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 Betreff des Beitrags: WIE KOMMT EIN SO REIZENDES MÄDCHEN ZU DIESEM GEWERBE? - Will Tremper
BeitragVerfasst: 13.09.2014 17:15 
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Alternativtitel: Mir hat es immer Spaß gemacht
Produktionsland: Deutschland / Italien
Erscheinungsjahr: 1970
Regie: Will Tremper
Produktion: Horst Wendlandt
Darsteller: Barbi Benton, Klaus Kinski, Jeff Cooper, Broderick Crawford, Marc De Vries, Hampton Fancher, Claude Farell, Hugh Hefner

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Lynn Keefe (Barbi Benton) ist 17 Jahre und lebt in der US-Kleinstadt Scranton, Pennsylvania. Nachdem sie ihrem Freund Nick (Clyde Ventura) ihre Schwangerschaft beichtet flüchtet dieser Hals über Kopf vor seiner Verantwortung. Weil die unehelich schwangere Lynn ohne Kindsvater in ihrem Elternhaus wohl nicht mehr geduldet gewesen wäre, flieht sie noch in der selben Nacht um sich einen neuen Ehemann zu suchen. Sie tingelt durch den Osten der USA, immer auf der Suche nach einem Job zum Überleben. Dabei gerät sie in die Hände des skrupellosen Musikproduzenten Frank (Roman Murray) und des Zuhälters Juan (Klaus Kinski), die mit ihrem attraktiven Körper Geld verdienen wollen ....

Barbi Benton, damals die Freundin von Hugh Hefner, spielt hier in ihrem ersten von drei Kinofilmen.
(Nr. 2: X-Ray - Der erste Mord geschah am Valentinstag (1982) Nr. 3: Der Todesjäger (1983))
Und man muss sagen, Hugh Hefner wusste schon wieso er diese Frau haben wollte, sie war eine echte Schönheit und allein wegen ihr lohnt sich dieser Film. Auch der Soundtrack ist genial und übrigens einer der ersten Werke von Klaus Doldinger, "How Did A Nice Girl Like You Get Into This Business?", schmalzig gesungen vom österreichisch-kanadischen Sänger Jack Grunsky. Handwerklich ist der Streifen ganz gut gemacht, die Drehorte sind klasse, die Schauspieler passen größtenteils zu ihren Rollen. Kinski hat übrigens eine eher kleine Rolle gegen Ende des Films.

Ursprünglich wurde der teure Film 1970 als "Wie kommt ein so reizendes Mädchen zu diesem Gewerbe?" im Kino gezeigt. Nachdem dieser jedoch ein Misserfolg wurde, benannte Rialto den Film in "Mir hat es immer Spaß gemacht" um, kürzte ihn um 15 Minuten und brachte ihn erneut ins Kino (das alte Kinoplakat wurde überklebt). Die Fassung auf der US-DVD und bei Alpenglühen TV sind beide die gekürzte Version.

Der Film ist im Grunde ein Drama, rutscht aber immer wieder zum Sleaze ab. Man sieht nicht eine nackte Brust, dafür gibt's aber umso mehr lüsterne Typen und schmuddelige Dialoge. Leerlauf ist auch kaum vorhanden: die Locations wechseln ständig, fortwährend neue Liebhaber, immer neue Ekeltypen, im Grunde geht es im Film nur um eines: Sex.

Fazit: Der Film hat mich 85 Minuten hervorragend unterhalten, eine echte Sleazegranate. Hohes Tempo, viel Schmuddel, einfach ein kleiner, kurzweiliger Film zum Spaßhaben.

9/10


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 Betreff des Beitrags: Re: WIE KOMMT EIN SO REIZENDES MÄDCHEN ZU DIESEM GEWERBE? - Will Tremper
BeitragVerfasst: 13.09.2014 20:47 
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Hört sich gut an. Leider ist mir der Film bisher nicht über den Weg gelaufen und deshalb absolut unbekannt.

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 Betreff des Beitrags: Re: WIE KOMMT EIN SO REIZENDES MÄDCHEN ZU DIESEM GEWERBE? - Will Tremper
BeitragVerfasst: 13.03.2015 22:03 
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Klasse kann mich dem review von Derrick nur anschließen!

