENHEIT ALS ABGESCHLOSSEN - Salerno
PostPosted: 13.04.2010 22:53 
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Den Film mag ich sehr gern, auch wenn es schon lange her ist, dass ich die deutsche Fassung gesehen habe. Die Antwort auf die Frage nach dem abrupten Schluss gibt's im Spoiler:
Vittorio Salerno wurde von den Produzenten das kurze Addendum im Gefängnis aufgezwungen, das dem Film eine optimistischere Note verleihen sollte, das aber seltsam albern und fehl am Platz wirkt. In einem Interview hat Salerno bestätigt, dass sein Endschnitt eigentlich mit der Szene davor enden sollte, wenn sich Salernos und Cucciollas Wege trennen.

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 Post subject: Re: BETRACHTEN WIR DIE ANGELEGENHEIT ALS ABGESCHLOSSEN - Salerno
PostPosted: 14.04.2010 11:37 
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Ja, dass wäre ein viel besseres und bedrückerendes Ende gewesen. Das positive Finale passt irgendwie überhaupt nicht, zumindest nicht in dieser Form, vergessen wir am bessten einfach die letzten paar Minuten. :)


Last edited by nerofranco on 14.04.2010 14:56, edited 1 time in total.

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 Post subject: Re: BETRACHTEN WIR DIE ANGELEGENHEIT ALS ABGESCHLOSSEN - Salerno
PostPosted: 14.04.2010 14:00 
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Hier noch zwei nette Plakate des Films, vor allem das zweite Plakat finde ich sehr schön.


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 Post subject: Re: BETRACHTEN WIR DIE ANGELEGENHEIT ALS ABGESCHLOSSEN - Sal
PostPosted: 26.05.2011 18:57 
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Mal paar bilder der Tv Ausstrahlung! Der Film ist echt spitze! Salerno am anfang mit seiner Brille und dem Hut etwas unscheinbar, wird aber seiner Rolle als Journalist mehr als gerecht! Klasse!!!
Riccardo Cucciolla gibt ungefähr eine ähnliche Person ab, wie im Kürzlich hier presenten "Wild Dogs" von Bava.(Er ist der Fahrer), ruhig und nicht aus der Fassung zu bringen, aber stille Wasser sind Tief ;)
Ein eher ruhiger Film der dank guter Story und grandiosen darstellern punkten kann! Der Ritz Ortolani score ist auch gut.
Regieseur Salerno hat wie es ausschaut nicht gerade viele Filme gedreht, nur dieser ist bei uns erschienen...

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Beste szene, die aussprache zwischen Cerusico und Cucciolla ;) :lol: :

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Von mir gibt es 8,5/10 :!:

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 Post subject: Re: BETRACHTEN WIR DIE ANGELEGENHEIT ALS ABGESCHLOSSEN - Sal
PostPosted: 01.01.2012 12:59 
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Wirklich ein sehr guter Streifen,mit einem klasse Song -
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Hier nochmal ganz -
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 Post subject: Re: BETRACHTEN WIR DIE ANGELEGENHEIT ALS ABGESCHLOSSEN - Sal
PostPosted: 01.01.2012 13:43 
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Jep, wirklich ein klasse Film.
Schade, dass solche eher unbekannten Perlen leider wohl nie in D den Weg auf ein digitales Medium finden werden.


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 Post subject: Re: BETRACHTEN WIR DIE ANGELEGENHEIT ALS ABGESCHLOSSEN - Sal
PostPosted: 01.01.2012 17:46 
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Grinder wrote:
Jep, wirklich ein klasse Film.
Schade, dass solche eher unbekannten Perlen leider wohl nie in D den Weg auf ein digitales Medium finden werden.

Dank eines freundlichen Forianers konnte ich ihn ja in ziemlich guter Quali sehen ;)


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 Post subject: Re: BETRACHTEN WIR DIE ANGELEGENHEIT ALS ABGESCHLOSSEN - Sal
PostPosted: 02.03.2013 01:50 
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GunmanStan wrote:


Erster Link ist leider down.

