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 Betreff des Beitrags: Interview mit ANDREAS BETHMANN
BeitragVerfasst: 26.11.2012 23:03 
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Nun, von Andreas Bethmann und X-Rated kann jeder halten was was er will, unbestritten ist aber, dass Andreas in der deutschen Exploitationlandschaft ein wirkliches Urgestein ist! Mit seinem Label X-Rated hat er so manch tolle Filme herrausgebracht, die die von den Fans dankbar aufgenommen wurden.

Dabei beschränkt sich Herr Bethmann nicht nur auf das Label, nein, er trat auch als Filmer, Autor, Videothekar und sogar als Musiker in Erscheinung!

Dadurch entstand die Idee zu diesem Interview. Ich hab ihn, ohne große Hoffnung auf Antwort (da er sich sehr rar im Internet macht), angeschrieben und er sagte sofort zu. Danach brach ein Bombardement an Fragen über in herein, die er freundlich und sehr ausführlich beantwortet hat und auch heikleren Themen nicht auswich.

Aber überzeugt euch selbst...


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1. Erst mal vielen Dank, für die Interviewzusage! Wie geht es dir Andreas? Du hast dich in der letzten Zeit ja ziemlich rar gemacht und einige Gerüchte über dich machten die Runde (Unfall, Krankheit,...).
Tachchen! Danke der Nachfrage! Ja man hört immer viel. Tatsache ist es, dass ich einen Autounfall vor über 2 Jahren hatte, der mir sehr zugesetzt hatte. Dadurch habe ich auch die Arbeiten an meinem letzten Film „Terror Creek“ abgebrochen, und so vieles andere auch. Danach erlag ich noch einer Zwangserkrankung, die bis heute nicht weg ist. Wer nicht weiß was das ist, sollte sich die Serie Monk anschauen. Während in dieser Serie der Darsteller etwa 100 hat, kann ich auf etwa 10-15 blicken, die den täglichen Alltag schon beeinflussen. Wenn man mich trifft, merkt man das nicht, es sei denn, es entsteht eine „Situation“. Eine andere doofe Sache ist auch noch dazu gekommen. Jedenfalls hat mich die Geschichte sehr verändert. Ich werde ja bald 50 und da wird man nachdenklich. Als letztes Jahr meine Tante an Krebs starb, ein Kumpel vom mir mit 52 einen Schlaganfall bekam und ein Geschäftspartner von mir mit 54 einen Herzinfarkt erlitt, da wurde mir klar, der Tod steht zwar noch nicht vor der Tür, aber er sucht sich schon einen Parkplatz. Jedenfalls habe ich 2010 die Filmerei hingeschmissen und mich anderen Sachen gewidmet. Mittlerweile wohne ich wieder in Braunschweig und habe meine ganzen Ersparnisse in Immobilien gesteckt, damit ich jetzt mal einen Gang zurück schalten kann und mich um meine Gesundheit und viele andere Dinge kümmern kann. Dieses Jahr habe ich aber auch wieder paar Sachen gemacht. Zum Beispiel mache ich für 5 Labels ab und zu die Grafikarbeiten um „warm“ zu bleiben. Ansonsten fröne ich den ganzen Tag meine vielen Hobbys und versuche es mir gut gehen zu lassen. Außerdem befasse ich mich mittlerweile sehr stark mit Politik und Ökonomie. Da haben sich ganz neue Dimensionen eröffnet, die mich früher einen Furz interessierten.

2. Du hast ja bereits in jungen Jahren bereits mit Vaters Kamera eigene Kurzfilme gedreht. Wie kamst du dazu? Das ist ja ein relativ seltenes Hobby für einen jungen Mann. Was machte für dich die Faszination des Medium Film aus? Gab es einen Schlüsselmoment?
In meiner Jugend habe ich schon immer gerne Filme geguckt, habe aber immer etwas gesucht, was mich kreativ befriedigt. In den Jahren 1982-1987 habe ich Comics gezeichnet, die habe ich dann kopiert, geheftet und auf dem Schulhof verschenkt. Zum einen das Splattercomic „Die Klinik am Schwarzwaldfriedhof“ und zum anderen das Satirecomic „Klein Adolf“. Insgesamt etwa 60 Hefte. Dort kristallisierte sich mein späteres Leben heraus. Es gab da leider Ärger mit der Schule, weil die Comics recht abartig waren und die Satire wohl etwas zu satirisch war. Man muss wissen, ich war auf dem größten Spießergymnasium überhaupt und habe auf Befehl meiner Eltern schön brav mein Biologie-Physik-Abitur gemacht. Durch meine ersten musikalischen Ergüsse meiner Schulband „Lermgrenze“ war ich so schon auf der Schule seltsam angesehen. Als ich im Sommer 1988 zwei Monate in Amerika war, habe ich mit einer Kamera angefangen zu filmen und ohne es zu wollen einen kleinen Dokumentarfilm gemacht. Dies war mein filmisches Schlüsselerlebnis. Den Film habe ich natürlich auch kopiert und in der Schule verteilt. Im selben Jahr habe ich dann meinen ersten Horrorkurzfilm „Begrabt ihn tief“ gedreht.

3. Der nächste Schritt zu eigenen Amateurfilmen war ja dann der logische, nächste Schritt. In deinen ersten Filmen BEGRABT IHN TIEF, DER TOTENHÜGEL und TANZ DER KÜRBISKÖPFE, herrschte ja noch relativ konventioneller Amateurhorror vor, während du in deinen darauf folgenden Filmen in die vollen gingst. Besonders die Verbindung von Gewalt und Sexualität scheint es dir angetan zu haben. Was fasziniert dich an diesem Spannungsfeld?
Also die Sachen, die ich von 1988 bis 1995 drehte, waren „just for fun“. Das sind keine Filme, sondern Spaßvideos (oder Schrottvideos), die ich mit meinem Kumpel drehte und in der Schule oder unter Freunden als Kopie verschenkte. Das hat damals einen riesigen Spaß gemacht. Die haben wir noch auf Video gedreht und mit 2 Videorekordern zusammen geschnitten, das muss man sich mal vorstellen. Da gab es keine Schnittcomputer oder Digitalkameras. Leerkassette in Recorder 1 und VHS in Rekorder 2. Auf „play“ drücken und mit Rekorder 1 aufnehmen. Vertonen ging mit einer Audiodubbtaste und einem Lego-Mikro, bzw mit irgendeiner doofen CD mit Musik. So konnte man nicht wirklich schneiden. Und die VHS Qualität war eigentlich kaum guckbar. Erst 1996 habe ich versucht, mit „Tanz der Kürbisköpfe“ mal einen Film zu machen, der so langsam mal ernster werden sollte und mit etwas Handlung gerade so „guckbar“ war. Der ist zwar eine Lachnummer, aber hat unterhaltungswert. Da wurden auch 100 Kassetten hergestellt und verkauft. Als ich mich 1997 dann selbstständig machte, drehte ich 1998 meinen „ersten“ Film, der auch Geld kostete und einspielte („Angel of Death“). Alles was ich seit 2000 produzierte, war eine ganz andere Schiene. Darsteller bekommen bei mir 200-500 Euro pro Tag und da kommt einiges an Kosten zusammen. Die Synchronisation verschlingt auch noch mal viele tausend Euros. „Prison Island Massacre“ war mein teuerster Film, insgesamt 52.000 Euro. Alleine Lina Romay hat 1000,00 Euro Gage pro Tag bekommen, Ittenbach 2000,00 Es ist schon interessant, wie sich das entwickelt hat. Es verkaufen sich meine letzten 15 Filme weltweit immer noch sehr gut und ich könnte davon leben, wenn ich nicht anspruchsvoll wäre. Wenn wir schon mal beim Thema Geld sind: ich habe neulich mit einer Darstellerin gesprochen, die jetzt bei einem anderen Independentfilmer mitspielte. Die war ganz überrascht über meine Gagen und erzählte mir, dass dort immer viele kostenlos mitspielen. Ganze schöne Unverschämtheit, dachte ich mir da. Am Rande erwähnt wundert es mich, dass bis heute kein anderer in Deutschland diese Verquickung aus Sex und Gewalt aufgreift oder nachmachte.