Die Filme ohne Nacktheiten sind glaub echt immer besser als die mit, denn da konnte sich wohl der Regieseur auf den Film konzentrieren!
Das Titellied ein Ohrwurm sondersgleichen, genial!
Die Benton ein Traum von Frau, die hier eine etwas naive spielt, die vielleicht doch nich so naiv ist...
Am coolsten ist mit der Teil vom Kinski, die Italienepisode, wo er ihr Zuhälter wird , sie dann auf der Via Veneto auf und abgehen lässt um ihr angeblich ne Filmrolle zu verschaffen. Sie aber nur in den betten der Regieseure und Produzenten landet.
Haha lustig :lol:
Am unglaublichsten ist aber die Motorrad nummer ziemlich am Anfang des Filmes, unglaublich wie er sie so in windeseile rumkriegt, da kann sie gar nicht anders. Hab ich noch nicht gesehen, unglaublicher und auch schokierender einfall.
Wenn man bedenkt das sie noch nicht allt und unbedarft :shock:
Schon krass, aber keinen richtigen Schmuddler erwarten! Ein drama ;)

8/10
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ps. so kurz ist die rolle vom Kinski jetzt auch nicht, wie es in derriks review klingt

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 Betreff des Beitrags: Re: WIE KOMMT EIN SO REIZENDES MÄDCHEN ZU DIESEM GEWERBE? - Will Tremper
BeitragVerfasst: 14.03.2015 03:05 
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reggie hat geschrieben:
Schon krass, aber keinen richtigen Schmuddler erwarten! Ein drama ;)

Ich finde sogar, dass sich genau das noch viel interessanter anhört.

Danke jedenfalls für die Vorstellungen des Films!


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 Betreff des Beitrags: Re: WIE KOMMT EIN SO REIZENDES MÄDCHEN ZU DIESEM GEWERBE? - Will Tremper
BeitragVerfasst: 14.03.2015 05:39 
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Ein sehr schöner Film (übrigens im Original nicht nachsynchronisiert, sondern tatsächlich auf Englisch gedreht). Keinesfalls Will Trempers Bester, und im letzten Drittel triumphiert der grenzklamaukige Humor vielleicht doch ein bisschen, aber gerade die erste Hälfte ist einfach Zucker für alle, die sophisticatete und idiosynkratische Zeitgeist-Filme aus diesen Jahren lieben. Ich würde einiges darum geben, einmal die ursprüngliche, ungekürzte Schnittfassung zu sehen, und den gesamten Score von Klaus Doldinger auf CD mein Eigen zu nennen.

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 Betreff des Beitrags: Re: WIE KOMMT EIN SO REIZENDES MÄDCHEN ZU DIESEM GEWERBE? - Will Tremper
BeitragVerfasst: 27.09.2016 12:04 
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Wie kommt ein so reizendes Mädchen zu diesem Gewerbe? (D)
Mir hat es immer Spaß gemacht (D)
Dove vai senza mutandine? (IT)
The Naughty Cheerleader (USA)
How Did a Nice Girl Like You...
How Did a Nice Girl Like You Get Into This Business?

D / IT 1970

R: Will Tremper
D: Barbi Benton, Klaus Kinski, Hampton Fancher, Roman Murray, Lionel Stander, Hugh M. Hefner, Paul Muller, Massimo Serato, Umberto D'Orsi, Christian Anders, Horst Wendlandt u.a.


dt. Synchronsprecher

Score: Klaus Doldinger

OFDb



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WIE KOMMT EIN SO REIZENDES MÄDCHEN ZU DIESEM GEWERBE? erzählt die Geschichte der 19 jährigen Lebensdame Lynn Keefe (Barbara Benton), die wiederum eines sonnigen Nachmittags einem gutbetuchten Freier ausgiebig den Werdegang ihrer letzten Jahre erzählt: Von der unschuldigen Jungfrau zur abgebrühten Edeldirne.

Nachdem Lynn im Alter von 16 Jahren während einer wilden Motorradfahrt völlig unerwartet ihre Unschuld verliert, gibt sie ihren eigentlichen Freund Ronny (Marc De Vries) kurzerhand den Laufpass und wirft sich daraufhin dem machohaften Entjungferer Nick (Clyde Ventura) an den Hals, woraufhin beide erst einmal ordentlich die Schwarte krachen lassen. Doch bereits nach kurzer Zeit endet die unbeschwerte Zeit der beiden liebestollen Freigeister ziemlich abrupt, da man es bei all der bumsfidelen Ausgelassenheit doch tatsächlich versäumte, sich über das äußerst wichtige Thema "Verhütung" zu unterhalten und so kommt es es, wie es kommen musste: Lynn wird schwanger, woraufhin sich Nick schnellstens aus dem Staub macht!

