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 Betreff des Beitrags: ANGEL GUTS: THE RED CLASSROOM - Chûsei Sone
BeitragVerfasst: 19.01.2018 19:38 
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Angel Guts: Red Classroom – Chûsei Sone

(Japan 1979)

4.1.2018, Kino (Kommkino Nürnberg, 35mm, OmeU, 2,35:1)



Inhalt:

Muraki, der Herausgeber eines Pornomagazins, verliebt sich in Nami, die er in einem Sexfilm sieht und möchte sie unbedingt kennenlernen. Die Filmproduzenten wehren dieses unübliche Verlangen selbstverständlich ab, doch Muraki gelingt es schließlich trotzdem, und Nami gibt ihm 1 Tag und 1 Nacht Zeit, sie kennenzulernen – dabei vögelt sie ihn bis zur Erschöpfung! - - Aus den 24 Stunden werden Jahre der Zweisamkeit, die Muraki immer mehr auslaugen; doch auch Nami leidet emotional und nutzt die Lust Murakis, selbst Lust empfinden zu können – sie lässt sich beispielsweise von ihrem erschöpften Partner anpinkeln, um dessen Lust zu steigern, der setzt daraufhin seinen Fuß auf ihre Brust, wirft ihr vor, völlig verdorben zu sein und schläft dann wiederum mit ihr.

Als Muraki schließlich feststellt, dass der Film, den er damals gesehen hat und der bewirkte, dass er sich in Nami verliebte, eine echte Vergewaltigung zeigt, will er sie retten, er verpasst jedoch ein Treffen mit ihr, woraufhin sie allein im Regen entschwindet.



Review:

Der Film, der unter dem Titel „The Red School Room“ gezeigt wurde, ist der zweite Teil einer lose verbundenen Angel-Guts-Reihe, die auf einer Manga-Serie von Takashi Ishii basieren. Obwohl der Film bildgestalterische Qualitäten hat – besonders zeigt sich das am Ende, wenn Nami in den Regen hinausgeht und sich im Wasser spiegelt, die Spiegelung wird dabei zuerst und allein gezeigt, dann tritt die reale Nami aus extremer Oberperspektive ins Bild – und der Soundtrack phasenweise an die tranceverursachenden Elektrokompositionen Jean Michel Jarres erinnert und der dem Film somit eine abstrakt-prä-80erjahre Atmosphäre verleiht; die Sexszenen zudem manchmal in ihrer Kühle von „Der letzte Tango in Paris“ inspiriert sein dürften, ist der Film aufgrund seines permanenten Inszenesetzens des weiblichen Schritts, teils mit Höschen, teils geblurrt, ausgesprochen a-erotisch.

Der Film wurde auf dem 17. Außerordentlichen Filmkongress des Hofbauer-Kommandos gezeigt und spaltete das Publikum in 2 Lager.


Fazit:

Trotz intelligenter Konzeption ganz und gar nicht mein Geschmack.


Wertung:

3 / 10


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 Betreff des Beitrags: Re: ANGEL GUTS: THE RED CLASSROOM - Chûsei Sone
BeitragVerfasst: 20.01.2018 01:02 
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Pacific Nil hat geschrieben:
Inhalt:

Muraki, der Herausgeber eines Pornomagazins, verliebt sich in Nami, die er in einem Sexfilm sieht und möchte sie unbedingt kennenlernen. Die Filmproduzenten wehren dieses unübliche Verlangen selbstverständlich ab, doch Muraki gelingt es schließlich trotzdem, und Nami gibt ihm 1 Tag und 1 Nacht Zeit, sie kennenzulernen – dabei vögelt sie ihn bis zur Erschöpfung! - - Aus den 24 Stunden werden Jahre der Zweisamkeit, die Muraki immer mehr auslaugen; doch auch Nami leidet emotional und nutzt die Lust Murakis, selbst Lust empfinden zu können – sie lässt sich beispielsweise von ihrem erschöpften Partner anpinkeln, um dessen Lust zu steigern, der setzt daraufhin seinen Fuß auf ihre Brust, wirft ihr vor, völlig verdorben zu sein und schläft dann wiederum mit ihr.

Als Muraki schließlich feststellt, dass der Film, den er damals gesehen hat und der bewirkte, dass er sich in Nami verliebte, eine echte Vergewaltigung zeigt, will er sie retten, er verpasst jedoch ein Treffen mit ihr, woraufhin sie allein im Regen entschwindet.

Vielleicht hattest du ein paar kurze Nickerchen, denn die obige Inhaltsangabe entspricht ganz und gar nicht dem Handlungsverlauf. ;)

Ich war einer der Zuschauer, die den Film sehr mochten. Von mir gibt's 10/10, und es war mein liebster auf dem Kongress gesehener Film. :mrgreen:

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 Betreff des Beitrags: Re: ANGEL GUTS: THE RED CLASSROOM - Chûsei Sone
BeitragVerfasst: 23.01.2018 19:58 
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Dr. Zombi hat geschrieben:
Vielleicht hattest du ein paar kurze Nickerchen, denn die obige Inhaltsangabe entspricht ganz und gar nicht dem Handlungsverlauf. ;)

Ich war einer der Zuschauer, die den Film sehr mochten. Von mir gibt's 10/10, und es war mein liebster auf dem Kongress gesehener Film. :mrgreen:



Wieso, in der imdb gibt es 8 Reviews von dem Film, davon beschreiben 7 den Inhalt mehr oder weniger ausführlich und 6 davon ähnlich wie ich...

