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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Betreff des Beitrags: DER WEG DER ARBEITERKLASSE INS PARADIES - Elio Petri
BeitragVerfasst: 05.12.2009 01:07 
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Da ich ihn nicht ins Trashforum packen will und er sonst im Italien-Bereich nirgends reinpasst, frage ich mal hier (wir brauchen noch was für den anspruchsvollen italienischen Film!). Kennt schon jemand diese DVD mit englischen UT?

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Weg der Arbeiterklasse ins Paradies - Elio Petri - 1971
BeitragVerfasst: 05.12.2009 02:59 
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danke für den Tip. hab bisher immer nur DVDs mit ausschließlich italienischen Sprachoptionen gefunden.

eben gekauft

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Zuletzt geändert von unsociable am 05.12.2009 14:51, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Weg der Arbeiterklasse ins Paradies - Elio Petri - 1971
BeitragVerfasst: 05.12.2009 10:16 
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Dann freuen wir uns auf Feedback und ein paar Screenshots. ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Weg der Arbeiterklasse ins Paradies - Elio Petri - 1971
BeitragVerfasst: 05.12.2009 14:52 
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wird gemacht. die wandern eh in den Player, sobald sie hier sind.

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Weg der Arbeiterklasse ins Paradies - Elio Petri - 1971
BeitragVerfasst: 05.12.2009 21:08 
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Kenne nur die alte TV-Ausstrahlung. Ein sehr schwieriger, komplexer und langatmiger Film. Die Läuterung des Proletariats ;) eben. Volonte wie gewohnt sehr gut.


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Weg der Arbeiterklasse ins Paradies - Elio Petri - 1971
BeitragVerfasst: 11.12.2009 20:30 
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Bild macht 'nen guten Eindruck, besonders wenn man sich den Vergleich vor und nach der Restauration ansieht. man beachte auch den letzten Shot, in dem Maestro Morricone im Blaumann den Anspann einleitet

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Zuletzt geändert von unsociable am 12.12.2009 00:00, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Weg der Arbeiterklasse ins Paradies - Elio Petri - 1971
BeitragVerfasst: 11.12.2009 22:33 
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Danke!


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 Betreff des Beitrags: Re: DER WEG DER ARBEITERKLASSE INS PARADIES - Elio Petri
BeitragVerfasst: 25.05.2012 22:07 
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Uiui...

Was für ein Film!

Kurz gesagt wie es oben der Ringo schreibt...

Etwas ausführlicher die Story:

Also Volonte Arbeitet in einer Fabrik auf Akord. Er ist der beste, er arbeitet wie ein Wilder stier um 20.000 im Monat mehr zu haben für seine Familie. Volonte ist aber wirklich eine Maschine und keiner der anderen Arbeiter kann da Mithalten, die Chefs nehmen Volonte aber als Referenz und drängen die anderen auch dazu genau so schnell zu werden...
Immer grössere Stückzahlen werden verlangt aber Lohn bleibt klein...
Ein Streik droht, aber er kann immer wieder abgewendet werden...
Dann Passiert es , Volonte kommt mit den Finger in die Maschine und nun ist er ab. Das lässt seine sicht auf die Arbeit etwas anders werden. Von nun an Arbeitet er ruhiger und besonener , wird hauptakteur im Streik und letztendlich gefeuert....
Dann aber wieder eingestellt auf druck der Streikenden...
Manchmal denkt Volonte auch er würde verrückt werden, steht auch kurz davor...

Der Score dieses Filmes ist genial, absolut passend wie intensiv er die Fabrikarbeit unterstreicht...

Volonte ist ein superduper Schauspieler und das zeigt er hier wieder! Und wie !!!!

Langweilig wird der Film nicht, er ist was besonderes, was ganz besonderes, spezielles , unglaubliches! Haste nicht gesehen ;)
Und manchmal echt irr der Film! Einfach mal anschauen, ist ne Erfahrung wert!!!!

7/10

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 Betreff des Beitrags: Re: DER WEG DER ARBEITERKLASSE INS PARADIES - Elio Petri
BeitragVerfasst: 08.12.2012 10:00 
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Screenshots der neuen Koch-DVD:

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Die Koch-VÖ hat gegenüber der italienischen DVD von Minerva die Nase vorn.


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 Betreff des Beitrags: Re: DER WEG DER ARBEITERKLASSE INS PARADIES - Elio Petri
BeitragVerfasst: 08.12.2012 12:54 
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Ich MUSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSS DIE ELIO PETRI BOX HABEN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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Blu Ray und DVD Holzkistenverpackungen sind Sondermüll....
und echte Filmfans brauchen sowas nicht !!!