Da die Eltern der guten Lynn das uneheliche Treiben und die daraus resultierten Folgen niemals akzeptieren würden, entschließt sich die werdende Teenie Mutter zur Flucht nach New York, um dort schließlich sowohl einen Traumehemann, als auch einen optimalen Vater für ihr noch ungeborenes Kind zu finden. Doch kaum in New York angekommen, kommt alles anders als erwartet: Lynn findet zwar zunächst keinen Göttergatten, dafür aber einen Job als Kellnerin in einem abgelegenen Berghotel, indem es dann auch ziemlich heiß hergeht. Und Lynn? Diese mischt bei dem ausschweifenden Treiben munter mit und verbringt den Großteil ihrer Zeit genüsslich in fremden Betten, egal ob mit finanzkräftigen Hotelgästen, mit dem Geschäftsführer Baumann, mit dem einzigen Polizeibeamten der Region, mit dem schmalzigen Friseur Peppino (Umberto D'Orsi), mit einem stelzböckischen Admiral der Handelsmarine (Lionel Stander), mit einem gealterten Opernstar, mit dem noblen Hausdiener oder auch einfach nur mit einem dahergelaufenen Hotelpagen (Christian Anders ?). Da Lynn aber trotz ihrer dauerhaften Eskapaden in fremden Betten auch weiterhin keinen adäquaten Ehemann zu finden scheint, packt sie glattweg erneut ihre Koffer und begibt sich daraufhin nach Philadelphia, wo es dann auch sogleich zu einer Fehlgeburt kommt. Von da an scheinen dann bei Lynn alle Dämme zu brechen, da sie sich fortan in erster Linie als Edelprostituierte durchs Leben schlägt und dabei jeden noch so schmierigen Freier bereitwillig bedient. Hauptsache der Rubel rollt. Und das tut er dann auch....


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Ein herrlich naives Filmchen, mit einer nicht minder naiven Hauptprotagonistin, die in diesem Fall durch das damals 19 jährigen Playmate Barbara Benton (Geburtsname: Barbara Lynn Klein) verkörpert wird. Dabei kann die damalige Bettgespielin von Hugh Hefner auf der schauspielerischen Ebene eher weniger überzeugen, da ihr Mimikspiel entweder völligst überzogen und stark gekünstelt anmutet oder auch einfach nur in völliger Starrheit verharrt. Dafür bietet die lolitahafte Femme Fatale mit Schmollmund aber ganz andere Schauwerte, die dann wiederum das schauspielerische Manko ausgleichen und ihre Performance als durchwegs unterhaltend erscheinen lassen. Nachdem die Gute gleich zu Beginn ihre Unschuld auf dem Tank eines in voller Fahrt befindlichen Motorrads verliert (eine unfassbare Szene!), beginnt auch schon kurz darauf ihre nimmer enden wollende Odyssee durch sämtliche fremde Betten auf der ganzen Welt. Als Schauplätze dienen hierbei u.a. Scranton, New York, Philadelphia, Boston, Miami, Rom oder Monte Carlo. Dabei gelingt es ihr recht schnell, beim horizontal gewerblichen Treiben ganz weit oben mitzuschwimmen. Nebenbei geht sie aber auch noch zahlreiche "prekäre Arbeitsverhältnisse" ein, egal ob als Kellnerin in einem bumsfidelen Berghotel, als vermeintliche Teilhaberin im Musikbusiness, als reizende Fahrstuhlfühererin, als angehender Schauspielstar oder als ungekürte Miss Luxemburg. Dabei trifft sie neben Schauspielgrößen wie z.B. Massimo Serato, Lionel Stander, Hugh M. Hefner, Paul Muller oder Umberto D'Orsi auch auf den unverwüstlichen Klaus Kinski, der als zwielichtiger Ausbeuter eine überzeugende Darbietung abgibt. Außerdem soll lt. der IMDB auch "die Brut des Bösen" mit von der Partie sein, wobei ich Christian Anders nicht einwandfrei identifizieren konnte. Vermutlich spielt er den Hotelpagen, der lediglich für einen kurzen Augenblick etwas Screentime zugesprochen bekam:

Bild
(Was meint Ihr? Könnte die Person auf dem Bild der junge Christian Anders sein?) :unknown:


Ansonsten entpuppt sich Will Trempers Film als ein eher kurzweiliges Vergnügen, das vom wohligen Zeitgeist der frühen 70er geflutet ist und mit ansehnlichen Kamerabildern daher kommt. Anstatt die Schattenseiten eines solchen Lebenswandels aufzuzeigen, inszenierte der Regisseur einen eher arglosen Umgang mit dieser Thematik, was ihm wiederum (zu unrecht) heftige Kritiken einbrachte:


"Gespielin im Sattel" (Der Spiegel 05/1970)

"Ihre Haltung ist echter christlich" (Der Spiegel 37/1969)

Filmdienst



Aufgrund seines Erzählansatzes gestaltet sich das Finale dann auch weniger dramatisch, als eher versönlich, was wiederum im Vergleich zu ähnlichgelagerten Filmkalibern dieser Ära eher ungewöhnlich erscheint.

Fazit: Ganz toll!


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(Kurz-)Trailer

Radiospot USA

Vorspann:

www.youtube.com Video From : www.youtube.com


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 Betreff des Beitrags: Re: WIE KOMMT EIN SO REIZENDES MÄDCHEN ZU DIESEM GEWERBE? - Will Tremper
BeitragVerfasst: 27.09.2016 14:27 
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Keine Ahnung ob die Frage schon mal gestellt wurde oder das Thema schon mal statt fand.Da der Film auf Alpenglühen lief dürfte es doch nicht so schwer sein die Rechte zu bekommen ? (gilt übrigens auch für andere Filme die ausschließlich TV liefen ) Möglich ist es natürlich auch,dass niemand den Veröffentlicht weil man lieber Originalfassung hätte.
Weiß man eigentlich worum es sich bei den 15 entfernten etwa Minuten handelt ? Sind es Handlungsschnitte ?


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 Betreff des Beitrags: Re: WIE KOMMT EIN SO REIZENDES MÄDCHEN ZU DIESEM GEWERBE? - Will Tremper
BeitragVerfasst: 27.09.2016 14:42 
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Minos hat geschrieben:
Sind es Handlungsschnitte?


Laut Joachim Kramp lief der Film so schlecht an, dass man ihn noch einmal aus den Kinos zurückzog, kürzte und ihm einen neuen Titel ("Mir hat es immer Spaß gemacht") verpasste, was aber offenbar auch nichts nutzte. Ob man dem Film damit einen Gefallen getan hat, ist sehr fraglich. Jedenfalls ist gerade die zweite Hälfte schon auffallend disparat und holprig. Sollte sie in der ursprünglichen Fassung mehr jener Zwischentöne haben, die die Exposition so besonders reizvoll machen, hätte man es sofort mit einem wesentlich besseren Film zu tun.

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 Betreff des Beitrags: Re: WIE KOMMT EIN SO REIZENDES MÄDCHEN ZU DIESEM GEWERBE? - Will Tremper
BeitragVerfasst: 27.09.2016 20:12 
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Richie Pistilli hat geschrieben:
Außerdem soll lt. der IMDB auch "die Brut des Bösen" mit von der Partie sein, wobei ich Christian Anders nicht einwandfrei identifizieren konnte. Vermutlich spielt er den Hotelpagen, der lediglich für einen kurzen Augenblick etwas Screentime zugesprochen bekam:

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(Was meint Ihr? Könnte die Person auf dem Bild der junge Christian Anders sein?) :unknown:

Sieht eher aus wie der junge Manfred Lehmann. ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: WIE KOMMT EIN SO REIZENDES MÄDCHEN ZU DIESEM GEWERBE? - Will Tremper
BeitragVerfasst: 27.09.2016 20:33 
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Minos hat geschrieben:
Keine Ahnung ob die Frage schon mal gestellt wurde oder das Thema schon mal statt fand.Da der Film auf Alpenglühen lief dürfte es doch nicht so schwer sein die Rechte zu bekommen ? (gilt übrigens auch für andere Filme die ausschließlich TV liefen ) Möglich ist es natürlich auch,dass niemand den Veröffentlicht weil man lieber Originalfassung hätte.
Weiß man eigentlich worum es sich bei den 15 entfernten etwa Minuten handelt ? Sind es Handlungsschnitte ?