Ein Nickerchen hab ich nicht gemacht, wohl aber beim nächsten Angel-Guts-Film, den ich deswegen nicht oder allenfalls sehr kurz beschreiben werde. Ich muss aber zugeben, dass mir bei einem Film, der es schafft, in mir nach nur 10 Minuten einen grenzenlosen Widerwillen zu erzeugen, nicht jede Facette auffällt bzw. wichtig ist.

Aber schön natürlich, dass der Film dir und auch vielen anderen auf dem Kongress gefallen hat; fehl am Platz ist er auch aus meiner Sicht nicht gewesen. :)


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 Betreff des Beitrags: Re: ANGEL GUTS: THE RED CLASSROOM - Chûsei Sone
BeitragVerfasst: 23.01.2018 21:15 
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Oje, dann hab ich vielleicht irgendwas verbaselt. Und ausgerechnet bei dem Film, der mir am Wochenende am Besten gefallen hat. :-D

Mir kam es so vor, als ob die männliche Hauptfigur die Titelgebende Nami 'nur' einmal länger trifft (erster Besuch bei ihr zu Hause), nie mit ihr schläft, und definitiv nicht mit ihr zusammen lebt. Er scheint sie wirklich zu lieben, wobei er sie jedoch zusätzlich und nachhaltig traumatisiert, als er beim versprochenen zweiten Treffen nicht erscheint, da er von der Polizei verhaftet wird. Danach wird die Titelfigur dann auch wahnsinnig und nymphoman.

Der Film hat jedenfalls ganz schön polarisiert. Hätte das eher beim zweiten Film erwartet, der aber wohl durchweg positiver wegkam.

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 Betreff des Beitrags: Re: ANGEL GUTS: THE RED CLASSROOM - Chûsei Sone
BeitragVerfasst: 04.02.2018 10:20 
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Dr. Zombi hat geschrieben:
Mir kam es so vor, als ob die männliche Hauptfigur die Titelgebende Nami 'nur' einmal länger trifft (erster Besuch bei ihr zu Hause), nie mit ihr schläft, und definitiv nicht mit ihr zusammen lebt. Er scheint sie wirklich zu lieben, wobei er sie jedoch zusätzlich und nachhaltig traumatisiert, als er beim versprochenen zweiten Treffen nicht erscheint, da er von der Polizei verhaftet wird. Danach wird die Titelfigur dann auch wahnsinnig und nymphoman.


Aber genau so verhält es sich doch auch? Die Frau, mit der Muraki gegen Ende des Films zusammenlebt, ist doch jene Schauspielerin, mit der er zu Beginn des Films in seinem Studio Sex hat (und sie dabei in eine Bettdecke wickelt).

Wie dem auch immer sei: Für mich war das ein Totalmeisterwerk und der absolute Höhepunkt des 17. Hofbauer-Kongresses, sogar noch vor dem allseits zurecht gefeierten DER ZWEITE FRÜHLING. Nur ein Roman Porno bringt es fertig, in nur 80 Minuten so tief in so viele menschliche Abgründe einzutauchen und sich dabei so viel filmische und erzählerische Leichtigkeit zu bewahren. :jagenauso:

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 Betreff des Beitrags: Re: ANGEL GUTS: THE RED CLASSROOM - Chûsei Sone
BeitragVerfasst: 05.02.2018 10:37 
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McKenzie hat geschrieben:
Dr. Zombi hat geschrieben:
Mir kam es so vor, als ob die männliche Hauptfigur die Titelgebende Nami 'nur' einmal länger trifft (erster Besuch bei ihr zu Hause), nie mit ihr schläft, und definitiv nicht mit ihr zusammen lebt. Er scheint sie wirklich zu lieben, wobei er sie jedoch zusätzlich und nachhaltig traumatisiert, als er beim versprochenen zweiten Treffen nicht erscheint, da er von der Polizei verhaftet wird. Danach wird die Titelfigur dann auch wahnsinnig und nymphoman.


Aber genau so verhält es sich doch auch? Die Frau, mit der Muraki gegen Ende des Films zusammenlebt, ist doch jene Schauspielerin, mit der er zu Beginn des Films in seinem Studio Sex hat (und sie dabei in eine Bettdecke wickelt).

Wie dem auch immer sei: Für mich war das ein Totalmeisterwerk und der absolute Höhepunkt des 17. Hofbauer-Kongresses, sogar noch vor dem allseits zurecht gefeierten DER ZWEITE FRÜHLING. Nur ein Roman Porno bringt es fertig, in nur 80 Minuten so tief in so viele menschliche Abgründe einzutauchen und sich dabei so viel filmische und erzählerische Leichtigkeit zu bewahren. :jagenauso:


Ich glaube nicht, dass die Frau, mit der Muraki gegen Ende zusammen lebt und ein Kind hat, eine Schauspielerin ist oder war (lediglich eine gewöhnliche Haus- und Ehefrau, die ihrem Mann mit Muraki schon zu Beginn des Streifens fremd ging) - ansonsten freut es mich, dass ich wohl anscheinend doch nicht verpeilt habe, was in dem Film passiert ist. Da wir beide den Film grandios fanden, gehe ich jetzt einfach mal davon aus, dass wir ihm aufmerksam(er) gefolgt sind, und unsere Eindrücke, die den anderen, u.a. von Pacific Nil beschriebenen Inhaltsverläufen widersprechen, die "korrekten" waren. :)

Ja, Wahnsinn, wieviel Handlung und Ereignisse der Streifen in seine nicht einmal 80 Minuten packt! Zumal die ausgedehnte Sexszene in der Mitte ja gefühlt 10 Minuten dauerte.
Das erinnert mich ein wenig an die glorreichen Pre-Code Zeiten des US-Kinos vor 1934/35.

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