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 Betreff des Beitrags: Re: DER WEG DER ARBEITERKLASSE INS PARADIES - Elio Petri
BeitragVerfasst: 01.02.2013 19:16 
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Volonte spielte einfach in einer eigenen Liga und überzeugt hier einmal mehr als Fabrikarbeiter.
Beim Einarbeiten eines Neulings an der Drehmaschine erklärt er diesem -
Es ist alles nur eine Frage der Technik
Ich fixiere meinen Verstand und denke nur an den Arsch von Adalgisa
Und schon gehts los - Ein Stück,ein Arsch ... ein Stück,ein Arsch ... Stück,Arsch ...

Klasse Szene mit Close-up auf Volonte's Augen,die das Werkstück in der Maschine fixieren.

Bild

Ein richtig guter Streifen,jedenfalls für die Arbeiterklasse 8/10


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 Betreff des Beitrags: Re: DER WEG DER ARBEITERKLASSE INS PARADIES - Elio Petri
BeitragVerfasst: 18.08.2013 16:40 
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Wow, was für ein Film!
Beeindruckend, wie Petri hier das Leben eines einfachen Arbeiters darstellt.
Und auch den Arbeitsalltag in dieser Fabrik, wo alles nur auf Schnelligkeit geht.
Der Film behandelt das Leben und den Arbeitsalltag von Lulu Massa, der sich als einziger nicht gegen die schlechten Arbeitsbedingungen wehrt und nicht streikt, sondern einfach seine Arbeit macht.
Aber als er eines Tages bei einem Arbeitsunfall einen Finger verliert, ändert er seine Einstellung.
Er schließt sich dem Streik an und wird sogar zum Anführer des Streiks.
Aber der Fabriksleitung scheint der Streik egal zu sein.
Massa wird einfach gekündigt.
Nach einem ewigen herumgetue entschließt man sich zu Verhandlungen.
Die Bedingungen der Arbeiter werden akzeptiert und Massa wieder eingestellt.
Nun wird wieder gearbeitet - zu leicht verbesserten Arbeitsbedingungen.

Fazit: Einfach grandios, der Streifen.
Muss man gesehen haben!
10/10


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 Betreff des Beitrags: Re: DER WEG DER ARBEITERKLASSE INS PARADIES - Elio Petri
BeitragVerfasst: 15.08.2014 20:48 
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Die Arbeiterklasse kommt in Paradies (1971)



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Was ein Film kann ich da nur sagen !

Ich muss zugeben, dass ich mich anfangs etwas schwer tat diesen Filme zu sehen. Natürlich, als Cineast wird man mit der Zeit offen für "fast" alles und somit findet man auch an intellektuellen Filmen immer mehr gefallen und noch deren Genuss stellt man sich oft die Frage: Warum habe ich diesen Film so lange ungesehen im Regal stehen lassen ?!?!

Die Arbeiterklasse ist ein besonderer Film, die Musik von Maestro Ennio Morricone begleitet den Zuschauer auf dem Weg in die Hölle. Die Hölle ist in Elio Petris Film die Metapher für die Fabrik, in der die Menschen in Akkordarbeit, wie Maschinen, an Maschinen arbeiten. Durch einen hektischen Schnitt, viele Close Ups und die aufpeitschende Militärische Musik kann der Zuschauer die Arbeit, den Schmerz und den Physischen, sowie Psychischen Druck wahrhaftig mitfühlen.

Die Hauptperson des Filmes ist Lulu Massa, gespielt von Gian Maria Volonte, der von der ersten Szene des Filmes an so gut und überzeugend spielt, dass man ihm die Rolle des einfachen und überarbeiteten Arbeiters voll und ganz abnimmt. Auch das Set Design trägt zur Atmosphäre dieses hervorragenden Filmes bei, es wirkt liebevoll, da überzeugend dreckig, einfach...kurz um... Echt!

Doch nun zurück zum Film. Die Story entwickelt sich stringent, der sprichwörtliche Rote Faden, zieht sich durch die gesamte Handlung und trägt zum filmischen Genuss bei. Den Was wäre der Gedanke der Sozialkritik, wenn er sich an einem schlechten Drehbuch das Genick brechen würde?!?! Der Zuschauer wird auf eine interessante Art mit in die Handlung hineingezogen, denn es muss gesagt werden, dass Lulu Massa keinesfalls ein Sympathisant ist. Stück für Stück wird gezeigt, wie er denkt und welche Einstellung er zu den wichtigen Dingen im Leben hat. Dabei verzichtet Elio Petri auf romantisierende Aspekte. Selbst der erste Geschlechtsverkehr den eine noch junge Fabrikarbeiterin mit dem "Sex-Liebhaber" Lulu hat, wird als vollkommen unromantisch, gezwungen und kompliziert dargestellt.