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4. Werden diese Filme jemals eine DVD-Veröffentlichung erfahren, oder ist das Thema für dich abgeschlossen? Kannst du dich mit den Filmen noch identifizieren?
Alles vor 1995 ist kein Thema, weil es rechtlich schon nicht geht. Ich habe die Sachen nicht allein gemacht, die Musik ist nicht lizensiert und noch vieles andere auch. Also eine gewerbliche Auswertung ist nicht möglich. Lediglich der „Tanz der Kürbisköpfe“ wäre als „Kulttrash“ ein Thema. Den finde ich echt spaßig mit dem grunzenden Kürbis, der zu Halloween durch die Luft fliegt und Leute umbringt. Immerhin gehört er zu den ersten deutschen Amateurfilmen überhaupt. Ich habe überlegt, ob ich nicht eine Handvoll DVDs davon mache (wie gesagt, es ist nur auf VHS gedreht und hat unsäglich schlechte Qualität) und nächstes Jahr ein paar Fans vermache.

5. In welchem Jahr reifte eigentlich der Entschluss, dein Label X-Rated zu gründen? Ich kann mir vorstellen, dass ein solches Unterfangen damals um einiges schwieriger sein musste als heute, wo es schon eine gewisse Infrastruktur in der Branche gibt.
Das war im August 1997, da kamen die ersten beiden X-Rated Titel auf den Markt. Es war eine spannende Zeit, da dort noch im Studio mit Spulen und Analoggeräten gearbeitet wurde. Mein Kumpel hatte in Wolfenbüttel ein Studio, wo für das Fernsehen synchronisiert wurde. Da begann ich meine ersten Erfahrungen zu sammeln. Ein paar Monate zuvor hatte ich bei der damaligen Firma Astro bei den Arbeiten für die Laserdiscs reingeschnuppert. Das Drumherum war für mich kein Problem, da ich als Industriekaufmann und Bilanzbuchhalter das Finanzielle auch auf dem Schirm hatte. Seit 2001 habe ich mein eigenes Studio und die ganzen Grafiksachen mache ich auch selbst. Das ist alles schon ganz schön lange her.

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6. Die anfänglichen Releases erschienen noch auf VHS, bevor du auf DVD umgestiegen bist. Ich habe gehört, dass du weiterhin fleißig VHS sammelst und eine beachtliche Sammlung besitzt. Magst du uns deine Sahnestücke in der Sammlung verraten?
Ja? Wo hört man denn das? Aber du hast recht. Alte Videos sind grandios. Was ich da schon an Geld ausgegeben habe. Mein teuerstes Video war die Glasbox vom „Super-Chan“, da habe ich damals schon 850 DM ausgegeben. Ich habe 2 Wohnungen voll Videos gehabt. Dieses Jahr habe ich allerdings ausgemistet und etwa 7000 Stück bei Ebay verkauft (mein Gott war das eine Arbeit), aber ich verkaufte nur „normale“ Sachen (z.B.„Scream 3“ und so unwichtige, neue Sachen, die man als VHS einfach nicht braucht), damit ich die Wohnungen vermieten kann und ich die Sahnestücke geballter habe. Zur Zeit habe ich etwa 1500 Videos in der Sammlung.

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7. Es ist ja allgemein bekannt, dass die Hartboxverpackung aus der Pornobranche kommt. X-Rated hält ja eisern an dieser Verpackung fest und hat sich damit ein Trademark geschaffen. Warum ausgerechnet diese Verpackungsart?
Das war die einzige Alternative für eine DVD-Verpackung, wenn man Videofan ist. Und X-Rated ist ja auch oft ein Pornolabel, also warum keine Pornoboxen!? Außerdem sind sie Wasserdicht, schwimmen in Milch und haben eine schön glänzende Hartboxwichschicht.

8. In deinem Programm stechen besonders die tollen Themenreihen hervor. Besonders langlaufende Reihen waren ja die Giallo-/Nunploitation-/Joe D´Amato- und die Westerncollection. Welche davon liegt dir dabei besonders am Herzen? Viele finden es ja schade, dass die Western-Reihe eingestellt wurde.
Die Joe d´Amato-Reihe war neben der Giallo-Reihe meine Lieblingsserie. Ich hatte unendlich viel Spaß an der Arbeit daran. Die Nonnen kommen gleich danach. Bis heute kann ich es nicht verstehen, warum in Deutschland kein anderes Label sich dieser ganzen Filme in solch großer Auswahl angenommen hat. An den Western habe ich etwas mein Interesse verloren. Ich glaube, da hatte ich eine Phase.

9. Du hast schon mehrmals anklingen lassen, dass du ein großer Verehrer von Joe D´Amato bist. Gab es mal ein Treffen mit ihm? Warum ausgerechnet D´Amato? Er wurde ja oft als Stümper geschmäht.
Er ist für mich einer der größten Künstler in Hinsicht auf Improvisation im Nischenfilm. Ich liebe einfach seine Handschrift und halte ihn für einen Filmemacher, wie es so schnell keiner nach ihm mehr geben wird. Er hat einfach eine Filmepoche bedient, die es heute nicht mehr gibt. Zugegeben, seine Filme haben mich sehr beeinflusst in meiner eigenen filmischen Arbeit. Ein Treffen fand nie mit ihm statt.