Hier eine Album Version von 2011:
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Den Film gerade gesehen. Schönes Teil, nur das angefügte Ende wirkt wirklich fehl am Platz.
Franco Nero hätte auch toll in die Rolle des Beschuldigten gepasst, finde ich. :)

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 Post subject: Re: BETRACHTEN WIR DIE ANGELEGENHEIT ALS ABGESCHLOSSEN - Salerno
PostPosted: 31.03.2014 16:41 
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Fabio Santamaria (Enzo Cerusico), ein einfacher Schalterbeamter wird während seines wochenendlichen Angelausfluges Zeuge eines grausamen Mordes. Die Verkettung einiger unglücklicher Umstände und Zufälle, sowie die Tatsache, dass es sich bei dem Mörder um den angesehen Professor Ranieri (Riccardo Cucciolla) handelt, lassen plötzlich Santamaria ins Fadenkreuz der Ermittlungen geraten. Einzig ein Sensations-Journalist (Enrico Maria Salerno) schöpft Verdacht…

VITTORIO SALERNO [Libido, Fango bollente], Bruder von Enrico Maria, schuf mit BETRACHTEN WIR DIE ANGELEGENHEIT ALS ABGESCHLOSSEN [No il caso è felicemente risolto] (1973) einen ganz vorzüglichen Kriminalfilm, der weder an Tempo noch an Spannung leidet. Auch die Darsteller überzeugen auf ganzer Linie, so bietet ENZO CERUSICO [Das Geheimnis des gelben Grabes, Die Halunken] den perfekten paranoiden, überforderten Kleinbürger dar, aber auch RICCARDO CUCCIOLLA [Wild Dogs, Sacco und Vanzetti], der sich für mich immer mehr zu einem meiner Lieblingsdarsteller des italienisches Genrekinos entwickelt, liefert eine fantastische Leistung ab. Überhaupt die ganze Stimmung des Filmes, der Pessimismus an jeder Ecke untermalt von einem wunderschönen RIZ ORTOLANI Score, schnüren ein überzeugendes Gesamtpaket. Einzig das Ende kommt etwas plump und unerwartet und unpassend komödiantisch daher, war wohl aber von den Produzenten so gewollt und eigentlich anders vorgesehen.

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 Post subject: Re: BETRACHTEN WIR DIE ANGELEGENHEIT ALS ABGESCHLOSSEN - Salerno
PostPosted: 31.03.2014 20:39 
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Dieser Film hatte mich direkt bei der Erstsichtung begeistert (... und natürlich auch bei den weiteren male ;) ) und steht auch schon lange auf meiner VÖ-Wunschliste......


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 Post subject: Re: BETRACHTEN WIR DIE ANGELEGENHEIT ALS ABGESCHLOSSEN - Salerno
PostPosted: 31.03.2014 20:52 
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andeh wrote:
Einzig das Ende kommt etwas plump und unerwartet und unpassend komödiantisch daher, war wohl aber von den Produzenten so gewollt und eigentlich anders vorgesehen.


So hab ich das auch in Erinnerung.
Fand den Film bei der ersten Sichtung recht originell und unterhaltsam, da konnte ich noch relativ gut über das Ende hinwegsehen.
Allerdings hat sich mein Eindruck beim zweiten Ansehen hin zu "zähe Geschichte, etwas langatmig" verändert. Während ich anfangs noch Sympathien für Santamaria hegte, konnte ich später nur noch wenig Verständnis für seine plumpe Passivität bzw. Opferhaltung aufbringen.
Soll aber nicht heißen, dass ich den Film schlecht finde. Kann man sich ohne ärgern zwischendurch ruhig mal ansehen. :mrgreen:

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 Post subject: Re: BETRACHTEN WIR DIE ANGELEGENHEIT ALS ABGESCHLOSSEN - Salerno
PostPosted: 31.03.2014 21:03 
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Asa Vajda wrote:
Allerdings hat sich mein Eindruck beim zweiten Ansehen hin zu "zähe Geschichte, etwas langatmig" verändert. Während ich anfangs noch Sympathien für Santamaria hegte, konnte ich später nur noch wenig Verständnis für seine plumpe Passivität bzw. Opferhaltung aufbringen.
Soll aber nicht heißen, dass ich den Film schlecht finde. Kann man sich ohne ärgern zwischendurch ruhig mal ansehen. :mrgreen:


Ist aber auch normal denke ich, manche Filme verlieren einfach bei weiteren Sichtungen. Da wünscht man sich oft man würde sie jetzt zum ersten Male sehen.

