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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Post subject: EDIPO RE - BETT DER GEWALT - Pier Paolo Pasolini
PostPosted: 24.11.2014 15:35 
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Originaltitel: Edipo re
Produktionsland/Jahr: Italien, Marokko 1967
Darsteller: Franco Citti, Silvana Mangano, Alida Valli, Carmelo Bene, Julian Beck, Ninetto Davoli, Luciano Bartoli
Drehbuch: Luigi Scaccianoce, Pier Paolo Pasolini
Produziert von: Alfredo Bini
Musik: Verschiedene Komponisten

Der junge Ödipus hält sich für einen Sohn des Königs von Korinth und gibt nicht viel auf die Schmähungen eines Rivalen beim Wettkampf, der ihm vorwirft, er sei ein Findling. Ein Angsttraum veranlasst ihn, Rat beim Orakel von Delphi zu suchen. Dort erschreckt ihn Pythia mit einer furchtbaren Prophezeiung: Er werde seinen Vater töten und seine Mutter ehelichen. Völlig verstört entschließt sich Ödipus, nie mehr nach Korinth zurückzukehren. Er ahnt nicht, dass in Wahrheit Laios und Iokaste, das Königspaar von Theben, seine Eltern sind. Auch Laios hatte das Orakel den Tod durch Sohneshand prophezeit, darum ließ er den Knaben gleich nach der Geburt aussetzen. Ein Hirte rettete das Kind und brachte es nach Korinth; dort nahm König Polybos den Findling an Sohnes Statt an. Auf dem Weg in die Fremde begegnet der junge Mann dem alten König Laios und erschlägt ihn im Streit...
(Moviepilot; gekürzt)

In seinem ersten Farbfilm verfilmt Pasolini die griechische Tragödie Ödipus.
Spätestens bei dem Film sollte klar sein, dass Pasolinis Filme ganz sicher nicht massentauglich sind und sogar in Fankreisen meistens nur Nischenflme darstellen; sozusagen eine Nische in der Nische.
Er macht klar, dass er sich nicht irgendeinem Mainstream unterwerfen will, indem er sich in einer Zeit, in der pro Jahr dutzende Italowestern produziert wurden, mit der griechischen Mythologie befasst.
Seine Verfilmung von Ödipus ist, laut eigener Aussage, sein autobiografischster Film, denn hier verarbeitet Pasolini auch seine hasserfüllte Beziehung zum Vater.
Der Film an sich bietet schöne Landschaftsaufnahmen von Marokko.
Ein weiterer Pluspunkt ist, dass anfangs nur das nötigste gesprochen wird, wodurch speziell in der Zeit, wenn Ödipus in der Gegend herumirrt und nicht weiß, wo er hinsoll, die Einsamkeit und die Verzweiflung spürbar wird.
Auf schauspielerischer Ebene sehen wir ausschließlich großartige Leistungen, speziell in den emotionalen Szenen und auch Pasolini selbst ist wieder dabei; er spielt einen der Dorfbewohner.

Fazit: Für Pasolini-Fans unverzichtbar, alle anderen werden wohl ihre Probleme damit haben.
9/10

Trailer
www.youtube.com Video from : www.youtube.com


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