10. Du kannst mittlerweile auf einige hundert Veröffentlichungen zurückblicken. Welche lief bisher am besten und welche blieb hinter den Erwartungen zurück?
Die 5 am besten verkauftesten Titel in der 15 jährigen X-Rated Geschichte waren „Torso“, „Caligula 2“, Prison of Hell“, „Castigata“ und „Vegetarierinnen zur Fleischeslust gezwungen“. Am schlechtesten liefen alle Sachen von Ulli Lommel.

11. Hand aufs Herz, stehst du hinter allen deinen Releases, oder gibt es Filme, die du im Nachhinein bereust?
Nein, außer „Netz der Vergangenheit“ bereue ich nichts.

12. Was vielen X-Rated Sammlern sauer aufstösst, sind die zig Covervarianten und Re-Releases. Es war anfangs bestimmt eine löbliche Überlegung, für jedermann sein Wunschcover zu veröffentlichen, aber mittlerweile nehmen die 33er/66er Cover doch sehr überhand. Es sind anscheinend auch viele Bootlegs im Umlauf, von Leuten, die auf ein Stück vom Kuchen hoffen. Wie siehst du diese Entwicklung. Kannst du die Bedenken der Fans nachvollziehen?
Ja, das kann ich. Gerade neulich habe ich mir so überlegt, ob es durch die vielen Nachahmer ein Fluch oder Segen war, dass ich vor etlichen Jahren die Covervarianten A B C, die 66er Editionen und alles andere erfunden habe. Ich finde mittlerweile den gesamten Markt besonders durch die 4-5 Repacklabel sehr kaputt gemacht.

13. Was bei vielen Covern auffällig ist, dass manche nichts mit dem Film zu tun zu haben oder von anderen Filmen ausgeliehen wurden. Wie kommt es dazu?
Bei einigen Covern ist das so, wenn es sich um ein neutrales Motiv handelt (Frauenarsch oder blonde Frau). Viele Covers sind auf Wunsch von Händlern auf Bestellung entstanden. Einige davon sehe ich im Nachhinein als nicht mehr so gut an.

14. Stichwort Jean Rollin. Im deutschen Sprachraum hast du ja mit den Rollin-Releases Pionierarbeit geleistet. Diese langsamen und doch sehr ästhetischen Filme stechen schon ein wenig aus dem sonstigen Programm hervor. Wie bist du damit in Berührung gekommen?
Als ich damals „Die eiserne Rose“ das erste mal sah, bin ich fast weggeflogen. Geht mehr Kunst und Ästhetik? Und dann noch ein Kammerspiel, minimalistisch und mit vielen anderen wirkungsvollen Elementen (z.B. sexuelle). Grandios! Damals Grund genug für mich, 5 Rollin-Filmen eine deutsche Veröffentlichung zu spendieren. Zwei davon habe ich sogar synchronisiert und bin Toninhaber.

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15. Zur Zeit herrscht ja bei deinen Mitbewerbern ein regelrechtes Jess Franco Revival. Im Gegensatz zu vielen anderen, hast du ja ein freundschaftliches Verhältnis zu Franco und der leider verstorbenen Lina Romay. Linas Tod kam leider sehr überraschend. Welche Erinnerungen hast du an die beiden? Es muss dich ja sehr geadelt haben, dass diese beiden Eurocultlegenden, Gastrollen bei deinen Filmen, eingenommen haben. Wie kam es überhaupt zum Kontakt?
Über den Tod von Lina war ich sehr betrübt. Krebs wird langsam zu einer Seuche unter den Menschen. Ich habe mit ihr 2 Filme gedreht und es war eine wundervolle Zeit. Sie ist eine tolle Schauspielerin gewesen, konnte perfekt improvisieren, war spontan und für neue Sachen offen. Und Jess Franco ist einfach eine Legende. Der Kontakt kam vor 10 Jahren zustande, als ich den „Lust für Frankenstein“ lizensierte. Ich konnte es mir nicht nehmen, diesen Sommer den Jess für 2 Stunden in Berlin zu besuchen. Als ich im Café sah, wie er ständig in seinen Cappucino aschte, wurde mir bewusst, dass er nicht mehr lange hat. Auf jeden Fall habe ich nur tolle Erinnerungen an die beiden, egal ob beim Dreh oder während der unzähligen Interviews, die ich mit ihm filmte.

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16. Stört es dich, dass bei den Fans ein augenzwinkender Kult herrscht, nach Rechtschreibfehlern bei den Hartboxen zu suchen.
Nein, jeder hat ein anderes Hobby.

17. X-Rated ist in der deutschen Genrelandschaft ein Urgestein. Gab es jemals Rivalitäten mit den anderen Kultlabels wie CMV, Astro oder Laser Paradise?
Nein, nicht das ich wüsste.

18. Du bist ein ziemlicher Tausendsasa, der anscheinend mit dem Label alleine nicht ausgelastet war. Nebenbei betreibst du noch eine Videothek und warst Herausgeber des ART OF HORROR-/X-RATED-Magazins. Reifte die Idee des Heftes aus dem Mangel an Wissen der damaligen Szene in Bezug auf Zensur? Also, sprich wolltest du Aufklärungsarbeit leisten?
Die Videothek habe ich unter anderem aus Zeitgründen 2004 geschlossen. Aber es waren 7 interessante Jahre, in denen man viel Kontakt mit Fans haben konnte. Das Heft entstand zu einer Zeit, wo solche Sachen noch cool waren und man selbst Zeitschriften und Filmbücher verschlang. Seit ich 2005 da „ausstieg“, habe ich mich da nicht mehr groß mit befasst. Neulich habe ich durch Zufall in so ein Heft reinblättern können und habe festgestellt, dass es mir nichts mehr gibt. Es ist jetzt anders. Ich muss keine Filmkritik zu „Saw 7“ für Geld kaufen und mir ins Regal stellen. Da sehe ich nicht den Sinn drin!

19. Magst du uns etwas mit deinen Erfahrungen zum Thema Zensur erzählen?
Nun, kritikwürdig finde ich die Art und Weise, wie manche Beamte einen behandeln. Als ich mal vor 15 Jahren „Besuch“ hatte, wurde ich ständig in Form von Sprüchen beleidigt, zum Beispiel habe ich immer mehrere Bars in meinem Anwesen und da stapeln sich schon mal 200 Flaschen Wiskey und Rum, gerade wenn ich eine Party vorbereite. Da bezeichnet mich der Beamte gleich als „Alkoholiker“. Als ich im antwortete „zu hause trinken ist billiger“ (das war ernst gemeint), kommt er mir gleich mit „werden sie nicht frech“. Als er dann im Schlafzimmer auf dem Nachtschrank Dildos und Gleitcreme fand und in der Ecke meinen Zuchtbock stehen sah, schrieb er in die Akte „Herr Bethmann betreibt einen Folterkeller“ (das war sein ernst. Nach Akteneinsicht konnte das mein Anwalt gar nicht glauben). Eine Unverschämtheit so etwas. Da geht solch ein mit Vorurteilen behafteter Mensch von seinem eigenen Leben aus und denkt sich, wer nicht das gleiche Sexleben wie er führt, ist unnormal. Über so etwas kann ich mich nur aufregen. Aber das hat jeder sicher schon mal erlebt, und wenn es nur mit einer Politesse oder bei der Polizeikontrolle mit dem Auto ist. Ich glaube, nach dem Prinzip entstehen auch Beschlagnahmungsbeschlüsse von Filmen.