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 Post subject: Re: BETRACHTEN WIR DIE ANGELEGENHEIT ALS ABGESCHLOSSEN - Salerno
PostPosted: 31.03.2014 21:16 
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andeh wrote:
Ist aber auch normal denke ich, manche Filme verlieren einfach bei weiteren Sichtungen. Da wünscht man sich oft man würde sie jetzt zum ersten Male sehen.


Ja, leider. Hin und wieder wäre so ein Reset-Knopf für den Filmspeichermodus im Hirn praktisch...
Aber manchmal tritt das Phänomen glücklicherweise genau umgekehrt auf.

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 Post subject: Re: BETRACHTEN WIR DIE ANGELEGENHEIT ALS ABGESCHLOSSEN - Salerno
PostPosted: 31.03.2014 21:20 
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Asa Vajda wrote:
Ja, leider. Hin und wieder wäre so ein Reset-Knopf für den Filmspeichermodus im Hirn praktisch...
Aber manchmal tritt das Phänomen glücklicherweise genau umgekehrt auf.


Ich hab das zum Glück manchmal, hab in letzter Zeit wieder mal ein paar Filme die ich vor 5-6 Jahren zum ersten Mal geschaut habe wiedergesehen und konnte mich Stellenweise an überhaupt nichts erinnern. :lol:

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 Post subject: Re: BETRACHTEN WIR DIE ANGELEGENHEIT ALS ABGESCHLOSSEN - Salerno
PostPosted: 07.02.2015 01:19 
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Betrachten wir die Angelegenheit als abgeschlossen (D West - TV)
Zeuge unter Mordverdacht (D Ost)
No il caso è felicemente risolto (IT)
No, the Case Is Happily Resolved (Int.)


IT 1973

R: Vittorio Salerno
D: Enzo Cerusico, Enrico Maria Salerno, Riccardo Cucciolla, Martine Brochard, Umberto Raho, Luigi Casellato u.a.


dt. Synchronsprecher (DEFA)

Score: - Riz Ortolani / I Nomadi

OFDb



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"Am Ufer des Sees im Schilf, da war ich Zeuge eines grausamen Mordes.... Es war gegen vier Uhr Nachmittags, als ich gerade... ich befand mich auf meinem Boot. Ich hielt Siesta und plötzlich... auf einmal hörte ich eine Frau um Hilfe rufen. Als ich daraufhin aufstand, sah ich am Ufer ungefähr 100 Meter vor mir etwas Furchtbares. Einen Mann der mit einem Knüppel oder einer Eisenstange auf eine Frau einschlug. Ein regelrechtes Massaker von abstoßender Bestialität.
Verzeihen Sie meine Erregung, aber es war so entsetzlich...
"


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Eigentlich wollte sich Fabio Santamaria (Enzo Cerusico) beim Angeln an einem ruhigen See von den Strapazen der Arbeitswoche erholen und dabei genüsslich der Fußballberichterstattung im Radio lauschen, da wird sein Erholungstrip plötzlich durch kläglich Hilfeschreie einer Frau jäh unterbrochen und dunkle Wolken breiten sich über dem Gewässer aus.

Aufgeschreckt von dem herzzerreißenden Geschrei, möchte Fabio nach dem Rechten sehen und und bahnt sich seinen Weg durch die am Ufer des Sees gelegene Schilflandschaft. Urplötzlich wird er Zeuge eines grausamen Mordes, bei dem ein älterer, grauhaariger Mann eine hilflos am Boden liegende Frau mit einem Knüppel auf grausamste Weise zu Tode malträtiert. Doch zu seinem Pech wird er von dem Täter entdeckt und steht diesem schon im nächsten Augenblick von Angesicht zu Angesicht gegenüber.
Nach Überwindung des ersten Schockmoments, tritt er reflexartig die Flucht in Richtung seines am Landweg geparkten Mini Morris an, um den schrecklichen Vorfall schnellstmöglich bei der Polizei anzuzeigen.