Subkultur könnte es ja herausfinden... :P


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 Betreff des Beitrags: Re: WIE KOMMT EIN SO REIZENDES MÄDCHEN ZU DIESEM GEWERBE? - Will Tremper
BeitragVerfasst: 27.09.2016 20:51 
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TRAXX hat geschrieben:
Richie Pistilli hat geschrieben:
Außerdem soll lt. der IMDB auch "die Brut des Bösen" mit von der Partie sein, wobei ich Christian Anders nicht einwandfrei identifizieren konnte. Vermutlich spielt er den Hotelpagen, der lediglich für einen kurzen Augenblick etwas Screentime zugesprochen bekam:

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(Was meint Ihr? Könnte die Person auf dem Bild der junge Christian Anders sein?) :unknown:

Sieht eher aus wie der junge Manfred Lehmann. ;)


'Mischung' aus Manne L. und Roddy McDowall. :roll: :D

Nach CA sieht der junge Mann nicht wirklich aus.


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 Betreff des Beitrags: Re: WIE KOMMT EIN SO REIZENDES MÄDCHEN ZU DIESEM GEWERBE? - Will Tremper
BeitragVerfasst: 28.09.2016 11:45 
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ugo-piazza hat geschrieben:
Subkultur könnte es ja herausfinden... :P


Subkultur möchten leider eher keine Komödien in der EDV, wie sie mir mal sagten. :cry:

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 Betreff des Beitrags: Re: WIE KOMMT EIN SO REIZENDES MÄDCHEN ZU DIESEM GEWERBE? - Will Tremper
BeitragVerfasst: 28.09.2016 14:46 
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McKenzie hat geschrieben:
ugo-piazza hat geschrieben:
Subkultur könnte es ja herausfinden... :P


Subkultur möchten leider eher keine Komödien in der EDV, wie sie mir mal sagten. :cry:


Wo wir dann wieder bei Schnitt-Frage wären.Womöglich wurde der Film erst mit der neuen Fassung zu einer "Komödie".Wobei es sich wie ich hier herauslese es sich eher um eine Drama mit einigen komödiantischen Elementen handelt ?
Außerdem könnte Subkultur sicher auch mal eine Ausnahmen machen.Ansonsten würde der Film auch zu Filmjuwelen oder gar Pidax passen.


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 Betreff des Beitrags: Re: WIE KOMMT EIN SO REIZENDES MÄDCHEN ZU DIESEM GEWERBE? - Will Tremper
BeitragVerfasst: 28.09.2016 15:19 
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Minos hat geschrieben:
McKenzie hat geschrieben:
Wo wir dann wieder bei Schnitt-Frage wären.Womöglich wurde der Film erst mit der neuen Fassung zu einer "Komödie".Wobei es sich wie ich hier herauslese es sich eher um eine Drama mit einigen komödiantischen Elementen handelt ?


Nein nein, ist schon eher eine Komödie, dahingehend würden die fehlenden 15 Minuten keinen Unterschied machen, denke ich. Wenn der Film bei Filmjuwelen oder Pidax erschiene, bekämen wir mit ziemlicher Sicherheit nur MIR HAT ES IMMER SPASS gemacht von einem alten Kirch-Beta, so "engagiert", wie man dort zumeist vorgeht.

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 Betreff des Beitrags: Re: WIE KOMMT EIN SO REIZENDES MÄDCHEN ZU DIESEM GEWERBE? - Will Tremper
BeitragVerfasst: 28.09.2016 15:36 
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McKenzie hat geschrieben:
Nein nein, ist schon eher eine Komödie, dahingehend würden die fehlenden 15 Minuten keinen Unterschied machen, denke ich. Wenn der Film bei Filmjuwelen oder Pidax erschiene, bekämen wir mit ziemlicher Sicherheit nur MIR HAT ES IMMER SPASS gemacht von einem alten Kirch-Beta, so "engagiert", wie man dort zumeist vorgeht.


