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BLINDMAN - Ferdinando Baldi 1971
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Seite 3 von 3

Autor: Sbirro Di Ferro [ 29.05.2016 23:12 ]
Betreff des Beitrags: Re: BLINDMAN - Ferdinando Baldi 1971

trainspotting hat geschrieben:
Tatsächlich Dein Erstkontakt ?

Ja, tatsächlich meine Erstsichtung, hat ja lange genug gedauert.
Ich habe aber sogar noch die Erstauflage im schwarzen Digipak erwischt.

Autor: trainspotting [ 02.06.2016 14:34 ]
Betreff des Beitrags: Re: BLINDMAN - Ferdinando Baldi 1971

Glückwunsch, besser spät als nie ;)

Autor: dicfish [ 06.06.2016 18:17 ]
Betreff des Beitrags: Re: BLINDMAN - Ferdinando Baldi 1971

Habe Tonspur und Texttafeln ausgetauscht - nun gibt es auch einen Nachbau des deutschen Kinotrailers ;)
www.youtube.com Video From : www.youtube.com

Autor: italo [ 12.10.2017 22:05 ]
Betreff des Beitrags: Re: BLINDMAN - Ferdinando Baldi 1971

Der User Djabartana hat mir mit seinem Italowestern Marathon Lust gemacht.
Nachdem ich in den letzten Jahren, den Western in meiner Sammlung zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt habe, werde ich nun in den nächsten Wochen/Monaten mal wieder einiges aus diesem Genre, nach langer Zeit, aus meiner Sammlung ziehen.


Mal wieder angesehen: #02
BLINDMAN - DER VOLLSTRECKER

Tony Anthonys Charakter ist eigentlich eine jämmerliche Erscheinung, nicht wegen seiner Blindheit, sondern, weil er als Held im Italo Western mit seiner Behinderung völlig fehl am Platze ist und seine Gegner, diese Schwäche ,nur allzu gern ausnutzen.
Sicherlich war der Film im Jahre 1971 sehr modern gehalten und eher ein Werk, dass dem Zeitgeist Tribut zollt, also weniger klassischer Italo Western.
Hier gibts Afro Frisuren, Langhaar Mähnen, streckenweise klingt die Musik eher nach den 70 Jahren, als nach der guten alten Western Zeit, in der der Film spielen soll.
Vermutlich wollte man damals, während die italienische Western Welle schon deutlich ihren Zenit überschritten hatte, neue Wege gehen und präsentierte dem Kinogänger einen völlig neuartigen Helden, den man schon eher als Antihelden bezeichnen könnte.
BLINDMAN ist ein ziemlich maskulines Werk, welches Frauen schon mal wie einer Herde Vieh durch die Wüste jagen lässt und mit dem weibliche Zuschauer wohl eher wenig Freude haben werden.
Die Top Besetzung ist natürlich Ringo Starr, der mit der Darstellung, seines einer Frau verfallenen Charakters, echte Tiefe in sein Spiel einbringt.
Tony Anthony steht ihm aber in seiner Präsenz in nichts nach, auch wenn die Charaktere grundverschieden sind.
Speziell im letzten Drittel legt der der Film einen gehörigen Zahn zu und fährt auch noch brachiale Gewalt auf.
Besonders stark finde ich den normalerweise ungleichen Fight zwischen einem Mann und einer Frau
Blindman ist stärker aber blind, die Frau ist schwächer, doch sie kann sehen. Hieraus entsteht der wohl krasseste Moment des gesamten Films.
BLINDMAN ist eine Abart des Italowestern, in einer seltsamen Mixtur, funktionert aber unterm Strich ziemlich gut und hebt sich von seinesgleichen eindeutig ab.