Doch bis zum nächsten Polizeirevier in der Stadt ist es noch ein weiter Weg und plötzlich hängt Fabio auch noch der unbekannte Mörder mit seinem Wagen im Nacken.
Kaum nach Erreichen der städtischen Grenze möchte er sofort dem ersten Verkehrspolizisten am Strassenrand seine unglaubliche Beobachtung schildern, doch da er mit einem spontanen Abbremsmanöver auf einer dicht befahrenen Strasse den folgenden Verkehr blockiert, zwingt ihn der Polizist zur Weiterfahrt, bevor er sich diesem mitteilen kann.

Frustriert und völlig überfordert mit dieser nicht gerade alltäglichen Situation, trifft der Familienvater schlagartig für sich die Entscheidung, die Anzeige telefonisch von zuhause aus aufzugeben.
Doch nach dem Erklingen der bedrohlichen Stimme des Polizisten am Telefon bricht er panisch und angsterfüllt sein Vorhaben abrupt ab und geht daraufhin zunächst einmal zu Bett.
Eine sehr fatale Entscheidung!

Denn zwischenzeitlich ist der gewissenlose Killer auf dem nächstgelegenen Kommissariat aufgelaufen, um sich dort ganz dreist als Zeugen der grausamen Mordtat auszugeben. Beim dem gewissenlosen Mordsbuben handelt sich um den stadtbekannten und angesehenen Professor Eduardo Ranieri (Riccardo Cucciolla), der mit geschockter Mine der Polizei den Verlauf des grausamen Tatverlaufs aus seinem neuen Blickwinkel schildert und hinterlässt dabei eine Täterbeschreibung, die detailgenau auf den ahnungslosen und unschuldigen Fabio zutrifft.

Dieser ist am nächsten Morgen hinsichtlich seiner weiteren Vorgehensweise immer noch total verunsichert und nach einem Blick in die Tageszeitung, steigt die Verunsicherung in ihm um ein Weiteres an: Entsetzt muss er fest stellen, dass ihm der Täter zuvor gekommen ist und sich bei der Polizei als Zeuge der schrecklichen Mordtat ausgegeben und dabei eine auf seine Person zutreffende Personenbeschreibung des Täters zu Protokoll gegeben hat. Fabio weiß plötzlich nicht mehr wie ihm geschieht und wie er sich jetzt überhaupt noch verhalten soll. Paranoia macht sich breit!


"Unglaublich. Die Welt steht Kopf. Fehlt nicht viel und ich bin plötzlich der Mörder. Natürlich, dann würde es einen armen, wehrlosen Burschen treffen, mich. Wo ich doch gar nichts getan habe. Soweit kommt's noch. Nein, nein, ich gehe zur Polizei. Das Ding läuft nicht...
Ja, aber wenn sie mir nicht glauben? was soll ich sagen?
Und warum sollten sie mir nicht glauben? Wenn man es sich richtig überlegt, weil ich nichts getan habe. Man hat schon erlebt dass Unschuldige verhaftet worden sind und dann...?
"


Aufgrund der immer stärker werdenden Paranoia wird bei Fabio jegliches logisches Handeln außer Kraft gesetzt und das Unheil nimmt immer weiter seinen Lauf.

Zudem tritt auf einmal der abgebrühte Reporter Don Peppino (Enrico Maria Salerno) auf den Plan, da dieser mal wieder die große Sensation riecht. Peppi ist ein alter Fuchs in seinem Gewerbe, der mit allen Wassern gewaschen ist und sich so schnell nicht ein X für ein U vormachen lässt.

Kann Fabio seinen Kopf letzt endlich noch aus der selbstauferlegten Schlinge retten?