Genauso kompliziert ist Lulus Privatleben im allgemeinen, er kann sich nicht wirklich frei von seiner Arbeit machen, er neigt ständig zu Aggressionen und wirkt immer abwesend und nicht bei der Sache. Das führt dazu das er selber immer mehr einer Maschine gleicht und immer weniger menschlich wirkt. Eines Tages, hat er einen schweren Arbeitsunfall und verliert einen Finger. Nach diesem Unfall ist er nicht mehr der selbe. Er fängt an nachzudenken über das was der tut und wie er dies in Zukunft fortsetzten möchte.

Vorher allerdings war er der Mann in der Fabrik, der das Vorbild für alle sein sollte. Er war die Effizienz in Person und ließ sich durch nichts und niemanden beirren, somit auch nicht in seiner Sicht auf die Akkord Arbeit.

Doch nun, nachdem er durch seinen Unfall selbst nicht mehr so kann wie er will, fängt er an den Parolen der Studenten, die seit Monaten vor der Fabrik protestieren zuzuhören und wird praktisch selber der Anführer des Streiks....

Elio Petri gelingt es immer wieder die Balance zu finden, zwischen Sozialkritischen Aspekten die an jeder Ecke des Filmes zu finden sind, aber auch den dramatischen Höhepunkten, die oft durch Proteste der Arbeiter und Studenten, oder Lulus Wutausbrüche zu gefallen wissen. Gerade diese Schauspielerischen Kabinettsstückchen von Volonte sind sehr Sehenswert. Durch diese auf die Laufzeit des Filmes gut verteilten Impulsiven Momente nimmt der Film immer wieder an Fahrt auf, ohne das es der Zuschauer merkt. Die Spannung ist dabei Tiefgründig und sehr Subtil. Hier wären zusätzlich die Szenen in der Irrenanstalt zu nennen, die für einige Philosophische Denkpausen sorgen und letztendlich auch für den Titel sorgen, der im interessanten, lustigen, leicht surrealen Finale seine Berechtigung und Nennung findet.


Diesen Film sollte man gesehen haben. Es ist nicht die Art von Film, die nur durch eine besondere Kameraarbeit, Musik oder Schauspieler zu überzeugen weiß. Nein, es ist die Art von Film, die einfach so realistisch wirkt, dass Sie "Echt" mitreißen kann und die besonderen Zutaten so gut zueinander passen, dass letztendlich einfach alles Stimmen muss.

Ich erhebe diesen Film in meinen Top 20 Olymp und vergebe 10/10 mehr als verdienten Punkten.


(In naher Zeit folgt ein ausführliches und Überarbeitetes Review)

Gruß,

Janek.


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 Betreff des Beitrags: Re: DER WEG DER ARBEITERKLASSE INS PARADIES - Elio Petri
BeitragVerfasst: 21.08.2014 15:31 
Nun habe ich den dritten Film der Elio Petri Box angesehen und gleich noch eine zweite Sichtung nachgeschoben um ihn wirklich beurteilen zu können.


"Eigentlich" ein klasse Film, der eine, meiner Meinung nach total unspannende Thematik, filmisch derart virtuos in Szene setzt, dass das schon an Genialität grenzt.
Die Fabrik selbst ist perfekt eingebunden, mit Wahnsinns Bildern, tollem Schnitt und einem hämmernden Morricone Soundtrack. Ich schreibe hier bewusst das Wort "Soundtrack" und nicht Musik, weil Morricone`s Score mit den Maschinen und der Fabrik zu verschmelzen scheint. Das ist schon wirklich, speziell für diese Zeit, absolut außergewöhnlich.

Gian Maria Volonte ist eine unglaublich gute Besetzung für den gewöhnlichen Fabrik, bzw. Akkordarbeiter. Man nimmt ihm die Rolle zu jeder Zeit ab und er kommt tatsächlich rüber wie stinknormaler Arbeiter. Nicht zu vergessen, seine Ehefrau Mariangela Melato, die ebenfalls eine sehr gute und glaubwürdige Perfomance hinlegt. Jeder Moment mit ihr ist ein Genuß.

Meiner Meinung nach ist der Film mit 110 Minuten etwas zu lang, da hätten 90 Minuten ausgereicht, weil die Megaphon Schrei Orgien, speziell in der zweiten Hälfte nur noch nerven. Das ermüdet enorm und reißt den Film leider runter. Schade.

Trotzdem ist der Film etwas Besonderes.