20. Gibt es Fälle, in denen du Zensur gutheißen kannst?
Ja, sicher. Aber eigentlich nur bei Verharmlosungen von Themen, die einfach nicht unterhalten, sondern abstoßend sind. Zum Beispiel in Hinsicht von Themen, die Konsequenzen für unser Land bedeuten könnten. Fiktive Spielfilme wegen irgendwelcher blutiger Effekte zu zensieren ist völliger Blödsinn. Zensur gut heißen tue ich aber im realen Leben in Form von Regeln, zum Beispiel zum Schutz von Kindern und Tieren, oder allgemeinen Menschenrechten. Ich könnte mich da jetzt auslassen…

21. Mit dem Release von MALADOLESZENZA hast du dir bestimmt einigen Ärger eingefahren, oder? Er wurde ja als 184b (Kinderpornographie) eingestuft. Kannst du diese Entscheidung nachvollziehen? Man konnte mit einer solchen Verurteilung doch nicht wirklich rechnen. Wie hast du diese Misere erlebt, es muss doch ein ziemlicher Schlag ins Gesicht gewesen sein?
Ich habe am Rande davon erfahren. Das Ding kam ja damals von der Gabu-Film, ich hatte es Monate später im Internet gelesen. Da es von der BPS ein Gutachten gab (nicht billig die Sache), gab es auch keine Strafverfolgung. Es ist aber interessant, dass im selben Land 2 Behörden unterschiedlich urteilen und eigenmächtig handeln. Weil die Lizenz ausgelaufen war und der Film nicht mehr im Vertreib war, hatte sich die Gabu-Film damals entschlossen, mit dem Gutachten als Grundlage das nicht anzufechten (das wäre auch teuer geworden).

22. Viele deiner Programmtitel spielen weiterhin etwas mit dem Feuer, ich denke da z. B. an STRASSENMÄDCHENREPORT – Sie sind erst 13 Jahre alt und schon fleißig wie die Bienen. Das ist doch mitunter auch ein Spiel mit Tabus. Warum diese reißerischen Titel? Siehst du das in der Tradition der der alten Videoveröffentlichungen, die auch damals ziemlich in die vollen gingen?
Beides. Das ist einfach mein Humor. Zugegeben, einige Sachen sind mit Abstand betrachtet sicher nicht salonreif oder waren ein Fehler, aber es liegt in meiner Natur, Sachen zu machen, wo ich mir sage: „das kannste doch nicht machen“. Werbesprüche und andere reißerische Slogans aus der damaligen Videozeit liebe ich, weil sie bescheuert und fast immer auch falsch sind. Das gleiche gilt für Inhaltsangaben. Was habe ich gelacht, als ich die Covers zu „Orgasmo Nero 3“ (…die Ungewissheit macht Marc depressiv, wodurch auch seine Fickereien drunter zu leiden haben. Ein Teufelskreis zwischen Voodoo und Sperma zieht sich zusammen, wie die Arschrosette der Eingeborenen Myra.“) oder „Dr.Porno und sein Satanszombie“ (…wer ist Dr.Porno? Keiner nennt seinen Namen!“) gemacht habe. Ich trete gerne denen auf die Füße, die sich mit ihrem intellektuellen Anspruch an eine VÖ an so etwas reiben. Viel Bildung in den Taschen, in den Hosen einen Laschen. Sich daran stören? Hallo? Heute Frolix gefrühstückt? Da kauft sich jemand eine X-Rated-DVD mit einem Sexploiterfilm drauf, um sich zu Hause einen zu Keulen, während die Alte bei „Bauch-Beine-Po“ ist und stört sich an frechen Wichssprüchen? Krass! Ach, der Covertext zu „Unmoralische Novizinnen“ fällt mir abschließend noch ein: „..eine unmoralische Geschichte frei nach Stendhal, beschert dem Zuschauer in dieser unzensierten Fassung einen Ständer.“. Das reimt sich aber schlecht ;)

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23. Anderes Thema. Was viele nicht wissen, du bist auch noch Musiker! Du spielst Gitarre in der Band MATERIALSCHLACHT. Was kannst du uns darüber erzählen? Bei den frühen Filmen von dir benutzt du auch Musik von anderen Bands, wie z.B. der Punkband TANZENDE KADAVER. Es liegt nahe, das du ein Faible für gitarrenorientierten (Punk-)Rock hast. Bist du/warst du Teil dieser Szene? Du wirst ja anscheinend auf solchen Konzerten gesichtet.
Nun, Musik ist für mich fast das wichtigste im Leben, ist auch mein Haupthobby. Erst dann kommen meine anderen Hobbys Comics, Spirituosen, Astrologie und dann irgendwann mal Film. Ich gehe regelmäßig auf Konzerte, meist mit meinem Kumpel. In Verbindung mit einem guten Tropfen kann das ein herrlicher Trip werden. Außerdem höre ich 2-3 Stunden Musik am Tag und sammele sehr akribisch CDs und Platten. Aktiv Musik mit einer Band mache ich nicht mehr, ich schrammele nur ab und zu für mich selbst in meinem Proberaum. Die komplette Anlage steht hier noch und so kann ich Baß, Gitarre oder Schlagzeug spielen, wie es mir gefällt. Früher hatte ich bis zu 3 Bands. Angefangen hat das in den 80er Jahren mit meiner ersten Band „Lermgrenze“, das war echte Adernaufschlitzmucke. Bei den „Kadavern“ war ich Schlagzeuger bis 1997. Mit „Materialschalcht“ bin ich zuletzt beim Hardrock gelandet. Apropos, im Dezember bin ich in Hannover bei Motörhead. Schöner Jahresabschluß!

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24. Zurück zum Film. Deine neueren Filme sind oft reine Pornos. Dabei stechen vor allem die VEGETARIERINNEN hervor, oder dein SCHULMÄDCHENREPORT. Um diese Filme schart sich eine wahre Fangemeinde. Wie siehst du diese Filme? Sie scheinen sehr von den alten Reportfilmen inspiriert zu sein, was die Episodenhaftigkeit nahe liegen lässt. Dabei hangelst du dich nicht von Fick- zu Fickszene, sondern lässt auch einen Bruchteil an Handlung zu. Bist du Fan der damaligen Reportfilme?
Na klar, das war doch herrlich. Besonders die Pseudosprüche hatten einen Unterhaltungswert erster Kajüte. Mittlerweile habe ich da aber alles gesehen und beschäftige mich mit dem Thema nicht mehr so.