"Der Vater war Alkoholiker, die Tante hat sich mit den Deutschen eingelassen, also nach der Zeitung wäre er geliefert" :D


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Regisseur Vittorio Salerno (Fango Bollente; Libido) hat mit diesem Werk einen wunderschönen und äußerst spannenden Film abgeliefert, der irgendwie zu meinen Filmlieblingen zählt.
Die Inszenierung fesselt mich jedes mal wieder von Beginn an und lässt einen dann auch bis zum (eigentlichen) Schluss nicht mehr los. Die Kamerarbeit zeugt von handwerklichem Können und trägt sehr ansehnliche Bilder zu Tage.
Insgesamt verbreitet dieser faszinierende Film ein sehr hohes Maß an bester Italo-Wohlfühlatmosphäre.

Sehr auflockernd wirken auch die ständigen Monologe des Hauptprotagonisten mit sich selbst, die durch seine Stimme aus dem Off dar gestellt werden.

Alle Schauspieler können in ihren Rollen brillieren und bieten eine sehr unterhaltsame Darbietung. Höhepunkt des ganzen Spektakels, ist dann der Auftritt von Bruder Enrico Maria Salerno als hartnäckiger Reporter und maßloser Zigarrenraucher.

Der Score von Riz Ortolani & I Nomadi geht sehr geschmeidig ins Ohr und "Mamma Giustizia" gehört zu den unvergesslichen Soundtrack-Perlen dieser Ära.
Zuguter letzt ist dann noch die m.E. sehr gut gelungene dt. Synchronisation hervor zu heben.

Entsetzen bringt leider nur jedes Mal das ca. 13 sekündige und aufgesetzt wirkende Fake Ende mit sich, das dem Film einen um 180° gedrehten Sinn verpasst :shock: :evil:
Daher wurde der Film zwar wieder zeitgenau, aber auch abrupt am "eigentlichen" Ende gestoppt ;)

Ein Danke an Papayo für die bereits weiter oben aufgezeigten Hintergründe zum aufgesetzten Fake Ende.


Sollte diese vorzügliche Filmperle (wider erwartend) doch noch eines Tages das Licht der Welt erblicken, dann bitte aber mit einer Auswahlfunktion im Menü bzgl. des erwünschten Filmendes ;)


Eine italienische Wohlfühlbombe Deluxe :good:


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Score:

www.youtube.com Video from : www.youtube.com


Filmausschnitt: Das Aufeinandertreffen der beiden Kontrahenten:

www.youtube.com Video from : www.youtube.com



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 Post subject: Re: BETRACHTEN WIR DIE ANGELEGENHEIT ALS ABGESCHLOSSEN - Vittorio Salerno
PostPosted: 07.02.2015 12:46 
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:jc_doubleup: Toll wieder mal Richie ;)

Ist aber auch wirklich eine Italobombe ;)

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 Post subject: Re: AW: BETRACHTEN WIR DIE ANGELEGENHEIT ALS ABGESCHLOSSEN - Vittorio Sale
PostPosted: 07.02.2015 13:40 
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reggie wrote:
:jc_doubleup: Toll wieder mal Richie ;)


Der große Nachteil ist bloß immer: zwei Reviews aus dem Hause Pistilli und das mobile Highspeed-Volumen eines Monats ist dahin. ;-)


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 Post subject: Re: BETRACHTEN WIR DIE ANGELEGENHEIT ALS ABGESCHLOSSEN - Vittorio Salerno
PostPosted: 07.02.2015 21:59 
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Zum Glück erblicken immer mehr dieser Perlen das Tageslicht in Form eines physischen Bildträgers, aber es werden wohl trotzdem leider nie alle in diesen Genuß kommen...
Mal gespannt wie es sich bei diesem Exemplar zukünftig verhalten wird, drücke zumindest mal weiterhin feste die Daumen :good:


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 Post subject: Re: BETRACHTEN WIR DIE ANGELEGENHEIT ALS ABGESCHLOSSEN - Vittorio Salerno
PostPosted: 07.02.2015 23:08 
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Ist mir schleierhaft, wie man einen so herausragenden Film mit einem derart uninspirierten und bekloppten Ende versehen konnte! Da ist mir echt die Kinnlade runtergeklappt.


edit: gerade erst gelesen. Das erklärt einiges!