Ziemlich durchgeknallter 70er Western!
8/10

Autor: Djabartana [ 07.07.2018 14:32 ]
Betreff des Beitrags: Re: BLINDMAN - Ferdinando Baldi 1971

#146 "Blindman" wurde von Ferdinando Baldi gedreht der hier vermutlich sehr eng mit Tony Anthony zusammenarbeitete. Tony Anthony spielt hier auch die Titelrolle des blinden Anti-Helden. Anthony sollte den meisten hier ja durch die Stranger-Trilogie bekannt sein, die ich sehr schätze. Ich finde ihn immer sehr cool und sympathisch und daher zählt er auch zu meinen liebsten Darstellern innerhalb des Genres. Außerdem spielt hier auch der Beatles-Schlagzeuger Ringo Starr eine größere Rolle als Bruder des Banditenbosses Domingo. Auch die Figur des Generals die Raf Baldassarre spielen darf ist herrlich unterhaltsam.
Schon allein die Idee mit dem blinden Hauptcharakter ist äußerst ungewöhnlich. Diese Idee wurde vermutlich der japanischen Figur des Zatoichi entliehen, die in zahlreichen Filmen und Fernsehserien vorkommt und die Geschichte eines blinden Samurai erzählt. In dem hier besprochenen Film benutzt unser Blindman zum Beispiel sein Pferd als Blindenpferd und seine Waffe als Blindenstock um sich zu orientieren. Dadurch entstehen zahlreiche Situationen die einfach nur unterhaltsam sind und beim Ansehen wirklich sehr viel Spaß machen. Dazu kriegen wir eine einzigartige Story geboten die sich darum dreht, dass Blindman versucht seine 50 Weiber wiederzubekommen. Diese sollten eigentlich an Minenarbeiter verkauft werden um sie zu heiraten, sind jedoch durch Blindmans Partner in die Hände von Banditen geraten, die diese wiederum an die mexikanische Armee verkaufen wollen.
Die Story wird derart schwungvoll erzählt, dass man die gesamte Laufzeit über nicht den Hauch eines Anflugs von Langeweile verspürt. Die Inszenierung und der schöne Score sind erstklassig, die Actionszenen aufwändig in Szene gesetzt und an sich ist die ganze Idee um die Figur des Blindman als sehr originell zu bezeichnen.
Erwähnenswert ist auch wie unglaublich brutal und frauenverachtend dieser Italowestern ist. Dennoch ist nicht von der Hand zu weisen, dass der Film stets mit einem Augenzwinkern versehen ist und durchaus auch einen gewissen Comedy-Anteil beinhaltet. "Blindman" ist so ziemlich der überzogenste und comic-hafteste Film innerhalb des Genre des Italowesterns.
Der "gottverdammte, irre Gringo" Blindman ist eine in höchstem Ausmaß unterhaltsame Figur und ich bin froh, dass es diesen Film hier gibt. Ich denke kaum ein Italowestern macht mehr Spaß als "Blindman" und ich bin fast dazu geneigt die Höchstnote zu vergeben. Dennoch ziehe ich aufgrund der starken Konkurrenz nur 9,5/10 Punkte was aber auch gar nicht mal so schlecht ist ;)

Autor: Sabata362436 [ 09.07.2018 11:45 ]
Betreff des Beitrags: Re: BLINDMAN - Ferdinando Baldi 1971

BLINDMAN wäre ein noch besserer Film geworden, wenn Frankie Wolff die Rolle von Ringo Starr übernommen hätte. Ich habe nichts gegen den Ex-Beatle Ringo, aber in diesem Film ist er echt eine Fehlbesetzung. Naja, was soll's, ist eben meine Ansicht.

Adios Sabata

Autor: Sbirro Di Ferro [ 09.07.2018 17:28 ]
Betreff des Beitrags: Re: BLINDMAN - Ferdinando Baldi 1971

Sabata362436 hat geschrieben:
BLINDMAN wäre ein noch besserer Film geworden, wenn Frankie Wolff die Rolle von Ringo Starr übernommen hätte. Ich habe nichts gegen den Ex-Beatle Ringo, aber in diesem Film ist er echt eine Fehlbesetzung. Naja, was soll's, ist eben meine Ansicht.

Adios Sabata

Ja, kann man so sehen, ich persönlich sehe es neutraler.
Starr legt sicher keine Glanzleistung hin, aber ihn als glatte Fehlbesetzung zu bezeichnen, finde ich auch wieder übertrieben.
Ich bezweifle aber nicht, dass der Film mit Frank Wolff in der Rolle von Ringo Starr (idealerweise synchronisiert von Arnold Marquis) noch besser sein hätte können.

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