Ok gut dann habe ich den Film falsch eingeschätzt.
Ja,dass diese nur die kurte Fassung veröffentlichen würden wäre sehr wahrscheinlich Ging mir da aber eher ums Themengebiet und wenn ich ehrlich bin verzichte ich auch lieber auf die 15 Minuten,anstatt auf den ganzen Film ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: WIE KOMMT EIN SO REIZENDES MÄDCHEN ZU DIESEM GEWERBE? - Will Tremper
BeitragVerfasst: 28.09.2016 18:35 
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McKenzie hat geschrieben:
Minos hat geschrieben:
McKenzie hat geschrieben:
Wo wir dann wieder bei Schnitt-Frage wären.Womöglich wurde der Film erst mit der neuen Fassung zu einer "Komödie".Wobei es sich wie ich hier herauslese es sich eher um eine Drama mit einigen komödiantischen Elementen handelt ?


Nein nein, ist schon eher eine Komödie, dahingehend würden die fehlenden 15 Minuten keinen Unterschied machen, denke ich. Wenn der Film bei Filmjuwelen oder Pidax erschiene, bekämen wir mit ziemlicher Sicherheit nur MIR HAT ES IMMER SPASS gemacht von einem alten Kirch-Beta, so "engagiert", wie man dort zumeist vorgeht.


Wahrscheinlich. Wenn der Rialto-Produktion ist, müsste ja Universum die Rechte haben. Aber ob die sich um eine Rekonstruktion kümmern würden, erscheint mir dreifelhaft.


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 Betreff des Beitrags: Re: WIE KOMMT EIN SO REIZENDES MÄDCHEN ZU DIESEM GEWERBE? - Will Tremper
BeitragVerfasst: 28.09.2016 21:55 
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Frage ist doch,falls die tatsählich die Rechte dazu haben,ob überhaupt ein Interesse für die besteht den Film zu veröffentlichen.Auch wenn Universum ein großes Filmlabel ist,ist der Film doch ein ziemliches Nischenprodukt und für die eher uninteressant.


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 Betreff des Beitrags: Re: WIE KOMMT EIN SO REIZENDES MÄDCHEN ZU DIESEM GEWERBE? - Will Tremper
BeitragVerfasst: 29.09.2016 09:31 
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Jimmy Stewart hat geschrieben:
Nach CA sieht der junge Mann nicht wirklich aus.


Keine Ahnung, war halt der einzige Teilnehmer der einigermaßen hätte passen können.... Entweder habe ich Christian Anders tatsächlich nicht entdecken können oder es handelt sich hierbei auch um einen weiteren Fehleintrag in den Filmdatenbänken.... Oder er ist vlt. in den Szenen zu sehen, die im Rahmen der Wiederaufführung der Schere zum Opfer fielen :unknown:


Minos hat geschrieben:
Frage ist doch,falls die tatsählich die Rechte dazu haben,ob überhaupt ein Interesse für die besteht den Film zu veröffentlichen.


Wenn ich das richtig verstanden habe, besteht das Hauptproblem (neben der Lizensfrage) darin, dass scheinbar kein adäquates Ausgangsmaterial der Langfassung mehr existiert (bzw. bis dato völlig unbekannt ist) :(


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 Betreff des Beitrags: Re: WIE KOMMT EIN SO REIZENDES MÄDCHEN ZU DIESEM GEWERBE? - Will Tremper
BeitragVerfasst: 25.07.2018 11:02 
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Barbi Benton   in

WIE KOMMT EIN SO REIZENDES MÄDCHEN
ZU DIESEM GEWERBE?


● WIE KOMMT EIN SO REIZENDES MÄDCHEN ZU DIESEM GEWERBE? / MIR HAT ES IMMER SPAẞ GEMACHT / DOVE VAI SENZA MUTANDINE? (D|I|1970)
mit Clyde Ventura, Jeff Cooper, Lionel Stander, Claude Farell, Massimo Serato, Murray Roman, Broderick Crawford, Riccardo Carrone,
Mark de Vries, Paul Muller, Max Nossak, Bruce Low, José Luis de Villalonga, Umberto D'Orsi sowie Hampton Fancher und Klaus Kinski
eine Produktion der Rialto Film Preben Philipsen | Due Emme Cinematografica | im Inter Verleih
ein Film von Will Tremper


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»10 Dollar, wenn du den Busen zeigst!«