25. Mit den EXITUS Filmen, hast du recht professionelle und ansehnliche Sachen gedreht. Dabei bedienst du dich wieder dem Thema Sex und Gewalt. Die Handlung ist im Gegensatz zu den vorherigen Filmen recht komplex und du arbeitest mehr mit Handlung als wie früher, als der Holzhammer vorherrschte. Ist der Andreas Bethmann gereift, oder wird es auch wieder zu etwas deftigerer Kost kommen? Besonders ins Auge stechen die bezaubernde Renee Pornero und Anja Gebel, die auch in TEARS OF KALI von Andreas Marschall mitwirkte. Mit beiden Damen hast du bereits mehrmals gearbeitet und sie gehören schon fast zu deinen Filmen dazu. Wie kam es zur Zusammenarbeit? Renee kommt doch ursprünglich aus dem Pornobereich.
Die Grundidee zu „Exitus Interruptus“ hatte ich bereits Februar 2005, nachdem ich den letzten Dreh zu „Knastjulen II – Zur Sau gemacht“ hatte. Ich wollte die Thematik meiner beiden sehr erfolgreichen Vegetarierinnen-Vorgänger für einen dritten Teil fortführen, aber statt wie zuvor nicht nur einen banal gestrickten Psychoporno produzieren, sondern etwas aufwändigeres, was mehr in Richtung Horrorporno geht. Das ganze Projekt war zunächst für Sommer 2005 geplant. Renee Pornero aus den beiden ersten Teilen war zur der Zeit nicht für Teil 3 eingeplant. Während das Projekt also in meinem Geiste schlummerte und eine Phantasie die nächste jagte, kam doch alles anders. Die Schnitt- und Synchronarbeiten zu „Knastjulen II – Zur Sau gemacht“ zogen sich tatsächlich bis Oktober 2005 hin, so dass an die geistige und körperliche Vollendung von „Vegetarierinnen 3“ in keiner Weise zu denken war. Als dann sämtliche marktstrategische und produktionstechnische Arbeiten zu den „Knastjulen II“ beendet waren und der Film in der ersten Dezemberwoche 2005 erschien, fiel ich erst mal in ein kreatives und psychisches Loch, genau wie es mir 2003 nach der Premierenfeier von „Rossa Venezia“ passierte. Das Eis wurde jedoch am 15.Dezember 2005 gebrochen, denn dort hatte ich eine schicksalhafte Begegnung mit…einem Haus! Wie dem auch sei, ich traf mich an dem Tag mit meinem Kumpel und wir führen zu dem Haus. Anschliessend erzählte ich ihm, dass dieses Haus meine Psyche verändert haben muss und ich um jeden Preis ein Projekt angehen werde, welches in jeder Hinsicht bahnbrechend in meinem Schaffen werden sollte. Meine grauen Zellen arbeiteten wie verrückt und in der Woche zwischen Weihnachten und Sylvester 2005 konkretisierte sich alles bis ins letzte Detail. Als ich das Haus gekauft hatte und das Projekt stand, drehte ich ab Februar 2006 los. Mit Renee habe ich ja schon gedreht, als sie gerade anfing und sich noch „Private Babe“ nannte (2001/2002 mit den Vegetarierinnen, da hatte ich 2 Sexszenen mit ihr im Film). Ich harmoniere astrologisch sehr gut mit ihr und es war eine fruchtbare Arbeit für beide Seiten. Bis heute ist dieses Projekt meine Lieblingsarbeit, vor allem weil ich mich selbst spielen durfte. Das Thema Psycho, Sex und Gewalt gehört zu meinen Hobbys, ich beschäftige mich damit intensiv und man kann es in so viele Richtungen des täglichen Lebens fächern, dass ich hier 30 Seiten ausführen könnte.
Dass ich 2 Jahre später einen 2.Teil drehen würde, war zunächst nicht klar, aber ein ebenfalls tolles Projekt für mich. Anzumerken ist, dass die beiden Exitus-Filme bis heute im Kaufhausbereich meine erfolgreichsten Filme sind.

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26. Gibt es irgendwelche herausragenden Erlebnisse oder Anekdoten in deiner Karriere?
Ja, ganz viele, gute wie schlechte. Aber ich bedecke mich da mal im Mantel des Schweigens.

27. Angenommen, du hättest unbegrenztes Budget zur Verfügung, welchen Film würdest du gerne herausbringen?
„Tanz der Vampire“ als Bluray im Sarg mit Knoblauchsalz und dem Nachthemd von Herbert, dem schwulen Vampir.

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28. Auf deinen Film TERROR CREEK warten deine Fans schon geraume Zeit. Ist ein Ende des Drehs schon in Sicht?
Also, ich bin in Frage 1 ja schon auf das Thema eingegangen. Tatsache ist es, dass ich das Projekt schon sehr weit hatte. Leider ist bei meinem Autounfall auch ein „Band“ kaputt gegangen. Es muss auch noch anderes gedreht werden, ganz zu schweigen von der Nachbearbeitung. Ich habe mich vor kurzem dazu durchgerungen, in 2013 daran weiter zu drehen und zu produzieren. Ich bin im letzten halben Jahr sehr viel in Kontakt mit Fans (per Email oder telefonisch) und die haben mich dazu bewogen, doch den Film zu meinem 25jährigen Filmjubiläum nächstes Jahr fertig zu stellen. Wenn es gesundheitlich klappt, könnte das passieren. Der Film liegt mir eigentlich sehr am Herzen, weil es mein erster Thriller ist, den ich in meiner Karriere machen würde. Ich bin sehr von der Geschichte angetan und das wird mein erster „salonfähiger“ Film ohne Schmudelkram, sondern durch eine spannende Geschichte getragen wird. Der psychologische Aspekt steht hier an erster Stelle und ich wage mich in andere Bereiche hervor. Man wird sehen…

Werbematerial zu TERROR CREEK:
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29. Apropos Terror. Wie siehst du die neue, harte Welle von Horrorfilmen? Es sind einige Tabubrecher wie INSIDE und vor alle A SERBIAN FILM herausgekommen. Vermisst du bei den Filmen etwas, was den Splatterfilm der 80er ausmachte und kannst du mit denen etwas anfangen?
Im Grunde kann ich mit diesen Filmen nicht viel anfangen. Vor 20 Jahren hätte ich das cool gefunden. Meine Sehgewohnheiten haben sich in den letzten 5 Jahren stark verändert. Selbstzweckhafte Sickos mit seelenlosen Darstellern oder reine Splatterfilme gucke ich nur noch selten (es sei denn, es sind Sachen wie „Walking Dead“, wo eben auch Handlung, Inszenierung und vor allem Charakterisierung der Akteure gleichermaßen im Vordergrund sind). Der Bereich Grusel und vor allem Thriller interessiert mich ungemein. Um mal aktuelle Beispiele zu nennen: „Die Frau in Schwarz (2012)“ oder „Fracture (2007)“ sind Sachen, die ich in die Sammlung gestellt habe.