Papayo wrote:
Die Antwort auf die Frage nach dem abrupten Schluss gibt's im Spoiler:
Vittorio Salerno wurde von den Produzenten das kurze Addendum im Gefängnis aufgezwungen, das dem Film eine optimistischere Note verleihen sollte, das aber seltsam albern und fehl am Platz wirkt. In einem Interview hat Salerno bestätigt, dass sein Endschnitt eigentlich mit der Szene davor enden sollte, wenn sich Salernos und Cucciollas Wege trennen.

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liaison_bizarre's VHS, DVD & BD sale: http://dirtypictures.phpbb8.de/post274628.html#p274628


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 Post subject: Re: BETRACHTEN WIR DIE ANGELEGENHEIT ALS ABGESCHLOSSEN - Salerno
PostPosted: 08.02.2015 01:12 
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Richie Pistilli wrote:
Sollte diese vorzügliche Filmperle (wider erwartend) doch noch eines Tages das Licht der Welt erblicken, dann bitte aber mit einer Auswahlfunktion im Menü bzgl. des erwünschten Filmendes ;)

Man munkelt, dass in den üblichen Kreisen genau so eine Version bald zu finden sein wird. ;) Die Hoffnung auf eine schöne (vielleicht sogar blaustrahlige?) VÖ ist aber damit noch nicht aufgegeben. Ein Fall für CO?

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 Post subject: Re: BETRACHTEN WIR DIE ANGELEGENHEIT ALS ABGESCHLOSSEN - Vittorio Salerno
PostPosted: 14.02.2015 10:15 
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:o Gerade erst gesehen :shock: Langsam wird mir diese Ankündigungswelle der Unglaublichkeiten immer unheimlicher.... :? :)

Vielen Dank für die Info :good: Dann schaue ich der Sache mal in voller Erwartung entgegen.... :tanzen4:


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 Post subject: Re: BETRACHTEN WIR DIE ANGELEGENHEIT ALS ABGESCHLOSSEN - Vittorio Salerno
PostPosted: 20.02.2015 22:31 
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Ich fand den gar nicht so prickelnd!
Weiß nicht, woran es liegt, aber so richtig mitgerissen hat mich der Film nie, das können Leute wie Rosi, Petri oder Damiani eindeutig besser.
Jedenfalls fand ich Enzo Cerusico als Hauptdarsteller nicht sehr passend, der hat einfach nicht das nötige Charisma, hat keine Ausstrahlung.
Ihn in der Hauptrolle zu sehen, da habe ich mir die ganze Zeit gedacht, die hatten wohl kein Geld um einen passenden Darsteller zu engagieren, denn Cerusico, der hat kein Gesicht für eine Hauptrolle, der geht bestenfalls als Schurke durch.
In dieser Rolle fand ich ihn auf jeden Fall nicht besonders passend.
Riccardo Cucciolla, ein zerbrechlich wirkender Mann, wo man nie genau weiß, wie er wirklich tickt und warum er das tut, was er tut, passt da schon besser, auf seine Rolle.
Enrico Maria Salerno hat leider nur eine kleine Nebenrolle als Journalist, aber gerade er ist derjenige, der die beste Leistung im ganzen Film abliefert.
Die Musik von Riz Ortolani ist einmal mehr sehr schön geworden, wobei man hier besonders das Lied "Mamma Giustizia" hervorheben muss.
Den Film an sich fand ich zwar nicht absolut langweilig, aber doch irgendwie dahinplätschernd und nur die Szene mit dem ersten Aufeinandertreffen von Cerusico und Cucciolla lässt einen Hauch von "damianischer" Intensität aufkommen.
Was das (vom Regisseur eigentlich nicht so gewollte) Ende betrifft, so wirkt dies tatsächlich sehr unpassend und völlig konträr zum pessimistischen Stil des Films.