Die attraktive 16-jährige Lynn Keefe (Barbi Benton) macht mit ihrem leichtfertigen und naiven Gehabe eine komplette Kleinstadt in Pennsylvania verrückt. Dabei ist sie sich ihrer Wirkung auf die ansässige Männerwelt durchaus bewusst. Als sie eines Tages den etwas älteren Nick ( Clyde Ventura) kennenlernt, verliebt sie sich Hals über Kopf und träumt von einer gemeinsamen Zukunft. Nach einem bizarren Liebesabenteuer wird Lynn von ihm schwanger und erwartet, dass er sie heiratet. Doch Nick sucht das Weite und lässt Lynn einfach sitzen. Schon bald beschließt sie, aus dem provinziellen Kleinbürgertum auszubrechen und begibt sich in der Hoffnung den Richtigen zu treffen auf eine Reise ins Überall und Nirgends. Doch Lynn kommt schon bald auf dem Boden der Tatsachen an und lernt die wahren Gesichter vieler Männer kennen, bis sie sich im Endeffekt folgendes vorhalten lassen muss: »Wie kommt ein so reizendes Mädchen zu diesem Gewerbe?«

Will Tremper brachte es in seinem dem Vernehmen nach turbulenten Schaffen auf fünf Filme, die größtenteils gute Kritiken bekamen, aber wirtschaftlich gesehen nicht als zufriedenstellend bezeichnet werden müssen. Das Dilemma des Will Tremper besteht vielleicht darin, dass der durchaus visionäre Regisseur und inoffizielle Vorreiter des Neuen Deutschen Films deutlich vor seiner Zeit inszenierte, diese aber noch nicht reif für seine unkonventionellen Beiträge war. Auch "Wie kommt ein so reizendes Mädchen zu diesem Gewerbe" wurde zum Misserfolg, der mit einem Produktionsbudget von rund 2½ Millionen D-Mark sogar zum wohl größten Flop von Horst Wendlandts Rialto Film werden sollte. Da der Film in den Kinos schlecht anlief, wurde er im Rahmen einer möglichen Schadensbegrenzung in "Mir hat es immer Spaß gemacht" umbenannt und um etwa 15 Minuten gekürzt, was allerdings auch nichts mehr helfen sollte. Beim Anschauen des Films drängen sich Quervergleiche zu Trempers 1966 entstandenem "Playgirl" auf, in welchem er seiner unerfahrenen Hauptdarstellerin quasi die alleinige Macht gab, und es neben ihr keine anderen Götter, geschweige denn Göttinnen geben durfte. Dennoch zeigen sich natürlich bedeutende Unterschiede bei der Handlung und Struktur der Geschichte, außerdem ist ein näheres Heranrücken an den herkömmlichen deutschen Film zu beobachten, sodass sich erstmals und insgesamt gesehen keine Besonderheiten herauskristallisieren. Aber der komplette Film wurde nicht optimal angepackt, wie Tremper selbst einräumte.


Will Tremper hat geschrieben:
Barbi-Darling erwies sich als ein Naturtalent, das, ähnlich wie die Renzi, ihrer Rolle hemmungslos gerecht wurde, von einem Bett ins andere springend, aber nie auch nur einen Busen zeigend. Ich Trottel. Als der Film im Januar 1970 in München anlief, hatte Rolf Thiele in diesem »Sonnen-Kino« in der Sonnenstraße gerade seine Sex-Schnulze KOMM NUR MEIN LIEBSTES VÖGELEIN herausgebracht. In unserem Film aber gab's nicht die Spur von nacktem Fleisch zu sehen. Dafür veröffentlichte Hugh Hefner im PLAYBOY zwölf Seiten pudelnackte Barbi Benton. Nun ja. Horst Wendlandt erwies sich als »good sport« und meint bis heute: »Aber wir haben uns doll amüsiert, Dicker!«

