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 Betreff des Beitrags: DIE LEIDENSCHAFTEN DER JUNGEN CAROL - Shaun Costello
BeitragVerfasst: 19.12.2018 14:28 
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Die Leidenschaften der jungen Carol – Shaun Costello

(USA 1975)

18.12.2018, Kino (Kommkino Nürnberg, 35mm, DF, 1,33:1)



Inhalt:

Carol Scrooge führt ihre Pornofilmagentur Riva mit eiserner Faust: Selbst zu Heiligabend wird noch gedreht. Da sucht sie nachts der Geist Marleys auf, ein früherer Mitstreiter, und wedelt mit seinem Gemächt vor ihrem Schlafzimmerfenster, um ihre Aufmerksamkeit zu erlangen. Er macht Carol mit seinem jenseitigen Schicksal bekannt, wie auch mit einem verstorbenen Finanzhai, der mit Kreditkarten behängt dazu verdammt ist, dass überall auf der Welt seine Kreditkarten nicht angenommen werden. Sie begegnet später den Geistern der vergangenen, der heutigen und der zukünftigen Weihnacht: Der erste führ ihr vor, wie Carol in ihrer Kindheit erste sexuelle Erfahrungen gesammelt hat (das wird natürlich deutlich erkennbar von Erwachsenen gespielt!), der zweite, wie ein Angestellter von ihr trotz seines geringen Gehalts sich mit seiner Frau vergnügen kann, und der dritte, dass Carol als billige Hinterzimmerhure enden wird, wenn sie sich nicht ändert. Am nächsten Tag begrüßt Carol freudestrahlend den Weihnachtsmorgen.


Review:

Lt. Eigenaussage Shaun Costellos („Water Power“, 1977) ist „The Passions of Carol“ das erste vollständige Drehbuch, das er schrieb, und auch wenn man kaum etwas falsch machen kann, wenn man Charles Dickens Weihnachtsgeschichte zumindest in seiner Struktur werkgetreu übernimmt, ist dieses Debüt rundum erfreulich: Handlung und Sex stehen sich in etwa gleichberechtigt gegenüber, der Dialog ist mal ernst, mal heiter, aber immer im Einklang mit der Handlung und Stimmung im Film; und als Sahnehäubchen kann Mary Stuart, die Carol Scrogge spielt, auch Gefühle jenseits der sexuellen Verzückung glaubhaft darstellen. Bemerkenswert ist auch die Mühe, die man sich mit der Ausstattung gemacht hat, denn wir sehen nicht nur ein paar weihnachtliche Dekoelemente, sondern besonders dann, wenn es um die Darstellung des Jenseits geht, schneeweiße und silbrige Kulissen, Nebel etc. Neben einigen (z. B. aus „The Opening of Misty Beethoven“, 1975) bekannten Pornofilmmusiktracks werden in dem Film auch mehrere traditionelle Weihnachtsmelodien gespielt, sodass dem Vergnügen, sich weihnachtlich in Stimmung zu bringen, nichts im Wege steht.


Fazit:

Gelungene, wenn auch freie, Literaturverfilmung.


Wertung:

7,5 / 10


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