30. Eine Frage, die vielen auf den Nägeln brennt: Warum hast du den Namen X-Rated an RED RIVER abgegeben? Deren Lizenz läuft dieses Jahr aus, wirst du dann wieder das Zepter übernehmen? Gibt es schon Pläne für die Zukunft? In welche Richtung wird sich X-Rated orientieren?
Nun, Gründe waren für mich unter anderem Sachen, die aus Frage 1 resultierten. Es war schließlich nicht das erste mal, denn vor 7 Jahren hatte die Firma Gabu-Film GmbH ja auch schon mal das Label in der Hand. Mittlerweile bin ich mit der Entwicklung nicht mehr zufrieden und nach 2 Jahren X-Rated unter Red River hat sich die Sache zum Jahresende erledigt. Ich habe von 2 anderen Firmen/Labels interessante Angebote bekommen, die es weiterführen wollen, doch ich habe abgelehnt. Ab Januar wird also nichts mehr kommen. Wenn ich allerdings im Laufe des nächsten Jahres Lust bekomme, einen Film zu veröffentlichen, dann mache ich das. Ausgeschlossen halte ich das nicht. Ganz spontan. Habe auch noch einige Filmlizenzen von in Deutschland unveröffentlichten Filmen in der Schublade. Es ist schließlich auf Dauer auch langweilig, immer nur am Monatsende zu gucken, ob deine Mieter pünktlich bezahlen oder den ganzen Tag Comics zu lesen. Ich denke, irgendwann brauch ich wieder etwas Beschäftigung und habe Lust auf eine DVD-Veröffentlichung.

31. Zum Schluß möchte ich bitte deine Top 3 wissen:
Film, Buch und Musik

Puh, schwierig, eine Auswahl aus Tausenden!?! Nun gut:
Bücher „Life“ von Keith Richards, „Ronnie“ von Ronnie Wood und „20000 Meilen unter dem Meer“ von Jules Verne (kein Witz!)
Musik „ Kollaps“ von Einstürzende Neubauten, „High Voltage“ von AC DC (Nur australische Version auf Vinyl, alle anderen sind gekürzt etc.) und „Keine Macht für Niemand“ von Ton Steine Scherben.
Filme: „Eine Leiche zum Dessert (1976) von Robert Moore, „Tanz der Vampire (1966)“ von Roman Polanski und „Der Partyschreck (1968) von Blake Edwards.

32. Ich bedanke mich ganz herzlich für deine Zeit!

Null Problemo, gern geschehen. Habe genug Zeit! An dieser Stelle mal ein Lob an die Auswahl der Fragen (da hat sich jemand Gedanken gemacht) und an euer tolles Forum hier. Habe neulich etwas reingelesen und hier scheint es wirklich um Filme zu gehen. Bravissimo!

Noch etwas Gemansche zum Schluß ;)
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Vielen lieben Dank für dieses megalange und ausführliche Interview! Alles Gute für die Zukunft!

(Exklusives Bildmaterial mit freundlicher Genehmigung aus dem Archiv von Andreas Bethmann)

Interview geführt von Malastrana

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Zensor, der - Beamter gewisser Regierungen, dessen Aufgabe es ist, geniale Werke zu unterdrücken. In Rom war der Zensor
ein Inspektor der öffentlichen Moral; die öffentliche Moral moderner Nationen verträgt jedoch keinerlei Inspektion.
(Ambrose Bierce - Des Teufels Wörterbuch, 1911)


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 Betreff des Beitrags: Re: Interview mit ANDREAS BETHMANN
BeitragVerfasst: 26.11.2012 23:55 
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Dickes fettes Lob an Kollege Mala!!! 8-)

Mal wieder Top-Fragen! Vor allem, dass du aus ihm das mit dem "Zuchtbock" herauskitzeln konntest... :mrgreen: :P ...nee, ehrlich, sehr sympathischer Typ, der Herr Bethmann! 8-)

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"Ein Tittchen hier, ein Fötzchen da, und die Welt sähe wieder rosiger aus." anti
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Huch, ein Lob von höchster Stelle :mrgreen: Danke!
Vom Informationsgehalt fand ich das hier am Besten...

Ja, das Interview war sehr angenehm und der Andi ist wirklich ein netter Zeitgenosse, ich denke mit ihm könnte man gut auf ein Bier weggehen :prost23:

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Zensor, der - Beamter gewisser Regierungen, dessen Aufgabe es ist, geniale Werke zu unterdrücken. In Rom war der Zensor
ein Inspektor der öffentlichen Moral; die öffentliche Moral moderner Nationen verträgt jedoch keinerlei Inspektion.
(Ambrose Bierce - Des Teufels Wörterbuch, 1911)


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 Betreff des Beitrags: Re: Interview mit ANDREAS BETHMANN
BeitragVerfasst: 27.11.2012 00:02 
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Absolut klasse. Die Fragen sind sehr gut formuliert und auch sehr gut beantwortet worden. Ich sagte ja, dass der Andreas ein sehr sympathischer Typ ist.

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 Betreff des Beitrags: Re: Interview mit ANDREAS BETHMANN
BeitragVerfasst: 27.11.2012 00:04 
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Ich wusste zum Beispiel garnicht, dass er bei den TANZENDEN KADAVERN (die ich früher auch mal gehört hab) Schlagzeuger war :o

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 Betreff des Beitrags: Re: Interview mit ANDREAS BETHMANN
BeitragVerfasst: 27.11.2012 00:13 
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Malastrana hat geschrieben:
Ich wusste zum Beispiel garnicht, dass er bei den TANZENDEN KADAVERN (die ich früher auch mal gehört hab) Schlagzeuger war :o


War eine Vermutung von mir, das er bei der Band mitgewirkt hat... und was sich nun auch bestätigt hat.

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 Betreff des Beitrags: Re: Interview mit ANDREAS BETHMANN
BeitragVerfasst: 27.11.2012 00:14 
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Na, dann war das Interview ja recht aufschlußreich ;)

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BeitragVerfasst: 27.11.2012 00:55 
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Sehr schönes Interview! Herr Bethmann erzählt ja auch sehr viel von sich. Hätte ihn eher für den wortkargen Typ gehalten.

Freut mich, dass Caligula 2 zu seinen bestverkauften Titeln zählt, ich bin ja einer der (wenigen??) Fans dieses wunderbaren Machwerks.

Was war denn mit "Netz der Vergangenheit"? Er sagt ja sonst nichts dazu.