Fazit: Passables Krimidrama, das aber m.E. höchstens im gehobenen Durchschnitt anzusiedeln ist.
6,5/10


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 Post subject: Re: BETRACHTEN WIR DIE ANGELEGENHEIT ALS ABGESCHLOSSEN - Vittorio Salerno
PostPosted: 29.03.2016 12:08 
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BETRACHTEN WIR DIE ANGELEGENHEIT ALS ABGESCHLOSSEN

Produktionsland: Italien
Produktion: Lillo Capoano, Angelo Iacono
Erscheinungsjahr: 1973
Regie: Vittorio Salerno
Drehbuch: Vittorio Salerno, Augusto Finocchi
Kamera: Marcello Masciocchi
Schnitt: Luciano Anconetani
Musik: Riz Ortolani
Länge: ca. 98 Min.
Freigabe: Ungeprüft
Darsteller: Enzo Cerusico, Enrico Maria Salerno, Riccardo Cucciolla Martine Brochard, Umberto Raho, Antonella Dogan, Enzo Garinei, Loredana Martínez, Luigi Casellato, Michele Malaspina, Junie Vetusto, Claudio Nicastro


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Fabio Santamaria wird zufällig Zeuge eines Mordes. Um möglichen Ärger zu vermeiden, beschließt Fabio die Polizei nicht aufzusuchen. Ein folgenschwerer Fehler, denn der Mörder (Professor Ranieri) kommt Fabio zuvor und meldet die Missetat im Polizeipräsidium. Von nun an ist Fabio Santamaria der gesuchte Mörder - und als dieser endlich in die Offensive geht ist es längst zu spät …

Ui, ui, ui ... wie sehr ich diese böse Story liebe. Ein Zeuge wird zum Mörder gemacht. Ein unbescholtener Familienvater durchlebt die „Hölle auf Erden“ und steuert konsequent in die Ausweglosigkeit. Ein heftiges Thema welches von Vittorio Salerno intensiv umgesetzt wurde. Wer sich dem Film hingibt kann dessen böse Aura authentisch miterleben. Das Dreigestirn Enzo Cerusico (Zeuge), Enrico Maria Salerno (Presse), Riccardo Cucciolla (Mörder) haut hier ganz schön auf den Putz, denn das Trio brilliert in seinen individuellen Rollen. Enzo Cerusico kann - als Fabio Santamaria - dessen Gefühlswelten optimal vermitteln. Der Rezipient pendelt zwischen Mitgefühl und Unverständnis. Er weiß (auf der einen Seite) die arge Situation des Zeugen zu verstehen, kann aber (auf der anderen Seite) mit dessen ängstlichen und falschen Verhalten nicht assimilieren. Der Gedanke und die Frage (Was macht der Typ da eigentlich?) wird zu einem tragenden Element. Fabio Santamarias Verhalten stellt den Rezipienten vor einige harte Aufgaben, die das Mitfiebern vereinzelnd zur Qual werden lassen. Die Lage kann auf viele Bereiche des Lebens übertragen werden und jeder wird sich irgendwie schon in ähnlich, verfänglichen Situationen befunden haben. Ob man sich in solchen Lagen besser verhalten hat als Santamaria … dieses sei dahingestellt.

Die Vorgangsweise den Zeugen zum Täter - und den Täter zum Zeugen zu machen, ist eine hervorragende Idee. BETRACHEN WIR DIE ANGELEGENHEIT ALS ABGESCHLOSSEN ist einer der Filme die nicht kalt lassen können. Der Film verlangt dem Rezipienten so einiges ab und dieser ist bis zur letzen Minute ein Gefangener des Plots – und nicht in der Lage zu helfen. Die Spannung ist von der ersten bis zur letzten Minute im Einsatz.

Die Konfrontation Täter / Zeuge wird dreimal geboten. Der Mord, die Aussprache und das Verhör. Dabei wird die Person Eduardo Ranieri als brutaler Mörder, hilfloser Mensch und einkalter „Zeuge“ vermittelt. Jede Situation hat ihren besonderen Reiz und einen starken Ausschlag auf Fabio Santamaria. Der Mann wird in eine extrem egozentrische Zerrissenheit gezwängt. Erst als es viel zu spät ist, geht Santamaria in die Offensive und macht damit alles noch viel schlimmer …

Fazit: Die Angelegenheit ist niemals abschlossen, und ich hoffe: ihr konntet alle aus diesem Film lernen! Sollte dieses der Fall sein dann verzichtet darauf das alternative Ende zu sichten (oder nehmt es einfach nur zur Kenntnis) - denn sonst könnte es einen Teil eures erfolgreichen Lerneffekts eliminieren.