Der große Vorzug dieses komödiantischen Dramas ist sicherlich die atemberaubende Hauptdarstellerin und Hugh-Hefner-Bunny Barbi Benton, der Will Tremper ähnlich wie seinerzeit Eva Renzi in "Playgirl" einen Künstlernamen gab, außerdem die absolute Prokura, den Film im Alleingang prägend dominieren zu können. Vielmehr erscheint es auch hier so zu sein, dass ein kompletter Film um die attraktive Hauptrolle herumkonstruiert wurde. Barbi Benton schöpft ihre Stärke aus der Unverbrauchtheit und einer natürlich gegebenen Interpretationsgabe, von ihrem Charme und Charisma ganz zu schweigen. Man lässt sich gerne auf die ansprechende Performance der hübschen Lynn ein, die entgegen zum Kern der Geschichte auffällig leichtfüßig wirkt. Hin und wieder ist es kaum zu glauben, dass Lynn gerade erst anfangen soll, ihre ersten amourösen Gehversuche zu wagen, aber insgesamt gesehen hält die Konstruktion aufgrund der lockeren und leichten Eindrücke stand, die spielend vermittelt werden können. Begleitet wird das Gezeigte von Lynns Stimme aus dem Off, die ihre Gedanken dem Zuschauer einerseits nachdenklich-naiv, aber auch frech-verspielt präsentiert, sodass die anvisierte Situationskomik immer wieder greifen kann. Leider ist es so, dass die Geschichte insgesamt zu oberflächlich bleibt, was nicht zu den in Dramatik getränkten Leitlinien der gesamten Chose passen möchte, allerdings ist wohl auch zu betonen, dass Tremper es im Endeffekt doch hinbekommen hat, diese Gratwanderung auszubalancieren. Dass der Film seinerzeit floppte, liegt vermutlich wirklich daran, dass absolut keine handelsüblichen Schauwerte geboten werden. Somit ist "Wie kommt ein so reizendes Mädchen zu diesem Gewerbe" zu weit weg von Produktionen dieser Zeit, die sich in dieser Hinsicht schon einiges mehr getraut haben, aber ebenfalls zu weit entfernt von Will Trempers charakteristischem Inszenierungsstil, dem erstmals der letzte Schliff zu fehlen scheint und trotz alternativer Ansätze zu konventionell und leicht uniform wirkt.

Aus diesen Gründen hängt diese Story irgendwie in der Luft, die man zwar zugegebenermaßen charmant und kurzweilig findet, ihr aber unterm Strich unterstellen mag, dass das gewisse Etwas einfach fehlt. Hinter den Kulissen ist dank eines verlässlichen Rialto-Stabs sehr viel Routine zu bemerken, was sich leider nicht weiter in der Besetzungsliste durchschlägt. Für den deutschen Markt wirkt die Präsentation der Darsteller einfach zu unwirsch, da abgesehen von Klaus Kinski nationale Stars fehlen; ein Manko, das von internationaler Seite nicht ausgeglichen werden kann. Dem linearen Aufbau der Geschichte folgend, sieht man die Stars und No-Names der Produktion in kurzen, isolierten Intervallen, die gemessen an der Screentime und Schauspiellaune von Barbi Benton nur wie unbedeutende Gastauftritte anmuten. Will Tremper schafft es in seinem letzten Film leider nicht, sich und seine geistreichen Reisen ind Ungewisse nochmals neu zu erfinden und es ist sehr schade, dass sein Dasein als Regisseur hiermit besiegelt war, denn Leute wie ihn hätte das deutsche Filmgeschäft eigentlich dringend nötig gehabt - gerade angesichts der neu anbrechenden Dekade. Auch wenn der Film durchaus seine Momente zu vermitteln weiß, kurzweilig ist und unterm Strich wirklich Spaß machen kann, bleibt ein Flop leider doch nur ein Flop. In der Retrospektive sollte die Produktion dennoch milde bewertet werden, da Tremper immerhin eine herrliche Bildsprache anbietet und etliche Ambitionen durchschimmern lässt, die bei dieser Umsetzung jedoch weitgehend untergehen. Über allem steht vielleicht auch der Vergleich zu seinen vier vorher gegangenen Filmen, die wesentlich frischer und moderner wirken, als "Wie kommt ein so reizendes Mädchen zu diesem Gewerbe". Außerdem kann man sich hin und wieder des Eindrucks nicht verwehren, dass zahlreiche Ersatzteile aus seinem eigenen Klassiker "Playgirl" auftauchen. Das kommt weniger gut an, denn man kann ein Gefühl oder Flair nur schwer wiederholen. Was bleibt ist der Blick auf einen Film, der aus heutiger Sicht dennoch einfach schön ist, falls man ihm zu viele kritische Blicke erspart.


— ITALO-CINEMA —


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