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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Post subject: DER MANN IN SCHWARZ - Sergio Rubini
PostPosted: 17.05.2016 15:46 
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Alternativtitel: Im Schatten des Genies (auch TV-Titel)
Produktionsland/Jahr: Italien 2009
Darsteller: Sergio Rubini, Valeria Golino, Guido Giaquinto, Riccardo Scamarcio, Anna Falchi, Mario Maranzana, Vito Signorile, Maurizio Micheli, Fabrizio Gifuni
Drehbuch: Sergio Rubini, Domenico Starnone, Carla Cavalluzzi
Produziert von: Donatella Botti
Musik: Nicola Piovani

Gabriele Rossetti fährt in sein apulisches Heimatdorf, um seinen todkranken Vater ein letztes Mal zu sehen. Die Begegnung weckt in ihm Erinnerungen an seine ebenso idyllische wie aufregende Kindheit, als er mit dem Blick des aufgeweckten Jungen das oft merkwürdige Treiben der Erwachsenen beobachtet: da ist die liebevolle Mutter, die gerne Gespräche mit Verstorbenen führt, der schwärmerische Onkel Pinuccio und vor allem der Vater Ernesto – der Bahnhofsvorsteher mit einem Faible für Paul Cézanne. Doch die eigenen künstlerischen Ambitionen des Vaters erfüllen sich nicht, er wird zunehmend verbittert und entfremdet sich von seiner Familie. Umso mehr blüht die Fantasie seines Sohnes: er begegnet in Schränken versteckten Harlekins, den Geistern der Großeltern und auch einem “Mann in schwarz”, der Bonbons von einer Lokomotive wirft. Vielleicht wird Gabriele am Schluss seinen Vater besser verstehen…
(Moviepilot)

Der Film wird oft als Komödie angegeben (so auch im gestrigen Fernsehprogramm), was er aber eigentlich gar nicht so sehr ist.
Eine Prise Humor ist zwar vorhanden, aber das ist bei weitem nicht die Hauptsache.
Eher eine "Familientragikomödie", die doch recht häufig in Richtung Drama geht und nebenbei auch noch ein bisschen als Coming-of-Age-Geschichte und apulisches Gesellschaftsportrait daherkommt.
Bis auf Anfang und Ende ist der ganze Film praktisch eine einzige Rückblende.
Es sind die Erinnerungen von Rossetti und die machen eben fast den ganzen Film aus (bis auf die ersten und letzten 5-10 Minuten ungefähr).
Der titelgebende Mann in Schwarz ist allerdings nur 2-3 Mal zu sehen, IM SCHATTEN DES GENIES passt m.E. besser.
Der Vater Ernesto ist nämlich hobbymäßig Maler und versucht ein Selbstportrait von Cézanne zu kopieren.
Dieses Vorhaben zieht sich wie ein roter Faden durch den Film und je mehr sich Ernesto damit beschäftigt, je mehr er versucht, desto mehr muss er einsehen, dass er doch nur im Schatten des Genies steht.
Von daher finde ich den Alternativtitel passender.
Auf der anderen Seite gibt's aber auch noch den Sohn Gabriele, der vom Vater oft in ein nahegelegenes Museum mitgenommen wird.
Gabriele interessiert sich aber weniger für die Bilder, als viel mehr für die Tochter des Museumsdirektors, der ein Bekannter seines Vaters ist.
Mit dem Gesellschaftsportrait dazugerechnet, kann man zusammenfassend über den Film sagen: "Was dem Tornatore sein Baaría ist dem Rubini sein MANN IN SCHWARZ".
7/10

Trailer:
www.youtube.com Video from : www.youtube.com


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