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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Betreff des Beitrags: Re: GEFAHR: DIABOLIK - Mario Bava
BeitragVerfasst: 06.12.2017 17:51 
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Nobody hat geschrieben:
Im Übrigen - aber das gehört in einen anderen Thread - bin ich mir nicht sicher, ob Scott wirklich von Planet der Vampire beeinflusst wurde. Das steht zwar bei Wiki und einigen zweitklassigen Filmlexikaschreibern sind gewisse storytechnische Parallelen aufgefallen, dass muss aber nicht heißen, dass es stimmt.


Es gibt ein paar auffallende Handlungselemente die auf dem Bava Film basieren könnten. Ich habe jedenfalls auch ziemlich schnell an Alien gedacht beim Betrachten des (vampirlosen) Vampirplaneten. Ein verkapptes Remake ist Alien deswegen noch lange nicht.
Bei Tarantino würden alle wieder "geklaut" schreien. ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: GEFAHR: DIABOLIK - Mario Bava
BeitragVerfasst: 06.12.2017 17:55 
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Howard Vernon hat geschrieben:
Geht es bei DIABOLIK denn nicht um den Reiz, einen "bewegten" Comic zu sehen? Zusammen mit der ganzen Sprunghaftigkeit, die ein Comic-Heft hat,


Sowas solltest du nicht verallgemeinern. Wenn dann geht es um diese Comic Vorlage hier, denn Comics sind ja sehr, sehr unterschiedlich.


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 Betreff des Beitrags: Re: GEFAHR: DIABOLIK - Mario Bava
BeitragVerfasst: 06.12.2017 18:10 
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Stanton hat geschrieben:
Es gibt ein paar auffallende Handlungselemente die auf dem Bava Film basieren könnten. Ich habe jedenfalls auch ziemlich schnell an Alien gedacht beim Betrachten des (vampirlosen) Vampirplaneten. Ein verkapptes Remake ist Alien deswegen noch lange nicht.
Bei Tarantino würden alle wieder "geklaut" schreien. ;)

Tarantino zitiert(e) ja auch jede Menge in seinen Filmen aus anderen Filmen, was jedem, der sich in der Filmgeschichte auskennt auch auffiel. Allerdings hat er widerum kein großes Geheimnis darum gemacht.

Ridley Scotts Filme hingegen dürften meiner Ansicht nach eigenständiger sein.
Was Alien anbelangt: Da hatte sich Scott tatsächlich scheinbar vom Planeten der Vampire inspirieren lassen, zumindest in der Szenerie, wo man die übergroßen humanoiden Skelette im Bava-Film sah. Scott baute sowas in seinem Alien auch ein, wenn auch auf andere Art und weise. Mal nur auf diese Szenerien bezogen, so ist für mich der Bava-, als auch der Scott Film beeindruckend. Bei Bava vielleicht noch ein wenig mehr, weil hier die Farben und das ganze Umfeld in denen die Skelette sich befinden intensiver wirkt. Bei Scott widerum ist das ganze widerum in eher nüchterner farblicher Atmosphäre gehalten. In beiden Fällen fragt man sich, was das für Humanoide Geschöpfe gewesen sein mögen, wie dachten sie, wie lebten sie ect. Ich finde das nach wievor in beiden Filmen klasse :)

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 Betreff des Beitrags: Re: GEFAHR: DIABOLIK - Mario Bava
BeitragVerfasst: 06.12.2017 19:00 
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Nobody hat geschrieben:
es gibt da verschiende "Probleme", die ich mit der Story habe.
Da sind, wie geschildert, die toten Enden, die durch wirklich abstruse (und imho nciht mal kreativ-abstruse) Wendungen "gelöst werden müssen. Ebend as Beispiel, dass niemand Diabolik zu fassen bekommt, aber er dann in eine Falle gelockt werden kann, weil seine Freundin wie du und ich zu ihrem Hausarzt geht.

Das ist doch auch aber ganz lustig, oder nicht? An alles gedacht, nur nicht an den banalen Arztbesuch der Freundin. ;)

Nobody hat geschrieben:
Oder die Heist-Szene im Schloss, als Diabolik auf den Turm stürmt und das Katapult entdeckt. Spannung entsteht in einem solchen Film ja nicht dadurch, dass man nicht weiß, ob der Held entkommt oder nicht sondern durch das wie. Der Zuschauer (oder ich zumindest) kann sich doch im Vorraus viele mögliche Szenarien ausmalen. In einem Diabolik-Comic hat er in solchen Situationen oft einen Polizisten in eine dunkle Ecke gelockt, niedergehauen und ist dann mit neuer Maske rausspaziert. In etlichen Euro-Spy-Filmen wäre er tatsächlich auf das Katapult gestiegen und hätte sich spektakulär rausschießen lassen. Das wären alles wenig realistische, over-the-top Auflösungen, die alle gut zu so einem Film passen. Doch das Wegschießen des Dummies und das Herauslocken aller Polizisten aus dem Schloss ist nicht nur wenig realistisch (was ja in so einem Film nicht schlimm ist) sondern meines Erachtens von vielen Möglichkeiten die banalste und somit enttäuschendste Lösung. Und von solchen Szenen gibt es leider eine ganze Reihe.
Vielleicht trifft "banal" es am treffendsten. Einfach, wie viele italienische Genrefilme aufgebaut sind, ist nicht schlimm, banal ist aber fatal.

