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 Betreff des Beitrags: BLOOD BEAT – PULSSCHLAG DES SCHRECKENS, Regie: Fabrice Zaphiratos
BeitragVerfasst: 21.01.2018 17:50 
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BLOOD BEAT – PULSSCHLAG DES SCHRECKENS (deutscher Videotitel), Regie: Fabrice Zaphiratos
BLOOD BEAT (englischer Originaltitel)
USA 1982
Darsteller
Helen Benton,
Terry Brown,
Dana Day

Bild Bild

Ein Horrorfilm aus den frühen 1980-er Jahren, der nicht im bunten Neonlicht einer Großstadt spielt, sondern sein Setting ins Hinterland der USA verlegt: Statt Neon-Maniacs – so in einem anderen Vertreter des Genres – tritt hier ein geisterhafter (oder außerirdischer?) Samurai (!) auf, der eine Familie, die sich zum Weihnachtsfest zusammengefunden hat, malträtiert. Teds Freundin Sarah, die in einem emotionalen Konflikt zu seiner telepathisch veranlagten Mutter steht, bemerkt die zunächst unsichtbare Präsenz des Samurais zuerst. Mehr und mehr materialisiert dieser sich und bringt die Bewohner in der ländlichen Gegend nach und nach um – bis er dann auch mit erhobenem Schwert ins Haus der Familie eintritt…

Gerade der ständige Rekurs auf das Jagen, der sich durch den gesamten Film zieht, eben der „Pulsschlag des Blutes“ ist es, der BLOOD BEAT inhaltlich durchaus in die Nähe vom berühmten PREDATOR (USA 1987) rückt – das war es dann jedoch allerdings schon, was beide Filme miteinander vereint. BLOOD BEAT besitzt alle jene Mängel, die solch ein günstiges B-Movie typischerweise aufweist: angefangen bei der Verweigerung irgendein Interesse gegenüber den gezeigten Figuren zu zeigen, billigstes Setting und einfachste Montagen, die Liste lässt sich beliebig fortsetzen… Dennoch hebt sich das Dargestellte vor allem durch das Wie vom Durchschnitt vergleichbarer Filme ab. Hier nun versagt meine Filmbeschreibung, also der Versuch, jenes filmisch Erlebte in Worte zu übersetzen, was ja niemals in der Filmkritik – höchstens nur ansatzweise – gelingt. Der Franzose Zaphiratos bedient sich eines kontrastierenden Stils, indem er die klischeebeladenen Bilder des Genres in einer Weise abfilmt, dass durchaus recht ungewöhnliche Einstellungen (zum Beispiel die Szene, in der die Mutter an der Staffelei malt, die Montage des Gemalten in den filmischen Ablauf) entstehen; und besonders gelungen habe ich die Musikauswahl empfunden, die neben dem typischen Synthie-Soundtrack (der eine sehr effektive Verwendung bei den Spannungssequenzen findet) dann vor allem auch klassische Musik einsetzt. So weht ein Hauch von „Godard“, ja, des europäischen Arthouse-Kinos durch Zaphiratos‘ Produktion, die letztlich indes nichts anderes will, als den Zuschauer für 90 Minuten zu unterhalten…

Ist man bereit, solch eine Form von Selbstreflektion in einem solchen Film wie BLOOD BEAT zu akzeptieren, dann kann der Film gute Unterhaltung verbreiten. Überraschender Weise sollte zwei Jahre später mit NINJA III ein ähnlich gelagerter Streifen gedreht werden, dort geht es um einen Ninja, der ebenso eine junge Frau mental in Besitz nimmt und sie zu einer Kämpferin werden lässt…


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