Der Film zählt zum königlichen Output des italienischen Genrekinos und beweist (erneut), dass das bella Italia eines der drei besten Filmproduktionsländer der Welt ist.

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 Post subject: Re: BETRACHTEN WIR DIE ANGELEGENHEIT ALS ABGESCHLOSSEN - Vittorio Salerno
PostPosted: 02.04.2016 17:06 
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Jetzt nach der Zweitsichtung per CO-Scheibe muss ich leider sagen, es hat sich am Eindruck seit der Erstsichtung nichts geändert.
Der Film zählt meiner Meinung nach bei weitem nicht zur Oberklasse der Politthriller/Krimis der 70er, kann sich keinesfalls mit einem Damiani messen.
Cerusico als Hauptdarsteller ist schon nicht ideal, dazu die Tatsache, dass von Anfang an seine Handlungen nicht nachvollziehbar sind.
Man denkt sich die ganze Zeit: "So blöd kann man doch gar nicht sein..." und das macht es dann für den Zuschauer auch nicht gerade einfach, mitzufühlen.
Dadurch ist das Geschehen auch kaum bis gar nicht mitreißend und so kann auch das (originale) Ende nicht mehr die gewünschte niederschmetternde Wirkung erzielen.
Wie soll ich sagen... bei Damiani ist man quasi von Anfang an mittendrin als Zuschauer, bei diesem Film ist es so, als würde man das alles nur von weitem beobachten.
So verliert der Film generell an Wirkung und das einzige, was mir bleibt, um nicht über den Film sagen zu müssen:
"Eh, wir sind in Italien, in den 70ern, aber was war denn das bitte?! :roll:" sind Riccardo Cucciolla und Enrico Maria Salerno.
Riccardo Cucciolla deswegen, weil man bei ihm wirklich nie weiß, warum er das tut, was er tut und dabei aber vom Aussehen her, keiner Fliege etwas zu Leide tun könnte.
Im Klartext: Der Zuschauer weiß, was er getan hat, aber nicht, warum, außerdem wirkt er zerbrechlich.
Lehrer ist auch noch und hat eine Frau ermordet..., das alles verleiht dem Charakter des Professor Ranieri schon gewisse psychopathische Züge.
Enrico Maria Salerno dagegen ist immer ganz cool.
Hut, Sonnenbrille, Zigarillo und seine gelassene Art dazu - damit versprüht er schon eine gewisse Coolness.
Die Musik von Riz Ortolani ist an und für sich auch noch als positiv zu werten, bringt aber dem Film nicht mehr viel.
Somit bleibe ich bei 6,5/10.


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 Post subject: Re: BETRACHTEN WIR DIE ANGELEGENHEIT ALS ABGESCHLOSSEN - Vittorio Salerno
PostPosted: 22.05.2016 20:44 
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Man kann Camera Obscura ja gar nicht genug für denen ICGC danken, wenn man sieht, was für Perlen für diese Reihe ausgegraben werden. Vittorio Salernos Regiedebüt ist zwar nicht in der obersten Reihe des kritischen Genrekinos anzusiedeln, dafür wirkt Santamarias Handeln dann doch zu wenig nachvollziehbar, doch handelt es sich gleichwohl mit einen sehenswerten Film mit tollen schauspielerischen Leistungen, wobei ich insbesondere Riccardo Cucciolla hervorheben möchte. Dass der Film eine deutsche Synchro spendiert bekam (DEFA), war mir gar nicht geläufig, weshalb ich von der deutschen Sprachoption ziemlich überrascht war. Die Synchro ist aber weitgehend gut gelungen. Erstmals wird der Film hier mit dem ursprünglich angedachten Ende präsentiert, das bisherige, auf "Wunsch" des Produzenten entstandene Ende wird hier (dankenswerterweise) ins Bonusmaterial verbannt.


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