Dir war also die Action zu unspektakulär, ja?
Das wiederum halte ich zumindest für einen Kritikpunkt mit dem man arbeiten kann. Wenn jemand bei einem Actionfilm, die Action für unspektakulär hält, dann kann ich nachvollziehen, warum er den Film nicht mag. Jetzt könnte man natürlich trefflich darüber diskutieren, ob DIABOLIK seinen Primär-Reiz aus seinen Action-Sequenzen zieht oder ob es nicht eine andere Ebene ist, die ihn so beliebt bei vielen macht? Aber das liegt dann, wie immer, im Auge des Betrachters. Auf irgendeiner Ebene ist DIABOLIK ganz sicher (auch) ein Actionfilm, keine Frage.

Wenigstens kann man nun diskutieren, weil man von diesem unsäglichen Pseudo-Kritikpunkt "dünne Story" weg ist.

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 Betreff des Beitrags: Re: GEFAHR: DIABOLIK - Mario Bava
BeitragVerfasst: 06.12.2017 19:05 
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Stanton hat geschrieben:
Howard Vernon hat geschrieben:
Geht es bei DIABOLIK denn nicht um den Reiz, einen "bewegten" Comic zu sehen? Zusammen mit der ganzen Sprunghaftigkeit, die ein Comic-Heft hat,


Sowas solltest du nicht verallgemeinern. Wenn dann geht es um diese Comic Vorlage hier, denn Comics sind ja sehr, sehr unterschiedlich.


1) Leider musste ich verallgemeinern, da ich in meinem Leben noch nie ein DIABOLIK-Comic gelesen habe...

2) Abgesehen von der doch recht unterschiedlichen Qualität von Comics, so gilt das Medium ja gemeinhin als ein typisches für die Konsumgesellschaft der Nachkriegszeit und damit auch für die 50-er und 60-er Jahre - Bavas DIABOLIK beruft sich somit auf ein Bildmedium, dem man - gerade auch in der Entstehungszeit des Films - den Vorwurf gemacht hatte, trivial zu sein...
indem Bava die Stilistiken von Comics, im konkreten Fall: von der DIABOLIK-Comic-Serie, ins filmische Medium transformiert, bietet er einen neuen, einen veränderten Rezeption-Rahmen, in dem man das Vorgegebene, sprich: die Bildwirkung des Comics, neuartig, ich würde fast schon sagen auratisch neuartig erfahren kann...

Bavas DIABOLIK ist für mich ein gefilmtes Manifest des Trivialen, das Banale des Comics wird als Farben-Rausch erhöht, während jede Form von Didaktik vermieden wird...
man soll den Film einfach nur in seiner Einfachheit sinnlich genießen, wobei die übertragenen Formen des Comics auf die große Leinwand nicht über das Medium Comic "sprechen" (also: den Comic als Konsumtypus reflektieren), sondern ihn performativ begreifbar, wahrnehmbar machen...

so habe ich den Film erlebt, so erlebe ich viele Filme von Bava und dafür - für diese anti-logozentristische Haltung - bin ich Bava und seinem Gesamtwerk unglaublich dankbar...


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 Betreff des Beitrags: Re: GEFAHR: DIABOLIK - Mario Bava
BeitragVerfasst: 06.12.2017 19:15 
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Nobody hat geschrieben:

Im Übrigen - aber das gehört in einen anderen Thread - bin ich mir nicht sicher, ob Scott wirklich von Planet der Vampire beeinflusst wurde. Das steht zwar bei Wiki und einigen zweitklassigen Filmlexikaschreibern sind gewisse storytechnische Parallelen aufgefallen, dass muss aber nicht heißen, dass es stimmt.


also PLANET DER VAMPIRE war sicherlich schon ein Vorbild - siehe auch den obigen Beitrag Graf von Karnsteins - neben den ikonographischen Eindrücken des Bava-Films stand auf der Handlungsebene wohl aber sicherlich IT! THE TERROR FROM BEYOND SPACE
im Fokus von Scotts Film...