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BeitragVerfasst: 27.11.2012 01:03 
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Ehrlich gesagt, hab ich erst nicht mit einer Antwort gerechnet, da er sich im Netzt recht rar macht und er deshalb vielleicht als unnahbar gilt. Aber ihr seht, das scheint nur ein Gerücht zu sein. Interessant und mutig fand ich auch, dass er so offen über seine Erkrankung sprach.

Nun, der Lommel Film scheint ja nicht gerade ein Verkaufmagnet gewesen zu sein, vielleicht deshalb?

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 Betreff des Beitrags: Re: Interview mit ANDREAS BETHMANN
BeitragVerfasst: 27.11.2012 01:43 
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Interessantes, bewegendes Interview.

Wenn man jemanden ein wenig persönlich kennt, ist das Ganze noch ein wenig interessanter als wenn man ihn nur vom Hörensagen kennt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Interview mit ANDREAS BETHMANN
BeitragVerfasst: 27.11.2012 08:54 
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Malastrana hat geschrieben:
Nun, der Lommel Film scheint ja nicht gerade ein Verkaufmagnet gewesen zu sein, vielleicht deshalb?


Falls sich das auf meine letzte Frage bezieht: Netz der Vergangenheit ist ja kein Lommel, sondern ein italienischer Thriller von Cristina Comencini, den ich ganz sehenswert fand.

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 Betreff des Beitrags: Re: Interview mit ANDREAS BETHMANN
BeitragVerfasst: 27.11.2012 09:50 
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Von Herrn Bethmanns Schaffen halte ich ja nicht so viel, aber in dem Interview kommt er wirklich sehr nett und sympathisch rüber. Wahrscheinlich ist es angenehmer, mit ihm auf einem Konzert einen zu heben, als seine Filme zu gucken... :)

Kompliment für die Auswahl der Fragen, Mala! Für Interviews hast du wirklich ein Händchen.

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BeitragVerfasst: 27.11.2012 13:07 
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Adalmar hat geschrieben:
Malastrana hat geschrieben:
Nun, der Lommel Film scheint ja nicht gerade ein Verkaufmagnet gewesen zu sein, vielleicht deshalb?


Falls sich das auf meine letzte Frage bezieht: Netz der Vergangenheit ist ja kein Lommel, sondern ein italienischer Thriller von Cristina Comencini, den ich ganz sehenswert fand.


Ups, den hab ich doch glatt mit dem Lommel IM BLUTRAUSCH DES WAHNSINNS verwechselt.
Der und ZOMBIE NATION waren die Lommels bei X-Rated.

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 Betreff des Beitrags: Re: Interview mit ANDREAS BETHMANN
BeitragVerfasst: 27.11.2012 13:15 
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Sehr interessantes Interview! Vielen Dank dafür, liebe Malastrania!

Auf der kleinen Filmbörse in Hannover, habe ich mehrfach bei Andreas Bethmann eingekauft. Faire Preise, angenehme Gespräche. Kann ich nicht über jeden Börsenhändler sagen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Interview mit ANDREAS BETHMANN
BeitragVerfasst: 27.11.2012 14:16 
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Blap hat geschrieben:
Sehr interessantes Interview! Vielen Dank dafür, liebe Malastrania!

Auf der kleinen Filmbörse in Hannover, habe ich mehrfach bei Andreas Bethmann eingekauft. Faire Preise, angenehme Gespräche. Kann ich nicht über jeden Börsenhändler sagen.


Vollkommen richtig.

...ääh ich dachte der Blap wohnt in Duisburg.

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 Betreff des Beitrags: Re: Interview mit ANDREAS BETHMANN
BeitragVerfasst: 27.11.2012 14:38 
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Der Blap wohnt nicht in Duisburg...

Er tritt mit Vorliebe an diversen fahlen Orten in Erscheinung um unsere Seelen zu knechten und er wohnt in meinem Herzen :ggg55: :mrgreen: :lol:

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 Betreff des Beitrags: Re: Interview mit ANDREAS BETHMANN
BeitragVerfasst: 27.11.2012 14:54 
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Malastrana hat geschrieben:
Der Blap wohnt nicht in Duisburg...

Er tritt mit Vorliebe an diversen fahlen Orten in Erscheinung um unsere Seelen zu knechten und er wohnt in meinem Herzen :ggg55: :mrgreen: :lol:

:shock: Oh, und ich dachte immer er wohnt in einer von Herrn Bethmanns vermieteten Wohnungen. Und wenn er mal nicht pünktlich die Miete überweist, legt Herr Bethmann die Comics zur Seite und kommt mit Peitsche und "Zuchtbock" vorbei. LOL!!

Nee, ein wirklich sehr schönes (!) und informatives (!) Interview. Dass er mehrere Bars in seiner Wohnung hat (hatte) und einen guten Tropfen zu schätzen weiß, fand ich doch sehr sympathisch. Auch die Sache mit den zwei Wohnungen für die VHS Tapes war sehr cool!! 8-)
Schade, dass Herr Bethmann mit RR nicht verlängert hat. Ich hatte mich langsam an die große Jess Franco "Hartbox" Retrospektive gewöhnt! ;-)

Wirklich gute Arbeit Mala!!! :D :mrgreen: THANKS!!

Aber wann kommt denn endlich das Interview mit der wunderbaren und großartigen Bea Fiedler??
Ok, bei B sind wir ja schon mal...


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 Betreff des Beitrags: Re: Interview mit ANDREAS BETHMANN
BeitragVerfasst: 27.11.2012 15:08 
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Wie gesagt, Kontaktadresse von der Bea und dem Vorhaben steht nichts im Weg ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: Interview mit ANDREAS BETHMANN
BeitragVerfasst: 27.11.2012 15:16 
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Bei *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. *** gibt übrigens im Forum eine X-Rated-Arbeitsgruppe, mit vielen weiterführenden Infos.

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 Betreff des Beitrags: Re: Interview mit ANDREAS BETHMANN
BeitragVerfasst: 27.11.2012 16:18 
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Bei der Stelle mit dem Zuchtbock (solche herrlichen Wörter gibt es nur im Deutschen) und dem Folterkeller musste ich wirklich schmunzeln, aber ich kann mir vorstellen, dass man das als Betroffener sicher weniger lustig findet.

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 Betreff des Beitrags: Re: Interview mit ANDREAS BETHMANN
BeitragVerfasst: 27.11.2012 17:38 
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So, erst mal Respekt vor dem Mala, hast toll gemacht. Ich hab schon vor ein paar Tagen schon nach gefragt wieso man von meinem Namensvetter nix mehr hört, aber leider erschlossen sich daraus keine Antworten ausser unnötige Beitragspushereien. Nunja, es erfreut mich, zu hören, dass es dem Meister noch gut geht und er noch unter den lebenden Toten verweilt. Und natürlich hoffe ich auf die Fertigstellung seine Thrillers und vllt. noch ein paar Schmuddelfilmchen!^^

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BeitragVerfasst: 27.11.2012 17:50 
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Tolles Interview ;)

ps. Malla, was ist denn eine X-rated Arbeitsgruppe ????