6/10

Da liegt mir DAS VERFLUCHTE HAUS einfach etwas mehr.
Vielleicht kann ich mich mit einem Psychophaten besser identifizieren, als mit einem gewöhnlichen Akkord Arbeiter wie in ARBEITERKLASSE.
:shock: :mrgreen:


Meine Edlio Petri Box Hitliste:

1.ZWEI SÄRGE AUF BESTELLUNG
8/10 mit der Tendenz nach oben

2.DAS VERFLUCHTE HAUS
6/10

3.DIE ARBEITERKLASSE KOMMT INS PARADIES
6/10


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 Betreff des Beitrags: Re: DER WEG DER ARBEITERKLASSE INS PARADIES - Elio Petri
BeitragVerfasst: 21.08.2014 15:43 
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ARBEITERKLASSE ist ein Meisterwerk! Punkt!

Italo, ich denke, die "Langeweile" und die "nervigen" Megaphondurchsagen sind im Kontext des Filmes beabsichtigt! Akkordarbeit ist nervig und ermüdend. Durch diese nervigen Kniffe ist man als Zuschauer "mittendrin" und kann mit den Figuren einfach besser mitfühlen, man ist zum Teil Mitglied im Arbeiterkollektiv, ist Teil der halbherzigenKompromisse und fühlt die Depressionen danach fast körperlich, wenn der Akkordwahnsinn wieder beginnt und man sich erneut der Macht der Maschinerie beugen muss.

Die erste Szene des Films (Wecker, aufstehen, einsames Frühstück) ist so dermassen deprimierend und gibt die Marschrichtung des Filmes schon vor - spätestens danach dürfte klar sein, dass man hier keine leichte Kost vorgesetzt bekommt!

Klare 9/10

_________________
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Zensor, der - Beamter gewisser Regierungen, dessen Aufgabe es ist, geniale Werke zu unterdrücken. In Rom war der Zensor
ein Inspektor der öffentlichen Moral; die öffentliche Moral moderner Nationen verträgt jedoch keinerlei Inspektion.
(Ambrose Bierce - Des Teufels Wörterbuch, 1911)


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 Betreff des Beitrags: Re: DER WEG DER ARBEITERKLASSE INS PARADIES - Elio Petri
BeitragVerfasst: 17.05.2015 17:08 
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Habe mir jetzt die ARBEITERKLASSE erstmals in OmU angesehen.
Nach wie vor ist der Film eine Bombe, genauso wie bei der Erstsichtung bin ich auch heute wieder stellenweise mit offenem Mund vor dem Fernseher gelegen.
Und wenn ein Film so etwas schafft, also wenn der Regisseur es schafft, die Stimmung des Films derart wirksam auf den Zuschauer zu übertragen, dann muss da schon ein Genie dahinterstecken.
Denn der ganze Film ist ein einziges "Prodepressivum".
Völlig humorlos, es gibt eigentlich keine Hoffnung, alles ist geprägt von Pessimismus.
Dies ist vor allem in den Szenen der Demonstrationen zu spüren, ganz besonders in der Szene wo die Herren der Chefetage per Bus bei der Fabrik eintreffen und von den Arbeitern schon erwartet werden.
Das ewige "aneinander vorbeireden", die Verhandlungen, die zu nichts geführt haben, sind vorbei - endlich gibt es eine Konfrontation.
Für ein paar Minuten kommt eine "pseudo-optimistische" Atmosphäre auf, doch bald darauf die nächste Niederlage für die Arbeiter - Lulu Massa wird gekündigt.
Begleitet wird das ganze von einer sehr eigenartigen, aber wunderbaren Musik von Ennio Morricone.
Denn durch die Maschinengeräusche, die immer wieder eingesetzt werden und die an sich schon sperrige Musik, hat man das Gefühl, als würde die Musik mit dem Geschehen im Film verschmelzen.
Und als wenn das nicht schon genug wäre, sehen wir in der Hauptrolle auch noch einen grandiosen Gian Maria Volonte.
Er passt auf die Rolle wie kein anderer und somit ist das Gesamtkunstwerk perfekt.

Fazit: Elio Petri hat es wieder einmal geschafft, einen Film vorzulegen, den man unbedingt gesehen haben sollte!
Klarerweise geht da nichts unter 10/10.

Bei der Gelegenheit möchte ich noch eine Empfehlung aussprechen, an diejenigen, denen dieser Film gefällt, sich auch I GIORNI CONTATI anzusehen.


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 Betreff des Beitrags: Re: DER WEG DER ARBEITERKLASSE INS PARADIES - Elio Petri
BeitragVerfasst: 21.05.2015 15:12 
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Ich habe auf Deliria Italiano in einem Review gelesen, dass der Mann in der letzten Einstellung, Ennio Morricone sein soll.
Ist er das wirklich? Gibt's dafür irgendeinen Beweis?


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