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 Betreff des Beitrags: Re: GEFAHR: DIABOLIK - Mario Bava
BeitragVerfasst: 06.12.2017 19:50 
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Dan O'Bannon eher. Werbefilmer Scott hat 1978 sicher wenig mit den 50er Jahre Sci-Fi Heulern zu tun gehabt. Dan O'Bannon war der Urheber...

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 Betreff des Beitrags: Re: GEFAHR: DIABOLIK - Mario Bava
BeitragVerfasst: 06.12.2017 20:00 
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Sorry wenn ich dem Sbirro auf die Füße getretten bin. Dann ist es halt der NOBODY der den Film nicht im Kontext seiner Zeit sieht.

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Blu Ray und DVD Holzkistenverpackungen sind Sondermüll....
und echte Filmfans brauchen sowas nicht !!!


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 Betreff des Beitrags: Re: GEFAHR: DIABOLIK - Mario Bava
BeitragVerfasst: 06.12.2017 20:24 
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Das kriege ich schon hin, deswegen kann ich ja sagen, dass es imho einige Eurospys der Zeit besser gemacht haben.


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 Betreff des Beitrags: Re: GEFAHR: DIABOLIK - Mario Bava
BeitragVerfasst: 06.12.2017 22:19 
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Dabei sollte man aber auch nicht vergessen, dass DIABOLIK kein Eurospyer ist und daher auch nicht als solcher gesehen und nach solchen Maßstäben (auf welcher Ebene auch immer) bewertet werden sollte.
Das ist kein Agentenfilm, der primär über die Geschichte "funktioniert", hier zählt Anderes.


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 Betreff des Beitrags: Re: GEFAHR: DIABOLIK - Mario Bava
BeitragVerfasst: 06.12.2017 22:21 
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Nobody hat geschrieben:
Das kriege ich schon hin, deswegen kann ich ja sagen, dass es imho einige Eurospys der Zeit besser gemacht haben.


Nun relativierst Du aber oder ist das Einsicht? ;)
Problem war ja eher, das Du Bava keine Relevanz zugesprochen hast und das ausschließlich wegen der Story.
Mit dem Blick auf über 50 Jahre Filmgeschichte wird Bava heutzutage der Stellenwert eingeräumt den er verdient.
Damals in den 60ern wurde das auch nicht erkannt aber man konnte auch noch keinen so großen Zeitraum der Filmgeschichte überblicken.


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 Betreff des Beitrags: Re: GEFAHR: DIABOLIK - Mario Bava
BeitragVerfasst: 07.12.2017 07:54 
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Unsinn. Ich habe nich nur über den Film geäußert. Das mit der Relevanz kam doch viel später


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 Betreff des Beitrags: Re: GEFAHR: DIABOLIK - Mario Bava
BeitragVerfasst: 07.12.2017 08:53 
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Sbirro Di Ferro hat geschrieben:
Dabei sollte man aber auch nicht vergessen, dass DIABOLIK kein Eurospyer ist und daher auch nicht als solcher gesehen und nach solchen Maßstäben (auf welcher Ebene auch immer) bewertet werden sollte.
Das ist kein Agentenfilm, der primär über die Geschichte "funktioniert", hier zählt Anderes.


Aber Eurospy ist eben nicht nur Agentenfilm. Und auch die funktionieren nicht über ihre Geschichten.


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 Betreff des Beitrags: Re: GEFAHR: DIABOLIK - Mario Bava
BeitragVerfasst: 07.12.2017 10:49 
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TRAXX hat geschrieben:
Dir war also die Action zu unspektakulär, ja?
Das wiederum halte ich zumindest für einen Kritikpunkt mit dem man arbeiten kann. Wenn jemand bei einem Actionfilm, die Action für unspektakulär hält, dann kann ich nachvollziehen, warum er den Film nicht mag. Jetzt könnte man natürlich trefflich darüber diskutieren, ob DIABOLIK seinen Primär-Reiz aus seinen Action-Sequenzen zieht oder ob es nicht eine andere Ebene ist, die ihn so beliebt bei vielen macht? Aber das liegt dann, wie immer, im Auge des Betrachters. Auf irgendeiner Ebene ist DIABOLIK ganz sicher (auch) ein Actionfilm, keine Frage.

Wenigstens kann man nun diskutieren, weil man von diesem unsäglichen Pseudo-Kritikpunkt "dünne Story" weg ist.


Hmm, unter dem Gesichtspunkt meiner eigenen sensationslüsternheit habe ich das noch nicht betrachtet. Du kannst recht haben - immerhin ist es ein actionlastiges Genre - ich habe es eher unter dem Punkt Orginalität verbucht. Ich denke, es hätte viele Möglichkeiten gegeben, die Szene aufzulösen, auch ohne viel Action, ich fand die Art und Weise, wie es gemacht wurde dann doch etwas doof. In einem Olsenbandenfilm hätte so etwas funktioniert, für einen Film dieser Art war es mir zu wenig.


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