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 Betreff des Beitrags: Re: Interview mit ANDREAS BETHMANN
BeitragVerfasst: 27.11.2012 18:19 
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Thanks , Reg!

Du bist doch auch im Ösi-Forum, schau auf mein Profil, da ist eine Verlinkung.

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Zensor, der - Beamter gewisser Regierungen, dessen Aufgabe es ist, geniale Werke zu unterdrücken. In Rom war der Zensor
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 Betreff des Beitrags: Re: Interview mit ANDREAS BETHMANN
BeitragVerfasst: 27.11.2012 20:24 
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Spitzenmäßiges Interview! Danke Malastrana! Ich habe vor vielen Jahren öfter Mal mit Andreas telefoniert und fand ihn sehr symphatisch. Der Eindruck hat sich weiter bestätigt. Kann ich übrigens auch über Krekel sagen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Interview mit ANDREAS BETHMANN
BeitragVerfasst: 27.11.2012 20:27 
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Natürlich hat Bethmann einiges geleistet mit seinem Label, in erster Linie denke ich da an die Rollin-Veröffentlichungen. Aber sympathisch? Entweder muss ich meine Sympathiefühler neu justieren oder AB ist mir wirklich unsympathisch...

Ich denke da an denkwürdige Autogrammstundenankündigungen ("Die Darstellerinnen dürfen nicht abgegrabbelt werden"), Äußerungen auf der Hamburger Börse, selten dümmliche Bücher ("Die 100 besten Frauenfolterfilme"), Trailer zu seinen eigenen Machwerken, die auf X-Rated-DVDs zwangsweise untergejubelt wurden und schließlich diese absolut unsägliche Covergestaltung beim "Straßenmädchen-Report". Ach ja, richtig, diese 66er-Auflagen waren ja auch noch seine Idee. Und nein, ich möchte mit jemandem, der meint, Filme wie "Vegatierinnen zur Fleischeslust gezwungen" machen zu müssen, weder ein Bier trinken noch ein Konzert besuchen. Und ja, Bethmanns Coversprüche waren Müll.

Dass ein schwerer Unfall zu anderen Sichtweisen führt, ist nachvollziehbar. Offen über eine Zwangsstörung zu sprechen, mutig und verdient Respekt.

Aber vielleicht hätte ich auch besser all den Schmott machen sollen, und würde dann über umfangreichen Immobilienbesitz verfügen. X-Rated muss wohl doch eine Goldgrube gewesen sein...


BTW: Bei Gabu-Film steckte AB ja selbst als Prokurist mit drin.


und in Bezug auf Franco

Zitat:
Als ich im Kaffee sah, wie er ständig in seinen Cappucino aschte


war doch bestimmt ein Café gemeint, oder? ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: Interview mit ANDREAS BETHMANN
BeitragVerfasst: 27.11.2012 20:34 
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reggie hat geschrieben:

ps. Malla, was ist denn eine X-rated Arbeitsgruppe ????


Nennt sich eigentlich X-rated Interessengemeinschaft, ist so eine Art Forum für Fragen und Talk rund um die Marke X-rated.

Vielen Dank auch von mir an beide Seiten für das Interview, hat Spaß gmacht und war sehr aufschlußreich. :231:


Ist das ein echtes Foto aus Bethmanns VHS-Sammlung? Dann stehen uns ja noch einige Retrocover bevor. :lol:


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 Betreff des Beitrags: Re: Interview mit ANDREAS BETHMANN
BeitragVerfasst: 27.11.2012 20:44 
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Nunja, Andreas ist und war schon immer ein Streitthema. Ich wieß nicht wie er früher oder in live drauf ist. Ich kann nur für mich sprechen: Ich fand das Interview sehr angenehm, er war sehr enthuiastisch, freundlich und zuvorkommend. Auch dass er extra im Archiv gewühlt hat und uns Bilder zur Verfügung gestellt hat, fand ich sehr dufte.

Natürlich ist deine Meinung ebenso richtig und du hast ihn wahrscheinlich so erlebt. Die Bücher (Frauenfolter) sind natürlich extreme Geschmackssache. Andreas und X-Rated polarisieren einfach.
PS: Das Frauenfolterbuch empfand ich eher als Witz und nicht 100% ernstzunehmen.

Hast du live schlechte Erfahrungen gemacht? Bisher gabs ja nur positive Rückmeldunggen.

Achja, meine Darstellerinnen würde ich auch nicht von einer sabbernden Horde angrabbeln lassen, das ist doch nur zu verständlich, oder?

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 Betreff des Beitrags: Re: Interview mit ANDREAS BETHMANN
BeitragVerfasst: 27.11.2012 20:46 
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Dr. Freudstein hat geschrieben:
Vielen Dank auch von mir an beide Seiten für das Interview, hat Spaß gmacht und war sehr aufschlußreich. :231:
Ist das ein echtes Foto aus Bethmanns VHS-Sammlung? Dann stehen uns ja noch einige Retrocover bevor. :lol:


Danke!

Ja, ist ein echtes Bild aus seinem Archiv (genau wie die anderen Bilder).

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 Betreff des Beitrags: Re: Interview mit ANDREAS BETHMANN
BeitragVerfasst: 27.11.2012 21:19 
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Malastrana hat geschrieben:

Achja, meine Darstellerinnen würde ich auch nicht von einer sabbernden Horde angrabbeln lassen, das ist doch nur zu verständlich, oder?


Was hast du denn gedreht? :?

Zumindest als ich an dem Stand vorbeikam, war dort überhaupt nichts los, Bethmann und die Mädels dürften sich eher zu Tode gelangweilt haben. War damals auf der Börse Hamburg, als just "Dämonenbrut" fertig war (ist also schon einige Zeit her), aber es kotzt mich bis heute an, dass er offenbar bei jedem Börsengänger davon ausging, dass die nichts anderes vorhätten, als irgendeiner Darstellerin an die Silikonmöpse zu gehen.


Meine Erfahrungen auch von späteren Börsen sind in der Tat derart, dass AB auf mich sehr unsympathisch wirkte. Das mag sich geändert haben, ich bin da ja Jahre nicht mehr gewesen (er ja wohl auch nicht). Das ist allerdings reichlich, äh, latte. :mrgreen:

Und die "Straßenmädchen-Report"-Hartbox, wo von den 13jährigen schwadroniert wird, mit den Pornobildern auf dem Backcover ist für mich immer noch totales No-go.


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 Betreff des Beitrags: Re: Interview mit ANDREAS BETHMANN
BeitragVerfasst: 27.11.2012 21:23 
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Was ich gedreht hab... das wüsstest du wohl gern :mrgreen:

OK, ich kann deine Beweggründe und Meinung natürlich jetzt auch besser nachvollziehen. Danke für die Aufklärung!

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